Cover-up: Altes Tattoo überstechen lassen - darauf ist zu achten

Tattoo, blauer Stern auf der Schulter einer Frau

Wer unzufrieden mit einem alten Tattoo ist, der kann es durch ein größeres und dunkleres Exemplar überstechen lassen

Tattoos sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, und so werden die permanenten Hautbilder von vielen, ganz unterschiedlichen, Menschen getragen. Doch so manches Motiv erweist sich mit den Jahren als schlechte Wahl, mit der man zum Glück nicht leben muss. Anstatt sich das alte Motiv mit dem Laser entfernen zu lassen, kann man sich das ungeliebte Tattoo auch überstechen lassen.

Wenn das alte Tattoo nicht mehr der Vorstellung entspricht

Tattoos erfreuen sich bei den unterschiedlichsten Menschen noch immer großer Beliebtheit. Schließlich kann man sich durch die bunten Motive gut von den anderen Menschen abgrenzen und somit seiner Individualität noch mehr Ausdruck verleihen.

Doch mit den Jahren verblassen viele Tattoos nicht nur, die vormals so geliebten Motive passen manchmal auch nicht mehr zur Persönlichkeit. Dieses Schicksal kann dem niedlichen Delphin auf der Schulter ebenso blühen, wie der ach so weisen Lebensphilosophie auf dem Unterarm oder dem Namen der längst verflossenen großen Liebe.

Natürlich kann man so ein Tattoo mit einem Laser entfernen lassen, allerdings ist das teuer, schmerzhaft und das Ergebnis ist nicht immer vollständig zufriedenstellend. Alternativ dazu besteht noch die Möglichkeit, das alte Tattoo mit einem neuen Motiv zu überstechen.

Ein paar Dinge sollten jedoch beachtet werden, wenn man sein altes Tattoo mit einem so genannten "Cover-up" verdecken lassen möchte.

Tattooentfernung

Amerikaner will Tattooentfernung durch neue Tattoos finanzieren

Der Amerikaner Billy Gibby ist in den Staaten besser bekannt als "Hostgator Dotcom". Aus Geldnot und Sorge um seine Kinder kam der fünffache Vater vor einigen Jahren auf die Idee, sich von verschiedenen Firmen dafür bezahlen zu lassen, dass er sich deren Logos unter anderem ins Gesicht tätowieren lässt. Während Gibby mit 300 bis 1.000 US-Dollar anfing, fielen seine Preise schnell auf 75 Dollar herab.

Nun zieren 24 Logos sein Gesicht, von denen er sich jetzt trennen möchte. Dem 32-Jährigen fehlen aber die dafür 4.000 nötigen Dollar; einen Job hat er aufgrund seiner geistigen Erankung nicht. Um sich die Tattooentfernung leisten zu können, hat "Hostgator Dotcom" nun erneut Firmen dazu aufgerufen, für deren Logos auf seiner Haut zu bezahlen.

Neue Hightech-Laser entfernen Tattoos ohne Spuren

Tätowierungen sind fast so alt wie die Menschheit. Die Freude an der Körperbemalung hält allerdings selten ein Leben lang. Jeder fünfte Kunde eines Tattoostudios möchte sein Kunstwerk später wieder loswerden. Mit dem neuen Picosekunden-Laser ist dies erstmals narben- und rückstandsfrei möglich.

Anders als herkömmliche Laser nutzt das 300.000 Euro teure Hightech-Gerät ultrakurze Impulse, die das Molekülgerüst der Farbe zerschlagen. Die Pigmente werden in so kleine Stücke zertrümmert, dass die Fresszellen sie rückstandslos abbauen können. Narben, wie sie beim Abschleifen oder chirurgischer Entfernung auftreten, sind nicht zu befürchten.

