Die bekanntesten Filmfestivals - Geschichte, Veranstaltungsort und Preise

Grafik leeres Filmband auf weißem Hintergrund

Von den Internationalen Filmfestspielen in Venedig bis hin zum Internationalen Filmfestival Shanghai - wir geben einen Überblick über bekannte Filmestivals weltweit

  • ,
  • von Paradisi-Redaktion

Wer sich für Kino, Filme und Filmproduktionen interessiert, hat bestimmt auch schon von den verschiedenen großen Filmfestivals gehört. Diese zählen zu den kulturellen Veranstaltungen und finden in regelmäßigen Abstänen statt. Ziel ist die Vorführung neuer oder aktueller Filme; häufig werden Schwerpunkte gelegt. Informieren Sie sich über die bekanntesten Filmfestivals und deren Merkmale.

Filmfestival: generelle Merkmale

Per Definition findet ein Filmfestival in festgelegten Abständen regelmäßig statt. Es zählt zu den kulturellen Veranstaltungen. An verschiedenen Orten werden aktuelle Filme gezeigt und vorgestellt, entweder einem Fachpublikum oder auch der breiten Öffentlichkeit.

Meist handelt es sich dabei um Erstaufführungen, die mit großer Spannung erwartet werden. Häufig werden die Filme von einer Fachjury oder dem Publikum prämiiert und ausgezeichnet, wobei die Auszeichnungen aus Filmpreisen und manchmal auch Geldpreisen bestehen.

Bekannte Filmfestivals

Als die ersten Filmfestivals von internationaler Bedeutung gelten das Filmfestival von Venedig im Jahre 1932 und das Moscow International Film Festival im Jahr 1935. Die meisten heute noch existenten Filmfestivals wurden in den 1940er und 1950er Jahren gegründet.

In Europa zählen das Karlovy Vary Interantional Film Festival und das Filmfestival von Locarno zu den berühmtesten Veranstaltungen. In Südamerika ist das Festival Internacional de Cine de Mar del Plata bekannt, in Asien das Kolkata Film Festival.

Weltweite Beachtung finden die Filmfestivals von Cannes, Berlin und Venedig. Bei den aktiven Filmemacher gelten sie als besondere Highlights. Wer hier mit einem Preis ausgezeichnet wird, hat sich für immer einen Namen gemacht.

Auf dem roten Teppich der Internationalen Filmfestivals gibt es immer viel zu sehen
Auf dem roten Teppich der Internationalen Filmfestivals gibt es immer viel zu sehen

Verschiedene Genres und Schwerpunkte

Die meisten Filmfestivals haben mit den Jahren inhaltliche Themenschwerpunkte entwickelt oder präsentieren verschiedene Genres. So gibt es zum Beispiel spezielle Kurzfilmfestivals oder auch Stummfilmfestivals. Auch wird bei den einzelnen Wettbewerben häufig in nationale und internationale Beiträge unterteilt.

Da der Andrang des Publikums inzwischen immens hoch ist, werden viele Filmpremieren außerhalb des Festivals auf großen Leinwänden als Public Viewing übertragen. Die Public Viewing Areas sind meist überlaufen und sind für Filmbegeisterte ein absolutes Muss.

Bestimmte Festivals suchen sich variierende Schwerpunkte. So gibt es im einen Jahr zum Beispiel Tributes oder Retrospektiven, die sich mit einzelnen filmschaffenden Persönlichkeiten befassen. Im anderen Jahr wird der Schwerpunkt auf länderspezifische Beiträge gesetzt.

Brancheninsider treffen sich bei Festivals auf dem so genannten Filmmarkt. Für den Filmmarkt werden eigens Kataloge mit den verfügbaren Filmen erstellt.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die bekanntesten Filmfestivals im Detail vor.

Internationale Filmfestspiele Venedig

Gemeinsam mit der Berlinale und dem Filmfestival Cannes zählen die Internationalen Filmfestspiele Venedig (Mostra Internazionale d'arte cinematografica di Venezia) zu den wichtigsten internationalen Filmfestspielen. Gleichzeitig sind sie das älteste Filmfestival, das noch ausgetragen wird.

Geschichte

Die ersten internationalen Filmfestspiele in Venedig fanden am 6. August 1932 statt. In den Jahren 1934 bis 1942 vergab man die Coppa Mussolini als Hauptpreis für die besten Filme.

Namensgeber dieses Preises, mit dem sowohl der beste ausländische als auch der beste italienische Film ausgezeichnet wurde, war der italienische Diktator Benito Mussolini (1883-1945). Seit 1947 erhält jedoch nur noch ein Film den Hauptpreis.

In den Jahren 1947 und 1948 trug der Hauptpreis die Bezeichnung "Großer Internationaler Preis von Venedig", während man ihn 1949 in "Löwe von San Marco" umbenannte. Seither wird als Hauptpreis der Goldene Löwe verliehen, den der Regisseur des Siegerfilms erhält.

In der heutigen Zeit teilt man das Filmfestival in vier Kategorien ein. Dabei handelt es sich um die Sparten

  • Wettbewerb
  • Debütfilm
  • Kurzfilm und
  • Horizonte.

Veranstaltungsort und Preise

Wichtigster Veranstaltungsort der Internationalen Filmfestspiele Venedig, die einmal im Jahr Ende August/Anfang September abgehalten werden, ist der geschichtsträchtige Palazzo del Cinema. Wie bereits erwähnt, stellt der Goldene Löwe den Hauptpreis des Festivals dar.

Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Preise wie

  • den Silbernen Löwen für die Beste Regie, der seit 1990 vergeben wird,
  • die Coppa Volpi für den besten Darsteller und die beste Darstellerin, sowie
  • Preise für den besten Nachwuchsschauspieler, das beste Drehbuch und die beste technische Leistung.

Die Gewinner des Filmfestivals in Venedig

"Goldener Löwe" für die Regisseurin des Films "Somewhere"

Filmrolle und -zubehör, Kino, Filme
film 28 © raven - www.fotolia.de

In diesem Jahr fanden die Filmfestspiele in Venedig zum 67. Mal statt. Die wahrscheinlich größte Gewinnerin des Abends hieß Sofia Coppola. Die amerikanische Regisseurin hatte nämlich den Hauptpreis, den Goldenen Löwen, für ihren Film "Somewhere" erhalten und konnte sich damit gegen 23 andere Nominierte behaupten.

Die gesamte Jury war einstimmig begeistert von Coppolas Film und zum Dank gab es für ihren Ex-Freund und Jury-Vorsitzenden Quentin Tarantino erstmal eine dicke Umarmung.

Weitere Abräumer

Den Silbernen Löwen bekam der Regisseur Álex de la Iglesia für seinen Film "Balada triste de trompeta". Der Film "Essential Killing" von dem polnischen Regisseur Jerzy Skolimowski erhielt gleich zwei Preise, zum Einen den Spezialpreis der Jury und zum Anderen den Preis für den besten Darsteller, in diesem Fall für den Amerikaner Vincent Gallo.

Die beste Schauspielerin des Abends war die griechische Darstellerin Ariane Labed in ihrem Film "Attenberg". Einen weiteren Spezialpreis erhielt der Regisseur Monte Hellman für seinen Film "Road to Nowhere".

George Clooney darf mit seinem neuen Film "The Idles of March" das Filmfestival in Venedig eröffnen

Vom 31. August bis zum 10. September findet in Venedig das diesjährige Filmfestival statt, zu dem hochkarätiger Besuch erwartet wird. Unter anderem sollen Stars wie Madonna, Kate Winslet, Al Pacino und Jude Law auf dem roten Teppich erscheinen.

Einem jedoch gebührt eine ganz besondere Ehre: George Clooney darf mit seinem neuen Film "The Idles of March" in diesem Jahr das älteste Filmfestival der Geschichte eröffnen. Dies ist bereits der vierte Film, bei dem der Hollywoodschauspieler Regie geführt hat. Ob er für sein Werk auch mit einem der begehrten Preise ausgezeichnet wird, wird sich bei der Preisverleihung am 10. September zeigen.

Filmfestspiele Venedig 2011 - "Faust"-Verfilmung mit Goldenem Löwen ausgezeichnet

Deutschsprachige Faust-Verfilmung eines russischen Regisseurs gewinnt "Goldenen Löwen"

Filmklappe und große Filmrolle in einem Studio
Clapboard © ktsdesign - www.fotolia.de

Der russische Regisseur Alexander Sokurow ist für seine Verfilmung der Tragödie "Faust" des berühmten deutschen Dichters Johann Wolfgang Goethe bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet worden. Er ist damit der Gewinner des Filmfestivals.

Der Film wurde in deutscher Sprache aufgenommen und basiert auf der gleichnamigen Tragödie von Goethe. Der Regisseur hat den Ausgangstoff allerdings nach eigenen Vorstellungen gestaltet. Der Film ist der Abschluss seiner vierteiligen Reihe über "große Spieler", deren Handlungen zum Scheitern führte.

