7. Dezember 2009
Von Viola Reinhardt
Nur selten hat man den Vorzug auf 200qm zu wohnen und oft ist ein Raum oder gar auch mehrere Räume in der Wohnung so klein, dass man nicht allzu viele Möglichkeiten in der Gestaltung hat. Allerdings gibt es einige Tricks, die auch aus dem kleinsten Raum ein behagliches Zimmer werden lassen, das zudem auch noch optisch größer wirkt und somit dem Faktor Wohlfühlen deutlich Vorschub leisten kann.
Grundsatz Nummer Eins in Sachen Innenraumgestaltung lautet, dass, je kleiner der Raum, desto weniger an Möbel darin zu finden sein sollten. Gerade ein Vollstellen erdrückt einen und wird sich auch optisch nicht gerade auf den Raum positiv auswirken. Cleverness ist also bei der Einrichtung eines kleinen Zimmers gefragt, die in erster Linie funktionelle Möbel beinhaltet und sich zudem auf die Farben an den Wänden bezieht. Je kleiner ein Zimmer, desto heller sollte man die Wandfarbe wählen. Auch helle Möbel und Gardinen vermitteln mehr "Raum und Luft" und auf ein Überladen mit bunten Accessoires zu verzichten unterstreicht zudem die luftige Optik des Zimmers.
Klare Möbelformen vermitteln Ruhe und sollten deshalb bevorzugt werden, zumal ausladende Formen nicht nur erdrücken, sondern gleichzeitig auch noch viel wertvollen Platz wegnehmen. Eine hohe Flexibilität erzielt man zusätzlich, wenn man unter kleinere Schränke, Tische oder andere Kleinmöbel Rollen anbaut. So kann man nach Bedarf ruck zuck mehr Platz schaffen und hat zudem die Möglichkeit auch immer wieder einmal leicht umzustellen. Funktionsmöbel, wie etwa Stühle und Tische die man klappen kann, ermöglichen beispielsweise gerade in der Küche, dass man mehr Platz bekommt und dadurch auch eine Bewegungsfreiheit, die besonders beim Kochen bekanntermaßen nicht das Schlechteste ist.
Spiegel erweitern selbst den kleinsten Raum auf eine fast doppelte optische Größe. Besonders praktisch und variabel zeigen sich hierbei Spiegel-Kacheln, die man dicht an dicht in jeden kleinen Raum oder auch einen sehr schmalen Flur setzen kann. Mit einem passenden warmen Licht bestrahlt, wirkt ein Raum plötzlich nicht nur freundlicher, sondern auch heller und weiter. Ein kleiner Tipp für Bastler: Sich ein altes Sprossenfenster zu besorgen und das Glas gegen solche Spiegel auszutauschen, lässt gleich noch das besondere Extra in der Wohnung auftauchen.
Zu guter Letzt noch ein Wort zu Pflanzen. Mag der Benjamini oder der Gummibaum auch noch so klasse aussehen, zeigt sich an diesen Pflanzen nicht nur die Tatsache, dass sie viel Raum einnehmen, sondern optisch auch die Größe des selbigen drücken. Sinnvoller ist es hier auf Pflanzen wie etwa Papyrusgras, Frauenhaarfarn oder Grünlilie zurückzugreifen, die optisch viel her machen, aber flachwüchsig bleiben und somit optische Highlights in einem kleinen Raum setzen ohne viel Platz einzunehmen.
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