Wie Sie sich selbst und Ihre Kinder sorgfältig auf den Nachwuchs vorbereiten

Ein gemeinsames Kind ist der Segen aller Eltern. Doch gerade die Phase der Schwangerschaft verlangt dem Paar einige Kräfte und Einschränkungen ab. Ratsam ist es daher, auch diese neun Monate bereits vorab zu planen, sich die anstehenden Tätigkeiten aufzuteilen und die Lasten für den Einzelnen damit zu reduzieren. Doch eine Schwangerschaft ist nicht nur für die werdenden Eltern eine aufregende Zeit. Auch die Geschwisterkinder müssen sorgfältig auf die Veränderung vorbereitet werden.

Wie man Kinder an die Geburt eines Geschwisterchens heranführen kann und sich selbst auf das neue Familienmitglied einstellen kann

Wunschkind oder ungeplante Schwangerschaft?

Zunächst einmal ist es für jede solide Weitsicht entscheidend, ob das Baby einer gewollten Schwangerschaft entspringt. Kann diese Frage bejaht werden, steht den werdenden Eltern meist sehr viel mehr Zeit zur Verfügung, die Planungen vorzunehmen.

Wer dagegen spontan von der bald anstehenden Geburt überrascht wird, hat es deutlich schwerer, sich auf die neue Situation einzustellen. Sinnvoll ist es somit, die Schwangerschaft für einen bestimmten Lebensabschnitt einzuplanen, in dem es vom Alter der Eltern sowie bezüglich der beruflichen Rahmenbedingungen einfach besser geeignet ist, sich den anstehenden Aufgaben zu widmen.

Oft lässt sich damit auch der Stresspegel spürbar senken.

Gemeinsam statt alleine

Nicht minder bedeutsam ist es, dass die beiden künftigen Eltern übereinstimmend die kommenden Monate organisieren und hierbei möglichst oft versuchen sollten, einen Kompromiss zu finden.

Gerade in den letzten Wochen der Schwangerschaft wird es der Frau nicht mehr möglich sein, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Ebenso kann sie nur noch in geringem Umfang kleinere Besorgungen des Haushalts erledigen, einkaufen gehen oder sich ähnlich einbringen.

Hier muss zumindest geregelt werden, welche Aufgaben in dieser Zeit dem Mann zufallen und wie er diese mit seiner Erwerbstätigkeit vereinen kann. Auch dabei gilt: Je weiter im Voraus geplant wird, desto besser lassen sich derlei Herausforderungen letztlich auch von allen Beteiligten meistern.

Der Kontakt zur Hebamme

Ein weiteres zu erfüllendes Kriterium während der Schwangerschaft liegt in der Wahl einer Geburtshelferin, sofern das Kind nicht im Krankenhaus zur Welt gebracht werden soll. Die Niederkunft daheim wird von vielen Müttern bevorzugt.

Bereits in den Wochen und Monaten vor dem freudigen Ereignis sollte daher ein erstes klärendes Gespräch mit den infrage kommenden Hebammen geführt werden. Ist die Entscheidung gefallen, welche von ihnen bei der Geburt helfen darf, so sind mit ihr erste Kurse und Einführungen bezüglich der richtigen Atmung zu beginnen.

Oftmals lässt sich mit kleinen Übungen eine Verbesserung der Schmerzen herbeiführen, die etwa die Wehen hervorrufen. Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Frau werden damit erhöht.

Die Vorbereitung auf das Kind

Lediglich die Hälfte der gesamten Zeit einer Schwangerschaft schränkt zumindest die werdende Mutter derart ein, dass sie sich nur noch geringfügig für weitere Aufgaben einsetzen kann.

Ratsam ist es daher, bereits die ersten Wochen nach der freudigen Diagnose für einen Geburtskurs einzuplanen. Hier erlernen die künftigen Eltern den richtigen Umgang mit ihrem Kind:

Dies mag alles relativ simpel wirken, lässt sich aber nicht immer leicht bewältigen. Je besser das Paar hierin geschult wird, desto besser gehen ihm diese notwendigen Tätigkeiten später von der Hand. Fehler dürfen dabei nicht begangen werden.

Die freie Zeit nutzen

Allerdings ist es nicht empfehlenswert, jeden Moment mit der Vorbereitung auf die neue Situation zu verbringen. Die werdende Mutter benötigt auch viel Zeit für die eigene Entspannung. Der Körper muss mit der neuen Belastung, die für ihn eine Extremsituation darstellt, erst einmal fertig werden.

