Funktionsprinzip der Notstromaggregate bei Stromausfall im Krankenhaus

In einem Krankenhaus kann ein Stromausfall fatale Folgen für die Patienten haben. Daher verfügen deutsche Kliniken über ein Notstromaggregat.

Besteht aus einem Antriebsaggregat sowie einem Generator für die Stromerzeugung

Auch Krankenhäuser bleiben von Stromausfällen nicht verschont. Ein solcher Blackout kann jedoch unter Umständen schlimme Folgen für die Patienten haben, da wichtige medizinische Geräte ständig Strom benötigen.

Dies gilt besonders für die Intensivstation, auf der zum Beispiel lebensnotwendige Beatmungsgeräte in Betrieb sind, oder für den Operationssaal. Damit die medizinische Versorgung trotz eines Stromausfalls auch weiterhin funktioniert, sind Krankenhäuser mit einem speziellen Notstromaggregat, auch Notstromgenerator oder Stromerzeugungsaggregat genannt, ausgestattet.

Notstromaggregat

Bei einem Notstromaggregat handelt es sich um eine Einrichtung zur Erzeugung von Strom aus vorhandenen Ressourcen, die vom herkömmlichen Stromnetz unabhängig ist. So ist ein Notstromaggregat in der Lage, auch bei einem Ausfall des öffentlichen Stromnetzes zu arbeiten und die Stromversorgung sicherzustellen.

Einsatzgebiete

Zum Einsatz kommen Notstromaggregate in lebenswichtigen Einrichtungen wie zum Beispiel

  • Krankenhäusern oder
  • chemischen Anlagen.

Aber auch

  • Kernkraftwerke
  • Wasserwerke
  • Telekommunikationsunternehmen
  • Gaswerke oder
  • sicherheitsrelevante Systeme

verfügen über ein Notstromaggregat.

Merkmale

Zusammengesetzt wird ein Notstromaggregat in der Regel aus

  • einem Antriebsaggregat wie einem Benzin- oder Dieselmotor sowie
  • einem Generator zum Erzeugen von Strom.

Ein Notstromgenerator kann sowohl stationär als auch mobil sein. Bei der Größe und der Leistungskraft von Stromerzeugungsaggregaten gibt es allerdings erhebliche Unterschiede. So reichen die autarken Stromversorger von tragbaren Kleingeräten bis hin zu großen Einheiten, die fest installiert sind und über eine Leistungskapazität von mehreren tausend kVA verfügen.

In Krankenhäusern kommen stationäre Einheiten zur Anwendung. Wichtig ist, dass diese im Notfall rasch und zuverlässig anspringen. Da das Hochfahren der Aggregate unter Belastung nicht möglich ist, wird eine batteriegepufferte und unterbrechungsfreie Stromversorgung zur Kompensation von kurzen Ausfällen, zum Anlassen des Aggregates sowie zur Speisung der Notbeleuchtung benötigt.

Notstromaggregate, die in Krankenhäusern zum Einsatz kommen, haben genügend Leistungskraft, um im Notfall eine Kleinstadt mit 40.000 Einwohnern einige Tage lang zu versorgen. In Deutschland dauern Stromausfälle in der Regel jedoch nicht länger als ein paar Stunden.

So reicht die Kapazität problemlos aus, um wichtige Krankenhausgeräte wie

bei einem Stromausfall in Betrieb zu halten. Kommt es zu einem Blackout, schaltet sich der Notstromgenerator automatisch innerhalb von Sekundenbruchteilen ins Stromnetz des Krankenhauses ein und hält die Stromversorgung in der Klinik aufrecht.

Energiequellen

Größere Notstromaggregate, wie sie in Krankenhäusern zum Einsatz kommen, betreibt man in der Regel mit einem Dieselmotor. Das Starten des Stromerzeugungsaggregates erfolgt entweder durch Druckluft, Seilzug oder einen elektrischen Anlasser. Für diesen muss allerdings eine Batterie vorhanden sein. Als Generator findet zumeist eine Drehstrom-Synchronmaschine Verwendung.

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  • monitoring in operation room © beerkoff - www.fotolia.de

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