2. Februar 2012
Tanzschuhe gehören zur Ausrüstung im Tanzsport. Je nach Form werden sie nach Standardtanzschuhen und Modellen für lateinamerikanische Tänze unterschieden. Beide Formen weisen typische Besonderheiten auf, dennoch gibt es gewisse Ähnlichkeiten.
Tanzschuhe sind besonders elastische Schuhe, die Beweglichkeit und Gleitfähigkeit optimieren. Im eigentlichen Sinne gibt es lediglich Standardtanzschuhe und Tanzschuhe für lateinamerikanische Tänze. Alle übrigen Tanzschuharten sind keine tatsächlichen Tanzschuhe.
Während lateinamerikanische Tänze eher ohne Körperkontakt zum Tanzpartner ausgeführt werden, gehören Standardtänze zu den Kontakttänzen. Neben Rhythmusgefühl werden vom Teilnehmer Balance, Haltung und ein harmonischer Bewegungsablauf erwartet. Ein optimales Gleichgewicht kann nur durch ein geeignetes Fußwerk erreicht werden.
Standardtanzschuhe besitzen daher eine lange Gelenkfeder. Dies ist eine Schiene aus Metall, Kunststoff oder Holz, die in den Schuhboden eingearbeitet wurde. Sie sorgt für eine Stabilisierung des Mittelfußes.
In der Regel sind Damen-Tanzschuhe für den Standardtanz wie Pumps gearbeitet, besitzen also eine sogenannte Schlupfform. In Abwandlung können vordere und hintere Kappe getrennt an der Sohle angebracht sein. Bezeichnet wird diese Variante als Deux Pieces.
Die meisten Tanzschuhe sind weiß oder pastellfarben, wobei die Auswahl in Kombination zum Tanzkleid getroffen wird. Möglich sind auch dunklere Farben.
Herren-Tanzschuhe für die Standardtänze ähneln klassischen Herrenschuhen. Der Schaft besteht aus Lack- oder Glattleder. Nubuk kann zum Einsatz kommen. Er kann mit einem Blattschnitt ausgestattet sein. Hierbei handelt es sich um die elegante Form, bei der der vordere Schuhteil auf die seitlichen Schuhteile aufgesetzt ist.
Im Gegensatz dazu kann auch der sportlichere Derby-Schnitt vorhanden sein. Hier sind die seitlichen Schuhteile auf das Blatt aufgebracht. Die Absatzhöhe beträgt 2,5 Zentimeter. Alle Modelle sind schwarz.
Auch die Damen-Tanzschuhe für lateinamerikanische Tänze besitzen eine Gelenkfeder. Allerdings ist diese kürzer als bei den Standardtanzschuhen, damit der Fuß eine höhere Beweglichkeit erhält. Typisch sind eine Zehenöffnung im vorderen Schuh oder die Form der Riemchen-Sandalette, wobei eine Fersenkappe für die nötige Stabilität des Fußes sorgt.
Die Absatzhöhe beträgt zwischen 6 und 9 Zentimeter, die genaue Auswahl erfolgt nach individuellen Vorlieben.
Modelle für Herren sind meist schwarz und besitzen einen Blattschnitt. Die Höhe des Absatzes variiert zwischen 3,5 und 4,5 Zentimeter. Als Obermaterial wird Nubuk verwendet, Kombinationen mit anderen Ledern sind möglich.
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