Ratsam gestaltet es sich somit, vielleicht den Nachmittag für einen gemeinsamen Spaziergang mit dem Partner einzuplanen oder sich im Fachhandel nach Wiegen, Kinderwagen und Spielzeug umzusehen. Tätigkeiten also, die einen eher positiven Einfluss auf die Psyche der Frau entwickeln, ihr den Stress und eventuell auch die Angst vor den kommenden Wochen nehmen, ebenso aber einen nützlichen Zweck erfüllen.

Die Monate genießen

Doch bei aller umsichtigen Planung, sämtlichen Vorbereitungen und den weiteren Notwendigkeiten, um die Geburt des Kindes freudig begehen zu können, darf eines nicht vergessen werden: Die Schwangerschaft ist stets auch die Zeit der inneren Einkehr.

Wer bin ich und wohin führt mein Weg?

Viele werdende Mütter suchen in jenen Wochen die Nähe zur Natur oder führen Gespräche mit ihren Eltern, Freunden und Arbeitskollegen.

Es findet nicht selten ein Prozess des Überfragens statt: Wer bin ich und wohin führt mein Weg? Auch dafür sollte die nötige Zeit berücksichtigt werden. Denn die dabei erworbenen Erkenntnisse werden nicht alleine das Wohlbefinden der Betroffenen erhöhen und ihr ein Gefühl der Selbstsicherheit verleihen.

Oftmals lassen sich daraus auch wichtige Ratschläge für die Zeit nach der Geburt ableiten, von denen die Mutter und ihr Kind profitieren.

Kinder auf das neue Geschwisterchen behutsam vorbereiten

Wenn ein Paar erfährt, dass es Nachwuchs erwartet, ist die Freude meist riesengroß. Eltern, die bereits eines oder mehrere Kinder haben, müssen dann jedoch auch die Geschwisterkinder darauf vorbereiten, dass in ein paar Monaten ein Baby da sein wird.

Kritische Wochen abwarten

Viele Eltern sagen ihren Kindern erst nach den "kritischen Wochen", dass sie ein Brüderchen oder ein Schwesterchen bekommen. Die Kinder können dann meist noch keine Veränderung an der Mama erkennen und können es daher kaum glauben und sich auch noch viel weniger vorstellen, wie es denn mit einem Baby sein wird.

Eifersucht auf das kommende Geschwisterchen

Die Geschwisterkinder merken natürlich, dass sich bereits in der Schwangerschaft alles um das Baby im Bauch der Mama dreht. Jeder Besuch fragt sofort die Mutter, wie es ihr und dem Baby geht. Viele Geschwisterkinder fühlen sich dann vernachlässigt, auch wenn dies natürlich nicht so ist. Sie sind meist schon während der Schwangerschaft eifersüchtig auf das Baby.

Kinderbücher zum Thema Schwangerschaft

Da sich die meisten Kinder nicht vorstellen können, was es bedeutet, ein Baby im Haus zu haben, eignen sich hier Bücher sehr gut zur Vorbereitung. Für alle Altersklassen gibt es inzwischen Bücher, in denen das Thema Schwangerschaft, die Geburt und die erste Zeit mit dem Geschwisterchen altersgerecht erklärt wird.

Anhand der bunten Bilder können sich die Kinder besser vorstellen, was genau in der Schwangerschaft passiert und wie denn schließlich das Baby geboren wird. Die Eltern können ihrem Kind erklären, wie ein Baby getragen wird, dass die Mama es vielleicht stillt und dass sie sich in der ersten Zeit sehr viel um das Baby kümmern muss.

Das Kind in die Zeit nach der Geburt miteinbeziehen

Natürlich haben auch die großen Geschwister wichtige Aufgaben zu übernehmen, wenn das Baby geboren ist. So können die Eltern ihrem Kind zum Beispiel erklären, dass:

  • es die Mama und den Papa dann immer beim Wickeln unterstützen muss
  • es dem Baby seinen Schnuller bringen darf
  • es zum Einschlafen die Spieluhr aufziehen darf

Trotz der besten Vorbereitung sind alle Kinder irgendwann einmal eifersüchtig auf das Geschwisterchen. Doch das gehört auch irgendwie dazu.

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  • Little girl and pregnant look in © Pavel Losevsky - www.fotolia.de

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