24. Januar 2012
Pratzen sind spezielle Polster, die im Kampfsport- und –kunsttraining mit einem Trainingspartner eingesetzt werden, um Schlag- und Tritttechniken zu erlernen sowie Schnelligkeit und Reaktionsfähigkeit zu optimieren. Dabei dienen die Pratzen zum Abfangen der Schläge und Tritte des Angreifers. Im Vergleich zum Sandsacktraining sind die Übungsmöglichkeiten an den Pratzen viel variabler.
Pratzen können mit größeren Handschuhen verglichen werden, die eine große Auflagefläche an der Innenhand besitzen. Sie kommen beim Kampfsporttraining und Kampfkunsttraining zum Einsatz.
Die Pratzen dienen dem Trainingspartner, der als Verteidiger fungiert, als dickes Polster und fangen Schläge und Tritte des Angreifers sicher ab. Aus diesem Grunde darf der Angreifer die Übungen mit voller Körperkraft durchführen. Da sich der Trainingspartner sehr variabel bewegt, setzt er dem Angreifer immer wieder neue Ziele.
Durch verschiedene Winkelstellungen der Pratzen durch die Hand des Trainingspartners werden beim Angreifer ständig andere Trainingsreize ausgelöst. Es kommt beim Pratzentraining also auf das Reaktionsvermögen des Angreifers und auf seine Zielgenauigkeit an. Am Sandsack hingegen trainiert der Übende Ausdauer und Kraft.
Beim Trainingspartner sollte es sich immer um einen geübten Kämpfer oder um einen Trainer handeln, damit dieser auf die Tritt- und Schlagtechniken des Angreifers im Detail eingehen und sie korrigieren kann. Schließlich geht es beim Pratzentraining um Präzision. Nur korrekte Bewegungsabläufe sorgen für eine optimale Kraftübertragung auf das Angriffsziel und minimieren das Verletzungsrisiko beider Trainingspartner.
Zu den Grundübungen beim Pratzentraining im Boxen gehören unter anderem die linke und die rechte Gerade sowie der linke und der rechte Haken, wobei alle Schläge sowohl Richtung Kopf als auch Richtung Körper ausgeführt werden können. Außerdem können die Übungen durch das Abtauchen des Körpers sehr vielfältig gestaltet werden. Je stärker der Schlag über die Hüfte erfolgt und je größer der Schwung aus der Drehung ist, desto enormer wird die Schlagkraft des Angreifers.
Der Trainingspartner, der die Pratzen hält, muss sich auf diese entsprechend einstellen und reagieren. Ansonsten kann es passieren, dass er die Pratzen verliert und die Schläge mit dem eigenen Körper abfängt.
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