Skihose und Snowboardhose - Merkmale, Unterschiede und Anforderungen

Skihosen und Snowboardhosen sind traditionelle Bekleidungsstücke, deren Material und Verarbeitung speziell auf die Ansprüche des Ski- bzw. Snowboardfahrers abgestimmt sind. Sie sollen ihn wärmen, im Falle eines Sturzes schützen, gut passen und einen angenehmen Tragekomfort bieten. Auf den ersten Blick ähneln Skihosen den Snowboardenhosen, dennoch gibt es einige Unterschiede. Lesen Sie alles Wissenswerte zum Thema Ski- und Snowboardhose.

Passform, Polsterung und Material - Die Unterschiede zwischen Ski- und Snowboardhose

Skihosen - Merkmale und Funktion

Skihosen gehören zur Ausrüstung in diversen Skisportarten. Ihr Material zeichnet sich durch Wasserdichtheit und Atmungsaktivität aus. Zudem besitzen hochwertige Skihosen einen recht guten Tragekomfort.

Skihosen müssen wind- und wasserdicht sein, damit sie den Wintersportler vor Unterkühlung schützen. Trotzdem benötigen sie eine hohe Atmungsaktivität, damit es weder zum Hitzestau noch zur Bildung eines Schweißfilms auf der Haut kommen kann. Beide Eigenschaften werden in Millimetern angegeben, wobei die wasserabweisende Funktion im Wassersäulentest geprüft wird.

Skifahrer mit roter Hose und roten Stöcken bei einer schwungvollen Abfahrt
Skifahrer mit roter Hose und roten Stöcken bei einer schwungvollen Abfahrt

Die Besonderheit der Funktionsfasern

Empfehlenswert sind Modelle mit einer Wassersäule von mindestens 15.000 Millimetern. Besonders hochwertige Skihosen weisen den doppelten Wert auf.

In der Regel werden es Funktionsfasern sein, die den Ansprüchen im Skisport gerecht werden. Gore-Tex- und Sympatex-Ausstattungen bieten einen besonderen Komfort.

Intelligente Funktionsgewebe besitzen Klimamembranen, die auf Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschiede ihrer Innen- und Außenseiten reagieren. Je größer diese Differenzen werden, desto atmungsaktiver wird das Material. Die isolierende Eigenschaft wird dadurch nicht beeinflusst.

Fütterung und zusätzliche Extras

Skifahrer springt steilen Abhang hinunter
Skifahrer springt steilen Abhang hinunter

Andere Textilien können mit einem Futter ausgestattet sein, das je nach Modell unterschiedlich stark ausfallen kann. Fleece und andere wärmende Materialien kommen in Betracht. Wer eine ungefütterte Skihose bevorzugt, sollte Funktionswäsche unterziehen.

Um eine noch größere Variabilität zu gewährleisten, die insbesondere auf langen Skitouren von Vorteil ist, sind viele Skihosen mit Belüftungsreißverschlüssen ausgestattet, die wasserdicht versiegelt sind. Eine Vielzahl von Taschen macht das Mitführen diverser persönlicher Gegenstände möglich.

Im günstigsten Fall ist ein Lawinensuchsystem eingearbeitet. Dieses ermöglicht das schnelle Auffinden eines verunglückten und verschütteten Wintersportlers.

Tragekomfort

Der Tragekomfort hängt unter anderem von der Passform der Hose, aber auch von ihrer weiteren Ausstattung ab. An den Beinabschlüssen benötigt jede Skihose einen Schneefang, der keinen Schnee eindringen lässt. Er stellt die Verbindung zwischen Hosenbein und Skischuh dar.

Zusätzlich sollte die Skihose mit einem guten und ausreichend stabilen Kantenschutz versehen sein. Ansonsten scheuert die Skihose im Saumbereich schnell auf.

Damit die Skihose passt und die Bewegungsfreiheit nicht einschränkt, ist das Gewebe elastisch und besitzt einem verstellbaren, häufig dehnbaren Bund. Die Kniepartie kann vorgeformt sein.

Trotz aller Elastizität darf die Skihose aber nicht zu eng gearbeitet sein. Zum einen würde sie den Sportler behindern, zum anderen könnte die isolierende Eigenschaft leiden. Eine zu große Skihose hingegen rutscht und kann sich im Ski verfangen.

