Moderatoren, die im Fernsehen oder Hörfunk arbeiten, sind in der Regel ausgebildete Redakteure oder Journalisten. Den Ausbildungsberuf zum Moderator gibt es hingegen nicht. Um als Moderator zu arbeiten, setzen die meisten Sender ein Studium oder Volontariat voraus, oft noch wichtiger ist allerdings praktische Erfahrung.
Der Weg zum Moderator führt meist über viele Stationen. Wer früh beginnt, Erfahrungen zu sammeln, hat später die besten Aussichten. Ein Einstieg in die Moderatorentätigkeit kann z.B. beim Bürgerfunk oder beim Schul- bzw. Uniradio erfolgen. Hier kann man nicht nur eigene Erfahrungen sammeln, sondern auch andere auf sich aufmerksam machen und damit die Chancen auf einen Volontariatsplatz erhöhen. Wenn sich die Möglichkeit bietet, an einem Workshop teilzunehmen, in dem man Einblicke in Theorie und Praxis erhält, sollte man diese annehmen. Eine Teilnahmebescheinigung kann bei einer späteren Bewerbung von Vorteil sein.
Erst nachdem Erfahrungen im Medienbereich gesammelt wurden, sollte man sich um einen Studienplatz, einen Schulplatz oder ein Volontariat bemühen. Universitäten und Fachhochschulen bieten den einschlägigen Studiengang Journalismus an, wobei das Studium an Fachhochschulen in der Regel praxisorientierter ist.
Alternativ kommen auch Kommunikations- und Medienwissenschaften, angewandte Medien oder andere Studiengänge in Frage, die sich inhaltlich schwerpunktmäßig mit dem Thema Medien befassen. Ein solches Studium dauert in der Regel 6-8 Semester und kann mit anderen Fächern kombiniert werden.
Als Journalist kann man sich aber nicht nur an Hochschulen, sondern auch an Journalistenschulen ausbilden lassen. Die Ausbildungsdauer ist hier meist geringer, das Bewerbungsverfahren erfolgt über die Begutachtung eigener Proben sowie über Gespräche und die Ausbildung ist praxisorientiert.
Auch ein Volontariat in der Redaktion einer Fernseh- oder Rundfunkanstalt kann der Einstieg in den Beruf des Moderators sein. Ein Volontariat kann auch ohne Studium absolviert werden und dauert in der Regel 12-24 Monate.
Nicht nur die Dauer, auch die Inhalte und das Gehalt variieren. Während eines Volontariats hat man sehr gute Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen. Zudem arbeitet man von Anfang an Hand in Hand mit den Redakteuren und Journalisten und macht somit wichtige Praxiserfahrungen.
Nach ersten Praxiserfahrungen, einem Studium oder einer Ausbildung empfiehlt es sich, bei verschiedenen Sendern Initiativbewerbungen mit einer Arbeitsprobe einzureichen. Auch die Bewerbung bei Moderatorenagenturen kann den Einstieg in den Beruf möglich machen. Generell ist es nie verkehrt, aufbauende Kurse und Seminare zu besuchen und über diesen Weg möglichst viele Kontakte zu knüpfen.
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