8. Juni 2006
Von Andreas Neubert
Flecken sind ärgerlich. Oft schimpft man über seine eigene Ungeschicklichkeit, wenn man beispielsweise beim Essen aufs Hemd kleckert. Doch die Frage ist: Wie wieder rausbekommen, den Rotweinfleck auf dem weißen Hemd oder auf dem Teppich? Welche wirksamen Hausmittel gibt's und welche Fleckentferner im Handel? Vielfach sind altbewährte Hausmittel eine gute Alternative gegen aggressive Chemikalien, die häufig in den Fleckentfernern stecken.
Schnell ist's passiert - die Soße tropft von der Gabel auf die feine Anzughose, das Glas Rotwein landet samt Inhalt auf dem hellen Teppich. Ärger macht sich breit, nicht nur über die "versaute" Optik, sondern auch oft über die Ungeschicklichkeit des Verursachers, besonders wenn man's selbst ist.
So mancher erinnert sich in einer solchen Situation an Mutters oder Omas gutes Hausmittel, um den einen oder anderen Fleck wegzubekommen. Hausmittel gibt es viele, im Folgenden sollen einige aufgeführt und erläutert werden.
Mit Salz- oder Sodawasser (Natriumcarbonat aus der Drogerie) einreiben, anschließend mit Seifenwasser behandeln.
Sofort mit Essigwasser, Zitronen- oder Zwiebelsaft behandeln, dann gut auswaschen. Wenn nötig im Anschluss mit Salz ausbleichen.
Mit Zitronensaft oder Spiritus beträufeln, dann mit warmem Wasser ausspülen. Aber nie zuerst mit Wasser waschen. Backpulver auf den Fleck geben und einwirken lassen hilft auch.
Das Kleidungsstück in einen Beutel geben und diesen ins Eisfach oder in die Tiefkühltruhe. Danach den Fleck einfach ausbürsten.
Essig und Spiritus 1:1 mischen und damit behandeln oder mit erwärmtem Zitronensaft. Dann mit Wasser auswaschen.
Eine verdünnte Salmiaklösung erwärmen und den Fleck damit behandeln. Dann über Nacht in Buttermilch und etwas Zitronensaft einweichen. Anschließend gut ausspülen. Seidenstoffe zuvor mit Brennspiritus vorreinigen und mit frischem Spiritus austupfen.
Mit heißem Zitronensaft oder Essig betupfen, danach gut auswaschen. Wenn nötig noch in Buttermilch einweichen, in der Sonne bleichen, dann nachspülen.
Sofort mit Salz bestreuen, einwirken lassen und anschließend mit Zitronensaft ausreiben. Dann mit Wasser gut nachspülen.
Mit roher Kartoffel einreiben und warmer Seifenlösung auswaschen.
Es gibt natürlich noch viel mehr bewährte Hausmittel zur Fleckentfernung und ganz einfache wie Speiseöl für Glas und Porzellan, um Verschmutzungen wegzubekommen.
Wer sich nicht die Mühe mit den Hausmitteln und der Zusammenstellung einzelner Zutaten machen möchte, greift auf Fleckentferner aus dem Regal im Geschäft zurück. Die Produkte von dort sind ausdrücklich gekennzeichnet, gegen welche Art von Flecken sie wirken und für welches Trägermaterial sie geeignet sind – also ob Baumwolle, Leder, synthetische Faser oder andere Materialien. Oft sind in diesen Produkten aber aggressive chemische Stoffe enthalten, die nicht nur umweltgefährdend, sondern auch gesundheitsgefährdend sind. Vorsicht bei der Verwendung ist geboten. An die Gebrauchsanweisung halten.
Enthalten Tenside, die geringfügig umweltbelastend sind.
Können Chlor zur Ausbleichung enthalten. Davon ist abzuraten.
Können Lösemittel wie Waschbenzin, Aceton, Ether und chlorierte Kohlenwasserstoffe enthalten, die nicht nur toxisch und umweltbelastend, sondern zudem leicht entzündlich sind. Bei der Anwendung entstehende Gas-Luftgemische können explosiv sein. Auch in der Waschmaschine durch elektrische Funken.
Achten Sie beim Kauf von Fleckentferner auf die Inhaltsstoffe.
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