26. Januar 2012
Schweißbänder sind Zubehörteile von sportlichen Ausrüstungen. Sie werden hauptsächlich bei stärkerer sportlicher Betätigung getragen, um den Sportler im Handinnen- beziehungsweise im Augenbereich vor eindringendem Schweiß zu schützen. Neben ihrer praktischen Funktion sollen Schweißbänder teilweise auch modische Aspekte erfüllen.
Ursprünglich bestanden Schweißbänder aus Naturleder. Sie waren als dünne Streifen in Hüten und in Arbeitshelmen integriert. In Letzteren sorgten sie für eine bessere Passgenauigkeit und saugten den zwischen Kopf und Helm entstehenden Schweiß des Arbeiters auf.
In Hüten hatten Schweißbänder zudem noch eine modische Funktion zu erfüllen. Je hochwertiger der Hut war, desto hochwertiger war auch der Lederstreifen, der farblich auf die Kopfbedeckung abgestimmt wurde. Später ersetzten Schweißbänder aus Stoff die ursprünglichen Lederbänder in Hüten.
Üblicherweise kommt es nicht nur bei der Arbeit, sondern auch beim sportlichen Training zur Schweißbildung, die an den unterschiedlichen Körperpartien verschieden stark ausgeprägt sein kann. Während laufintensive Sportarten dazu führen, dass der Sportler unter anderem im Kopfbereich schwitzt, macht an den Armen entstehender Schweiß insbesondere Tischtennis-, Badminton- und Tennisspielern zu schaffen.
Gelangt Feuchtigkeit auf die Handinnenfläche, kann der Schläger verrutschen, was zu Ungenauigkeiten beim Zielen führt. Auf dem Kopf entstehender Schweiß kann in die Augen gelangen. Das ist schmerzhaft und hinderlich. Präventiv kann der Sportler Schweißbänder einsetzen, die obendrein noch modisch aussehen können.
In den 80er Jahren verwendeten Tennisspieler farblich aufeinander abgestimmte Schweißbänder im Stirn- und Handgelenkbereich. Sie setzten damit einen lang anhaltenden Modetrend, der in der Folge mehrfach ein Comeback erlebte. Damals waren Schweißbänder neben Oberteilen mit Schulterpolstern und Turnschuhen bei kaum einer Freizeitbeschäftigung wegzudenken, schon gar nicht in der Diskothek.
Farblich durften sie sehr auffällig, bestenfalls neonfarben, sein. Als Material kam Frotteegewebe zum Einsatz.
Zwischenzeitlich haben Hersteller ihr Augenmerk verstärkt auf die Funktionalität der Schweißbänder gelegt. Die Materialien wurden moderner. Neben Schweißbändern aus Acryl und Baumwoll-Elasthan-Gemischen kommen Funktionsgewebe zum Einsatz. Sie besitzen eine hohe Atmungsaktivität und trocknen besonders schnell. Diese Eigenschaft erhöht den Tragekomfort für den Sportler deutlich und schützt ihn vor Unterkühlung im Kopfbereich.
Schweißbänder müssen gut sitzen. Angebotene Modelle unterscheiden sich in Breite und Länge, wobei sie eine gewisse Elastizität besitzen. Gern werden Schweißbänder von Sponsoren oder von Firmen für eigene Werbezwecke genutzt.
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