MaxiBeitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied
Hallo,
kann mir einer sagen, wie lange es ungefähr braucht, bis die gesundheitsschädlichen Dämpfe aus einem Heizungslack verschwunden sind?
Ich bin in der 10 Woche schwanger und im Büro wurden u.a. die Heizkörper lackiert. Es stinkt fürchterlich.
Nach spätestens 48 Stunden sollte der Lack so ausgehärtet sein, das da nichts mehr "dampft".
MaxiBeitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied
Vielen Dank für die Antwort!
Ich kenne mich mit Gift- und Farbstoffen leider nicht aus (bin eine Schreibtischtäterin), aber mich interessiert sehr: Was riecht denn dann noch so lange nach Lack? Einfach nur die Farbe? Nix Schlimmes? Es roch besonders stark, nachdem der Heizkörper aufgedreht war. Und zwei Tage waren da eigentlich schon vergangen.
Das sind die Lösungsmittel, die sich verflüchtigen. Das kann mitunter schon eine Weile dauern. Gerade wenn der Heizkörper warm wird, kann es dann nochmal verstärkt zu Geruchsbildung kommen. Wobei aber wirkliche Giftstoffe da heutzutage kaum noch drin sind. Öfters mal lüften und dann geht das schon.
MaxiBeitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied
Hallo,
riecht Heizungslack tatsächlich soooo lange? Mittlerweile sind zwei Wochen rum und es stinkt noch immer, wenn der Heizkörper aufgedreht ist.
Ist jetzt wirklich nichts Schädliches mehr in dem Geruch?
Mache mir große Sorgen wegen meiner Schwangerschaft. Aber ich kann mich ja nicht 6 Wochen krank schreiben lassen, wegen einer lackierten Heizung.
Wir lüften viel und drehen den Heizkörper voll auf, wenn wir in der Firma sind. Habe schon Teebeutel und Kaffeepulver ausgelegt, weil das angeblich den Geruch aufnehmen soll.
Danke für Eure Hilfe.
Hi Maxi,
2 Wochen sind wirklich schon eine ganze Weile. Aber wie schon gesagt, gesundheitsschädliches sollte da nicht (mehr) bei sein. Wobei das schon fast eine Beschwerde wert wäre, das man 2 Wochen diesen Gestank aushalten muss.
SteveBeitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied
Hallo Maxi,
beim Einsatz von Alkydharzlacken (egal ob rein lösemittelhaltig oder als wässrige Emulsion) kommt es während des Trocknungsprozesses zu Spaltprodukten. Alkydharzlacke enthalten aufgrund gewisser Eigenschaften Fettsäuren bzw. Öle (z.B. Leinöl, Sojaöl). Diese Fettsäuren/Öle reagieren während der Trocknungsphase mit dem Luftsauerstoff und bilden als Spaltprodukt Hexanal. Hexanal ist ein Naturstoff und entsteht u.a. auch beim Überhitzen von Speiseölen in der Bratpfanne oder ist Bestandteil des Apfelaromas. In hohen Dosen kann Hexanal Augen und Haut reizen, was allerdinggs in Deinem Fall durch Lüften vermieden werden kann. Eine Verkürzung des Geruchs kann bei Heizkörperlacken durch Hochfahren der Temperatur erreicht werden. Darüber hinaus enthalten lösemittelhaltige Alkydharzlacke natürlich noch Lösemittel, i.d.R. aromatenfreie. Diese machen sich sicherlich in den ersten 2 Tagen auch geruchlich bemerkbar, sind dann aber verflogen. Der danach wahrnehmbare Geruch ist, wie o.g. das Hexanal, welches geruchlich nach max. 14 Tagen nicht mehr spürbar sein sollte. Selbst bei den sog. Ökolacken, welche z.B. auf Basis von reinem Leinöl basiren, kommt es während der Trocknungsphase zu dieser Hexanalabspaltung und Geruchsbildung.
Ich hoffe Dir ein wenig geholfen zu haben.
Grüsse
Steve
SchmoddrBeitrag von einem Gast oder ehemaligen Mitglied
Evtl habe ich auch ein Heizungsproblem: Ich wohne seit einem halben Jahr in einer Jugendstilwohnung und fühle mich ungefähr seit Oktober, also mit Beginn der Heizperiode ständig krank und schwindelig, habe gerötete Augen und einen gereizten Hals. Allergien sind mir nicht bekannt, bzw bisher nicht aufgetreten. Schimmel ist kein Thema, auch ist die Wohnung nicht besonders verstaubt. Aber der Heizkörper riecht nach Lack wenn er warm wird, er wurde aber in den letzten fünf bis zehn Jahren nicht lackiert, wie ich erfahren konnte. Können da trotzdem noch Giftstoffe verdampfen? Ich weiss ja nicht, was man früher, sollte der lack beträchtlich älter sein, so verwendet hat.
Gruß Martin
Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
Gruß Robinson
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