9. Juli 2008
Von Sandra Spönemann
Spliss, d.h. gespaltenes Haar, wirkt kraus und "zottelig". Das strapazierte, meist ausgetrocknete Haar benötigt viel und vor allem die richtige Pflege, um wieder geschmeidig und glänzend zu werden. Wie entsteht Spliss und was lässt sich tatsächlich dagegen tun?

Ist das Haar splissig, kann tatsächlich nur noch die Scheere helfen
Der Zustand der Haare ist unter anderem Ausdruck der Gesundheit. Wer sich richtig ernährt hat gute Chancen auf gesundes, starkes Haar. Natürlich spielen auch die Gene eine Rolle. Von Natur aus krauses Haar ist anfälliger für Spliss. Ob das Haar dick und füllig oder fein und glatt ist, wird von unseren Genen bestimmt. Spezielle Nahrungsergänzungsmittel in Form von Kapseln sind in Supermärkten und Apotheken erhältlich. Inhaltsstoffe wie Kieselerde wirken sich positiv auf die Haarstruktur aus.
Besonders langes Haar ist in der Pflege aufwendiger und schneller strapaziert. Das Aufliegen der Haarspitzen auf Schultern und Rücken sowie häufiges Frisieren führen zu dem unerwünschten Spliss. Das Aufdrehen von Lockenwicklern oder die Bearbeitung mit dem Glätteisen, als auch das Färben oder Tönen, steuern ihren Teil zur zerstörten Haarstruktur bei. Daher sollten nach dem Waschen mit einem Feuchtigkeit spendendem Shampoo eine zusätzliche Spülung verwendet werden. Einmal in der Woche sollte eine Haarkur oder eine Haarmaske verwendet werden. Wer für Kuren aus dem Geschäft, die Inhaltsstoffe wie Nerzöl oder ähnliches enthalten, kein Geld investieren möchte, kann Rezepte aus dem Internet verwenden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese "Hausmittelchen" den gekauften Produkten gegenüber nicht unbedingt im Nachteil sind.
Unter dem Mikroskop betrachtet erkennt man ein von Spliss befallenes Haar deutlich an der mehrfach abgespaltenen Struktur, wohingegen ein gesundes Haar glatte Konturen aufweist. Diese Abspaltungen lassen die Haarspitzen "fisselig" aussehen. Das Einzige was effektiv dagegen hilft, ist schlicht den Spliss beim Friseur abschneiden zu lassen und anschließend intensive Pflege zu betreiben. Die Anti-Spliss-Shampoos können das Haar nicht reparieren, es legt sich lediglich eine Art Plastikmantel um das einzelne Haar. Dann wirkt es glatter, glänzt eventuell auch wieder stärker. Der Nachteil liegt darin, dass der Spliss nach wie vor da ist und die "Ummantelung" das Haar zusätzlich beschweren kann. Die Verwendung mancher Produkte führt dazu, dass der Ansatz sehr schnell fettig wird, die Haarspitzen aber fusselig geblieben sind. Generell sollte ein Shampoo zwischendurch gewechselt werden. Ein Produkt das zu Beginn für eine gute Feuchtigkeit gesorgt hat, kann nach längerer Verwendung zu fettigem Haar führen, denn das Haar passt sich nach einer Weile an.
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