Anforderungen - Tipps zur Auswahl und Unterschiede zur Snowboardhose

Im Wintersport ist der Sportler diversen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Zudem hat er mehr oder weniger Körperkontakt zu seinem Sportgerät. Das Material der verwendeten Bekleidung muss extremen Belastungen Stand halten; nebenbei soll es wärmen und angenehme Trageeigenschaften besitzen.

Ski- und Snowboardhosen bestehen aus besonders reißfesten Obermaterialien; komfortable Gore-Tex- oder Sympatex-Ausstattungen machen sie wasserabweisend und winddicht. Trotzdem bieten die Gewebe eine gute Atmungsaktivität, so dass der Schweiß des Sportlers schnell an die Umgebung abgegeben werden kann.

Preiswertere Ski- und Snowboardhosen besitzen diese Komfortausstattungen nicht. Dafür sind sie wasserabweisend beschichtet.

Snowboarder sitzt auf Skipiste unter blauem Himmel
Snowboarder sitzt auf Skipiste unter blauem Himmel

Stabilität

An einigen Körperpartien müssen Ski- und Snowboardhosen besonders stabil sein. Bei Skihosen ist dies unter anderem der untere Beinabschluss.

Dieser hat häufigen Kontakt zum Ski. Nur durch eine feste und breite Stoßkante kann das Material der Skihose vor dem Aufscheuern geschützt werden.

Snowboardhosen hingegen müssen ganzheitlich mehr Abriebfestigkeit besitzen, da der Sportler oft mit dem Brett in Berührung kommt. Snowboardhosen besitzen meist zweilagige Außenmaterialien, die obendrein extrem rissfest sind.

Grundsätzlich kann von einem dreilagigen Gewebe ausgegangen werden, das aus

  • Grundschicht
  • Isolationsschicht und
  • äußerer Hülle

besteht. Sowohl an Ski- als auch an Snowboardhosen müssen alle Nähte und Reißverschlüsse versiegelt sein, damit weder Schnee noch Feuchtigkeit eindringen können. Wichtig ist, dass sowohl Ski- als auch Snowboardhosen einen Schneefang besitzen, damit der Sportler vor eindringendem Schnee geschützt ist.

Polsterung und Schnitt

Ski- und Snowboardhosen besitzen unterschiedliche Polsterungen. Bei Snowboardhosen sind diese dicker gearbeitet, sie befinden sich im Knie- und Gesäßbereich. Fallen die Polsterungen bei einigen Modellen dünner aus, können zusätzliche Protektoren unter der Hose getragen werden.

Obwohl Snowboardhosen ohnehin etwas weiter geschnitten sind, ist es in diesem Falle sinnvoll, die Hose etwas größer zu kaufen. Skihosen hingegen liegen relativ eng am Körper an, da der Skifahrer weniger Beinarbeit als der Snowboarder leisten muss.

Aufgrund eines anderen Bewegungsablaufs können Skihosen mit Trägern ausgestattet sein. Snowboardhosen sollten besser auf diese verzichten, weil sie den Sportler behindern würden.

Snowboarder auf der Piste macht gerade einen Flip
Snowboarder auf der Piste macht gerade einen Flip

Alternative Ski-Overall: Vor- und Nachteile

Ski- und Snowboardhosen werden entsprechend mit Ski- bzw. Snowboardjacken kombiniert. Hier wird meist zu einem einheitlichen Look gegriffen.

Alternativ lässt sich ber auch der klassische Einteiler wählen, der heutzutage im modernen Ski-Overall daherkommt und teils auch von edlen Designerlabels angeboten wird.

Ein solcher Anzug ist besonders auch für Kinder praktisch. Und auch Anfänger profitieren von diesem Schnitt - auch wenn sie häufiger hinfallen, kann kein Schnee in den Anzug eindringen, wie dies im Fall des Tragens von Hose und Jacke der Fall ist.

Als nachteilig erweist sich die Tatsache, dass man sich beim Besuch einer Hütte nicht mal eben die Jacke ausziehen kann - solange man sitzt, kann man den oberen Teil abstreifen; beim Gehen ist dies ein wenig aufwendiger. Und auch der Toilettengang kann sich als deutlich mühsamer erweisen.

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Quellenangaben
  • Snowboarder 7 © Steno - www.fotolia.de
  • skiing © bilderbox - www.fotolia.de
  • freerider © Ludwig Berchtold - www.fotolia.de
  • Boarden © Oliver Weber - www.fotolia.de
  • flip © Silvano Rebai - www.fotolia.de

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