Er hatte bereits im Vorfeld drei Filme zu den Diktatoren Lenin und Adolf Hitler und dem japanischen Kaiser Hirohito gedreht. Die Reihe konnte er mit "Faust" nun erfolgreich beenden.

Weitere Auszeichnungen der Filmfestspiele

  • Der Filmproduzent Michael Fassbender konnte sich über eine Auszeichnung für seinen Film "Shame" freuen, wo er die Rolle eines sexsüchtigen Mannes übernommen hat.
  • Der chinesische Regisseur Cai Shangjun erhielt für sein Drama "People Mountain People Sea" den Silbernen Löwen, wo sich ein Mann, basierend auf realen Ereignissen, auf die Suche nach dem Mörder seines Bruders begibt.

Filmfestspiele in Venedig stehen vor der Tür

Die diesjährigen Filmfestspiele in Venedig werden von dem Italiener Alberto Barbera geleitet, der in den vergangenen Monaten zahlreiche Veränderungen durchgesetzt hat. Wenn sich die Schauspieler und Promis am 29. August im Blitzlichtgewitter wieder über den Roten Teppich bewegen, klafft direkt neben ihnen notdürftig abgedeckte Baustelle.

Es ist jedoch nur eine von vielen, da beim ältesten Filmfestival der Welt in der Vergangenheit wenig getan wurde und grundlegende Erneuerungen nur eine Frage der Zeit waren.

Viel getan hat sich auch bei den Filmen, über die eine Jury bis zum 8. September abstimmen muss und dessen Regisseure erstmals bei den Filmfestspielen in Venedig dabei sind.

Im Gegensatz zu dem Filmfest in Cannes, wo nur Männer um den Titel des besten Regisseurs angetreten sind, hat der Leiter der venezianischen Filmfestspiele auch vier Regisseurinnen eingeladen.

Keine deutschen Werke beim Filmfestival in Venedig

Am heutigen Mittwoch beginnen in Venedig die 69. Filmfestspiele. Eröffnet werden sie vom Politdrama "The Reluctant Fundamentalist" der indischen Regisseurin Mira Nair.

Insgesamt 18 Filme treten im Wettbewerb um den begehrten Hauptpreis, den Goldenen Löwen, gegeneinander an, darunter auch das neue Werk von Paul Thomas Anderson "The Master" und Terrence Malicks neuer Film "To the Wonder".

Ein deutscher Film ist in diesem Jahr nicht mit dabei. Lediglich zwei deutsche Koproduktionen haben es geschafft: "Passion" mit der deutschen Schauspielerin Karoline Herfurth und der aus Deutschland mitfinanzierte Streifen "Paradies: Glaube".

Vergeben wird der Hauptpreis am 8. September von einer internationalen Jury.

Filmfestspiele Venedig: Südkoreanisches Drama "Pieta" gewinnt den goldenen Löwen

Große Ehre für den südkoreanischen Regisseur Kim Ki-duk: Sein Drama "Pieta" wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem goldenen Löwen ausgezeichnet. Für den Koreaner war es bereits der zweite Erfolg an der Lagune: 2004 wurde er für den Film "Bin-jip" bereits mit dem silbernen Löwen belohnt.

"Pieta" erzählt die Geschichte eines Geldeintreibers in Seoul, der urplötzlich Besuch von seiner angeblichen Mutter erhält und sich Fragen nach Moral und Werten zu stellen beginnt – ein ausgesprochen aktuelles Thema, das auch die Jury in Venedig unter Leitung des US-Amerikaners Michael Mann beeindruckte.

Weitere Preise gingen an das US-Drama "The Master" von Paul Thomas Anderson, der mit dem goldenen Löwen als bester Regisseur ausgezeichnet wurde und an die beiden Hauptdarsteller Philip Seymour Hoffman und Joaquin Phoenix. Als beste Schauspielerin wurde die Israelin Hadas Yaron für ihre Hauptrolle in dem Religionsdrama "Fill the Void" von Rama Burshtein ausgezeichnet. Der Österreicher Ulrich Seidl erhielt den Spezialpreis der Jury für "Paradis: Glaube", ein weiteres religiöses Drama.

Autorin Marina Ripa di Meana erschien mit Vogelkäfig-Kopfschmuck zum Filmfest in Venedig

In diesem Jahr finden die 70. Filmfestspiele in Venedig statt und schon zur Eröffnungsfeier gab es einiges zu bestaunen.

Neben den beiden Hollywoodstars Sandra Bullock und George Clooney, deren aktueller Streifen "Gravity" von Regisseur Alfonso Cuarón zur Eröffnungsfeier gezeigt wurde, zog aber noch ein ganz anderer Gast die Aufmerksamkeit auf dem roten Teppich auf sich.

Die italienische Autorin Marina Ripa di Meana trug nämlich einen ganz besonderen Kopfschmuck und zwar in Form eines Vogelkäfigs, der ihren gesamten Kopf einschloss.

Bis zum Ende nächster Woche werden auf dem Filmfest insgesamt 20 Filme gezeigt. Auch der deutsche Streifen "Die Frau des Polizisten" von Regisseur Philip Gröning ist dabei.

Die Preise werden am 7. September verliehen.

Erstmals Dokumentationsfilm auf der Mostra del Cinema in Venedig ausgezeichnet

Auf der 70. Mostra del Cinema in Venedig wurden dieses Jahr Filme prämiert, die sich mit den Themen Wut, Hass und Gewalt beschäftigten. Erstmals ausgezeichnet wurde in diesem Jahr auch ein Dokumentationsfilm mit dem Titel "Sacro GRA". Der Filmemacher Gianfranco Rosi bekam dafür auf dem Filmfestival den Goldenen Löwen.

Alexandros Avranas aus Griechenland erhielt für sein Inzestdrama "Miss Violence" den Silbernen Löwen. Fahle Bilder zeigen die Situation der Familie, den Patriarchen, der Großvater aber auch Vater eines elfjährigen Mädchens ist, das sich umbringt. Hass und Gewalt dominieren diesen Film, wie auch den Streifen "Die Frau des Polizisten" von Philip Gröning. Hier geht es um häusliche Gewalt eines Polizisten gegenüber seiner vier Jahre alten Tochter. Gewalt, Wut und Hass dominieren also auf dem diesjährigen Festival in Venedig die prämierten Filme.

Preisgekrönte Filme und traumhafte Roben beim Filmfestival in Venedig

Zum 69. Mal lockt in diesem Jahr das Filmfestival in Venedig nationale und internationale Künstler aus der Filmbranche auf den Lido. Vom 29. August bis zum 8. September werden in diesem Jahr über 50 Filme aus 40 Ländern vorgestellt. Den Anfang machte der Polit-Thriller "The Reluctant Fundamentalist", der die Filmfestspiele eröffnete.

Doch nicht nur die zahlreichen neuen Filme sind ein Gesprächsthema, wenn von dem Filmfestival berichtet wird, auch die edlen Roben auf dem roten Teppich ziehen die Blicke auf sich. Naomi Watts und Kate Hudson, die "The Reluctant Fundamentalist" bei der Eröffnungsfeier vorstellten, glänzten gleich am ersten Tag des Festivals mit ihren edlen, nudefarbenen Kleidern.

Topmodel und Schauspielerin Laetitia Casta bringt in diesem Jahr auch die Jury modisch auf Hochglanz. Jeden Tag sorgt sie mit einem anderen Kleid für frischen Wind am Jurypult.

Internationales Filmfestival Moskau

Das einzige Filmfestival in Russland, das als A-Festival eingestuft wird, ist das Internationale Filmfestival Moskau (IFF Moskau). Man hält es jedes Jahr Ende Juni ab.

Geschichte

Erstmals ausgetragen wurde das Internationale Filmfestival Moskau im Jahr 1935. Initiator der Veranstaltung war der sowjetische Diktator Josef Stalin (1878-1953). Als erster Jurypräsident fungierte Sergei Eisenstein (1898-1948).

Die ersten Preise gingen an Rene Clair und Walt Disney. Bis das zweite Moskauer Filmfestival stattfinden konnte, dauerte es jedoch bis 1959.

Seit 1995 wird es einmal im Jahr veranstaltet. Offizieller Ausrichter der Filmfestspiele ist die russische Regierung. Wichtigste Ziele des Festivals sind der kulturelle Austausch zwischen den verschiedenen Ländern und bessere internationale Zusammenarbeit zwischen den Filmemachern.

Preise des Internationalen Filmfestivals Moskau

Hauptpreis des internationalen Moskauer Filmfestivals ist der Goldene St. Georg bzw. Goldene Georg, der seit 1989 vergeben wird. Zu den Preisträgern zählen auch einige westliche Regisseure. Doch auch zahlreiche russische Filme sowie Filme aus dem Iran und Venezuela wurden damit ausgezeichnet.

