Grünkern, Dinkel, Emmer, Buchweizen - (fast) vergessene Getreidesorten

Mähdrescher erntet Getreidefeld

Buchweizen ist besonders nennenswert, da es kein Gluten enthält

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Getreideprodukte, die aus Grünkern, Dinkel & Co. bestehen, sind sehr gesund und sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Etliche Getreidesorten sind jedoch fast in Vergessenheit geraten.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Eher unbekannte Getreidesorten wie Grünkern, Buchweizen, Khorasan (Kamut) und Emmer kennen nur wenige Menschen. Erst seit dem Bio-Boom werden sie wieder bekannter. Dinkel hingegen ist den meisten ein Begriff und befindet sich auch in vielen Backwaren, die man täglich kauft.

Dinkel

Dinkel ist eine Getreidesorte, die zur Familie des Weizens gehört. Statt Weizenmehl kann man somit auch Dinkelmehl kaufen, welches deutlich gesünder ist. Der Anbau von Dinkel ist wesentlich aufwändiger als der Anbau von Weizen. Dies ist auch der Grund, weshalb Produkte, die Dinkel statt Weizen enthalten, ein wenig teurer sind.

Grünkern

Grünkern ist die Vorstufe des Dinkels: Wird der Dinkel zu einem bestimmten Zeitpunkt geerntet, so erhält man "Grünkern". Auf diese Getreidesorte kam man früher eher zufällig, als langanhaltende Regenfälle den Dinkel zerstörten.

Die Bauern starteten so den Versuch, den Dinkel früher als gewöhnlich zu ernten und ihn dann zu trocknen. Dies gelang glücklicherweise und man fand heraus, dass Grünkern deutlich intensiver als Dinkel schmeckt.

Emmer

Emmer ist eine eher unbekannte Getreidesorte, die sich zum Beispiel in Bio-Brot befinden kann. Das Getreide schmeckt sehr intensiv und gehört zu den ältesten Getreidesorten.

Kamut

Auch sehr unbekannt ist Kamut, ein eingetragener Name einer Getreidesorte, die es nur im biologischen Anbau gibt. Man verwendet das Getreide genauso wie Weizen oder Dinkel.

Buchweizen

Buchweizen kann man verwenden, wie normalen Weizen auch. Eigentlich ist der Buchweizen keine Getreidesorte, sondern gehört zur Familie der Knöteriche. Buchweizen wächst nur bei Wärme und Trockenheit und wird daher hauptsächlich in Asien oder Nordamerika gepflanzt.

Das Besondere an dieser Getreidesorte ist, dass Buchweizen kein Gluten enthält und daher gerne von Allergikern verwendet wird. Möchte man aus Buchweizen Backwaren herstellen, so muss man zusätzlich eine andere Getreidesorte verwenden, sonst klebt der Teig nicht.

Wer sich gesund ernähren möchte, sollte im Supermarkt einmal auf diese Getreidesorten achten. In Biosupermärkten und Reformhäusern hat man eine große Auswahl an Produkten, die mit diesen seltenen Getreidesorten hergestellt sind bzw. diese enthalten.

Grundinformationen zu Getreideprodukten

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: grüner Mähdrescher erntet ein Getreidefeld ab mit Wald © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema