23. Juni 2009
Sind Sie gerade dabei, Ihre Böden zu erneuern oder eine Wohnung oder ein Haus zu renovieren? Dann haben Sie sich sicher schon gefragt, ob Sie eine Fußbodenheizung einbauen sollen oder nicht. Dafür gibt es viele gute Argumente, aber leider auch einige Gegenargumente. Die wichtigsten haben wir hier für Sie zusammen gestellt.
Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Fußbodenheizung die generelle Heizung der Immobilie darstellen soll, oder ob sie nur als Zusatzheizung verwendet wird. Wird sie als alleinige Heizung betrieben, so muss der ganze Wohnbereich mit ihr ausgestattet werden. Eine gute Gelegenheit bietet sich dafür bei einer Grundrenovierung oder einem kompletten Umbau. Besonders in Altbauten sind die vorhandenen Heizkörper meist nur spartanisch angelegt, so dass die Räume häufig nicht richtig warm werden. Da alte Heizkörper ohnehin ersetzt werden müssen, können Sie die Gelegenheit auch gleich nutzen, und komplett auf Fußbodenheizung umstellen. Unterm Strich wird dies nicht viel mehr kosten, als eine vorhandene Heizungsanlage komplett zu sanieren. Beziehen Sie auch das Alter und den Zustand Ihres Brenners im Heizraum in die Entscheidung mit ein; er ist ein häufig vernachlässigter Faktor, der aber bei einer Erneuerung die meisten Kosten verursacht.
Eine Fußbodenheizung bietet enorme optische Vorteile. Wie das? Ganz einfach: Sie sehen sie nicht! Die Heizkörper sind nicht mehr vorhanden, können also auch nicht mehr verstauben. Zudem wird die Wärme gleichmäßig im ganzen Raum abgegeben, und nicht mehr nur punktuell.
Doch auch wenn Sie nur einzelne Räume renovieren kann es sinnvoll sein, eine Fußbodenheizung zu integrieren. Planen Sie eine Renovierung nach und nach, so bietet es sich an, die Leitungen im Fußboden schon einmal zu verlegen, um die Heizung dann später einfach in Betrieb nehmen zu können. In anderen Räumen wiederum stellt eine Fußbodenheizung einfach einen zusätzlichen Luxus dar. Speziell in Badezimmern oder Küchen werden ihre Vorteile sehr angenehm auffallen, da doch im Winter viel Kälte vom ansonsten kalten Fliesenboden aufsteigt. Eine Fußbodenheizung verhindert dies, auch wenn man den Raum mit ihr zum Beispiel nicht voll heizt, sondern nur den Boden leicht anwärmt.
Die Fußbodenheizung ist in ihrer Anschaffung vergleichsweise kostspielig. Auch die empfindliche Elektronik ist häufig störanfällig und kann größere Wartungs- und Reparaturkosten nach sich ziehen. Der Einbau einer Fußbodenheizung ist immer mit der Erneuerung des Fußbodenbelags verbunden, und daher nur mit einem gewissen Aufwand und Schmutzaufkommen zu realisieren.
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