Internationale Filmfestspiele von Cannes

Die Internationalen Filmfestspiele in Cannes gehören zu den populärsten Filmfestivals. Veranstaltet werden sie jährlich im französischen Cannes an der Cote d'Azur.

Geschichte

Eigentlich sollten die ersten Filmfestspiele in Cannes bereits im Jahr 1939 stattfinden, doch durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges verzögerte sich die Premiere bis 1946. Aber auch 1948 und 1950 musste die kulturelle Veranstaltung aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten abgesagt werden.

1955 erfolgte erstmals die Vergabe des Hauptpreises, der Goldenen Palme, die den bis dahin verliehenen Grand Prix ablöste. 1968 musste das Filmfestival wegen der Pariser Mai-Unruhen abgebrochen werden.

So hatten einige Filmemacher wie Louis Malle, Jean-Luc Godard, Francois Truffaut und Roman Polanski die Unterbrechung der Veranstaltung verlangt, um auf diese Weise Solidarität mit den streikenden Arbeitern und Studenten zu zeigen. In der heutigen Zeit gilt Cannes als eines der weltweit bedeutendsten Filmfestivals.

Veranstaltungsort

Veranstaltet werden die Internationalen Filmfestspiele von Cannes im Palais des Festivals et des Congres (Festival- und Kongresspalast). Das Gebäude umfasst eine Veranstaltungsfläche von 35.000 Quadratmetern.

Der ursprüngliche Palais existiert jedoch nicht mehr, da er 1982 durch ein größeres Gebäude ersetzt wurde. Seit 2001 gilt der Palais des Festivals als Baudenkmal.

Preise der Filmfestspiele

Die Vergabe der Filmpreise erfolgt durch eine internationale Jury, die jedes Jahr neu zusammengesetzt wird. Bei den Jurymitgliedern handelt es sich vor allem um Filmschaffende. Als Hauptpreis dient die Goldene Palme (Palme d'Or), die man für den besten Film der Festspiele vergibt.

Darüber hinaus verleiht die Jury weitere Preise wie den Großen Preis der Jury und den Preis der Jury. Mitunter vergibt man auch den Spezialpreis der Jury.

Ausgezeichnet werden zudem

  • der beste Darsteller
  • die beste Darstellerin
  • das beste Drehbuch sowie
  • die beste Regie.

Außerdem findet neben dem Hauptwettbewerb auch ein Wettbewerb für Kurzfilme statt, bei dem der Sieger die Goldene Palme für den besten Kurzfilm erhält.

Weitere Wettbewerbe sind die Kategorien "Un Certain Regard" (Ein gewisser Blick) und "Cinefondation" für Filmstudenten. Eine eigenständige Parallelveranstaltung ist die "La Semaine Internationale de la Critique", die von Filmkritikern durchgeführt wird.

Einen Ehrenpreis stellt der Prix Orange dar. Dieser wird seit 1960 von der Presse an Schauspieler vergeben. Zu den Preisträgern zählen u.a. Filmgrößen wie Jean Marais, Fernandel, Philippe Noiret und Annie Girardot.

62. Filmfestspiele in Cannes am Mittwoch gestartet

Es ist wieder mal so weit. Wie jedes Jahr finden auch 2009 wieder die "Internationalen Filmfestspiele in Cannes" statt. Sie werden seit 1946 jährlich im Mai an der französischen Côte d'Azur veranstaltet. Gestern war Beginn der traditionellen Filmfestivals, welche eine sehr große Bedeutung weltweit haben.

Dieses Mal sind 20 Filme im Wettbewerb, darunter auch "Inglourious Bastards" von Quentin Tarantino mit Brad Pitt in der Hauptrolle. Ein deutscher Film ist dieses Jahr nicht mit dabei.

Die Filmfestspiele enden am 24. Mai mit der Verleihung der Goldenen Palme. Gewinner des letzten Jahres war der französische Doku-Fiktion-Film "Zwischen den Mauern".

Kristin Scott Thomas ist Zeremonienmeisterin der Filmfestspiele von Cannes

Am 12. Mai werden die Filmfestspiele von Cannes eröffnet. Zum 63. Mal findet diese Veranstaltung jetzt statt. Den Auftakt wird die britische Schauspielerin Kristin Scott Thomas geben, dann wird sie Tim Burton und seine Jury empfangen.

Am 23. Mai findet die Preisvergabe statt, welche ebenfalls von Thomas moderiert wird.

Den Anfang des Filmfestivals macht die Präsentation von "Robin Hood" aus diesem Jahr von Regisseur Ridley Scott. Neben Russell Crowe und Cate Blanchett in den Hauptrollen ist Max von Sydow mit dabei. Dieser Film nimmt jedoch nicht am Wettbewerb teil.

Filmfestspiele in Cannes eröffnet: Woody Allen und Carla Bruni geben das Filmtraumpaar

Dem Film-Allrounder Woody Allen wird in diesem Jahr eine besondere Ehre zuteil, denn er darf mit seinem Film "Midnight in Paris" die berühmten Filmfestspiele in Cannes eröffnen.

Ihrerseits geehrt dürfte sich Sarcozy-Gattin Carla Bruni gefühlt haben, als Allen bei ihr anfragte, ob sie eine Rolle in seiner neuen Komödie haben wolle. Erzählt wird darin die Geschichte einer Familie im Paris der 20er Jahre. Es sei eine ganz wundervolle Liebeserklärung an die französische Hauptstadt, so Thierry Frémaux, der künstlerische Leiter der Filmfestspiele.

Weiter mit von der Partie sind Owen Wilson, Rachel McAdams und Marion Cotillard, die 2008 den Oscar als Beste Hauptdarstellerin für den Film "La vie en rose" bekam.

Die Jury für das 64. Filmfestival in Cannes steht jetzt fest

Bald stehen wieder die Filmfestspiele in Cannes an - schon zum 64. Mal. Jetzt wurde über die Mitglieder der Jury entschieden: Uma Thurman und Jude Law werden auch unter den Juroren sein. Sie werden dann zusammen mit anderen Stars über die Verleihung der Goldenen Palme entscheiden. Der Präsident der Jury wird Robert de Niro sein. Er wurde hierfür schon im Januar ausgewählt.

19 Filme kamen für den Wettbewerb um den Preis in die Auswahl. Deutschland ist dieses Mal allerdings nicht vertreten.

Das Filmfestival in Cannes ist das größte seiner Art in Europa. Es findet vom 11. bis 22. Mai 2011 statt.

Woody Allens "Midnight in Paris" gibt den Auftakt zum diesjährigen Filmfestival in Cannes

"Midnight in Paris" eröffnete die Filmfestspiele, allerdings ohne Nebendarstellerin Bruni-Sarkozy

Filmrolle und -zubehör, Kino, Filme
film 28 © raven - www.fotolia.de

Zur Eröffnung des 64. Filmfestivals in der französischen Stadt Cannes am Mittwoch bekam Woody Allen die Ehre seinen neuen Film "Midnight in Paris" zu präsentieren. Neben ihm zeigen auch viele andere bekannte Regisseure bis zum 22. Mai ihre neuen Werke, darunter Lars von Trier, Pedro Almodóvar, Terence Malick und die Dardenne Brüder. Deutschland ist beim Wettbewerb um die begehrte Goldene Palme nicht dabei.

Auch viele bekannte Hollywoodstars ließen sich am vergangenen Mittwochabend auf dem roten Teppich blicken. Uma Thurman, Jude Law und Robert De Niro nahmen ihre Plätze als Jurymitglieder ein und auch Adrien Brody, Owen Wilson, Brad Pitt, Angelina Jolie und Kathy Bates werden in Cannes erwartet.

Die Sarkozy's als wiederholtes Thema des Filmfestivals

Carla Bruni-Sarkozy, die Frau des französischen Staatspräsidenten, die eine Nebenrolle in Woody Allens Streifen spielt, hat ihre Teilnahme am Filmfestival aus beruflichen und persönlichen Gründen abgesagt. Es wird spekuliert, dass sie schwanger sei.

Mit großer Anspannung wird vor allem der neue Film "The Conquest" des Franzosen Xavier Durringer erwartet, in dem es um den Aufstieg von Nicolas Sarkozy geht. Auch das Scheitern seiner Ehe mit Cécilia soll darin thematisiert werden.

Frauenpower in Cannes

Die Filmfestspiele in Cannes haben die Frauenquote schon vorweggenommen. Drei Filme wurden vorgestellt, in denen Frauen die Hauptrolle spielen. Alle drei Filme hatten auch weibliche Regisseure.

