18. Juni 2008
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Vorlesepaten, die Kindern, welche im Krankenhaus liegen, den Aufenthalt ein wenig angenehmer machen.
Viele Eltern kennen das - die Kleinen müssen ins Bett doch bevor sie sich damit abfinden, möchten sie noch etwas vorgelesen bekommen. Kinderbücher mit den beliebten Gute-Nacht-Geschichten gibt es zahlreich zu kaufen und die Kleinen lieben sie; viele können ohne die allabendliche Prozedur gar nicht mehr einschlafen. Zudem sollte man betonen, dass diese Variante viel geeigneter ist, als Fernsehen vor dem Schlafengehen.
Vor mehreren Jahren wurde eine Initiative gegründet, die das Vorlesen auch den Kindern ermöglichen möchte, welche nicht zu Hause sind und in ihrem vertrauten Kinderzimmer schlafen können; nämlich kleine Patienten im Krankenhaus. So gibt es mittlerweile in vielen Städten Menschen, die abends oder auch nachmittags in die Kliniken kommen, um den Kindern im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit vorzulesen oder Geschichten zu erzählen.
Die so genannten Vorlesepaten sind gern gesehene Gäste in den Krankenhäusern. Natürlich sind die Kinder nicht alleine dort; die Pflegekräfte kümmern sich so viel wie möglich um sie und auch gibt es Eltern, die sogar die Nächte an der Seite ihres Kindes verbringen. Doch gibt es auch Patienten, die nicht ständig jemanden um sich herum haben und über Heimweh klagen. Hinzu kommt natürlich die Erkrankung, medizinische Geräte, andere Gerüche - die Kleinen fühlen sich in einer nicht vertrauten Umgebung schnell ängstlich und unwohl. Mit ihrer Arbeit können die Vorlesepaten manche Kinder von dieser Situation ablenken. Sie bringen sie zum lachen, helfen ihnen beim Einschlafen oder wenden sich ihnen einfach zu, was für Viele eine sehr große Hilfe ist und den Krankenhausaufenthalt um einiges angenehmer gestaltet. Auch wird schnell ein Vertrauensverhältnis aufgebaut; manche Patienten sind dankbar, wenn sie mit den Paten über iher Ängste und Krankheit reden können.
Erfahrungsgemäß liegt die Aufenthaltsdauer der Kinder durchschnittlich bei etwa drei bis fünf Tagen, so die Vorlesepaten. Daher ist es wichtig, passende Bücher auszuwählen. Am besten geeignet sind dabei Kurzgeschichten, denn vor allem kleine Kinder können sich nicht besonders lange konzentrieren. Das Alter der Kinder spielt natürlich eine entscheidende Rolle, manchmal ist dies auch gemischt, wenn man mehreren Patienten vorliest. So muss ein Mittelweg gefunden werden, der alle Kinder zufrieden stellt.
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