28. Mai 2009
Ihr Sessel muss ganz dringend neu bezogen werden, Sie möchten aber nicht die kostspieligen Dienste einer professionellen Polsterwerkstatt in Anspruch nehmen? Wenn Sie Ihren Sessel selbst neu beziehen möchten, dann haben Sie eine aufwändige und knifflige Arbeit vor sich. Hier haben wir einige gute Tipps für Sie, die zum Gelingen beitragen.
Über den Erfolg eines Neubeszugs Ihres Sessels entscheiden Sie schon bei der Auswahl des Bezugsstoffs. Achten Sie hier auf gute Qualität und darauf, einen möglichst festen, strapazierfähigen und dicken Stoff zu wählen. Zwar ist ein dicker Stoff etwas schwieriger zu verarbeiten, er verzeiht aber auch so manchen Fehler und bringt die darunter liegenden Polster in eine optimale Form, fast wie ein Korsett.
Bevor Sie mit dem Neubezug beginnen, lösen Sie erst vorsichtig den bisherigen Bezugsstoff vom Sessel. Je besser Ihnen das gelingt, desto zuverlässiger können Sie die alten Stoffe als Zuschnittmuster für Ihren neuen Stoff verwenden. Anhand der alten Muster können Sie auch genau sehen, wie viel Stoff Sie tatsächlich benötigen werden. Geben Sie beim Einkauf aber vorsichtshalber 10 bis 20 Prozent für Verschnitt zu.
Sind diese noch in Ordnung, oder möglicherweise auch schon durchgesessen? Dann sollten Sie die Gelegenheit nutzen, in einem Arbeitsgang nicht nur Deckstoff, sondern auch Polster zu erneuern. Gute Sitzpolster verkauft Ihnen der Fachmann auch dann, wenn Sie ihm den Auftrag zur Restauration nicht erteilen. Wenn Sie nun Ihr Material und das notwendige Werkzeug besorgt haben, kann die eigentliche Arbeit beginnen.
Schneiden Sie den Stoff vorsichtig zu und geben Sie etwa einen Zentimeter für den Saum dazu. Legen Sie den Stoff vorsichtig über das Polster und beginnen sie an einem hinteren Ende mit dem Feststecken oder Tackern. Ab jetzt wird diagonal gearbeitet. Tackern Sie den Stoff erst an 4 Eckpunkten fest, und arbeiten Sie sich dann langsam in die Mitte vor, so dass er während des ganzen Arbeitsganges gleichmäßig gespannt bleibt. Beginnen Sie bei der Sitzfläche und bearbeiten Sie als nächstes die Rückenfläche. Die Armlehnen und mögliche Zubehörteile kommen am Schluss an die Reihe. Verfügt der Sessel nun noch über ein abziehbares Rücken- oder Dekokissen, so müssen Sie nur noch dafür den Bezug nähen, schon ist der Sessel fertig und erstrahlt in neuem Glanz.
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