25. September 2009
Gerade der Esstisch ist ein Gebrauchsmöbelstück und wird täglich mehrfach intensiv genutzt. So bleibt es nicht aus, dass er auch einigen Beanspruchungen ausgesetzt ist und Abnutzungserscheinungen aufweist. Ein Esstisch aus Holz "lebt" mit seinen Bewohnern. Jedoch kommt es auf das eigene Empfinden an, welches Maß an Schrammen, Macken und Flecken als normal oder zumutbar empfunden werden.
Die hässlichsten Flecken entstehen durch Schüsseln, Tassen oder Teller, an deren Unterseite sich Wasser oder sonstige Flüssigkeiten gesammelt haben. Ein verschüttetes Glas zum Beispiel, an dessen Fuß die verschüttete Flüssigkeit festtrocknet. Es dauert nicht lange, bis auf dem Holztisch so hässliche Flecken und Ränder zurückbleiben. Häufig bemerkt man sie erst später beim Abräumen. Nicht selten gehen diese Flecken sogar durch die Tischdecke, denn Feuchtigkeit ist einer der größten Feinde des Holzes.
Wie können Sie diese Ränder wieder entfernen? Das ist gar nicht so einfach und gelingt auch nicht immer vollständig. Am einfachsten jedoch ist es, wenn die Ränder durch klares Wasser entstanden sind. Dann ist zwar das Holz aufgequollen, es konnten sich jedoch keine Fremdstoffe oder Farbpigmente im Holz festsetzen.
Ganz wichtig: Behandeln Sie solche Flecken und Ränder nie, wenn sie noch feucht sind. Reiben Sie keinesfalls auf feuchtem Holz herum. Stattdessen können Sie mit Krepptüchern oder feinen Stofftüchern versuchen, dem Holz die Feuchtigkeit zu entziehen. Dazu legen Sie die Tücher einfach auf den Fleck auf und drücken sie vorsichtig an. Ein Teil der Flüssigkeit kann so schneller aus den Holzfasern gesaugt werden.
Warten Sie dann, bis der Fleck oder der Rand komplett abgetrocknet sind. Dann können Sie ihn mit einem speziellen Holzpflegemittel vorsichtig behandeln. Achten Sie bei der Auswahl des Mittels darauf, dass es für die bestimmte Holzart Ihres Tisches auch geeignet ist. Verwenden Sie ein Mittel, das möglichst wenig Lösungsstoffe enthält. Im Idealfall erzielen Sie durch die Holzpflege, dass die spröden und aufgetriebenen Fasern wieder etwas von ihrer Elastizität zurück bekommen und ihre optische Struktur wieder glatter wird. Ist der Tisch nicht lackiert, so können Sie verbliebene raue Stellen nach ein paar Tagen vorsichtig mit dem Schleifpapier bearbeiten. Bei einzelnen Flecken können Sie so durchaus Erfolge erzielen.
Ist Ihr Tisch dagegen schon viele Jahre alt und weist sehr starke Abnutzungsspuren auf, so werden Sie mit dieser sanften Behandlungsmethode nur wenig Erfolg haben. Hier ist es sinnvoller, die Tischplatte von einem Fachmann einige Millimeter weit abschleifen zu lassen und sie neu zu versiegeln.
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