Passende Farben für den Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintertyp

Eine sich an dem Hauttyp des jeweiligen Menschen orientierende Stilberatung macht sich den Umstand zu Nutze, dass die Wahl der passenden Farben kleine Hautunreinheiten verdecken und die positiven Eigenschaften der Haut verstärken kann. Die Beachtung der Farbenlehre bei der Auswahl der Kleidung trägt dazu bei, einen zur eigenen Persönlichkeit passenden Bekleidungsstil zu finden.

Welche Farben unterstreichen am besten ein bestimmtes, den Jahreszeiten zugeteiltes, Aussehen?

Geschichte der Farbtypenlehre

Die Farbtypenlehre wurde zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts durch Johannes Itten begründet. Der Schweizer Kunstmaler stellte fest, dass je nach der Farbe von Haut, Augen und Haaren unterschiedliche Farbtöne

  1. sowohl beim Make-up
  2. als auch bei der Kleidung

vorteilhaft sind. Die Erkenntnisse von Johannes Itten wurden später in den USA an verschiedenen Kunstakademien verfeinert.

Grundsätzlich verfügt jeder Mensch Zeit seines Lebens entweder über eine warmtonige oder eine kalttonige Hautfarbe. Da beide Hauttypen in zwei Untergruppen aufgeteilt werden, unterscheidet die Farbtypenlehre zwischen insgesamt vier Farbtypen, welche nach den Jahreszeiten benannt werden. Die Bezeichnung richtet sich danach, welche Farben in der Natur zur jeweiligen Jahreszeit häufig zu finden sind.

Der Frühlingstyp

Der Frühlingstyp gehört zu den warmtönigen Hauttypen.

  1. Seine Hautfarbe ist gelblich bis goldschimmernd, während
  2. als Haarfarbe helle Töne mit goldenen sowie roten Reflexen vorherrschen.

Auf die Farbnuance kommt es an

Bei den zu einem bestimmten Hauttyp passenden Farben ist nicht alleine die Grundfarbe maßgeblich, eine wesentliche Rolle kommt der genauen Ausprägung des Farbtones zu. So harmonieren mit dem Frühlingstyp

  • bei den Rottönen überwiegend die lachsrote, die mohnrote und die hummerrote Variante.

  • Bei Grüntönen sind in erster Linie hellgrüne Nuancen wie lindgrüne und fühlingsgrüne Töne für den warmtonige Frühlingstyp geeignet.

  • Sehr unterschiedliche Töne der gelben Farbgruppe bieten sich für den Frühlingstyp an. Sowohl die Farbe Gold als auch der dem Honig entsprechende Farbton lassen sich ebenso wie die als apricot bezeichnete Farbnuance, welch der natürlichen Farbe von Aprikosen ähnelt.

  • Auch weiße Farbtöne liegen in zahlreichen Varianten vor, von diesen ist neben dem cremeweißen Farbton die dem Aussehen des Champagners ähnliche Nuance zu empfehlen.

  • Von allen Brauntönen ist die als cognac bezeichnete Variante für den Frühlingstyp ideal, bei dieser handelt es sich um einen hellbraunen Ton, der an die Farbe von Kognak erinnert.

  • Des Weiteren ist türkis eine für den Frühlingstyp geeignete Farbe, wobei sowohl blautürkis als auch grüntürkis gleichermaßen geeignet sind.

Der Sommertyp

Der Sommertyp zählt somit zu den kalttonigen Hauttypen. Gekennzeichnet ist er durch

  1. einen eher blassen Hautton mit bläulich oder rosigen Schimmern sowie
  2. durch aschfarbene Reflexe bei der Haarfarbe.

Der blasse Hautton kann zwar bräunen, wegen der großen Gefahr, einen Sonnenbrand zu bekommen, ist in der Sonne aber das ausreichende Eincremen unbedingt erforderlich.

Von taupe über rosé, malve und mintgrün

Bei den für diesen Hauttyp geeigneten Farben wird häufig taupe genannt. Hierbei handelt es sich um einen nicht einheitlich definierten graubraunen Farbton, gelegentlich wird der gleiche Begriff auch für einen grauen Farbton mit einem leichten Stich ins Rötliche verwendet.

  • Weitere ideale Grautöne für diesen Hauttyp sind silbergrau und platin.

  • Des Weiteren sind alle Rosétöne für den kalttonigen Sommertyp geeignet, ebenso die diesen ähnlichen Farben des Flieders und der Lavendelblüten. Als etwas kräftigerer Rotton harmoniert himbeerrot mit dem Wintertyp.

  • Mauve ist ein zwischen einem kräftigen Rosé und einem sehr hellen Violett gelegener Farbton; wenn lila und violett nicht als Synonyme verwendet werden, sondern zwei unterschiedliche Nuancen bezeichnen, ähnelt er der als lila bezeichneten Farbnuance. In der Natur findet sich dieser Farbton bei der wild wachsenden Malve.

