2. November 2009
Als Protonentherapie bezeichnet man in der Medizin eine Behandlungsmethode gegen Krebsgeschwüre. Dabei werden die Tumore mit Protonenstrahlen gezielt beschossen.
Ziel und Zweck der Protonentherapie ist die Behandlung von bestimmten Krebserkrankungen durch den Einsatz von Protonenstrahlen, mit denen die Tumore sozusagen beschossen werden. In einem Zyklotron oder Synchroton können die Protonenstrahlen erzeugt und anschließend zielgerichtet gegen ein Krebsgeschwür eingesetzt werden. Dadurch können auch Krebstumore behandelt werden, die für eine herkömmliche Röntgenbestrahlung zu tief sitzen oder von sensiblen Organen umgeben werden.
Als Protonen bezeichnet man beschleunigte Kernteilchen. Abgeschossen werden die Protonenstrahlen durch einen Teilchenbeschleuniger wie zum Beispiel ein Zyklotron. Mit Hilfe der Protonentherapie kann eine optimierte Verteilung der Strahlendosis in der Region, die behandelt werden muss, erreicht werden. Dabei zielen positiv geladene Wasserstoffkerne genau auf das zu behandelnde Krebsgeschwür, dessen Krebszellen sie zerstören, ohne das benachbarte Gewebe dadurch in Mitleidenschaft zu ziehen. Ermöglicht wird dieser Effekt durch die hohe Zielgenauigkeit des Protonenstrahls. Ebenso kann die Reichweite der Strahlen kontrolliert werden.
In Deutschland wird die Protonentherapie bislang noch recht selten angewandt. Obwohl die Therapie als schonend gilt, ist sie vor allem wegen ihrer hohen Kosten umstritten. Während die Verfechter der Protonentherapie die Wirksamkeit der Behandlung und vor allem die Schonung des Patienten betonen, bezweifeln Kritiker die Überlegenheit der Protonentherapie gegenüber konventionellen Behandlungsmethoden. Als Standardmethode wird nach wie vor die Photonentherapie aus Röntgen- und Gammastrahlen angewandt, die mit der Chemotherapie kombiniert wird. Diese Strahlen können jedoch das gesunde Gewebe schädigen, während sie bei dem Krebstumor häufig nur geringe Wirkung erzielen. Die Skeptiker bemängeln jedoch, dass sich die Protonentherapie nicht für jede Krebsform eignet. Ein weiterer Kritikpunkt sind die hohen Kosten der Behandlung. Ob die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine Protonentherapie übernehmen oder nicht, hängt von der Art der Krebserkrankung ab. Als geeignet gilt die Protonenbehandlung zum Beispiel bei Augentumoren.
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26.04.11 | |
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30.01.11 | |
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14.12.10 | |
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31.10.10 | |
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30.04.10 | |
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