Wutanfälle in den Griff bekommen - Tipps zur schnellen Beruhigung

Junge wütende Frau mit roten Boxhandschuhen

Mit diesen Hinweisen ist es mitunter möglich, einen Anfall erst gar nicht entstehen zu lassen

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Wut kann als eine Affektemotion bezeichnet werden. Sie ist eine impulsive, plötzlich und für Außenstehende unerwartete, oftmals aggressive, Reaktion des Wütenden, der im besonders schlimmen Falle auch als Wüterich bezeichnet wird. Der Wutanfall ist ein temporärer Kontrollverlust, der in der hiesigen Gesellschaft nicht goutiert, sondern eher verurteilt wird.

Ein Wutanfall ist das äußere und erkennbare Zeichen dafür, dass sich der Wütende, wie er genannt wird, nicht in der Gewalt hat. Zum heutigen kulturellen sowie gesellschaftlichen Miteinander gehören ganz bestimmte Umgangsformen. Sie äußern sich durch ein insgesamt kontrolliertes, normales Verhalten.

Es ist zu jeder Seite hin ausgewogen - also weder zu ruhig noch zu aufgeregt, weder zu leise noch zu laut. Gefragt ist der Gleichmut bis hin zur Coolness.

Ein Wutanfall ist immer auch ein Zeichen von mentaler Schwäche - der Wütende ist angreifbar, weil er seine Emotionen nicht im Griff hat und sich gehen lässt.

Ungeachtet dessen wirkt der Wutanfall in den meisten Fällen beängstigend oder angsteinflößend auf die Anwesenden. Oftmals wird von einem kontrollierten Wutanfall gesprochen, wenn der Betroffene weiß, dass er so, und zwar nur auf diese Weise, das gewünschte Ziel erreicht.

Sechs Tipps, den Wutanfall zu zähmen

Wut und Jähzorn liegen sehr eng beieinander. Wer jähzornig ist, der neigt auch zu Wutanfällen. Den Betroffenen ist das schon im jungen Alter bewusst. Sie bemühen sich, ihre Wut unter Kontrolle zu behalten, sie buchstäblich zu zähmen.

Dafür gibt es ebenso vielfältige wie vielseitige Tipps. Sechs davon sind hier aufgeführt.

1. Ruhiges Durchatmen und gedanklichen Zählen

Der Betroffene spürt, wenn er wütend wird - wenn, wie es heißt, das Blut in ihm kocht. In dieser Situation ist es noch früh genug, den Wutanfall zu unterbinden.

Hilfreich sind ein ruhiges Durchatmen sowie ein gedankliches Zählen, also das Aneinanderreihen von Zahlen. Das Positive daran ist, dass sich dadurch die Wut nicht weiter steigert, sondern automatisch abbaut. Der Wütende beruhigt sich und unterbindet so den Wutanfall.

2. Körperliche und verbale Wutausbrüche unterbinden

Wut äußert sich in unterschiedlichen Formen. Die gängigsten unter ihnen sind die körperliche sowie die verbale Wut. Geschrien und getobt wird nahezu immer.

Körperliche Wutanfälle sind meistens mit Körper- sowie Sachschäden verbunden und enden oftmals als Straftatbestand. Davor schützt sich der Wütende, was ihm vielfach auch gelingt.

Verbale Wut hingegen mit Schreien, Brüllen und Toben ist ein gesellschaftlich schlechtes Benehmen. Das sollte vermieden werden, indem der Wütende buchstäblich den Mund hält. Das muss mental soweit geübt und trainiert werden, dass die Wut erst gar nicht aufsteigt.

3. Wasser trinken

Wenn sich die Gelegenheit dazu bietet, dann sollten zu Beginn der kritischen Situation ein, zwei Schlucke Wasser getrunken werden. Das dauert einige Sekunden - die aufkeimende Wut wird im wahrsten Sinne des Wortes hinuntergespült, und mit ihr auch der oftmals nichtige Anlass, der zu dem Wutanfall geführt hätte.

4. Stressabbau

Die Wut ist ein äußerlich erkennbares Zeichen von Stress. Als Stressabbau hilft körperliche Bewegung wie ausgiebiges

Das kräftemäßige Verausgaben wirkt stressabbauend. Gedanken werden klarer, und die Emotionen lassen sich besser steuern. Wutabbauend ist in allen Fällen die Tatsache, dass nichts anderes gemacht oder getan werden kann.

Der Betroffene findet zu sich selbst zurück. Diese Art von Sport wirkt präventiv auf Wutanfälle und hilft beim Nachdenken sowie bei der Selbstkontrolle.

5. Entspannungs- sowie Meditationsübungen

Eine andere Möglichkeit sind Entspannungs- sowie Meditationsübungen. Sie sind das genaue Gegenteil von stressabbauendem Sport. Der Betroffene weiß aus Erfahrung, welche der beiden Varianten ihm am besten hilft.

Yoga, Autogenes Training und Gymnastik bei Musikbegleitung wirken bei den zu Wutanfällen neigenden Frauen erfahrungsgemäß sehr gut, während sich die Männer in derselben Situation eher, wie es heißt, körperlich verausgaben.

6. Positive Grundstimmung schaffen

Das Lachen sowie eine insgesamt positive Grundstimmung sind indirekte Hilfen zur Verhinderung von Wutanfällen. Es staut sich nichts auf, und auf die aktuell-kritische Situation wird ganz unbewusst insgesamt lockerer reagiert.

Fazit

  • Einerseits ist es gut, sich schon bei ersten Ansätzen eines Wutanfalls schnell zu beruhigen. Noch besser und erfolgreicher ist es, wenn diese Situation verhindert wird.
  • Der Wutanfall ist eine Entgleisung, die bei keinem gut ankommt. Er wird weder akzeptiert noch respektiert, sondern billigend beziehungsweise missbilligend hingenommen.
  • Wut und Jähzorn sind dem Standing des Betroffenen abträglich und schmälern seine Beliebtheit in der Gruppe.

Grundinformationen zu Wutausbrüchen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Mad Female Boxer © Jason Stitt - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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