24. Januar 2005
Wer an einem grauen Star leidet, soll die Operation nicht möglichst weit hinaus zögern. Früher hieß es, ein grauer Star müsse „reifen“. „Das stimmt so nicht mehr“, sagt Prof. Dr. Andreas Scheider, Leitender Arzt der Augenklinik am Klinikum Essen Süd, in der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau.
Wenn Beschwerden wie schlechtes Dämmerungssehen oder starke Blendempfindlichkeit sehr stören, spricht nichts gegen eine frühe Operation. Nicht selten ist der graue Star, bei der die Linse undurchsichtig wird, mit einem grünen Star kombiniert, der schmerzhaft ist und auf einem überhöhten Druck im Auge beruht. Wird in diesem Fall der graue Star durch Linsenaustausch operiert, bessert sich sehr häufig auch der Augeninnendruck. Daran sollen Patienten denken, wenn sie von beiden Leiden betroffen sind.
Erkranken beide Augen am grauen Star, so setzen Augenärzte heute auch Ersatzlinsen mit unterschiedlichen Dioptrienzahlen ein. Das Ziel: Ein Auge sieht besser in der Nähe, das andere besser in der Ferne. Die Patienten können dadurch häufig im Alltag sogar auf eine Brille verzichten.
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