Baden in der Schwangerschaft - darauf sollten Frauen achten

Schwangere Frau mit weißem BH und Slip hält sich den Bauch

Um Kreislaufproblemen vorzubeugen, sollte die Temperatur beim Baden nicht zu hoch sein

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  • von Paradisi-Redaktion

Gerade in der Schwangerschaft haben viele Frauen das Bedürfnis nach einem warmen Vollbad. Doch nicht immer ist dies zu empfehlen.

Gerade gegen Ende der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter unangenehmen Rückenschmerzen. Warmes Wasser kann hier helfen, den Körper wieder zu entspannen und die letzten Wochen bis zur Geburt so erträglich wie möglich zu machen.

Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden beim Vollbad
Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden beim Vollbad

Daneben wird aber auch zu Beginn einer Schwangerschaft oft ein warmes Bad als angenehm empfunden, um zumindest für einige Minuten Begleiterscheinungen wie die Schwangerschaftsübelkeit zu vergessen.

Was in öffentlichen Schwimmbädern zu beachten ist

Neben einem gemütlichen Bad in der Badewanne, genießen es aber auch viele Schwangere, wenn sie in einem Schwimmbad oder Freibad sind und sich dort im Wasser bewegen können. Der Babybauch macht hier keine Probleme und so ist Schwimmen oft die einzige Sportart, die Schwangere ausüben können.

Schwimmen ist eine gesunde Sportart für Schwangere
Schwimmen ist eine gesunde Sportart für Schwangere

In öffentlichen Schwimmbädern sollte man während der Schwangerschaft jedoch die Whirlpools meiden. Auch wenn es viele Schwangere angenehm empfinden, dass hier das Wasser so wunderbar warm ist und blubbert, so ist in den kleinen Becken doch die Keimbelastung relativ hoch.

Sofern man jedoch zu Hause in der Badewanne eine Whirlpoolfunktion hat, spricht dem entspannten Baden in der Schwangerschaft nichts dagegen.

Zu hohe Wassertemperaturen lieber meiden

In der heimischen Badewanne darf das Wasser jedoch nicht zu heiß sein. 38 Grad Wassertemperatur ist völlig ausreichend. Zu hohe Wassertemperaturen führen in jedem Schwangerschaftsstadium dazu, dass der Kreislauf der werdenden Mutter beansprucht wird. Hat die Schwangere sowieso schon einen niedrigen Blutdruck, so kann ein Kollaps die Folge eines zu heißen Wassers sein.

Empfehlenswert ist es auch für alle Schwangeren, das Vollbad erst dann zu genießen, wenn noch jemand im Haus oder in der Wohnung ist. Sollte der Kreislauf dann trotz lauwarmem Wasser schlapp machen, ist sofort Hilfe zur Stelle.

Gegen Ende der Schwangerschaft ist ein Vollbad nur noch bedingt empfehlenswert. Gegen lauwarmes Wasser haben die Hebammen und Frauenärzte meistens nichts einzuwenden. Ist das Badewasser jedoch zu heiß, so können dadurch vorzeitige Wehen ausgelöst werden. Umgekehrt empfinden aber gerade Frauen, die bereits unter Vorwehen leiden, das warme Wasser als sehr entspannend und schmerzlindernd.

Baden bei trockener Haut und die Pflege nach dem Bad

Badefreuden im Winter: Mit Ölen gegen trockene Haut

Junge Frau liegt im Schaumbad in Badewanne mit Teelichtern auf dem Rand, geschlossene Augen, terrakotta-farben
beautiful woman © gajatz - www.fotolia.de

Ein Thema, das die Menschen seit vielen Jahren vortrefflich streiten lässt, ist die Frage nach der körperlichen Hygiene: Kurze Dusche oder wohliges langes Bad?

Gesünder ist die kurze Dusche auf jeden Fall, denn ein langes Vollbad entzieht der Haut weitere Flüssigkeit und trocknet sie aus. Besonders im Winter, wenn die Haut ohnehin unter der trockenen Heizungsluft und der Kälte im Freien leidet, wird sie dann noch zusätzlich strapaziert - auch wenn sich das heiße Vollbad eigentlich herrlich anfühlt.

Wenn Sie nicht aufs Bad verzichten wollen

Wer nicht auf den wohltuenden entspannenden Effekt des Vollbades verzichten will, sollte zumindest Badeöl verwenden, das schonender zur Haut ist als die herkömmlichen Schaumzusätze.

Auch sollte die Badedauer 20 Minuten nicht übersteigen und die Temperatur bei höchstens 38°C grad liegen. Wer eine halbe Stunde in 40 Grad heißem Wasser verbringt, schadet nicht nur der Haut, sondern möglicherweise auch noch dem Kreislauf.

Das können Sie für Ihre Haut tun

Nach dem Bad sollte eine rückfettende Lotion benutzt werden, die der Haut den natürlichen Schutzfilm zurückgibt, der im Wasser abgespült wurde. Dies gilt allerdings auch für die Dusche: Schon bei einer kurzen heißen Dusche wird die Schutzschicht der Haut strapaziert.

Und wer gerne eine Viertelstunde unter der Dusche steht und Arien schmettert, kann sich auch gleich in die heiße Badewanne legen.

Frauen, die eine trockene Haut haben, sollten

  • das Badewasser nur lauwarm einlaufen lassen und
  • nicht länger als eine Viertelstunde in der Wanne bleiben.

Anderenfalls trocknet die Haut noch mehr aus. Zusätzlich sollte auch auf einen hautverträglichen Badezusatz geachtet werden.

Ein Ölbad ist hier beispielsweise besonders geeignet. Enthält der Badezusatz ätherische Öle, so sollte die werdende Mutter sich bei ihrer Hebamme erkundigen, ob diese in der Schwangerschaft ungefährlich sind. Es gibt nämlich einige Zusätze, die sich negativ auf den Schwangerschaftsverlauf auswirken können.

Und nach einem Vollbad sollte die Haut gut eingecremt werden. Besonders auch die Haut am Bauch sollte gepflegt werden, um unschöne Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden.

Grundinformationen und Hinweise zum Baden

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  • Bildnachweis: schwangere Frauen entspannen © kristall - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Älterer, glücklicher Arzt zeigt mit Finger auf leere Werbetafel © fotodesign-jegg.de - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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