Mobil oder im eigenen Laden: Tipps zur Eröffnung eines Kosmetikstudios

Das eigene Kosmetikstudio ist der Berufstraum vieler Frauen. Er lässt sich durch die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit erfüllen. Allerdings sollten gewisse Voraussetzungen gegeben sein, damit das Kosmetikstudio lukrativ arbeitet und der Traum nicht allzu schnell zum persönlichen Albtraum wird.

Hier erfahren Sie alles was Sie wissen müssen, wenn Sie sich als Kosmetikerin selbstständig machen möchten

Kosmetikstudios gibt es beinahe in jedem Ort und werden von vielen Frauen jeden Alters oft besucht. Angeboten wird in diesen Fachgeschäften eine Vielzahl von kosmetischen Behandlungen und Beauty Treatments, die von professionellen Kosmetikerinnen durchgeführt werden und die Verschönerung der Kundinnen zum Ziel haben.

Bereit für die Selbstständigkeit?

Bevor näher auf die finanziellen, örtlichen und bildungsspezifischen Voraussetzungen für die Eröffnung eines Kosmetikstudios eingegangen werden soll, gilt es zunächst, eine Frage ehrlich zu beantworten. Selbstständig zu arbeiten bedeutet, selbst und ständig zu arbeiten - kann ich das?

  • Es gibt also niemanden, auf den der Inhaber einer Firma die Verantwortung abwälzen kann. Egal, ob die gesundheitliche oder mentale Situation es gerade zulassen.

Selbst, wenn sich der Selbständige mit dem Abschluss einer Krankenversicherung für den Fall der Krankheit finanziell abgesichert hat, wird sich seine Auftragslage nach längerer Abwesenheit erst einmal verschlechtern.

An einen pünktlichen Feierabend kann er, zumindest in der Startphase, ebenfalls nicht denken. Familienfeiern, Partys oder das regelmäßige Treffen mit der besten Freundin sind also erst einmal tabu.

Wer sich selbständig machen will, muss dazu bereit sein, Opfer zu bringen. Obwohl die Selbständigkeit eine gewisse Freiheit bietet, schränkt sie den Firmeninhaber in zeitlicher Hinsicht ein.

Finanzieller Aufwand

Wer dennoch an seinem Traum vom eigenen Kosmetikstudio festhält, sollte sich den nachfolgenden Themen widmen. Zunächst einmal muss geklärt werden, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Es darf nicht davon ausgegangen werden, dass die Kosmetikerin lediglich eine monatliche Studiomiete bezahlt.

  • Vielmehr müssen Pflegeprodukte und Gerätschaften angeschafft werden. Vielleicht können diese geleast oder kostengünstig von einem anderen Kosmetikstudio übernommen werden.

  • Eventuell kommen regelmäßige Wartungskosten hinzu.

  • Weiterhin sind Beiträge an die Berufsgenossenschaft, an das Gewerbe- und Finanzamt, an Versicherungen, einschließlich der bereits erwähnten Krankenkasse zu entrichten.

  • Weitere Kosten fallen für Werbemaßnahmen und Hygieneprodukte an.

Durchschnittlich geht man von 10.000 Euro aus. Es lohnt sich, Existenzgründerseminare zu besuchen und Kontakt zu anderen Selbständigen aufzunehmen, um sich Rat einzuholen. Auch Arbeitsagenturen, Banken und Sparkassen geben wertvolle Hinweise.

Selbst, wenn noch kein Kundenstamm vorhanden ist, muss die Kosmetikerin dies bezahlen können. Dafür benötigt sie eine Rücklage, mit welcher die Anfangsphase und eventuelle Krisenzeiten überbrückt werden.

In der Startphase sollten die Kosten so gering wie möglich gehalten werden, um das finanzielle Risiko überblicken zu können.

Qualifikation

Wer als Kosmetikerin selbständig arbeiten möchte, muss nicht zwingend einen Berufsabschluss vorweisen können, dennoch ist es sinnvoll, diesen zu erwerben, um professionelle Arbeit offerieren zu können. Schließlich sollen die Kundinnen von der fachlichen Qualifikation ihrer Kosmetikerin überzeugt sein. Regelmäßige Fortbildungen sollten ebenfalls eingeplant werden.

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, ist das Gewerbe beim örtlich zuständigen Gewerbeamt anzumelden, wobei in

  • die hauptberufliche und
  • die nebenberufliche Tätigkeit

unterschieden werden kann. Auch für die Anmeldung fallen Gebühren an, eventuell muss zusätzlich ein polizeiliches Führungszeugnis beantragt werden.

Alternative: Mobiles Kosmetikstudio

Bei einem mobilen Kosmetikstudio schlagen die Fahrtkosten ziemlich zu Buche
Bei einem mobilen Kosmetikstudio schlagen die Fahrtkosten ziemlich zu Buche

Nicht umsonst verzichten viele Kosmetikerinnen auf ein eigenes Studio und bieten die mobile Kundenbetreuung an. Sie gewährleistet auch, dass Kundinnen erreicht werden können, die abseits von Ballungszentren wohnen.

Allerdings wird in diesem Fall ein Fahrzeug gebraucht. Außerdem müssen zu den Ausgaben eine Menge Fahrtkosten einkalkuliert werden. Die Vor- und Nachteile eines mobilen Kosmetikstudios sind also sorgfältig gegeneinander abzuwägen.

Merkmale und Vorteile für den Kunden

Neben den vielen ortsansässigen Kosmetikstudios gibt es heutzutage auch sehr viele mobile Kosmetikerinnen, die auf freiberuflicher Basis arbeiten und mit ihren mobilen Kosmetikstudios zu den Kundinnen nach Hause kommen. Auf diese Weise kann man sich entspannt zu Hause, in gewohnter Umgebung, verwöhnen lassen.

Durchgeführt werden können auch zu Hause alle gängigen Anwendungen und Kosmetikbehandlungen, die in Kosmetikstudios Gang und Gäbe sind. Alles, was eine mobile Kosmetikerin in der Regel benötigt, ist einen Tisch mit Stuhl sowie einen Stromanschluss für die Geräte. Ganz gleichgültig ob

Nahezu alle Angebote eines Kosmetikstudios können zu Hause völlig unkompliziert ausgeführt werden. Und auch preislich gesehen besteht in der Regel kaum ein Unterschied zwischen den Behandlungen in einem Kosmetikstudio und denen eines mobilen Kosmetikstudios. Ob sie die Kosten für die Anfahrt berechnen wollen oder nicht, müssen selbstständige mobile Kosmetikerinnen selber entscheiden.

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  • Frau sucht Nagellack im Nagelstudio aus © Kzenon - www.fotolia.de
  • Beauty treatment of face skin with ozone facial steamer in spa center © Ratthaphon Bunmi - www.fotolia.de

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