Verschiedene UV-Gele und die Verarbeitung des UV-Gels bei der Nagelmodellage

Gepflegte Hände stärken das Selbstbewusstsein - sie strahlen Erfolg und Sicherheit aus. Dazu gehören selbstverständlich auch schöne Fingernägel. Die Gelmethode wird sowohl in Nagelstudios als auch zu Hause sehr gerne verwendet, denn sie sieht schön aus und schadet dem Naturnagel nicht.

Wir erklären, wie Sie bei der Nagelmodellage mit UV-Gels am besten vorgehen

Nagelmodellage

Künstliche Fingernägel gehören heute bei vielen Frauen zum Alltag. Doch schöne, gepflegte und starke Fingernägel besitzen nur die wenigsten Frauen, darum wird mit Kunstnägeln nachgebessert. Mit unterschiedlichen Methoden werden die Fingernägel verstärkt und verlängert, um dem Ideal der Trägerin und der momentanen Mode zu entsprechen.

Einfache Nagelmodellagen im French Look sind zurzeit sehr beliebt, aber auch die Verwendung von Farbgel und die Verzierung mit Nailart sieht man immer häufiger. Bei der Gestaltung der Fingernägel sind die Möglichkeiten unbegrenzt.

Je ausgefallener das Design, desto mehr Blicke ziehen die Fingernägel auf sich. Dabei ist aber immer darauf zu achten, dass die künstlichen Gelnägel sehr viel Pflege benötigen, damit sie auch lange Zeit gepflegt und schön aussehen.

Umgang mit den Gelnägeln

Grundlage für eine lang anhaltend schöne und gepflegte Nagelmodellage sind die verwendeten Produkte, die verarbeitet werden. Nur mit hochwertigen Materialien, einem guten Fachwissen und täglicher Vorsicht hat man lange Freude an seinem Nageldesign und Gelnägel.

Es ist besonders drauf zu achten, dass die Fingernägel nicht mit acetonhaltigen Flüssigkeiten in Berührung kommen und niemals mit einer Metallfeile bearbeitet werden. Auch das Schneiden der Nägel mit einer Schere oder einem Nagelknipser sollte zwingend unterlassen werden, wenn die Nagelmodellage lange halten soll.

Die Arbeitsmaterialien

Wer in ein Nagelstudio gehen möchte, um seine Fingernägel modellieren zu lassen, kann die Verarbeitung dem fachkundigen Personal überlassen. Immer mehr Frauen trauen sich aber auch in den heimischen vier Wänden an die Gelmodellage mit UV-Gel. Da stellt sich die Frage nach der richtigen Vorgehensweise sowie nach den benötigten Arbeitsmaterialien.

Für die Verarbeitung eines UV-Gels bei der Nagelmodellage kann die Anschaffung eines Nageldesign-Starter-Sets sehr hilfreich sein, in dem alle notwenigen Utensilien zusammengestellt sind. Wer alle Produkte einzeln erwerben möchte, benötigt folgende Arbeitsmaterialien:

  • Nagelfeile
  • Buffer (Schleifblock)
  • Tip-Kasten mit zehn verschiedenen Tips
  • Tip-Kleber
  • Entweder Ein-Phasen-Gel oder (bei Mehrphasen-System): Aufbau-Gel, Base-Gel und Versiegelungs-Gel
  • Cleaner
  • Desinfektionsspray
  • Tip-Löser
  • Lichthärtungsgerät
  • Cutter
  • Rosenholzstäbchen
  • Zelletten
  • Pinsel
  • Pinselreiniger
  • ggf. Primer
  • Nagelöl

Bei den UV-Gels auf die Qualität achten

Es gibt unzählige Anbieter und Arten von UV-Gelen, mit denen die Fingernägel verstärkt und verlängert werden können. Der qualitative Unterschied ist spätestens bei der Verarbeitung zu erkennen. Sehr günstige Farbgele können nur selten mit den ganz hochwertigen Produkten mithalten, aber auch die ganz teuren Produkte sind nicht immer die besten.

