Mit der Protonentherapie können tief liegende Tumore gezielt behandelt werden. Positiv geladenen Kerne des Wasserstoffs werden genau auf den Tumor fokussiert, sie zerstören dort die Krebszellen und schonen dabei das umliegende Gewebe.
Die Protonentherapie gehört zu den neueren strahlentherapeutischen Verfahren, unter ihr versteht man eine Therapie die bei Krebsgeschwüren eingesetzt wird.
Hierbei werden die Tumoren mit Protonen beschossen, dieses Verfahren hat sich bei Patienten bewährt, wo der Tumor von empfindlichen Organen umgeben ist sowie Krebsgeschwüren, die zu tief im Körperinneren liegen. Umgebendes gesundes Gewebe wird optimal geschont, da der Protonenstrahl mit einer Zielgenauigkeit eingesetzt werden kann. Auch die Reichweite kann präzise kontrolliert werden. Praktisch bekommt nur der Tumor die Strahlendosis der hochenergetischen Protonen ab.
Protonen sind beschleunigte Kernteilchen, der Teilchenbeschleuniger, der so genannte Zyklotron schießt sie heraus. Noch steckt die vollklinische Erfahrung in den Kinderschuhen, da in der jüngeren Vergangenheit die meisten Behandlungen nur in physikalischen Forschungseinrichtungen vorgenommen wurden. Die Bestrahlungssitzungen haben nur Minutenlänge und werden in verschiedenen Sitzungen, den so genannten Fraktionen gegeben.
Die richtige Lagerung und Positionierung des Patienten nimmt die meiste Zeit in Anspruch. Die Behandlung dauert in der Regel zwischen 4 und 10 Wochen. Die Vorteile, welche die Protonentherapie bietet, sind die geringer zu erwartenden Nebenwirkungen und die schmerzlose Behandlung. Ob eine Behandlung von den gesetzlichen Kassen übernommen wird, bleibt mit der jeweiligen Kasse auch je nach Indikation abzuklären.
Die Protonentherapie ist weniger geeignet bei Krebsarten, die großflächig behandelt werden müssen, wie Hautkrebs. Ansonsten bietet die Protonentherapie, bei entsprechender Indikation, eine effektive Alternative zu den konventionellen Strahlentherapien.
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