  • Bei grünen Farben sind für den Sommertyp schilfgrün und mintgrün, also zwei eher hellgrüne Töne, zu bevorzugen,

  • während als Blautöne himmelblau und jeansblau in Frage kommen.

Bei allen roten, grünen und blauen Farbtönen ist auf die genaue Nuance zu achten, da andere Töne der gleichen Farbe die Persönlichkeit weniger gut unterstreichen oder sogar als Kontrast wirken können.

Der Herbsttyp

Der Herbsttyp gehört zu den warmtonigen Hauttypen.

  1. Seine Haut ist durch einen an Elfenbein oder Gold erinnernden Teint gekennzeichnet. Dieser wirkt bei vielen Menschen auch blass.
  2. Als Haarfarbe herrschen rotbraune sowie mittel- bis dunkelblauen Töne vor.

Die Haut bräunt nur sehr schlecht, während der Herbsttyp sehr schnell einen Sonnenbrand erleidet. Der Anteil rothaariger Menschen ist in dieser Gruppe überdurchschnittlich hoch. Bei blonden Haaren lässt sich häufig ein an Gold oder Honig erinnernder Schimmer beobachten. Auffällig ist auch, dass Sommersprossen beim Herbsttyp relativ häufig zu beobachten sind.

Farbnuancen beachten

Bei den für einen konkreten Hauttyp passenden Farben ist auf die genaue Farbnuance zu achten, da diese wesentlich maßgeblich für das positive Unterstreichen der Persönlichkeit ist.

  • An Rottönen sind neben kupferrot auch rostrot sowie kastanienrot zu empfehlen, während der Herbsttyp

  • bei den Grüntönen bevorzugt olivgrüne sowie tannengrüne Produkte für seine Kleidung und Kosmetik wählt.

  • Als helle Farbe ist goldbeige zu empfehlen, während

  • bei den Brauntönen besonders rehbraun und schokoladenbraun sowie eine an die Farbe von Kamelen erinnernde und in der Mode als "camel" bezeichnete Farbvariante in Frage kommen.

  • Abgerundet wird die Gruppe der für den Herbsttyp idealen Farben durch den petrolblauen sowie den senfgelben Farbton.

Der Wintertyp

Der Wintertyp gehört gemeinsam mit dem Sommertyp zu den kalttonigen Hauttönen.

  1. Er zeichnet sich durch einen eher kühlen Hautton aus, welcher häufig olivfarben oder bläulich wirkt.
  2. Die Haarfarbe ist beim Wintertyp überwiegend dunkel.

Ebenfalls gehören die meisten Menschen mit gelber oder schwarzer bzw. brauner Hautfarbe diesem Typ an, in Europa findet er sich überwiegend in den Regionen in der Nähe des Mittelmeeres.

Farbauswahl bei Kleidung und Make-up beachten

Auch bei der Wahl der geeigneten Farbe für den Wintertyp darf nicht alleine die jeweilige Grundfarbe betrachtet werden, vielmehr sind gerade Farbnuancen häufig entscheidend für die Entscheidung, ob eine konkrete Farbe zur jeweiligen Person passt. Grundsätzlich werden

  • weiß,
  • schwarz,
  • violett und
  • silber

als zum Wintertypen passend angegeben, wobei für diese Farben keine nähere Differenzierung erforderlich ist. Zu beachten ist aber, dass violett in allen deutschen Sprachräumen den eher an blau als an rot angelegten dunklen Farbton bedeutet, während der eher helle und überwiegend rötliche Ton in den meisten Regionen als dunkelrose oder pink bezeichnet wird. In Bezug auf die Farbenlehre gilt für den Wintertyp ausschließlich die gesamtdeutsche Definition, während

  • von allen rosafarbenen Tönen ausschließlich mangenta und eisrosé in Frage kommen. Eine Ausnahme bildet jedoch die Farbe der Krokusblüten, diese ist für den Wintertyp gut geeignet.

  • Bei Grüntönen schränkt sich die Wahl des Wintertypen auf smaragdgrün sowie chromgrün ein, während

  • von den Blautönen enzianblau, königsblau, nachtblau und eisblau ideal sind.

  • Wer gelbe Farben mag, greift als Wintertyp zu zitronengelben Bekleidungsstücken, während

  • als Rottöne purpur und kirschrot zum Wintertypen passen.

Wohlfühlen steht im Vordergrund

Die Verwendung der zum eigenen Hauttyp passenden Farben unterstreicht die eigene Persönlichkeit. Selbstverständlich ist es aber enorm wichtig, aus den ideal geeigneten Farben diejenigen auszuwählen, die individuell als angenehm empfunden werden.

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