Die 35jährige Angelina Jolie, die in letzter Zeit vor allem mit ihrem Privatleben punktete, hat nun wieder einen Film gemacht. Sie spielt eine Tigerin in dem Animationsfilm "Kung Fu Panda 2". Etwas tiefgehender ist wohl Lynne Ramsays Film "We need to talk about Kevin". Die schottische Regisseurin schildert die Probleme einer Mutter, deren Sohn Amok gelaufen ist. Die Mutter wird von der 50-jährigen Tilda Swinton dargestellt.

Der neue Stern am Himmel von Cannes heißt Emily Browning. Sie spielt in der Produktion "Sleeping Beauty" von der Regisseurin Julia Leigh, ein Mädchen namens Lucy, das sich von älteren Herren dafür bezahlen lässt, neben ihnen zu schlafen.

Filmfestspiele in Cannes bieten viel Abwechslung

Bei den diesjährigen Filmfestspielen ist für jeden Geschmack der richtige Film dabei

Filmklappe und Filmrolle auf weißem Hintergrund
clapboard and film reel © jeffrey horler - www.fotolia.de

Bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes waren die unterschiedlichsten Genres geboten. Ob melodramatisch oder humorvoll, dieses Jahr war in Cannes sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei.

Unterhaltung und Spannung mit Jack Sparrow

Für leichte Unterhaltung sorgte der vierte Teil des Kultstreifens „Fluch der Karibik“. Auch in dieser Fortsetzung ist Johnny Depp wieder in seiner Paraderolle, dem nuschelnden Captain Jack Sparrow, zu sehen.

Erstmalig spielt allerdings die rassige Spanierin Penelope Cruz an seiner Seite. Fans der Piraten-Reihe werden auch diesmal nicht enttäuscht werden. Wie auch schon in den ersten drei Teilen bietet „Fluch der Karibik – Fremde Gezeiten“ neben großartigen Schauspielern viel Atmosphäre und energiegeladene Actionszenen.

Gefühle und Drama bei den Filmfestspielen

Deutlich ernster und trauriger ist der neue Film des Deutschen Andreas Dresen. Mit seinem Werk „Halt auf freier Strecke“ erzählt Dresen die herzzerreißende Geschichte von Frank (Milan Peschel), den eine Gehirntumor-Diagnose völlig unerwartet aus seinem Leben reißt.

Die wenige Zeit die ihm bleibt, nutzt er, um sich von seinem glücklichen Leben, seiner geliebten Frau und seinen Kindern zu verabschieden. Dresens zu Tränen rührendes Krebsdrama läuft in der Nebenreihe „Un Certain Regard“.

Auch das Erstlingswerk des Österreichers Markus Schleinzer wühlte Cannes auf. Mit seinem Film „Michael“ thematisiert er Pädophilie und kommt dabei völlig ohne gewaltsame oder reißerische Missbrauchszenen aus. Vielmehr ist es Schleinzer gelungen, mit seinem Drama den bedrückenden Alltag eines 35-Jährigen zu beschreiben, der in seinem Keller einen Jungen gefangen hält und missbraucht. „Michael“ ist nicht nur ein gefühlvoll inszenierter Film, sondern auch der einzige deutschsprachige Beitrag im Wettbewerb der diesjährigen Filmfestspiele.

Ein trauerndes Kind und das Verbot von Propaganda

Im Beitrag der belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne geht es ebenfalls um das Schicksal eines Jungen. In „The Kid with a Bike“ wird der 11-jährige Cyril von seinem Vater in ein Kinderheim abgeschoben und kann nicht verkraften, dass dieser ihn nicht mehr sehen möchte. Mit der Geschichte Cyrils und dessen Suche nach Liebe und Geborgenheit bleiben die beiden Belgier auch diesmal dem Drama-Genre treu.

Eine politische Note erhielten die diesjährigen Filmfestspiele durch die Vergabe des „Carrosse d'or“, der vom Verband der Filmregisseure (SRF) vergeben wird. Die Auszeichnung ging dieses Mal an den Filmemacher Jafar Panahi. Der Iraner sitzt derzeit eine sechsjährige Haftstrafe ab. Wegen „Propaganda gegen das System“ wurde der 50-Jährige neben Gefängnis, außerdem zu zwanzig Jahren Berufsverbot verurteilt.

Filmfestspiele in Cannes - Die glücklichen Gewinner

Die Filmfestspiele in Cannes haben ihren Höhepunkt erreicht und die meisten Stars werden wohl froh sein den Partymarathon und die Auftritte auf dem "grauen" Teppich für dieses Jahr erst einmal hinter sich lassen zu können. Aber es gab natürlich auch wieder zahlreiche glückliche Momente, vor allem für die Gewinner der Goldenen Palme.

Als bester Film wurde in diesem Jahr "The Tree of Life" von Terrence Malick ausgezeichnet, ein Familiendrama mit Brad Pitt und Sean Penn, das sicherlich auch das deutsche Kinopublikum ab dem 16. Juni begeistern wird. Jean Dujardin bekam die Goldene Palme als bester Schauspieler für seine Rolle in "The Artist" und Kirsten Dunst wurde zur besten Schauspielerin für "Melancholia" gekürt. Den Preis als bester Regisseur erhielt Nicolas Winding Refn für seinen Film "Drive".

Filmfestspiele Cannes - Kirsten Dunst sorgte dieses Jahr für tosenden Applaus statt für Buh-Rufe

Hollywoodschauspielerin Kirsten Dunst war bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes wohl zunächst etwas mulmig zumute, als sie dort zur Premiere ihres neuen Films "Melancholia" erschien.

Immerhin hatte sie im Jahr 2006 in Cannes für ihre Rolle in "Marie Antoinette" heftige Kritiken und sogar Buh-Rufe einstecken müssen. Letztendlich hätte es für die 29-Jährige in diesem Jahr aber dann doch nicht besser laufen können, denn für ihre Darbietung erhielt sie sogar die Goldene Palme als beste Schauspielerin.

Auch ihr Auftritt auf dem "grauen" Teppich machte dieses Jahr wieder einiges her. Dort erschien sie nämlich in einem edlen Kleid von Chanel. Lediglich die Schuhe hätte Dunst mit etwas mehr Bedacht wählen können, aber ihrer schauspielerischen Leistung in "Melancholia" tat auch das keinen Abbruch.

Filmfestival in Cannes - Gaultier sitzt in der Jury

Designer Jean-Paul Gaultier wurde die Ehre zuteil in diesem Jahr als Jurymitglied beim Filmfestival in Cannes mitzumischen. Dabei hat Gaultier als Designer mit dem Filmgeschäft doch eigentlich gar nichts am Hut, möchte man meinen.

Da jedoch auch Stars in die Jury gewählt werden, die nicht aus dem Filmgeschäft kommen, aber bekennende Kino-Fans sind, fiel die Wahl in diesem Jahr unter anderem auf Gaultier, so die Begründung von Festivalchef Thierry Frémaux. Zudem kann Gaultier als Kostümdesigner des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar sehr wohl Erfahrungen aus dem Filmgeschäft vorweisen.

Neben Gaultier sitzen auch die deutsche Schauspielerin Diane Kruger, Hollywoodstar Ewan McGregor und Regisseur Alexander Payne in der Jury. Zum diesjährigen Jurypräsidenten wurde der italienische Regisseur Nanni Moretti gewählt.

Glanz und Glamour an der Côte d'Azur: Die Filmfestspiele von Cannes haben begonnen

Wenn sich im Mai Stars und Sternchen an der französischen Riviera tummeln, hat dies stets den gleichen Grund: die Internationalen Filmfestspiele von Cannes, die in diesem Jahr bereits zum 65. Mal veranstaltet werden.

Gleich zum Auftakt gab es am gestrigen Abend ein großes Schaulaufen auf dem Roten Teppich vor dem Festivalpalast am Jachthafen: US-Regisseur Wes Anderson präsentierte sein neues Werk "Moonrise Kingdom" als Eröffnungsfilm. Mitgebracht hatte er seine Hauptdarsteller Bruce Willis, Edward Norton und Tilda Swinton, zu denen sich weitere Topstars wie Jury-Mitglied Diane Kruger, "Desperate Housewife" Eva Longoria und Frankreichs Superstar Marion Cotillard gesellten.

Noch bis zum Pfingstsonntag werden ingesamt 22 Filme um die Gunst der Jury buhlen, die in diesem Jahr vom italienischen Starregisseur Nanni Moretti geleitet wird, dessen letzter Film "Habemus Papam" im letzten Jahr im Wettbewerb von Cannes vertreten war. Im Laufe der Woche werden weitere Superstars wie Brad Pitt und Nicole Kidman erwartet, die ihre neuen Filme vorstellen.

"Der Große Gatsby" bei den Filmfestspielen in Cannes

Am 15. Mai ist es wieder soweit: An diesem Tag bevölkern Tausende Filmfans und Filmschaffende, Journalisten und Schaulustige die französische Hafenstadt Cannes. Rund elf Tage lang werden hier die Internationalen Filmfestspiele gefeiert - eine Einladung zum Festival gilt als Ritterschlag für Regisseure und Schauspieler.

Ganz besonders freuen dürfen sich in diesem Jahr Leonardo di Caprio und Baz Luhrmann: Der Hollywood-Mime und der Regisseur, die beide bereits zuvor erfolgreich zusammen arbeiteten ("Romeo und Julia") präsentieren hier ihren neuen Film "Der Große Gatsby" - eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Scott Fitzgerald.

Luhrmann, der bekannt dafür ist, nur sehr ausgewählte Projekte mit oft mehreren Jahren Pause zwischendurch zu realisieren, konnte seinen Streifen als Eröffnungsfilm positionieren.

Er zeigte sich voll des Lobes über Cannes, und auch Leonardo di Caprio soll den Feierlichkeiten schon entgegen fiebern. Er spielt im Film die Hauptfigur des Romans, einen feierfreudigen und äußerst zwielichtigen Millionär.

Am 15. Mai beginnt das Filmfestival in Cannes - Die Moderation übernimmt Audrey Tautou

Beim Filmfestival in Cannes wird in diesem Jahr die Schauspielerin Audrey Tautou aus Frankreich die Moderation der Eröffnungs- und auch der Abschlussgala übernehmen.

Audrey Tautou wurde bekannt durch den Film "Die fabelhafte Welt der Amélie". Im letzten Jahr hatte das Festival die Schauspielkollegin Bérénice Béjo moderiert.

Der Beginn des Filmfestivals ist am 15. Mai geplant und wird dann zum 66. Mal stattfinden. Der letztjährige Gewinner der Goldenen Palme hieß Michael Haneke. Der österreichische Regisseur hat den Film "Amour" (Liebe) in Szene gesetzt.

Steven Spielberg, der bekannte amerikanische Regisseur, steht der Wettbewerbsjury als Präsident vor.

Deutschland ist nicht dabei beim Filmfestival in Cannes

Am 15. Mai starten sie wieder: die weltberühmten Internationalen Filmfestspiele in Cannes, dieses Jahr jedoch ohne deutsche Beteiligung. Den Start macht "The Grat Gatsby" mit Leonardo DiCaprio, ein Film von Baz Luhrmann.

Weitere große Namen wollen die begehrte Goldene Palme erhalten: Roman Polanski mit dem Film "Venus in Fur" oder der Film "Jeune et Jolie" von Francois Ozon. Beurteilt werden die Machwerke unter anderem von Steven Spielberg. Man daf also gespannt sein, wer als Sieger nah Hause geht.

Sind es die Coen-Brüder, Polanski, der dänische Filmemacher Nicholas Winding Refn oder einer der drei Amerikaner? Man darf gespannt sein, zahlreiche andere bewerben sich auch um die Trophäe. Vielleicht gibt es ja wie schon so oft auch eine große Überraschung.

Christoph Waltz und Nicole Kidman dieses Jahr in der Cannes Filmfestival Jury

Nicht nur das Programm der 66. Filmfestspiele von Cannes ist dieses Jahr beeindruckend, auch die Besetzung der Jury gestaltet sich eindrucksvoll. Bereits seit Februar ist offiziell bekannt, dass der US-amerikanische Starregisseur Steven Spielberg die Position des Jury-Präsidenten einnimmt.

Nun stehen auch die restlichen Jury-Mitglieder fest. In der Jury sitzen neben Steven Spielberg gleich drei berühmte Oscar-Preisträger: Christoph Waltz, Nicole Kidman und Ang Lee.

Seinen letzten Erfolg feierte Christoph Waltz mit dem US-amerikanischen Western „Django Unchained“. Die Rolle als Kopfgeldjäger Dr. King Schultz brachte ihm den Oscar als bester Nebendarsteller ein. Ähnlich erfolgreich war er schon mit „Inglourious Basterds“. Als zweifacher Oscar-Preisträger darf er in diesem Jahr über eine der wichtigsten Auszeichnungen der Filmbranche entscheiden.

Nicht weniger erfolgreich und ebenfalls Mitentscheiderin über die Vergabe der Goldenen Palme ist Nicole Kidman. Zuletzt erhielt die Australierin einen Oscar für die Rolle der Schriftstellerin Virgina Woolf in der Romanverfilmung „The Hours – von Ewigkeit zu Ewigkeit“.

Doch nicht nur die Schauspieler dürften dem Publikum bekannt sein. Auch Regisseur Ang Lee machte sich bereits einen Namen mit mehreren bekannten Filmen. Darunter unter anderem „Brokeback Mountain“ und „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“, für die er beide Male einen Oscar für die beste Regie erhielt.

Wim Wenders wird in Cannes ausgezeichnet

„The Salt of the Earth“, so heißt das jüngste Werk von Wim Wenders, mit dem er in Cannes für ein begeistertes Publikum gesorgt hat und nun auch einen Preis in Empfang nehmen konnte. Die Dokumentation, die das Leben des brasilianischen Fotografen Sebastiano Salgado aufzeigt, wurde mit einem Spezialpreis ausgezeichnet.

Den Film hatte Wenders gemeinsam mit dem Sohn des Fotografen gedreht. Wenders verzichtete im Film bewusst auf Interviews und setzte mehr auf Erlebnisse, Abenteuer und Fotos, die das Leben des Künstlers hervorragend aufzeigen. So kann der Zuschauer mit dem Künstler nicht nur in Krisengebiete reisen, sondern auch das Leben von Ureinwohnern und Nomaden näher betrachten. Außerdem entführt der Film in eher unbekannte Winkel der Erde und zeigt deren Schönheit auf.

Im Herbst soll „The Salt of Earth“ auch in unsere deutschen Kinos kommen.

Internationales Filmfestival Karlovy Vary

Bei dem Internationalen Filmfestival Karlovy Vary (KVFF) handelt es sich eher um eine kleinere Veranstaltung, die jedoch zu den 13 Festivals der A-Kategorie gehört. Veranstaltungsort ist die Stadt Karlsbad (Karlovy Vary) im Westen der Tschechischen Republik.

Geschichte

Das Karlsbader Filmfestival ist eines der ältesten Filmfestspiele der Welt und fand zum ersten Mal 1946 statt. Damals gab es mit Marienbad noch einen weiteren Veranstaltungsort.

Bis 1949 wurde das Filmfestival sogar nur in Marienbad ausgetragen. Seit 1950 ist jedoch Karlsbad alleiniger Veranstalter.

Die erste Preisverleihung fand 1948 statt. Während das Internationale Filmfestival Karlsbad von 1958 bis 1992 nur alle zwei Jahre veranstaltet wurde und sich mit dem Filmfestival in Moskau abwechselte, trägt man es seit 1994 jährlich aus.

In Fachkreisen genießt das tschechische Filmfestival seither große Aufmerksamkeit und konnte wiederholt internationale Filmstars wie zum Beispiel

  • Robert De Niro
  • Leonardo DiCaprio
  • Antonio Banderas
  • Robert Redford
  • Nastassja Kinski oder
  • Max von Sydow

für die Veranstaltung gewinnen. Außerdem gilt es als kompetent für osteuropäische Kinofilme.

Preise

Den Hauptpreis des Internationalen Filmfestivals Karlsbad bildet der Kristallglobus für den besten Film. Weitere Kategorien sind

  • der beste Hauptdarsteller
  • die beste Hauptdarstellerin
  • die beste Regie
  • der Spezialpreis der Jury sowie
  • der East of the West Award, mit dem nur osteuropäische Filme ausgezeichnet werden und der mittlerweile den zweitwichtigsten Preis des Festivals darstellt.

Internationales Filmfestival von Locarno

Zusammen mit den Filmfestspielen in Venedig, Moskau, Cannes und Karlsbad gehört das Internationale Filmfestival von Locarno zu den traditionsreichsten Filmveranstaltungen. So wird es seit 1946 jährlich im August ausgetragen.

Veranstaltungsort

Veranstaltet wird das Internationale Filmfestival in der Schweizer Stadt Locarno im Kanton Tessin. Eine Besonderheit der Festspiele ist, dass zahlreiche Filme auf der Piazza Grande in der Altstadt von Locarno unter freiem Himmel gezeigt werden. Vor der Großleinwand finden rund 8.000 Besucher Platz.

Preise

Wichtigster Preis des Internationalen Filmfestivals von Locarno ist der Goldene Leopard, der seit 1968 für den besten Film des Wettbewerbs vergeben wird. Außerdem winkt dem Sieger ein Preisgeld von 90.000 Schweizer Franken. Dieses Geld erhalten zu gleichen Teilen der Regisseur und der Produzent.