Eine Behandlung mit dem hochenergetischen Laser hat allerdings ihren Preis. Um ein mittelgroßes Gemälde verschwinden zu lassen, müssen Patienten mindestens 1000 Euro investieren. Dafür braucht der Arzt auch ein Drittel weniger Sitzungen, bis die Haut wieder spurlos rein ist.

Unerwünschtes Tattoo - wie man die Farben unter der Haut wieder loswird

Rücken eines Mannes wird von einem Tätowierer tätowiert
tattoo © terex - www.fotolia.de

Immer wieder liest man, dass man sich nicht leichtfertig tätowieren lassen sollte, schließlich trägt man die Farben dann ein Leben lang unter der Haut. Doch immer wieder kommt es vor, dass man sich mit seiner Tätowierung nicht mehr wohlfühlt und über eine Tattooentfernung nachdenkt. Dabei sollte man über einige Punkte bescheidwissen und vor allen Dingen starke Schmerzen in Kauf nehmen.

Ablauf und Funktionsprinzip

Die unerwünschte Tätowierung wird mittels Laser behandelt. Dabei sollte man sich unbedingt in die Hände eines erfahrenen Hautarztes begeben, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Bei der Behandlung müssen sowohl Arzt als auch Patient eine Schutzbrille tragen, da die Leuchtkraft des Lichtes extrem stark ist. Das Laserlicht erreicht eine Hauttiefe von zwei bis drei Millimeter und wird von den Tattoo-Farbpigmenten aufgenommen. Auf diese Weise kommt es zum Zerplatzen dieser Pigmente.

Die Bruchstücke werden im Laufe der Zeit über die Lymphe und und die Blutbahn abtransportiert und über Niere oder Darm ausgeschieden. Ein Teil der Pigmente bleibt jedoch im Körper zurück. Wie sich diese auf Dauer auf den Körper auswirken, bedarf noch einiger Forschungsarbeit. Und so können Experten derzeit nicht sagen, ob die Tätowierung oder deren Entfernung schädlicher für den Organismus ist.

Vollständige Entfernung meist nicht möglich

Ein seriöser Arzt wird seinem Patienten keine vollständige Tattooentfernung versprechen. In der Regel lässt sich schwarze Farbe am besten weglasern; bei bunten Tätowierungen ist es nicht unüblich, dass diese bestehen bleibt. Ebenfalls zu bemerken ist die Tatsache, dass nach der Behandlung Narben sichtbar werden - dabei handelt es sich um die Folgen der Tätowierung, die man durch die Farbe nicht gesehen hat.

Die Kosten variieren stark und hängen vor allen Dingen von der Größe des Tattoos ab. Bei solchen mit einer Fläche eines Handtellers muss man mit mindestens 100 Euro pro Sitzung rechnen. Insgesamt können bis zu 12 Sitzungen fällig werden mit dazwischen liegenden Pausen von mehreren Wochen. Eine Tattooentfernung erweist sich also als langwierige und besonders kostspielige Behandlung.

Tattoo misslungen - Schmerzensgeld und Schadensersatz für fehlerhafte Tätowierung

Nahaufnahme Tätowierer bei der Arbeit, macht Tattoo auf Rücken
Taetowierer bei der Arbeit © bilderbox - www.fotolia.de

Ob chinesisches Schriftzeichen, Blumen oder Drachen, bei einem misslungenen Tattoo haben Geschädigte Anspruch auf Schmerzensgeld. Das hat jetzt das Oberlandesgericht (OLG) Hamm entschieden (Az.: I-12 U 151/13). Tätowierer haben keinen Anspruch darauf, ihre verpfuschte Arbeit noch einmal nachzubessern.

Kundin lehnte Nachbesserung wegen Vertrauensverlust ab

Im vorliegenden Fall wollte sich eine Frau eine farbige Blüte mit Ranken auf das rechte Schulterblatt tätowieren lassen. Dabei kam es zu einem folgenschweren Fehler. Der Tätowierer brachte die Farbe in zu tiefe Hautschichten ein, so dass das Tattoo nicht mehr mit dem Entwurf übereinstimmte. Dabei entstanden Verkantungen, unregelmäßig dick ausgeführte Linien und unerwünschte Farbverläufe.

