14. Juni 2010
Sterilisatoren werden zum Abtöten von schädlichen Mikroorganismen verwendet. Dabei können die verschiedensten Materialien und Gegenstände sterilisiert werden.
Unter einer Sterilisierung oder Sterilisation versteht man ein Verfahren, bei dem unterschiedliche Gegenstände und Materialien von Keimen und Mikroorganismen befreit werden. Befinden sich nach dem Vorgang keine Mikroorganismen mehr auf dem Gegenstand, kann man diesen als steril bezeichnen. Im Idealfall werden bei einer Sterilisierung sämtliche enthaltenen oder anhaftenden kontaminierenden Keime und Mikrorganismen wie Bakterien, Pilze und Sporen vollständig abgetötet oder entfernt. Außerdem können auch Viren, Plasmide, Prionen und andere DNA-Fragmente dabei zerstört werden.
Grundsätzlich lassen sich sämtliche Materialien wie beispielsweise Lebensmittel, Lösungen und Pharmazeutika oder Gegenstände wie z.B. Babyflaschen oder Schnuller sowie medizinische Geräte und Verpackungen sterilisieren. Dabei muss jedoch auf die unterschiedliche Temperaturverträglichkeit der Materialien geachtet werden.
Zur Durchführung einer Sterilisation verwendet man spezielle Geräte, die als Sterilisatoren bezeichnet werden. Die Sterilisation erfolgt in der Regel durch Anwendung von hohen Temperaturen. Dabei wird unter Druck oder durch Wasserdampf eine Temperatur erzeugt, die hoch genug ist, um jegliche Keime abzutöten. Zu den gebräuchlichsten Sterilisierungsformen gehören die Heißluftsterilisation und die Dampfsterilisation. Vor allem die Dampfsterilisation wird häufig angewandt, da sie schnell und zuverlässig funktioniert. Darüber hinaus eignen sich Dampfsterilisatoren, die auch als Autoklaven bezeichnet werden, für sämtliche Materialien und Gegenstände, die eine Temperatur von 121 bis 134 Grad Celsius vertragen. Dazu gehören u.a. Gummiartikel aller Art, Leinen, Keramik, Glas und Metall sowie kochtemperaturbeständiger Kunststoff. Die benötigte Einwirkzeit liegt bei fünf Minuten, wenn eine Temperatur von 134 Grad Celsius erreicht wird oder bei fünfzehn Minuten, wenn eine Temperatur von 121 Grad vorherrscht.
Die zweite Variante ist die Heißluftsterilisation. Diese erfordert jedoch höhere Temperaturen von mindestens 180 Grad Celsius, da bestimmte Bakterien und Sporen resistenter gegen trockene Hitze sind. Aufgrund dieser hohen Temperaturen, sind nur Materialien und Gegenstände für eine Heißluftsterilisation geeignet, die Temperaturwerte bis zu 200 Grad Celsius vertragen. Dies sind Metall, Keramik, Glas sowie hochschmelzende Kunststoffe wie z.B. Teflon. Wärmeempfindliche Materialien sind für diese Form der Sterilisation nicht geeignet.
Eine weitere Möglichkeit ist die Strahlensterilisation, bei der ionisierende Strahlung wie Röntgen-, Gamma- oder UV-Strahlung verwendet wird. Mit diesen Strahlen werden vor allem wärmeempfindliche Materialien und medizinische Geräte sterilisiert.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
02.02.12 | |
![]() | STERILISATOREN |
15.04.11 | |
![]() | STERILISATOREN |
29.01.11 | |
![]() | STERILISATOREN |
07.12.10 | |
![]() | STERILISATOREN |
19.10.10 | |
![]() | STERILISATOREN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Sterilisatoren Forum


Der Band gliedert sich in die Sachgebiete Biologische Systeme für die Prüfung von Sterilisatoren und Sterilisati...