8. Mai 2009
Von Viola Reinhardt
Alle zwei Wochen ist das Kind krank und sehr oft wird die Erkältung, die Angina oder auch Kinderkrankheit mit Fieber begleitet. Von lauwarm bis kochend heiß zeigt sich dann der kleine Kinderkörper und lässt die Eltern besorgt zum Kinderarzt streben. Auch wenn das Kind hohes Fieber hat muss man nicht gleich in Panik ausbrechen, denn der Körper kämpft mit dem Symptom Fieber gegen die eingedrungenen Erreger an. Fiebersenkende Medikamente sollte man deshalb nicht gleich und sofort geben, sondern lieber etwas abwarten.

Laut der Kinderärzte sind sechs bis zwölf Infektionen jährlich bei Kindern unter sechs Jahren ganz natürlich. Der kleine Körper muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass aus vielen Richtungen Erreger in den Organismus eindringen, die dann wiederum von dem Immunsystem bekämpft werden. Mit jeder durchlaufenen Infektion bilden die Abwehrkräfte einen erweiterten Schutzschild gegen Viren und Co. Hier gleich mit scharfen Geschützen gegen das Fieber vorzugehen ist nicht sinnvoll, denn die Hitze tötet Bakterien ab, stärkt das Immunsystem und vertreibt zumeist die Erkrankung.
Grundsätzlich ist Fieber also nicht schlecht. Zudem sollte man wissen ab wann eigentlich ein Fieber besteht, denn die Körpertemperatur bei Kindern "tickt" etwas anders. So haben gesunde Kinder eine Körpertemperatur von 36,5 bis 37,5 Grad. Von einer leichten oder erhöhten Temperatur spricht man bei einer Körpertemperatur von 37,6 bis 38,5 Grad. Steigt die Temperatur weiter an ist es ein richtiges Fieber und erst ab 39 Grad hohes Fieber. Bis zu dieser letzten Gradzahl muss man nicht gleich zu fiebersenkenden Mitteln greifen. Oftmals kann man diese erhöhte bis hohe Temperatur mit Wadenwickel senken. Zeigt sich das Fieber mit Erkältungsbeschwerden, dann kann man zudem auch Hals- oder Brustwickel machen. Wichtig ist es, dass das Kind genügend trinkt, damit sowohl die Erreger ausgeschwemmt werden als auch eine Austrocknung des kleinen Körpers verhindert wird.
Hält das hohe Fieber über drei Tage an oder steigt bis zu oder auch über 40 Grad, dann sollte man allerdings einen Arzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen. Je nach Auslöser kann es dann doch nötig sein eine antibiotische Behandlung durchzuführen und fiebersenkenden Saft oder Zäpfchen zu geben. Hier sind die Medikamente Benuron oder Nurofen sehr gut geeignet, da sie eine milde Form der Fiebersenkung darstellen und gleichzeitig auch mögliche Schmerzen lindern. Tagsüber kann man das kranke Kind ruhig fiebern lassen, doch hat es auch am Abend hohes Fieber (was zumeist der Fall ist), dann empfiehlt es sich entsprechend der Dosierempfehlung ein entsprechendes Medikament zu geben.
Tipp: Zeigt sich die Haut des Kindes insgesamt als warm, dann kann man davon ausgehen, dass die Temperatur relativ konstant bleibt. Spürt man allerdings eisige Hände und Füße beim Kind oder ist die Bauchgegend kochend heiß, dann wird das Fieber ziemlich schnell in die Höhe schießen.
Steh irgendwie im Gegensatz zum vorherigen Artikel: http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Therapien/Wadenwickel/Artikel/382.php
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