Der Tätowierer bot der Kundin an, für die Laserbehandlung zur Korrektur aufzukommen, um danach neu zu tätowieren. Dies lehnte sie ab, da sie kein Vertrauen mehr in die Fähigkeiten des Tätowierers hatte. Sie verklagte ihn stattdessen auf Zahlung von Schadensersatz sowie eines Schmerzensgeldes.

Nachbesserung durch Tätowierer für Kunden unzumutbar

Das Gericht gab der Frau recht. Die misslungene Tätowierung erfülle den Tatbestand der Körperverletzung. Sie erhielt ein Schmerzensgeld in Höhe von 750 Euro zugesprochen. Außerdem muss der Tätowierer für die Kosten der Beseitigung des Tattoos aufkommen. Eine Nachbesserung seitens des Auftragnehmers sei schlicht unzumutbar, urteilte das OLG.

Spätfolgen wie Pigmentveränderungen oder Narben auf der Haut sind nach Meinung des medizinischen Sachverständigen nicht ausgeschlossen. Auch dafür wird der Tätowierer finanzielle Entschädigung leisten müssen.

Altes Motiv überdecken oder integrieren?

  • Zunächst einmal sollte man sich im Klaren darüber sein, dass so ein neues Tattoo, welches das alte Tattoo abdecken soll, naturgemäß größer wird. Das heißt, das Stechen und das Abheilen des neuen Tattoos dauern in der Regel länger als beim alten Tattoo.

  • Außerdem sollte man wissen, dass das neue Tattoo auf jeden Fall dunkler sein wird als das alte Tattoo. Denn die schon vorhandene Farbe kann nur mit einer dunkleren Farbe abgedeckt werden.

Deshalb sollte man sich mit dem Tätowierer ganz genau über das Motiv unterhalten. Wenn man nämlich einfach nur ein großes Motiv mit dunklen Farben über das alte Tattoo sticht, wirkt das – vor allem aus der Ferne – als hätte man einen einzigen dunklen Fleck auf der Haut.

Das Verhältnis von dunklen und hellen Farben, beziehungsweise zwischen Licht und Schatten muss also ausgewogen sein. Um das hinzukriegen ist es am sinnvollsten, wenn das alte Motiv nicht einfach nur überstochen wird, sondern wenn das alte Motiv praktisch in das neue Motiv übergeht – und somit immer ein Teil des Tattoos bleibt.

Wenn man sich ausgiebig mit seinem Tätowierer darüber berät, wie man die vorhandenen Linien und Formen in ein neues Motiv einbinden kann, dann wird man mit dem Ergebnis sicher zufrieden sein.

Je nachdem, welches Motiv man überstechen lassen möchte, muss man auch damit rechnen, dass es mit dem Überstechen nicht vollständig verdeckt wird. Wenn das Stechen jedoch gut gemacht wird, das Verhältnis aus hellen und dunklen Parts stimmt und das Motiv sehr gut ausgewählt wurde, dann fällt es kaum noch auf, dass sich unter dem "Cover-up" noch ein anderes, unerwünschtes Tattoo verbirgt.

Gesundheitsrisiken von Tattoos

"Stick n Poke"-Tattoos: ein gefährlicher Trend

Hautärzte sind vom neuen Nadel-Trend in den heimischen Wohnzimmern alarmiert

Tätowierer beim Auffüllen der Tätowiermaschine mit Farbe
Female tattoo artist at work © mr_prof - www.fotolia.de

Das Thema Tätowierungen wird von den meisten Ärzten kritisch betrachtet. Es gibt kaum Studien mit echtem Aussagewert. Besonders Langzeitstudien fehlen. Die Farbe, die vom Körper als Fremdstoff betrachtet wird, kann der Körper teilsweise abbauen. Inwiefern dabei Organe beschädigt werden, weiß man noch nicht.

