Schönheitsrezepte aus dem Klostergarten: Hopfen-Lotion, Kastanien-Püree und Thymian-Handbad

  • ,
  • von Viola Reinhardt
Auswahl an verschiedenen grünen Kräutern

Die hervorragenden Kräfte der Natur vereinen sich hinter vielen Klostermauern mit dem uralten Wissen der Nonnen zu einer geballten Ladung an wirksamen Kosmetika. Ob es darum geht schöne und gepflegte Hände zu bekommen, neue Energie durch einen besonderen Badezusatz zu erhalten oder schwere Beine ebenso leichter werden zu lassen wie eine unreine Haut in einen gesunden strahlenden Glanz zu versetzen - das Wissen der weisen Frauen hat sich weit vor der Zeit des Mittelalters bis heute still, jedoch effektiv weitergetragen.

Hopfen-Lotion

Eine selbst gemachte Hopfen-Lotion wird zu einem wahren Beauty-Talent. Die hübsche Hopfen-Dolde birgt in sich eine Vielzahl an Vitaminen und Gerbstoffen, die besonders bei einer unreinen Haut zu einem geklärten Hautbild verhelfen können.

Ein Sud aus zwei Esslöffeln Hopfenzapfen und zwei Tassen heißem Wasser (zehn Minuten ziehen lassen) beruhigt mit einem Wattebausch aufgetupft eine gereizte Haut, reinigt und besänftigt besonders die empfindliche Gesichtspartie und ermöglicht auch dem Haar zu einem neuen Glanz zu gelangen.

Kastanien-Püree

Leiden Sie unter dem Gefühl der schweren Beine, weil sie zum Beispiel im Beruf sehr lange stehen müssen, dann könnte Ihnen ein Kastanien-Püree sprichwörtlich wieder auf die Beine helfen. Die Extrakte der Kastanie fördern gezielt eine Durchblutung der strapazierten Beinvenen und festigen zusätzlich das Gewebe.

Für das Püree benötigen Sie vier Esslöffel geschälte Rosskastanien, die in 100ml Wasser für etwa 30 Minuten gekocht werden. Anschließend werden die weichen Kastanien püriert und das daraus entstandene Püree dünn auf die Unterschenkel aufgetragen.

Die Beine sollten danach mit einem Küchentuch umwickelt und möglichst etwas hoch gelagert werden. Nach rund zwanzig Minuten sollten Sie die Beine lauwarm abwaschen und bei Gelegenheit am besten wieder für einige Zeit hoch legen.

Thymian-Handbad

Sie leiden nicht unter schweren Beinen, jedoch unter Händen denen man ihr Alter ansieht und die spannen oder gar jucken? Hier hilft das Klosterkosmetikum aus Thymian sehr gut zur Regulierung der strapazierten Hände weiter.

Als eines der ältesten Kräuter in der Volksmedizin hilft der Thymian innerlich bei einem Husten, äußerlich allerdings auch sehr gut zur Unterstützung einer Wundheilung. Bei rissigen Händen hilft ein Thymian-Handbad hervorragend, zumal es sehr schnell und kostengünstig hergestellt werden kann.

Für ein Handbad benötigt man eine Handvoll Thymian, der über Nacht in einem halben Liter, zuvor gekochten, Wasser eingeweicht wird. Am Morgen wird dieser Thymiansud durch einen Kaffeefilter gesiebt. Mehrmals am Tag sollten Sie dann Ihre Hände für einige Minuten darin baden und sie anschließend mit einer reichhalten Handcreme abschließend verwöhnen.

Besonders wirksam wird übrigens die Verwöhnkur für die Hände, wenn man das Bad kurz vor dem Zubettgehen durchführt, über Nacht die Hände dick mit Creme bedeckt und sich Baumwollhandschuhe über diese Packung zieht. Am Morgen zeigt sich dann ein streichelzartes und verjüngtes Ergebnis an den Händen, die bei einer derartigen regelmäßigen Pflege durchaus das wahre Alter geschickt verdecken können, auch wenn nur an den Händen.

Zu diesem Artikel

Quellenangaben

  • Bildnachweis: kräuter © Daniel Schmid - www.fotolia.de

Weitere Artikel zum Thema

Kommentare (0)

Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.

Kommentar schreiben

Sie schreiben aktuell nur als Gast. Melden Sie sich an oder werden Sie neues Mitglied der Community: » Jetzt kostenlos registrieren