5. Mai 2009
Eine gut gemachte Dauerwelle bedarf geschickter Hände, welche man im Friseursalon findet. Aber auch die Zubereitung des Dauerwellenmittels ist nicht einfach, da durch Fehler in der Zubereitung das Haar ernsthaft geschädigt werden kann.
Bei der Dauerwelle werden glatte Haare in üppige Locken umgeformt. Dabei macht sich der Friseur eine chemische Reaktion zunutze. Für die Stabilität, Festigkeit ist das Haarkeratin verantwortlich. Das Haarkreatin bildet Cystinbindungen zwischen den einzelnen Haarmolekülen, wodurch das Haar seine Form stabil hält. Um glattes Haar zu locken, muss der Friseur zunächst diese Verbindung aufbrechen. Dies geschieht, indem er Thioglykolsäure auf das Haar aufträgt, welche mit dem Haarkreatin reagiert, wodurch die Cystinbindungen aufgebrochen werden.
Durch diese Behandlung wird das Haar systematisch aufgeweicht, das heißt, würde es nicht weiter behandelt, wäre es nach dem Trocknen nicht mehr in Form zu bringen. Der Friseur dreht nun die Haare auf Lockenwickler, diese unterscheiden sich je nach Kopfpartie, in die sie eingedreht werden. Aber auch die gewünschte Lockung ist maßgeblich für die Wahl der richtigen Wickler. Für das Aufdrehen werden einzelne Strähnen des Haares aufgedreht, die Spitzen werden dabei meist mit einem sogenannten Spitzenpapier geschützt. Da die Haare in diesem instabilen Zustand sehr anfällig für Haarbruch sind, müssen sie sehr schonend behandelt werden.
Um das Haar wieder zu festigen, trägt der Friseur auf die fertig eingedrehten Haare Wasserstoffperoxid auf. Dadurch wird ein Vorgang der Oxidation ausgelöst. Dabei bildet das Wasserstoffperoxid aus den Resten der Sulfhydrylgruppen erneut die Dysulfidbindungen, aus denen das Haarkreatin besteht. Das Haar bleibt nach dieser Fixierung, in der Form welche durch die Lockenwickler vorgegeben wird.
Eine Dauerwelle bleibt etwa ein halbes Jahr nach der Behandlung erhalten. Denn durch Kämmen, Bürsten und häufiges Haarewaschen nimmt das Haar wieder seine ursprüngliche Form an. Das ist dadurch zu erklären das dauergewellte Haar eine sehr instabile Struktur aufweist. Dadurch strebt es wieder in seinen stabilsten Zustand zurück, welcher bei glattem Haar, das künstlich gelockt wurde, glatt ist.
Erfunden wurde die Dauerwelle im Jahr 1905 von einem deutschen Friseur, welcher im Laufe seines Lebens in die USA emigrierte. Bei den ersten Dauerwellen wurden die Haare auf spiralförmige Wickler vertikal aufgedreht. Erst in den 20er Jahren wurden die heute noch benutzten Flachwickler erfunden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
15.10.11 | |
![]() | DAUERWELLE |
19.09.11 | |
![]() | DAUERWELLE |
01.08.11 | |
![]() | DAUERWELLE |
18.07.11 | |
![]() | DAUERWELLE |
11.04.11 | |
![]() | DAUERWELLE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Dauerwelle Forum

