29. Juli 2009
In Deutschland leiden etwa 10 bis 20 Prozent der Menschen permanent oder öfters an Ohrgeräuschen, wie Rauschen, Summen, oder Pfeifen. Dieses Leiden bezeichnet man auch als Tinnitus. Aber, wenn man plötzlich ungewöhnliche Ohrgeräusche spürt, so sollte man sofort einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) aufsuchen, denn wenn es sich um eine akute Erkrankung handelt, so ist eine rechtzeitige Behandlung wichtig und die Heilungschancen sind höher.
Chronische Erkrankungen sind weitaus schwieriger in den Griff zu bekommen, wie auch Frau Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin des TÜV Rheinland, betont. Die Ohrgeräusche können mehrere Ursachen haben, wobei eine Mittelohrentzündung meistens vorliegt, aber auch ein Hörsturz kann zu den Ohrgeräuschen führen. Zudem sind Probleme an der Halswirbelsäule oder im Kiefer-Nacken-Bereich auch oftmals der Auslöser für Tinnitus. Erhöhte Lärmbelästigung ist ebenfalls ein Risikofaktor, aber dem kann man am Arbeitsplatz durch entsprechenden Schutz vorbeugen.
Bei einem akuten Tinnitus wird mit durchblutungsfördernden Mitteln, über Infusion, behandelt. Sollte dies nicht mehr helfen, so muss der Patient lernen mit diesen Beschwerden zu leben, was über eine Therapie möglich ist.
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