Empfehlenswert ist es, unterschiedliche UV(-Farb)-Gele auszuprobieren. Mit einigen preiswerten Gelen kann man für den "Hausgebrauch" ganz gut klarkommen.

Arbeitet man aber gewerblich an Kunden, sollten es schon hochwertige Farbgele sein. Immerhin hat man ja einen guten Ruf zu verteidigen und die Kundin soll als Stammkundin regelmäßig zum Auffüllen wiederkommen.

Die Besonderheit des "Soak off"-Gels

Der größte Vorteil von "Soak off"-Gelen ist, dass der Naturnagel nicht darunter leidet. Wer nur einmal schöne Nägel möchte, ohne später regelmäßig ins Studio gehen zu müssen, zaubert mit "Soak off"-Gelen perfekte Nägel für einige Wochen. Nur zum Ablösen des Gels ist der Gang ins Studio unerlässlich.

Alle "Soak off"-Gele sind lichthärtend, trocken also ohne UV-Gerät, nur durch natürliches Licht. Angewandt werden "Soak off"-Gele wie handelsübliche Nagellacke, sie besitzen aber die positiven Eigenschaften von UV-Gel bezüglich Hochglanz und Haltbarkeit. Mit anderen Worten: "Soak off"-Gele sind bekannt für

  • extrem gute Haltbarkeit,
  • Flexibilität sowie
  • ihre Eigenschaft, kaum zu bröckeln oder splittern.

Schritt für Schritt zur Nagelmodellage mit UV-Gel:

  1. Bevor es an die Modellage der Fingernägel geht, müssen die Hände und Nägel gründlich mit Desinfektionsspray gereinigt werden. Das Spray muss eingerieben werden, damit es zuverlässig wirkt.

  2. Die Nagelhaut wird mit Nagelhautentferner eingepinselt und mit einem Rosenholzstäbchen vorsichtig nach oben geschoben, so wird die Fläche des Nagels deutlich vergrößert.

  3. Die Naturnägel werden bündig mit den Fingerkuppen abgeschnitten und mit der Nagelfeile (weiche Körnung) rund gefeilt. Die Form sollte der Tipauflagefläche angepasst sein.

  4. Jetzt wird die Nageloberfläche mit dem Buffer (Schleifblock) aufgeraut, bist der Nagel eine matte Oberfläche aufweist. Der Feilstaub sollte mit einer desinfizierbaren Nagelbürste entfernt werden.

  5. Mit einem fusselfreien Zellstoffpad, der mit Nagel-Cleaner getränkt ist, werden die Nägel nun entfettet und entstaubt.

  6. Nun werden die passenden Tips ausgewählt, doch Vorsicht, sie sollten niemals zu schmal sein aber auch nicht seitlich überstehen. Zu große Klebeflächen werden entsprechend gekürzt. Nur 1/3 des Naturnagels sollte vom Tip bedeckt sein.

  7. Die ausgewählten Tips werden nun mit Tip-Kleber auf die Nägel geklebt. Es ist darauf zu achten, dass nur ein bis zwei Tropfen Kleber pro Nagel verwendet wird, der mit der Klebe-Spitze verteilt wird. Die komplette Klebefläche muss mit Tip-Kleber versehen sein.

  8. Wenn der Kleber gut verteilt ist, wird der Tip sorgfältig und luftfrei aufgeklebt.

  9. Der frisch aufgeklebte Tip wird nun für ca. 15 - 20 Sekunden fest angedrückt. Wurde die Position unabsichtlich verändert, bitte einen neuen Tip verwenden, nur so ist die gewünschte Haltbarkeit gegeben.

  10. Im nächsten Schritt können die Tips mit dem Cutter auf die gewünschte Länge gekürzt werden. Von der Nagelunterseite ist die Kontrolle der gleichmäßigen Nagellänge besonders einfach.