Neben dem Goldenen Leoparden werden auch noch

  • der Silberne Leopard als Spezialpreis der Jury
  • der Leopard für den besten Darsteller, die beste Darstellerin und die beste Regie sowie
  • der Ehrenleopard

vergeben. Außerdem verleihen die Veranstalter Spezialpreise für Kurzfilme sowie an außergewöhnliche Schauspieler und unabhängige Filmproduzenten. Ein weiterer Special Award ist der Prix du Public UBS, der von einer Publikumsjury verliehen wird, die täglich die auf der Piazza Grande aufgeführten Filme bewertet.

Den Spezialpreis Variety Piazza Grande Award vergibt die Filmzeitschrift "Variety". Diesen Preis erhalten Filme, die ihre internationale Premiere im Rahmen des Piazza-Grande-Programms haben.

Filmfestival in Locarno - Viele Deutsche sind an den vorgestellten Filmen beteiligt

Das Filmfestival in Locarno am Lago Maggiore gibt es seit 1946 und wurde damals unter anderem von Charlie Chaplin ins Leben gerufen. Auch dieses Jahr gibt man dort wieder jungen Nachwuchsregisseuren und -autoren die Chance ihre Filme vorzustellen und in diesem Jahr sind viele deutsche Jungkünstler beteiligt.

Rund 300 Filme sollen den knapp 8.000 Zuschauern noch bis zum 14. August vorgestellt werden, davon haben an 14 Produktionen Deutsche mitgewirkt. Vier von ihnen können auf die höchste Auszeichnung, den Goldenen Leoparden, hoffen. Aber auch der Zuschauerpreis ist sehr beliebt, denn hier wählen allein die Zuschauer welcher Film ihnen am besten gefallen hat.

Filmfestspiele in Locarno - Gael Garcia Bernal wird mit Ehrenleopard bedacht

Der mexikanische Schauspieler Gael Garcia Bernal hat seit seinem Durchbruch mit "Amos Perros" von Regisseur Alejandro Gonzales internationale Erfolge in Italien, Amerika, Frankreich und Georgien gefeiert.

Bei den 65. Filmfestspielen in Locarno wurde der 33-Jährige nun mit einem Ehrenleopard bedacht. Außerdem wurde sein neuer Film "No" von Regisseur Pablo Larrain vorgestellt, in dem es über die politischen Hintergründe des Rücktritts von Chiles Diktator Pinochet im Jahr 1988 geht.

Sein Traum sei es im nächsten "Men in Black" ein Alien zu spielen, so Bernal über seine Zukunftspläne.

Überraschungssieger beim Fimfestival in Locarno heißen Dracula und Casanova

Das Filmfestival in Locarno brachte für Deutschland nicht die erwartete Trophäe für "Feuchtgebiete". Mit einer Auszeichnung als bester kritischer Dokumentarfilm überraschte jedoch der 29-jährige Marc Bauder. Sein filmischer Blick auf das internationale Bankgeschäft überzeugte Jury und Besucher.

Der Goldene Leopard ging an "Historia de la meva mort" von Albert Serra – eine beim Publikum wenig beliebte, künstlerisch sperrige Begegnung von Dracula und Casanova. Auch der Spezialpreis der Jury für einen koreanischen Dialogfilm fand bei den Zuschauern wenig Resonanz. Die mit vielen Hoffnungen gestarteten "Feuchtgebiete" konnten keinen Preis verbuchen.

Die Trophäen für die besten Darsteller bekamen die Amerikanerin Brie Larson und der Peruaner Fernando Bacilio.

Charlotte Roches "Feuchtgebiete" hat gute Chancen auf den Hauptpreis beim 66. Filmfest in Locarno

Die Verfilmung von Charlotte Roches umstrittenen Skandalroman "Feuchtgebiete" gilt als einer der Favoriten auf den begehrten Hauptpreis bei den 66. Filmfestspielen in Locarno.

Der deutsche Beitrag von Regisseur David Wnendt wurde bei der Aufführung am vergangenen Sonntagabend sowohl vom Publikum als auch von den Journalisten mit großem Applaus gefeiert. Die Autorin Charlotte Roche war extra zur Aufführung angereist und war sichtlich erfreut über die filmische Realisierung ihres Meisterwerks.

Neben "Feuchtgebiete" ist der französische Beitrag "Gare du Nord" von Regisseurin Claire Simon der weitere große Anwärter auf den Goldenen Leoparden. Die Preise werden am kommenden Samstag verliehen.

Internationale Filmfestspiele Berlin (Berlinale)

Zu den bedeutendsten Ereignissen der Filmbranche zählen die Internationalen Filmfestspiele Berlin, auch Berlinale genannt. Mit bis zu 430.000 Besuchern gilt die Berlinale als weltweit größtes Publikumsfestival.

Geschichte

Ihre Premiere feierte die Berlinale im Jahr 1951. Angeregt wurden die Filmfestspiele in der damals geteilten Stadt von dem US-Offizier Oscar Martay, der als Film Officer der US-Militärregierung für die Beaufsichtigung und Förderung der Berliner Filmindustrie zuständig war.

Mehrere Darlehen der amerikanischen Militärregierung ermöglichten die Finanzierung der Berliner Filmfestspiele. Mit Alfred Hitchcocks Thriller "Rebecca" wurde die erste Berlinale am 6. Juni 1951 im Titania-Palast eröffnet.

Auf den Erfolg des Festivals reagierte man in Ost-Berlin mit dem Festival des volksdemokratischen Films. Dabei wurden vor allem Filme aus dem Ostblock gezeigt.

Es dauerte nicht lange, bis die Berlinale zu einem A-Festival aufstieg, das zahlreiche populäre Kinostars wie

  • Cary Grant
  • Gary Cooper
  • Errol Flynn
  • Henry Fonda
  • Sophia Loren
  • Rita Hayworth und
  • Jean Gabin

anlockte. Bis 1978 veranstaltete man die Berlinale im Sommer, dann erfolgte eine Verlegung in den Februar. Außerdem wurden Kategorien wie "Kinderfilmfest", "Deutsche Reihe" und "Panorama" eingeführt.

Seit dem Jahr 2000 dient das Theater am Potsdamer Platz als Hauptveranstaltungsort der Berlinale. Für den Zeitraum des Festivals benennt man das Theater in Berlinale Palast um. In dem Theater, das 1800 Sitzplätze hat, erfolgt neben Filmpremieren und Wettbewerbsfilmen auch die Preisverleihung.

Preise

Zu den wichtigsten Sektionen der Berliner Festspiele gehören die Kategorien

  • Wettbewerb
  • Forum (Internationales Forum des Jungen Films)
  • die filmhistorische Retrospektive
  • Panorama mit den Schwerpunkten Autorenfilm und Arthouse-Kino
  • Generation mit Spiel- und Kurzfilmen für Kinder und Jugendliche
  • Berlinale Special
  • Deutsches Kino sowie
  • Berlinale Shorts.

Wichtigster Preis der Berlinale ist der Goldene Bär, der seit 1951 verliehen wird. Er geht an Wettbewerbsfilme, die nicht älter als 12 Monate sein dürfen und noch nicht auf anderen internationalen Festivals gezeigt wurden.

Ebenfalls seit 1951 vergeben wird der Silberne Bär. Er dient als Auszeichnung für den zweitbesten Film der Berlinale.

Seit Mitte der 50er Jahre vergibt man ihn in mehreren Kategorien. Dazu gehören bester Darsteller, beste Darstellerin, bestes Drehbuch, beste Regie sowie herausragende künstlerische Leistungen.

Einen Sonderpreis stellt der Alfred-Bauer-Preis dar, der für Filme mit neuen künstlerischen Perspektiven vergeben wird. Ebenfalls ein Sonderpreis ist der Gläserne Bär, mit dem eine Kinderjury in der Kategorie Generation den besten Spiel- oder Kurzfilm auszeichnet. Weitere Sonderpreise sind der Goldene Ehrenbär sowie die Berlinale Kamera.

Leonardo DiCaprio wird auch in diesem Jahr wieder an der Berlinale teilnehmen

Leonardo DiCaprio bleibt auch weiterhin der Berlinale treu. Schon seit Jahren stellt der Hollywood-Schauspieler in Berlin seine Filme vor - nicht zuletzt, weil seine Wurzeln in Deutschland liegen. Auch in diesem Jahr wird er wieder über den roten Teppich Berlins schreiten. Denn Leo ist derzeit auf Promotiontour für seinen neuen Film "Shutter Island". Dieser wird auch bei den Filmfestspielen vorgestellt.

Auch der Regisseur des Films, Martin Scorsese wird in Berlin erwartet. Schon 2003 kamen DiCaprio und Scorsese gemeinsam nach Berlin. Damals stellten sie den Film "Gangs of New York" vor, der sich später zum Kassenschlager entwickelte.

