Herkunft, Herstellung und Sorten von Salami und Cervelatwurst

Fein geschnittene italienische Antipasti auf Holzbrett, Salami und Schinken

Salami und Cervelatwurst ähneln sich; letztere ist jedoch deutlich feiner - Rind und Schwein gehören zu den dafür am häufigsten verwendeten Fleischsorten

Salami zählt wohl zu den beliebtesten Wurstsorten der Deutschen. Was darin enthalten ist und woher eine weitere beliebte Aufschnittwurst, die Cervelatwurst, kommt, erfahren Sie im Folgenden.

Salami

Salami ist in sehr vielen unterschiedlichen Sorten erhältlich. Sie zählt zu den beliebtesten Wurstsorten. Die meisten Salamis enthalten heutzutage bei uns Rind- und/oder Schweinefleisch.

Früher jedoch wurde die Salami aus Maultierfleisch oder Eselfleisch hergestellt. Es gibt aber inzwischen auch Salamisorten, die Wild- oder Geflügelfleisch beinhalten.

In der Salami ist mehr Vitamin C enthalten als im Apfel

Besonders jetzt zur kalten Jahreszeit will man einer möglichen Erkältung auch mit viel Vitamin C vorbeugen. Dabei bieten sich natürlich die Äpfel an, die auch viel Vitamin C enthalten. Zudem wird dabei nicht nur das Immunsystem gestärkt, sondern auch Schäden an Zellen verhindert.

Aber wie die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern, Daniela Krehl, erklärt, gibt es noch ein Lebensmittel, was den Apfel beim Vitamin-C-Gehalt übertrifft, nämlich die Salami. In dieser fetten Wurst sind bei 100 Gramm zwischen 30 und 50 Milligramm Vitamin C enthalten, in der vergleichbaren Menge beim Apfel aber nur 12 Milligramm. Dies stammt aber aus der zugesetzten Ascorbinsäure, die die Wurst konservieren soll, so dass sie nicht grau wird.

Doch im Apfel sind nicht nur Vitamin C enthalten, sondern zusätzlich noch Pflanzenstoffe, die das Immunsystem positiv beeinflussen und sich auch auf eine gute Verdauung auswirken.

Zudem hat ein Apfel weniger Kalorien als die fette Salami.

Herstellung

Von jeder Fleischsorte wird Muskelfleisch benötigt, um eine Salami herstellen zu können. Dieses wird zerkleinert, mit Fett vermischt und mit Gewürzen verfeinert.

Die breiige Masse füllt der Metzger dann in Därme und lässt die Wurst je nach Sorte bis zu mehrere Wochen lang reifen. Durch diesen langen Reifeprozess verliert die Salami sehr viel Feuchtigkeit, was sie anschließend lange haltbar macht.

Die typische Salami hat einen weißen Schimmelbelag, es gibt aber auch Salami mit Pfefferkruste oder verschieden geräucherte Salamis.

Sorten

In Italien unterscheidet man unglaubliche 40 Sorten der beliebten Wurst. Die Sorten unterscheiden sich dadurch, dass

  • die eine mehr, die andere weniger geräuchert wurde
  • unterschiedliche Gewürze enthalten sind oder
  • mehr oder weniger Rind- bzw. Schweinefleisch enthalten ist.

Besonders im südlichen Italien wird gerne eine scharfe Salami hergestellt und gegessen. Die meisten italienischen Salamis sind luftgetrocknet, im Gegensatz zu den deutschen, die häufig geräuchert sind. Bekannte italienische Salamisorten sind die Salami Felino und die Salami Milano.

Herkunft

Wer die Salami erfunden hat, ist nicht eindeutig geklärt. Da es in Italien so viele unterschiedliche Salamisorten gibt, würde man zuerst auf die Italiener tippen. Sicher ist in jedem Fall, dass die Salami eine Wurstsorte ist, die es schon seit langer Zeit gibt und die früher und heute gleichermaßen beliebt war bzw. ist.

Cervelatwurst

Ähnlich wie die Salami sieht auch die Cervelatwurst aus. Der Begriff leitet sich von dem Wort für "Hirn" ab, da diese Wurstsorte früher aus tierischem Hirn hergestellt wurde. Heutzutage werden das Muskelfleisch und der Speck von Rind und Schwein verwendet.

Herstellung

Im Gegensatz zur Salami wird die Cervelatwurst sehr fein zerkleinert und anschließend mit Gewürzen wie Pfeffer oder Kardamom verfeinert. Meist ist auch ein Schuss Alkohol wie z.B. Cognac enthalten.

Sobald die Fleischmasse gewürzt ist, füllt der Metzger sie in Kunstdärme und räuchert sie einen Tag lang kalt. Anschließend reift die Wurst noch einige Tage weiter, ehe sie verzehrfertig ist. Cervelatwurst ist ähnlich lange haltbar wie die Salami und zählt ebenfalls zu den Rohwurstsorten.

Sorten

Die Cervelatwurst gibt es in mehreren Sorten, unter anderem mit Putenfleisch statt mit Rind oder Schwein. Und wer auf seine schlanke Linie achten möchte, kann eine fettreduzierte Cervelatwurst kaufen.

Häufig wird die Cervelatwurst mit der Schweizer Cervelat verwechselt, die jedoch eine Brühwurst ist und Ähnlichkeit mit einer Bockwurst hat. Die Schweizer Wurst gibt es Aufzeichnungen zufolge seit dem Jahr 1891.

Grundinformationen und Hinweise zu Wurst

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Affettati misti serviti sul tagliere di legno © vpardi - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Assorted meat products including ham and sausages © monticellllo - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Collage Wurst © Barbara Pheby - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: sausages in a grill © volff - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: oberbayerische brotzeitplatte © Helmut Niklas - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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