23. Oktober 2007
Umweltgifte, die zum Teil schon seit einem viertel Jahrhundert verboten sind, überdauern vor allem in älteren Häusern hartnäckig bis heute. Das Umweltbundesamt und das Robert-Koch-Institut fanden auf der Suche nach bekannten Schadstoffen bei knapp 1800 deutschen Kindern sogar noch Substanzen, denen diese aufgrund ihres jungen Lebens gar nicht hätten begegnen dürfen, berichtet die Apotheken Umschau.
Dazu gehörten etwa das alte, verbotene Schädlingsbekämpfungsmittel DDT ebenso wie sogenannte polychlorierte Biphenyle (PCB). Diese sind wegen ihrer krebserregenden Eigenschaft seit gut 30 Jahren nicht mehr im Gebrauch. Auch Asbest und giftige Holzschutzmittel finden sich bis heute in Wohnräumen. „Die Belastung durch Chemikalien ist in Innenräumen teilweise höher als draußen“, bestätigt Patricia Cameron vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).
Ob und in welchem Umfang sie allerdings auch krank machen, ist bis heute im Einzelfall schwer nachzuweisen. Der „natürliche“ Umweltschadstoff Schimmelpilz bildet da mit seinem gesicherten hohen Allergierisiko eine Ausnahme. Regelmäßiges Lüften kann Schimmelbildung verhindern – und senkt auch die Konzentration der anderen unerwünschten Chemikalien in der Raumluft. Andere Atemgifte ließen sich von vornherein vermeiden: zum Beispiel die Bestandteile des Zigarettenrauchs.
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