Bei der Berlinale können auch Blinde ins Kino gehen

Audiodeskripteure schildern Blinden bei Kinobesuch die einzelnen Szenen

Schwarz-weiß Bild junge Frau hört über Kopfhörer Musik, Ohr ist gelb beleuchtet
musica 15 © olly - www.fotolia.de

Zur Zeit finden in Berlin die Internationalen Filmfestspiele, die Berlinale, statt. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass viele Menschen in die Kinos gehen. Aber auch blinde Menschen können an diesem Filmvergnügen teilnehmen, wenn es bei dem Film eine Audiodeskripteurin gibt, das ist jemand, der den Blinden über Kopfhörer das Geschehen genau schildert. Bei einem normalen Hörspiel werden die einzelnen Szenen nicht genau beschrieben, bei einem Film ist dies anders.

Zusammenarbeit mit Theatern und Fernsehsendern

Eine dieser Audiodeskripteurin ist auch Anke Nicolai, die Vorsitzende des Vereins "Hörfilm", der vor zehn Jahren gegründet wurde. Der Verein arbeitet sehr viel mit den städtischen Theatern und Museen, aber auch mit den Fernsehsendern zusammen.

Die einzelnen Texte für die Filme werden meistens von zwei Sehenden und einem Sehbehinderten zusammen verfasst, wobei es immer ein Unterschied ist, ob jemand schon von Geburt blind ist oder erst im Laufe der Jahre das Augenlicht verloren hat.

Übrigens müssen in Großbritannien zehn Prozent aller Kino- und Fernseh-Filme aber auch Theaterstücke mit einer Audiodeskription versehen sein. Das ist hier bei uns in Deutschland bei weitem nicht der Fall. Aber bei der abendlichen Filmvorführung gab es auch 120 Vorbestellungen für die Kopfhörer.

Madonna kommt zur Berlinale 2011

Schon im Jahr 2008 stellte Madonna ihren eigenen Film "Filth and Wisdom" auf der Berlinale vor. Jetzt will Madonna angeblich erneut versuchen, ihre Regiekünste unter Beweis zu stellen.

Auch 2011 will sich die Sängerin in Berlin blicken lassen, um Ausschnitte ihres neuen Films "W.E." auf der Berlinale vorzustellen. So soll es zumindest auf den offiziellen Einladungen eines Filmvertriebs für das erste Festivalwochenende verkündet worden sein.

Die wenigen Glücklichen, die eine solche Einladung erhalten haben, sollen ihre Karten in der Präsidentensuite eines Luxushotels entgegen nehmen. In einem anderen Raum werden dann die Filmausschnitte von Madonnas neuem Werk präsentiert, in dem es um die skandalöse Geschichte des britischen Königshauses Windsor geht.

Berlinale - Madonna und andere Stars werden erwartet

61. Berlinale - Armin Mueller-Stahl erhält den Goldenen Ehrenbären

Nahaufnahme Brandenburger Tor von unten, Berlin
Brandenburger Tor 01 © OHRAUGE - www.fotolia.de

Zum 61. Mal lädt die Berlinale, das größte deutsche Filmfestival, in die Hauptstadt ein. In diesem Jahr präsentieren die Festspiele an zehn Tagen ein geändertes Programm. Die Berlinale versucht "neue Tendenzen im Weltkino zu entdecken", wie Festival-Direktor Dieter Kosslick sagte.

Programm und prominente Besucher

Dazu gehört, dass sich im offiziellen Programm vier 3D-Filme befinden. Insgesamt werden 385 Filme aus 58 Ländern gezeigt. Die Schwerpunkte liegen in diesem Jahr auf den Themen Gewalt und Paargeschichten.

Eröffnet werden die Kinotage in Berlin mit dem Western "True Grit" ("Vergeltung") der amerikanischen Brüder Joel und Ethan Coen.

Der Hauptdarsteller Jeff Bridges ist einer von mehreren prominenten Festivalbesuchern.

Denn nicht nur die Filme locken zehntausende in die deutsche Hauptstadt, sondern vor allem auch die Stars. So werden Madonna und Diane Kruger am Potsdamer Platz genauso erwartet wie Colin Firth und Armin Mueller-Stahl. Er erhält für sein Lebenswerk den Goldenen Ehrenbären. Aus diesem Grund zeigt das Festival elf Filme des Deutschen, die seine Karriere von der Defa bis nach Hollywood illustrieren.

Die Jury

Der internationalen Jury sitzt in diesem Jahr die Hollywood-Schauspielerin Isabella Rossellini vor. Sie entscheidet zusammen mit Nina Hoss aus Deutschland und dem Bollywood-Star Aamir Khan über die Vergabe der Goldenen und Silbernen Bären.

Nicht dabei ist der iranische Filmemacher Jafar Panahi. Er wurde in seiner Heimat zu sechs Jahren Gefängnis und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt.

Der Iran sahnt bei Berlinale ab

Bei den 61. Filmfestspielen in Berlin, der "Berlinale", erhielt der Film von Asghar Farhadi mit dem Titel "Nader und Simin, Eine Trennung" den "Goldenen Bären".

Aber auch den Schauspielern konnte die Jury hier den "Silbernen Bären" verleihen, so dass der Iran der große Gewinner war und somit die dortigen Filmemacher, die es oftmals wegen der Zensur schwer haben, für ihre Arbeit belohnt wurden.

Aber zwei Preise gingen auch nach Deutschland, so wurde einmal der Regisseur Ulrich Köhler für seinen Film "Schlafkrankheit" mit einem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet und Andres Veiel bekam für sein RAF-Drama "Wer wenn nicht wir" den Alfred-Bauer-Preis.

Zudem wurden noch einige weitere Preise verliehen. Bei der diesjährigen Berlinale, wie die Internationalen Filmfestspiele Berlin kurz genannt werden, wurden 16 Filme aus aller Welt vorgestellt.

Sieben große Namen - Die Jury-Mitglieder der diesjährigen Berlinale-Filmfestspiele stehen fest

Was haben Schauspieler Tim Robbins, der Filmemacher Wong Kar Wai sowie Regisseurin Shirin Neshat gemeinsam? Richtig, sie sind drei von sieben Jury-Mitgliedern für die diesjährigen Berlinale-Filmfestspiele und bestimmen damit, wer den goldenen und den silbernen Bären mit nach Hause nehmen darf. Die Regisseurinnen Athina Rachel Tsangari und Susanne Bier, die Kamerafrau Ellen Kuras sowie Regisseur Andreas Dresen komplettieren die Runde.

Letzterer wurde noch im Jahr 2002 selbst mit einem silbernen Bären ausgezeichnet. Den Jury-Vorsitz hat Wong Kar Wai inne. Die Festspiele werden vom 7. bis 17. Februar stattfinden. Vorab wurde ferner bekannt gegeben, dass die Berlinale-Kamera diesmal jeweils an Rosa von Praunheim sowie die Schauspielerin Isabella Rossellini geht.

In der deutschen Hauptstadt werden in den zehn Tagen in unterschiedlichen Locations in allen Teilen der Stadt insgesamt rund 400 Filme gezeigt. Darunter sind unter anderem Werke von Steven Soderbergh oder Gus Van Sant.

Mit "The Grandmaster" wird die 63. Berlinale eröffnet

In diesem Jahr wird die 63. Berlinale mit dem Film „The Grandmaster“ eröffnet. Der Eröffnungsfilm des chinesischen Regisseurs Wong Kar-Wai stellt eine Filmbiographie des Kampfkunstmeisters Ip Man dar. Ip Man lebte zwischen 1893 und 1972 und war der Begründer des Wing Chun Kung Fu-Stils.

Der Regisseur beteuert, mit diesem Film zum tiefliegenden, philosophischen Kern der asiatischen Kampfkünste vorgedrungen zu sein. "The Grandmaster" überzeugt mit Hell-Dunkel-Kontrasten, aggressiven Kung Fu Manövern, desorientierenden Perspektivenwechsel, sowie Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen.

Die Rolle des Ip Man spielt Tony Leung, in der weiblichen Hauptrolle überzeugt Zhang Ziyi.

Berlinale: Das waren die Sieger 2013

Die wichtigsten deutschen Filmfestspiele sind wieder einmal viel zu schnell zu Ende gegangen. Eine Woche lang lockte die Berlinale Filmschaffende und Cineasten aus der ganzen Welt in die Bundeshauptstadt, wo gemeinsam gekuckt, diskutiert und gefeiert wurde. Höhepunkt des Spektakels war auch in diesem Jahr die Preisverleihung für die besten Filme, über die eine international besetzte Jury in jeweils unterschiedlichen Kategorien zu entscheiden hatte.

Ganz so ausdifferenziert wie bei den Oscars, wo zum Beispiel auch das beste Film Make-Up gekürt wird, geht es in Berlin nicht zu. Dafür durfte die hochkarätige Jury, in der in diesem Jahr unter Anderem die iranisch-amerikanische Filmemacherin Shirin Neshat, Regisseur Wong Kar Wai sowie der deutsche Regisseur Andreas Dresen saßen, über den besten Film, die beste Regie, das beste Drehbuch und einige weitere Posten abstimmen.