Doch zumindest gelten die Hautbilder, wenn sie von professionellen Tatowiereren gestochen werden, als halbwegs vertretbar. Anders sieht es mit einem neuen Trend aus, der derzeit auch in Europa seine Anhänger findet: "Stick n Poke"-Tattoos.

Gefahren durch "Stick n Poke"

Diese Tattoos werden nicht im sauberen Studio von Experten gestochen, sondern von Laien in ihren Wohnungen. Alles, was dafür benötigt wird, ist eine Nähnadel und Tinte in den gewünschten Farben. In den sozialen Netzwerken machen Videos die Runde, bei denen die Macher betonen, dass sie selbst keine Ahnung von Tattoos haben, den Trend aber ausprobieren möchten.

Zu zart besaitet sollte man beim Anblick dieser Videos nicht sein. Die Ergebnisse sehen oft auch nach einfachen Erstversuchen aus, doch die Macher sind stolz auf sich und die erduldeten Schmerzen.

Mangelnde Hygiene

Hautärzte sind vom neuen Trend alarmiert. "Stick n Poke"-Tattoos erfüllen nicht die hygienischen Voraussetzungen eines Tätowiergeschäfts und werden allein deswegen zu einem gewagten Spiel mit der eigenen Gesundheit. Zudem stechen Laien in Videos deutlich tiefer in die Haut als ein Tätowierer das tut. Die Verletzungsgefahr ist also um ein vielfaches höher.

Tinte mit Grundrisiken

Auch die privat eingesetzte Tinte erhöht das Grundrisiko beim Tätowierungen weiter. Welche Chemikalien genau und in welcher Konzentration vorliegen, wissen die Nutzer nicht und führen die Farbe dennoch in den Körper ein. Sie liegt dann auf Jahrzehnte unter der Haut und kann ungeahnten Schaden anrichten.

Die Farbe beim Profi besteht je nach Hersteller bereits aus bis zu 60 Substanzen, die man unter anderem auch in Druckerpatronen oder beim Autolackieren nutzt. Hier verlassen sich Besucher des Tattoo-Studios aber auf die Erfahrungswerte des Tätowierers. Privat daheim überlassen sie sich selbst dem Zufall und können gefährliche Allergien auslösen.

Behörde bemängelt den Zustand von Tätowiermitteln

Tätowiermaschine und Tätowiernadeln in verschiedenen Farben
Tattoo © patila - www.fotolia.de

Im Saarland sind viele Tätowiermittel mit gesundheitsgefährdenden Substanzen belastet. Dies bemängelt das Landesamt für Gesundheit und Verbraucherschutz. Die Behörde nahm im letzten Vierteljahr insgesamt 16 Proben, darunter befanden sich zwölf Tätowierfarben und vier Permanent Make-up-Farben. 10 dieser 16 Mittel waren nicht einwandfrei.

Zwar gaben alle Produkte bei mikrobiologischen Tests keinen Anlass zu irgendwelchen Beanstandungen, doch es fanden sich Rückstände von Schwermetallen und polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), die Krebs hervorrufen können. Außerdem entdeckte das Landesamt unerlaubte Konservierungsmittel und nicht gelistete Farbpigmente. In einem Fall stießen Behördenmitarbeiter auf eine mangelhafte Kennzeichnung von Inhaltsstoffen.

Künftig sollen im Saarland Tätowiermittel noch genauer geprüft und kontrolliert werden.

Französische Tattoo-Studie empört die Tattoo- und Piercingszene

Einer französischen Studie zufolge, für die rund 3.000 Jugendliche befragt wurden, neigen tätowierte und gepiercte Jugendliche häufiger zu risikofreudigem Verhalten, wie erhöhtem Alkoholkonsum und ungeschützten Sex, als Jugendliche ohne derartigen Körperschmuck.

