Die Ausbildung und der Betriebswirt für Friseure - Eine lohnende Weiterbildungsform?

Insbesondere bei jungen Frauen ist der Beruf der Friseurin immer einer der beliebtesten Berufswünsche, kann man seiner Kreativität in dieser Sparte doch besonders viel Raum geben und im direkten Kundenkontakt die Wünsche von Menschen erfüllen. Interessiert man sich für diesen Beruf, dann ist es immer hilfreich, sich einmal darüber zu informieren, wie die Ausbildung zum Friseur aussieht. Der/die Betriebswirt/in für Friseure ist ein Studiengang, der perfekt auf Menschen zugeschnitten ist, die aus dem Friseurhandwerk kommen. Wer nach mehr Verantwortung strebt oder sich selbstständig machen will, kann sein Wissen mit dem Studium vergrößern und vertiefen. Eine Weiterbildung, in welcher Form auch immer, lohnt sich.

Wir erklären, wie die Ausbildung zum Friseur sowie die Weiterbildung per Betriebswirt-Studium aussehen

Wie die Ausbildung zum Friseur aussieht

Vor allem Frauen, aber auch immer mehr Männer interessieren sich für den Beruf des Friseurs und bezeichnen diesen als einen ihrer favorisierten Berufswünsche. Möchte man sich für eine Lehrstelle als Friseur bewerben, dann ist es unerlässlich, diesen Beruf zunächst einmal kennenzulernen und sich intensiv mit den Aufgaben eines Friseurs zu befassen.

Dementsprechend sollte man sich vorher unbedingt Kenntnis darüber verschaffen, wie die Ausbildung zum Friseur überhaupt genau aussieht.

Theorie und Praxis

Die Ausbildung zum Friseur umfasst in der Regel drei Lehrjahre, in denen sowohl im ausbildenden Friseursalon gearbeitet als auch eine Berufsschule besucht wird. Auf diese Weise ergibt sich zum einen ein praktischer Teil, in dem man direkt im Kontakt zu Kunden steht und das Handwerk des Schneidens und Frisierens unmittelbar von einem Friseurmeister in einem Salon erlernt. Auf der anderen Seite erlernt man in der entsprechenden Schule zusammen mit anderen Auszubildenden die Grundlagen und das theoretische Wissen, das im Friseurberuf unerlässlich ist.

Zudem zählt meist auch ein kaufmännischer Teil während der schulischen Ausbildung dazu, innerhalb dessen die Grundlagen bezüglich der nötigen Buchhaltung etc. in einem Salon thematisiert werden. Die Ausbildung im Betrieb umfasst dabei in der Regel auch die Arbeit an Samstagen, da Friseursalons meist auch an diesem Tag geöffnet haben und ihren Ruhetag an einem Wochentag einlegen.

Vergütung

Hinsichtlich der Vergütung ist bei der Ausbildung und auch bei der späteren Berufsausübung Bescheidenheit gefragt. Während man in der Lehre ungefähr mit 400 Euro pro Monat Ausbildungsvergütung rechnen kann, beträgt das Anfangsgehalt eines fertig ausgebildeten Gesellen lediglich etwa 1.000 Euro brutto monatlich.

Ein Studium zur Weiterbildung im Friseur-Handwerk

Der Titel Betriebswirt oder Betriebswirten (HWK) für Friseure ist die höchste Weiterbildung im Handwerk und eine hervorragende Ergänzung der bisherigen Laufbahn. Das Studium baut auf die Kenntnisse und Fähigkeiten des Meisterwissens auf und ist auf kleine- und mittelständische Unternehmen zugeschnitten.

Heute ist es nicht mehr ausreichend, dem Kunden die Haare nach Wunsch zu frisieren und perfekt mit der Schere umgehen zu können. Eine zeitgemäße Betriebsführung wird auch im Friseurhandwerk immer wichtiger, um am Markt bestehen zu können.

Das angeeignete Wissen kann in einer Führungsposition überaus wichtig sein. Nach dem Abschuss des Studiums sollte man in der Lage sein, betriebswirtschaftliche Entscheidungen zielsicher zu treffen und durchsetzungsstark gegenüber

  • Lieferanten,
  • Mitarbeitern,
  • Banken und
  • Kunden

aufzutreten.

Studienschwerpunkte

Das vermittelte Wissen ist auf die Belange der Friseur-Branche abgestimmt.

  • Standortwahl,
  • Kalkulationen,
  • Betriebsorganisation,
  • Marketing und
  • Auftragsvorbereitung

sind nur einige Schwerpunkte beim Studium zum/zur Betriebswirt/in (HWK) im Friseurhandwerk.

Die Steuer-, Handels- und anderen rechtlichen Rahmenbedingungen und Möglichkeiten können verbessert und Ziele in der Gegenwart und Zukunft definiert und abgesichert werden.

Wichtiges zum BWL-Studium

Die Handwerkskammer Dortmund bietet das Studium "Betriebswirt/in (HWK) für Friseure" in Kooperation mit dem Zentralverband und Wella AG Kammerbezirk Dortmund an.

Voraussetzungen zur Zulassung

Zum BWL-Studiengang werden Bewerber zugelassen, die ihre Meisterprüfung im Handwerk bestanden haben. In einigen Fällen werden auch Bewerber ohne diese Voraussetzung zugelassen. Nachfrage lohnt sich, auch ohne Meisterbrief.

Studienaufbau und Finanzielles

Innerhalb von neun Wochenblöcken haben die Friseure die Möglichkeit ihr Wissen in den Bereichen

  • Marketing-,
  • Finanzierungs-,
  • Controlling- oder
  • Rechtsfragen

auszuweiten und regelrechte Experten auf diesen Gebieten zu werden. Die Kursgebühr beträgt 2.800 Euro, dazu kommen noch Lernmittel und die Prüfungsgebühr. Nicht zu vergessen: Übernachtungs- und Fahrtkosten, die bei weiter Anreise fällig werden.

Die Studierenden haben einen Anspruch auf Meister-BAFöG, wobei 30 Prozent als Zuschuss und der Rest als Darlehen in Anspruch genommen werden können.

Als Studienabschluss zählt das Bestehen der Abschlussprüfung. Der Titel "Betriebswirt/in (HWK)" wird zuerkannt und mit einem Zeugnis und einer Urkunde bestätigt.

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