So minimieren Sie die Salmonellengefahr bei Geflügel

Wird Geflügelfleisch nicht richtig gebraten, so kann man sich beim Genuss mit Salmonellen infizieren. Mit diesen lebensgefährlichen Bakterien kann man sich auch infizieren, wenn man in Kontakt mit dem Auftauwasser von gefrorenem Fleisch kommt.

Schutz vor Bakterien: Tipps zur richtigen Geflügelzubereitung

Wenn man tiefgefrorenes Geflügel kauft oder vakuumverpacktes frisches Fleisch einfriert, so muss man einige Dinge beim Auftauen, Zubereiten und Lagern beachten, um sich nicht mit Salmonellen zu infizieren. Diese Bakterien führen beim Menschen zu schweren Durchfallerkrankungen, die im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein können.

Frisches Fleisch lagern

Kauft man frisches Geflügelfleisch, so ist dies im Kühlschrank etwa drei bis fünf Tage haltbar. Vakuumverpackt können es auch einige Tage mehr sein. Hier sollte man das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten.

  • Keinesfalls sollte das rohe Fleisch zusammen mit anderen Lebensmitteln in einem Gefäß gelagert werden,

sondern immer separat eingepackt sein.

Tiefgefrorenes Fleisch auftauen

Möchte man tiefgefrorenes Geflügel wieder auftauen, so sollte man dies möglichst schonend machen. Am besten lässt man das Fleisch über mehrere Stunden im Kühlschrank auftauen. Hier sollte eine Temperatur von vier Grad herrschen. Dabei sollte man das Fleisch vor dem Auftauen aus der Verpackung nehmen, da der Auftausaft ebenfalls Salmonellenbakterien enthalten kann.

Zum Auftauen legt man das gefrorene Stück Fleisch am besten in ein Küchensieb und lässt das Auftauwasser in ein Gefäß tropfen. Zusätzlich sollte das Fleisch abgedeckt werden, damit andere Lebensmittel im Kühlschrank nicht mit den Bakterien infiziert werden können.

  • Keinesfalls sollte man die Auftauflüssigkeit zum Kochen verwenden, da sich hier die Salmonellenerreger gesammelt haben.

Ist das Fleisch komplett aufgetaut, so sollte man es abwaschen und anschließend gleich weiterverarbeiten.

Geflügelfleisch zubereiten

Auch bei der Zubereitung von Geflügelfleisch gibt es einiges zu beachten, um sich nicht mit Salmonellen zu infizieren. Generell gilt: Vor der Zubereitung Händewaschen nicht vergessen! Und auch nachdem man rohes Geflügelfleisch beim Schneiden oder Kochen berührt hat, sollte man sich unverzüglich mit Seife die Hände waschen, da sonst über die Hände die Bakterien übertragen werden können.

Im Gegensatz zu anderen Fleischsorten ist es beim Geflügel wichtig, dass es komplett durchgebraten wird.

  • Es darf also kein Fleischsaft mehr aus dem Fleisch austreten, und zudem darf es innen nicht mehr rosa oder gar rot sein.

Bei mindestens 70 Grad werden die Keime abgetötet. Wer sich nicht sicher ist, kann die Temperatur mit einem Fleischthermometer überprüfen.

In Sachen Hygiene und Besteck

Wenn man das Fleisch vor dem Kochen oder Braten kleingeschnitten hat, so gehört das Messer sofort in die Spülmaschine oder per Hand mit heißem Wasser und Spülmittel abgespült.

Benutzt man dieses Messer nach dem Fleischschneiden, um zum Beispiel Karotten zu zerkleinern, so geraten die Keime des Fleisches an das Gemüse. Werden diese anschließend nicht erhitzt sondern zum Beispiel für einen gemischten Salat verwendet, so kann man sich mit Keimen infizieren, obwohl das Fleisch vielleicht komplett durchgebraten wurde.

Also:

  • Nach der Zubereitung des Fleisches sämtliche benutzten Messer, aber auch Schneidebretter, Teller etc. reinigen und nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt bringen.

Als Schneidebretter eignen sich übrigens Glasbretter besser als Plastik- oder gar Holzbretter. Glasschneidebretter können besser gereinigt, und sämtliche Keime können dabei entfernt werden. Das fertig gebratene Fleisch sollte man keinesfalls

  • mit der zuvor benutzten Gabel oder dem Pfannenwender aus der Pfanne nehmen und/oder
  • auf das vorher benutzte Schneidebrett legen.

Hat man das Zubehör gereinigt, darf man auch die Küchenarbeitsplatte oder den Küchentisch nicht vergessen. Zu guter Letzt gilt auch nach den Reinigungsarbeiten erneut: unbedingt die Hände waschen!

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  • Uncooked meat on a barbecue © Henlisatho - www.fotolia.de

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