Die Forscher raten Eltern daher dazu Piercings und Tattoos bei ihren Kindern als Warnzeichen zu sehen und mit ihnen über die Gefahren von Alkohol und ungeschützten Geschlechtsverkehr zu reden. Die Ergebnisse der Studie sorgten in der Tattoo- und Piercingszene jedoch für heftige Kritik. Tattoos und Piercings seien heutzutage anders als früher zu einer Art gesellschaftsfähiger Lebensphilosophie geworden, meint Tätowierer Andy Schmidt. Früher galt derartiger Körperschmuck noch als Zeichen für Rebellion. Heutzutage werden Tattoo- und Piercinggutscheine von Eltern sogar zu Weihnachten und Geburtstagen verschenkt. Er halte diese Art von Studien für eine Verschwendung von Steuergeldern, weil sie einfach keine wissenschaftliche Aussage haben.

Die Aussage tätowierte und gepiercte Menschen seien risikofreudiger und neigten eher zu negativen Verhaltensweisen, sei lediglich eine Verallgemeinerung, die diese Art von Körperschmuck in die gleiche Ecke drängt, in der sie schon früher war, so Schmidt. Von seinem Standpunkt als Tätowierer aus betrachtet, könne er anhand seiner Kunden jedenfalls keinen derartigen Zusammenhang erkennen.

Piercings und Tattoos - Körperschmuck mit Folgen?

Tattoos und Piercings sind besonders bei jungen Menschen voll im Trend. Gerade bei Tattoos können die gesundheitlichen Folgen noch nicht abgeschätzt werden. Es gibt leider keine ausreichende gesetzliche Grundlage für die Farben, die durch Nadeln in die Haut übertragen werden. Nicht nur direkte Folgen der Tätowierung, wie Schwellungen oder Entzüdungen, sind zu verzeichnen sondern auch Spätfolgen werden befürchtet.

Es konnte nicht geklärt werden, wohin die Farbe gelangt, die in die unteren Hautschichten eingebracht wird. Da bei einer Untersuchung von 36 Tätowierfarben auch krebserregende und gesundheitsschädliche Stoffe entdeckt wurden, ist Vorsicht geboten. Hinzu kommt das Fakt, dass viele Tattoo-Studios die Farben online bestellen und die Farben somit aus der ganzen Welt stammen können.

Tatsache ist aber auch, dass Kosmetik, wie zum Beispiel ein Lippenstift, stärker kontrolliert wird, als Tattoo-Farben, die sich im Körper verteilen.

Krebserregende Substanzen in der Farbe: Tattoos können langfristig der Gesundheit schaden

Tätowierung eines vierblättrigen Kleeblattes im Tattoostudio
tattooer showing process of making a tattoo. four-leaf clover © sergeialyoshin - www.fotolia.de

Jeder vierte Deutsche zwischen 14 und 34 Jahren lässt sich heute ein Tattoo stechen: Die bunten Hautverzierungen sind Kult. Doch mit den Langzeitfolgen des Tätowierens haben sich bislang nur wenige beschäftigt. Dabei haben Untersuchungen ergeben, dass viele Farben, die zum Stechen der Tattoos verwendet werden, krebserregende Substanzen und andere schädliche Stoffe enthalten.

In acht von 13 Proben der am häufigsten verwendeten Tätowierfabe schwarz wurden krebserregende Substanzen gefunden, die unter dem Akronym PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) zusammengefasst werden. Aber auch in bunten Tätowierfarben wurden bei einem Drittel der Proben krebserregende Amine nachgewiesen.

Schuld daran ist meistens die Tatsache, dass für Tätowierungen Farbstoffe verwendet werden, die nicht für die menschliche Haut geeignet sind, sondern eigentlich für Autolacke, Kunststoffe oder Autoreifen gedacht sind. Zugleich bleiben die in den Körper gespritzten Farbstoffe nicht dort, wo sie eingespritzt wurden, sondern werden weiter transportiert – wohin ist noch unklar, doch erwiesen ist, dass die Farbpigmente, die sich auf diese Art im Körper ausbreiten Krebs und andere Erkankungen auslösen können.

Der Bundesrat will daher für Tätowierfarben die gleichen strengen Richtlinien durchsetzen, die in Deutschland bereits für Kosmetika gelten. Bis dahin sollten Menschen, die sich ein Tattoo stechen lassen wollen, darauf achten, dass der Tätowierer nur gesundheitlich unbedenkliche geprüfte Farben verwendet.

Tattoos können Hepatitis und Allergien auslösen

Inzwischen sind die Tattoos in der Gesellschaft akzeptiert und sowohl junge als auch ältere Menschen lassen sich immer öfter Tribals, Sterne oder andere Portraits unter die Haut stechen. Allerdings bergen die Tattoos beziehungsweise die genutzte Farbe auch hohe Risiken und können heftige Allergien auslösen. Unter Umständen reagiert die betroffene Stelle auf der Haut ein Leben lang empfindlich, womit die meisten Betroffenen anfangs bestimmt nicht gerechnet hätten.

Laut Hautärzten reagieren viele Menschen jedoch nicht nur auf Tattoofarbe sondern auch auf Henna-Tattoos allergisch, weshalb Eltern ihre Kinder besonders im Urlaub davor warnen sollten.

Es gibt allerdings auch Fälle, wo sich nach einem Ausschlag und der anschließend durchgeführten Blutprobe herausstellte, dass der Betroffene sich mit Hepatitis B und C angesteckt hat.

Tattoos sollten nur in einem professionellen Studio gestochen werden

Nahaufnahme Tätowierer bei der Arbeit, macht Tattoo auf Rücken
Taetowierer bei der Arbeit © bilderbox - www.fotolia.de

Tattoos sind heute gesellschaftsfähig, jeden zehnten Körper in Deutschland ziert eines dieser permanenten Motive.

Viele Studios werben mit günstigen Preisen, was jedoch nicht das Hauptkriterium für den Kunden sein sollte. Das erste wichtige Kriterium, nach dem ein Studio bemessen werden sollte, sind die dortigen Hygienestandards. Liegen mit Einwegtüchern, Desinfektionsmittel, helle und freundliche Räume sollten ausschlaggebend für die Wahl des Studios sein.

Dass man im richtigen Studio angekommen ist, merkt man wenn es wie in einer Arztpraxis zugeht. Auch die vorherige Beratung sollte viel Zeit einnehmen, der Jugendliche muss aufgeklärt werden wie gearbeitet wird. Ebenfalls muss über Risiken, Komplikationen und Allergien im Vorfeld informiert werden.

Eltern ist zu raten, auch wenn sie vielleicht dagegen sind, ihren Teenie zu begleiten und sich von der Qualität des Studios zu überzeugen. Die Bilder von schummrigen und verrauchten Hinterhofstudios gehören nämlich heutzutage meist der Vergangenheit an.

Cover-ups nur von Profis stechen lassen

Unsere Hinweise machen deutlich, dass das Überstechen alter Tattoos mit neuen Motiven eine noch größere Anforderung an den Tätowierer stellt, als es die Tattookunst ohnehin schon tut. Gerade wenn Sie über ein solches Projekt nachdenken ist es also unabdingbar, einen absoluten Profi ans Werk zu lassen, der ausreichend Erfahrung auf diesem Spezialgebiet hat.

Lassen Sie sich einige seiner Cover-up-Arbeiten zeigen und lassen Sie sich Zeit bei der Suche nach dem richtigen Künstler. Nur so lassen sich die oben erwähnten möglichen Fehlleistungen und ein erneutes ungeliebtes Motiv vermeiden.

Auf Grund der Größe und Farbtiefe ist es nämlich nahezu unmöglich, ein Cover-up erneut zu covern!

