Beliebte Shiatsu-Massagegriffe für Babys und Kleinkinder

Baby bekommt Fußmassage von Mutter

Hilfreich für einen erholsamen Schlaf und einen starken Rücken

Babys mögen es, sanft umschmeichelt zu werden. Werden sie auch nicht jede Streicheleinheit aktiv miterleben, so haben die zarten Berührungen dennoch einen Einfluss auf das Unterbewusstsein sowie auf die mentale Entwicklung. Eine Shiatsumassage kann hierfür genutzt werden.

Die Shiatsumassage

Grundsätzlich besitzen Massagen gerade für Babys und Kleinkinder einige wertvolle Vorteile. So werden

  • leichtere Blockaden gelöst und
  • der Energiefluss angeregt.

Zudem

Darüber hinaus

  • fördern diese Behandlungen die Kreativität der Jungen und Mädchen.

Dennoch wissen viele Eltern zumeist nicht, welche Massagen sie ihrem Kind angedeihen lassen sollen. Ratsam ist ein Rückgriff auf die Praktiken des Shiatsu.

Die Tradition wurde vor rund anderthalb Jahrhunderten in Japan erschaffen und soll dazu führen, dass sich mittels bestimmter Fingerdruckanwendungen die Energie im Organismus ausbreiten kann und somit Glücksgefühle zur Entfaltung kommen. Nachfolgend sollen fünf Anwendungen beschrieben werden, die dem kleinen Erdenbürger gewiss gut tun.

Für eine Portion Schlaf

Findet das Baby nicht zur Ruhe und hält es mit seinen nächtlichen Schreien auch die Eltern wach, so kann folgender Griff Abhilfe schaffen:

  • mit dem Daumen und dem Zeigefinger wird sorgsam die Nasenwurzel des Kindes gestreichelt.
  • Mit der zweiten Hand kann der Bauch massiert werden.
  • Ebenso ist es möglich, die Hand lediglich auf dem Bauch ruhen zu lassen und einen dezenten Druck aufzubauen.

Gerade bei Verdauungsstörungen hilft diese Anwendung, die im Regelfall durch das Beheben körperlicher Blockaden auch den wohlverdienten Schlaf des Kindes einläutet. Die gesamte Behandlung sollte etwa fünf Minuten in aller Ruhe ausgeführt werden und wird von Junior sehr andächtig verfolgt.

Für einen starken Rücken

Das viele Liegen kann bei den lieben Kleinen die noch nicht gekräftigte Wirbelsäule beeinträchtigen.

  • Ratsam ist es daher, das Baby auf den Rücken zu legen und beide Hände seitlich unter den Leib zu schieben. Die Daumen befinden sich auf dem Bauch, die Finger unter dem Rücken.
  • Von den Schultern aus wird nun in sanften Kreisen das Baby bis zum oberen Gesäß massiert. Gleichzeitig üben die Daumen auf dem Bauch einen geringen Druck aus.

Diese Übung stimuliert das Wohlbefinden, regt den Blutfluss an, wird dadurch als wärmend und entspannend wahrgenommen und stärkt letztlich die Wirbelsäule. In den ersten Lebenswochen des Kindes ist diese Maßnahme aber mit größter Vorsicht auszuführen.

Für die geistige Entfaltung

Wer nicht mit den Händen arbeiten will, muss seinen Kopf einsetzen. Und doch sind es gerade die Druckpunkte an den Fingern, die die kreative Entwicklung des Gehirns fördern.

  • Die Mutter greift dabei eine Hand ihres Kindes und umschließt mit der anderen Hand zunächst den Daumen der Tochter oder des Sohns.
  • Vom Grundgelenk an wird nun zu den Spitzen eine sanft drückende Massage ausgeführt.

Nach dem Daumen kommt diese Anwendung auch den übrigen Fingern sowie der zweiten Hand zugute. Hiermit soll der Organismus gestärkt, das Immunsystem verbessert und die geistige Tätigkeit angeregt werden. Zudem wird sich Junior anschließend pudelwohl fühlen.

Für die persönliche Ausgeglichenheit

Ein weiteres Ziel kann ebenso über eine Massage der Hand erfolgen.

  • Hierbei drückt die Mutter mit einem oder zwei ihrer Finger – idealerweise wird der Daumen verwendet - behutsam in die Innenfläche der kleinen Babyhand. Leicht kreiselnde Bewegungen, ein sanftes Klopfen und stimulierende Reibungen können dort ausgeführt werden.
  • Im Anschluss daran sollte der verwendete Finger noch etwa eine Minute lang auf dem massierten Punkt ruhen und einen ganz leichten Druck ausüben.
  • Zur Beendigung der Behandlung wird von jenem Punkt aus die Hand zu den Rändern hin ausgestrichen.

Das Baby wird sich dadurch ausgeglichener fühlen und die mentale Balance finden – gerade in stressigen Zeiten und solchen, in denen es ihm an Schlaf mangelt.

Zur spontanen Entspannung

Abschließend sei noch ein Griff erläutert, der zu jeder Zeit und auch ohne speziellen Anlass angewandt werden kann.

  • Hierbei setzt sich die Mutter auf den Boden und sollte sich idealerweise bequem mit dem Rücken an eine Wand lehnen.
  • Die Beine stellt sie angewinkelt aufrecht, sodass das Baby darauf sitzen kann. Kind und Frau haben im Abstand weniger Zentimeter Blickkontakt.
  • Die Mutter legt nun die Hände in den Bereich des Schlüsselbeins beim Neugeborenen.

Dieses befindet sich etwas unterhalb der Schulter. Ohne weitere Bewegungen ruhen die Hände dort für etwa drei Minuten. Diese Anwendung genügt, um den Nachwuchs zu beruhigen, ihm ein angenehmes Gefühl zu vermitteln und damit die Bindung zur Mama zu stärken.

Grundinformationen zum Shiatsu

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Foot massage © Dmitry Naumov - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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