  11. Mit einer dünnen Sandblattfeile werden eventuell bestehende seitliche Übergänge weggefeilt. Hilfreich ist das Auftragen eines Tip-Blenders auf die Tip-Kanten. Gerade zu Anfang erleichtert das die Feilarbeit. Der Naturnagel darf keinesfalls gefeilt werden, es wird nur auf dem Tip gefeilt. Es wird so lange gefeilt, bis kein Übergang vom Naturnagel zum Tip zu sehen ist.

  12. Nun werden die Nagelspitzen in die gewünschte Form gefeilt.

  13. Nachdem alle Feilarbeiten abgeschlossen sind, wird der Staub mit einem Pinsel sorgfältig entfernt.

  14. Die Nägel werden nochmals mit Nagel-Cleaner gereinigt.

  15. Problemnägel erhalten nun eine dünne Schicht Primer (Haftvermittler). Dieser muss an der Luft vollkommen durchgetrocknet sein, bevor es zum nächsten Schritt geht. Schonender ist säurefreies Haftgel, ein Grundiergel oder auch UV-Gel für eine schonende Haftung der Gelnagelmodellage genannt. Wie ein Nagellack wird das Gel dünn aufgetragen.

  16. Die sogenannte Base-Schicht wird nun im Lichthärtegerät ausgehärtet. Der Vorgang dauert ca. drei Minuten.

  17. Haben beide Hände ihre Base-Schicht erhalten und wurden ausgehärtet, geht es an die zweite dünne Schicht. Ein Aufbaugel-Gel wird nun dünn aufgetragen und wiederum drei Minuten unter der UV-Lampe ausgehärtet.

  18. Nun folgt eine etwas dickere Schicht Aufbau-Gel auf die Nägel, die abermals für drei Minuten ausgehärtet werden. Insgesamt sollte jede Hand nun dreimal im Lichthärtungsgerät gewesen sein.

  19. Die Dispersionsschicht (sogenannte Schwitzschicht) wird nun mit einem in Nagel-Cleaner getränkten Zellstoffpad (Zelletten) gesäubert.

  20. Die Gelschicht wird nun mit der feinen Seite der Feile in Form (C-Kurve) gefeilt. Dabei wird kontrolliert, ob die Modellage die richtige Form aufweist und keine Beulen oder Dellen vorhanden sind.

  21. Im Anschluss noch einmal mit Cleaner entstauben.

  22. Bei Modellagen ohne French kommt nun ein Versiegelungs- oder Abschlussgel auf die Nägel, damit sie wieder ihren natürlichen Glanz erhalten. Dabei muss mit dem Pinsel auch über die Nagelspitzen gefahren werden. Ab jetzt dürfen die Gelnägel nicht mehr gefeilt werden.

  23. Bei French-Modellagen muss das French-Gel vor der Versiegelung aufgebracht werden. Hierfür wird mit weißem French-Gel eine Smile-Linie gezeichnet. Mit Aufklebe-Schablonen wird der Vorgang deutlich erleichtert.

  24. Das Härtegerät sollte nun auf Dauerbetrieb geschaltet werden, denn nach jeder Fertigstellung einer Nagelspitze muss diese für ca. fünf Sekunden in das Gerät gegeben werden. Mit diesem Vorgehen können die Linien nicht verlaufen. Nachdem eine Hand mit Frech-Gel versehen ist, kommt sie noch zweimal für drei Minuten in das Härtegerät.

  25. Für ein natürliches Aussehen wird nun ein milchig-rosé Gel von der French-Linie bis zum Nagelmond aufgetragen.

  26. Alles wieder aushärten lassen und wie bei Schritt 24 ein Abschluss- Versiegelungsgel verwenden und ein letztes Mal im Härtegerät aushärten lassen.

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  • nail care © Liv Friis-larsen - www.fotolia.de

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