Alternativen zu echten Tattoos

Schmuck zum Aufkleben – der Sommer glänzt mit Flash Tattoos

Wer auf dauerhaften oder unangenehmen Körperschmuck verzichten möchte, greift zum Sommertrend 2015

Blonde kurzhaarige Frau eingeschäumt unter Dusche mit Schwamm
young blond woman under shower isolated close up © Dusan Zidar - www.fotolia.de

Echte Tattoos sind Ihnen zu dauerhaft? Üppiger Schmuck ist Ihnen zu schwer? Dann kommt der Sommertrend 2015 für Sie genau richtig: Flash Tattoos bringen Blingbling auf die Haut und lassen sich nach ein paar Tagen problemlos entfernen. Den funkelnden Fake- Schmuck gibt es mit vielen Motiven,

  • von goldenen und silbernen Armbändern,
  • Blumenranken und
  • geometrischen Mustern bis zu
  • folkloristischen Ornamenten in bunten Metallic-Tönen.

Wie funktioniert es?

Flash Tattoos auf die Haut zu bringen, ist kinderleicht. Einfach das gewünschte Motiv ausschneiden, auf die gewünschte Hautpartie legen und mit Wasser anfeuchten. 30 Sekunden lang fest andrücken, vorsichtig das Papier abziehen – und fertig! Nach rund vier bis sechs Tagen löst sich der glänzende Begleiter dann wieder von der Haut.

Tipps: Beim Duschen nicht mit der Peelingcreme über das Tattoo reiben. Auch Sonnencreme und Rasieren mindern die Haltbarkeit, Bei großen Body-Chains oder schwierig zu erreichenden Körperstellen kann eine helfende Hand nötig sein.

Styling-Tipps

Ob am Strand oder auf dem Festival, am schönsten schimmern Flash Tattoos auf gebräunter Haut. Um dem temorären Schmuck einen angemessenen Wirkungsraum zu geben, darf die Kleidung gern etwas knapper sein:

sind ideal. Flash Tattoos lassen sich aber auch gut in den Bürolook integrieren. Hier mal ein goldenes Armband oder da eine silberne Rose am Knöchel, weniger ist mehr. Hübsch: feine Ringe in metallischen Blau- und Türkistönen.

Wer das Spiel mit Illusionen liebt, kombiniert Flash-Tattoos mit echtem Schmuck. Die klassische Alltagslook mit Kostüm und Perlenkette lässt sich durch folkloristische Motive auflockern, vom Ehering zieht sich eine Blumenranke über das Handgelenk.

"Tattly" - Abwaschbare Tattoos mit Schmunzelfaktor

Aufklebbare Tattoos kennt jeder noch aus seiner Kindheit, doch die Motive waren meist eher unspektakulär, wenn nicht gar hässlich. Auch die Kinder der Schweizer Illustratorin Julia Rothman mit Wohnsitz in New York sind begeistert von dem trendigen Körperschmuck, der bei Bedarf einfach wieder abgewaschen und durch ein anderes Motiv ersetzt werden kann, doch weil ihr die gängigen Motive einfach nicht zusagen wollten, entwarf sie mit Hilfe befreundeter Künstler einfach ihre eigene abwaschbare Tattoo-Kollektion namens "Tattly".

Mit Motiven wie Küchenutensilien, Tieren oder einer Armbanduhr, die anstatt einer Uhrzeit lediglich das Wort "Late" auf ihrem Display anzeigt, ließ Rothman nicht nur die Herzen ihrer Kinder höher schlagen. Mittlerweile können sich auch haufenweise Erwachsene für die schmerzfreien Klebe-Tattoos begeistern und seitdem boomt das Geschäft regelrecht. Für fünf Dollar pro "Tattly" und zwei Dollar Versand werden die Tattoos sogar weltweit verschickt.

Grundinformationen zum Tattoo

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Kategorien:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Tattoo on woman's shoulder © Marin Conic - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema