Hallux varus - Ursachen, Symptome und Behandlung

In den meisten Fällen entsteht der Hallux varus durch eine OP zur Korrektur des Hallux valgus

Unter einem Hallux varus versteht man eine Abweichung der großen Zehe im Großzehengrundgelenk. Dabei zeigt der Zeh nach innen.

Nahaufnahme Frauenhand an Zeh, Wunde

Bei einem Hallux varus (Spreizzehe) handelt es sich um eine Deformität, die nur sehr selten auftritt. Sie gilt als Gegenstück zum Hallux valgus.

Ursachen

Ein Hallux varus wird in den meisten Fällen durch einen operativen Eingriff zur Korrektur eines Hallux valgus verursacht. Erfolgt während einer Operation

  • eine übermäßige Korrektur der Weichteile
  • eine übermäßige Resektion der Pseudoexostose

oder

besteht die Gefahr, dass dies zur Entstehung eines Hallux varus führt. Die Fehlstellung kann sich bereits kurz nach der Operation zeigen, aber auch erst im Laufe der Zeit entwickeln. Oftmals wird die sie beim Gehen durch eine Belastung des Fußaußenrands begünstigt.

Eine Varusfehlstellung tritt oftmals bei Menschen im mittleren Lebensalter auf, die häufig barfuß laufen. Mitunter können auch

  • Unfälle, die zu Verletzungen führen,

einen Hallux varus hervorrufen. Ist eine Varusfehlstellung angeboren, was jedoch nur selten der Fall ist, bezeichnet man dies als Hallux varus congenitus. Manchmal wird ein Hallux varus auch durch

verursacht.

Symptome

Typische Symptome bei einem Hallux varus sind

Diese werden durch die Achsenabweichung der Zehe hervorgerufen. Außerdem

  • verbreitert sich der Vorfuß im Schuh.

Darüber hinaus kommt es auch häufig zu

Behandlung

Besteht lediglich eine Varusstellung von 10 Grad, führt dies nicht zu einer Beeinträchtigung des Fußes, sodass eine medizinische Behandlung normalerweise nicht erforderlich ist. Größere Fehlstellungen, die redressierbar sind, gleicht man mithilfe von geeigneten Schuhen wieder aus.

Im Falle von ausgeprägten Deformitäten nimmt man zunächst

  • eine manualtherapeutische Behandlung

vor, um die medialseitigen Weichteile zu dehnen. Außerdem erfolgt gleichzeitig

  • eine Traktionstherapie.

Danach erhält der Patient

Operation

Führt die konservative Therapie nicht zur erwünschten Besserung, muss ein operativer Eingriff erfolgen. Dabei werden

  • die medialen Kapselanteile verlängert und
  • die lateralen Anteile gerafft.

Des Weiteren ist es oftmals erforderlich,

  • einen Teil der Großzehenstrecksehne auf das Grundglied zu verlagern,

um eine laterale Zügelung der großen Zehe zu ermöglichen. Im Falle von schweren Deformitäten kann auch

nötig sein, bei der das Gelenk versteift wird.

Nachsorge

Sowohl bei einer konservativen als auch bei einer operativen Therapie muss die große Zehe konsequent für mehrere Monate gezügelt werden, damit die Behandlung Wirkung zeigt. Außerdem sind nach einer Operation regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen bei einem Facharzt erforderlich.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: wunde © Dron - www.fotolia.de

Autor

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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