2. Dezember 2009
Der Schnuller tröstet viele Kinder und damit werden die Nerven der Eltern geschont. Seine beruhigende Wirkung hilft den Babys nicht nur beim Einschlafen. Aber nicht für jedes Baby ist ein Schnuller geeignet.
Manche Experten meinen, dass Schnuller hauptsächlich für Flaschenkinder geeignet wären. Bei Babys, die gestillt werden, kann es durch den Schnuller zu der so genannten Saugirritation kommen. Das bedeutet, dass sie durch den Gebrauch des Schnullers nicht mehr gut an der Brust trinken. Das muss nicht zwangsläufig so sein, aber es kann passieren. Die meisten Hebammen empfehlen deshalb kirschförmige Schnuller, die der Mutterbrust nachempfunden sind. Andere Empfehlungen gehen dahin, dem Baby nicht vor der sechsten Lebenswoche einen Schnuller anzubieten. Gerade bei den so genannten Dreimonatskoliken ist der Schnuller oft die einzige Hilfe, um das Baby zu beruhigen. Auch beim Einschlafen wird er oft gebraucht und viele Babys brauchen ihn beim Zahnen.
Schnuller haben unterschiedliche Formen und sind aus verschiedenen Materialien. Schnuller, die der Gaumenform des Babys nachempfunden sind, eignen sich besser für Flaschenkinder, denn diese Form ist ihnen schon von der Trinkflasche vertraut. Schnuller gibt es auch in unterschiedlichen Größen und diese richten sich in der Regel nach dem Alter des Babys. Bei dem Saugen produziert der Organismus des Babys Hormone und diese üben eine beruhigende Wirkung aus. In jedem Fall ist ein Schnuller besser als wenn das Kind am Daumen saugt.
Experten warnen aber auch davor, den Schnuller zu lange zu geben, denn dadurch kann sich zum Beispiel die Sprachentwicklung verzögern, weil die Zunge damit beschäftigt ist den Schnuller zu halten. Beim Essenlernen muss die Zunge die Nahrung formen und nach hinten transportieren können, auch bei diesem Lernprozess kann der Schnuller beeinträchtigen. Der Schnuller sollte auch nie zum Dauernuckeln überlassen werden. Manche Kinder mögen aber auch gar keinen Schnuller und lehnen ihn ab. Vor allem Stillkinder lehnen den Schnuller oft ab, sie müssen den Mund beim Stillen weit öffnen und wesentlich stärker saugen als bei einer Flasche. Mittlerweile gibt es Schnuller, die nicht nur in der Form der Mutterbrust nachempfunden sind, sondern die auch in der Funktion eine Vor- und Rückwärtsbewegung haben und damit dem Stillvorgang ähnlich sind.
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