15. Juli 2011
Myles Brown arbeitet im Dana-Farber-Cancer-Institute in den USA. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Cancer Cell" berichtet er von einer neuen Therapie für 10 Prozent der Brustkrebspatientinnen.
Bei diesen 10 Prozent wächst der Tumor nicht unter Östrogen-Einfluss, sondern unter Androgen-Einfluss. Androgen ist das männliche Sexualhormon, Östrogen das weibliche. Bei Brustkrebstumoren gibt es zwei Wachstumswege: HER2 oder WNT.
HER2-Rezeptoren nehmen das Androgen auf. Wenn man diese Rezeptoren blockiert, kann der Tumor, der auf Androgen anspricht, nicht mehr wachsen. Das hat Brown im Versuch mit Mäusen nachweisen können.
Für Brustkrebspatientinnen, die etwa auf das Medikament Tamoxifen nicht reagieren, gibt es neue Hoffnung.
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