Den Goldenen Bären für den besten Film erhielt der rumänische Filmemacher Calin Peter Netzer für "The Child´s Pose", Silberne Bären gingen unter anderem an den iranischen Drehbuchautoren Jafar Panahi. Deutsche Filmschaffende waren in diesem Jahr nicht unter den Preisträgern - doch das dürfte echte Cineasten kaum stören, schließlich ist die Welt des Kinos eine internationale Angelegenheit, die sich nicht um Landesgrenzen und Nationen schert.

Berlinale verbucht Besucherrekord

Die Veranstalter der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin haben in diesem Jahr mit 303.077 verkauften Eintrittskarten einen neuen Zuschauerrekord verzeichnet. Im vergangenen Jahr wurden bei der Berlinale knapp 3.500 Karten weniger verkauft.

Anscheinend fanden die Besucher auch an der anschließenden "European Film Market" Gefallen, da auf der Fachmesse verglichen mit dem Vorjahr rund 8.000 Eintrittskarten mehr über den Verkaufstresen gingen. Knapp 19.630 Fachbesucher aus 124 Länder akkreditierten sich, um sich ihre Favoriten von Hunderten von Filmen anzuschauen.

Berlinale 2014 - Berlin im Hollywood-Rausch

Brandenburger Tor beleuchtet, Berlin am Abend
brandenburger tor © Stephen Ruebsam - www.fotolia.de

Berlin kommt aktuell gar nicht mehr raus aus dem Rampenlicht. Die Mercedes Benz Fashion Week wurde gerade erst mit viel Jubel beendet, nun stehen die Filmfestspiele Berlinale ins Haus. Erwartet werden wieder Besucher aus aller Welt - die A-Liga der Hollywoodstars, Regisseure, Schauspieler, aber eben auch viele (noch) unbekannte Filmschaffende.

Das Besondere daran: Bei der Berlinale kann sich jeder selbst ins Getümmel stürzen! Der Gang über den Roten Teppich bleibt zwar geladenen Gästen vorbehalten, doch auch zwischen den verschiedenen Kinospielstätten herrscht jetzt glamouröses Treiben. Der perfekte Anlass also, um sich mal so richtig aufzubrezeln!

Der Look der Berlinale

Dabei ist weniger in Berlin bekanntlich mehr - roter Lippenstift, High Heels und ein cooles Accessoire (It-Bag!, Statementkette!) genügen meist schon, um sich ausgehfein unter die Hollywoodstars zu mischen. Lässigkeit ist hier Trumpf, Hochsteckfrisuren und Co. gehen gar nicht. Setzen Sie stattdessen lieber auf eine gepflegt verwuschelte Mähne oder tragen Sie gleich coole Kurzhaarschnitte wie Pixie oder Bob.

Sie möchten den Stars ganz nahe kommen? Dann sollten Sie in jedem Fall das nötige Kleingeld parat haben - und sich rechtzeitig um eine Reservierung in einem der angesagten Restaurants der Stadt kümmern. Das Grill Royal und das Borchardt gelten als traditionelle Hotspots, doch auch die kleineren Locations erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Pech haben Sie nur in den privaten Lounges - die werden in Berlin ebenfalls immer beliebter, hier kommen nur geladene Gäste und Mitglieder rein...

Zur Berlinale reist wieder halb Hollywood nach Berlin

Vom 6. bis zum 16. Februar findet in Berlin zum 64. Mal die alljährliche Berlinale statt. Neben deutschen Schauspielgrößen lockt die Preisverleihung auch zahlreiche Hollywoodstars in die deutsche Hauptstadt.

Insgesamt rund 400 Filme aus dem In- und Ausland werden in diesem Jahr auf der Berlinale gezeigt. Am Rande der Preisverleihung findet am 10. Februar außerdem zum 12. Mal die "Cinema for Peace Gala" statt, zu der neben einigen internationalen Schauspielernn, wie Uma Thurman, Christopher Lee, Ornella Muti und Catherine Deneuve auch die beiden "Pussy Riot"-Sängerinnen Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa erwartet werden.

Für die beiden Aktivistinnen wäre dies ihr erster Besuch in Deutschland seit ihrer Freilassung aus dem russischen Straflager im Dezember des vergangenen Jahres.

Die 64. Berlinale hat begonnen

Am gestrigen Donnerstagabend fand in Berlin die Eröffnungsfeier der 64. Berlinale statt. Kaum ein deutscher Star ließ sich das Spekatakel entgehen, aber auch Hollywood war wieder einmal stark vertreten.

Auftakt des Filmfestivals mit Komödie

Die Filmfestspiele wurden mit der Premiere der Komödie "Grand Budapest Hotel" von Regisseur Wes Anderson eröffnet, die mit ihrer lustigen Erzählweise und ihrer Starbesetzung großen Applaus erntete.

Mit Charme und viel Witz führte auch Moderatorin Anke Engelke durch den Abend. Nach der Vorführung des Films ließen die Stars den Abend auf der anschließenden Feier bei Sekt und leckeren Häppchen ausklingen.

Am heutigen Freitag wird mit "Jack" von Regisseur Edward Berger der erste deutsche Beitrag auf der Berlinale gezeigt.

Eröffnung der Berlinale - Wes Anderson bringt mit "Grand Budapest Hotel" halb Hollywood nach Berlin

Am gestrigen Donnerstag begann mit der 64. Berlinale der Auftakt zum Rennen um die beliebten goldenen Bären. Als Eröffnungsfilm wurde die Komödie des amerikanischen Regisseurs Wes Anderson "The Grand Budapest Hotel" gezeigt. Neben Anderson war auch der Großteil der Starbesetzung des Films nach Berlin gereist, darunter Adrian Brody, Edward Norton, Willem Dafoe, Tilda Swinton und Bill Murray.

Über 400 Filme nationaler und internationaler Künstler werden bei den diesjährigen Filmfestspielen in Berlin gezeigt.

Viele deutsche Filme auf dem Filmfestival

Erstmals seit Langem sind mit Edward Bergers "Jack", Dietrich Brüggemanns "Kreuzweg", Dominik Grafs "Die geliebten Schwestern" und Feo Aladags "Zwischen Welten" auch wieder vier deutsche Streifen im Rennen um die begehrten Trophäen, über deren Vergabe am Ende der Vorführungen die achtköpfige Jury entscheidet.

Hauptpreis der Berlinale geht nach China - "Bai Ri Yan Huo" gewinnt den Goldenen Bären

Entgegen der Meinung von Kritikern und Zuschauern wurde nicht der diesjährige Favorit "Boyhood" von US-Regisseur Richard Linklaters mit dem Goldenen Bären für den besten Film, dem Hauptpreis der Berlinale, ausgezeichnet. Stattdessen waren die Chinesen die großen Abräumer der 64. Berlinale.

Der Film "Bai Ri Yan Huo" des chinesischen Regisseurs Yinan Diao wurde als bester Film gefeiert. Zuletzt hatte China den begehrten Hauptpreis der Berlinale im Jahr 2007 für den Film "Tuyas Hochzeit" von Regisseur Wang Quan'an erhalten. Der Hauptdarsteller des chinesischen Krimis "Bai Ri Yan Huo", Fan Liao, erhielt den Goldenen Bären als bester Schauspieler und ein weiterer Hauptpreis ging an den Chinesen Jian Zeng für die beste Kamera in dem Streifen "Tui Na".

Die deutsche Co-Produktion "The Grand Budapest Hotel" von Regisseur Wes Anderson bekam den Großen Preis der Jury. Das Geschwister-Duo Dietrich und Anna Brüggemann holte mit seinem Streifen "Kreuzweg" außerdem einen Silbernen Bären in der Kategorie "Bestes Drehbuch" und den Preis der Ökumenischen Jury nach Deutschland.

Der ursprüngliche Favorit der diesjährigen Berlinale, "Boyhood", wurde immerhin mit dem Bären für die beste Regie ausgezeichnet.

Berlinale: Nur ein deutscher Titel beim Kampf um den Bären dabei

Bei der diesjährigen Berlinale ist nur ein einziger deutscher Film beim Wettbewerb um den Goldenen Bären mit im Rennen. Dabei handelt es sich um den in Kanada spielenden Film „Gold“ des Regisseurs Thomas Arslan. Die Schauspielerin Nina Hoss überzeugt darin in der Rolle einer Auswanderin nach Kanada, der Film spielt im 19. Jahrhundert.

Mit dabei im Kampf um den Bären sind „The Necessary Death Of Charly Countryman“ vom schwedischen Fredrik Bond sowie der Russe Boris Khlebnikow mit seinem Debut „Dolgaya schastlivaya zhizn", zu deutsch „Ein langes und glückliches Leben".

Über eine Auszeichnung für ihre Schauspielkünste kann sich die Italienerin Isabella Rossellini freuen.

Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastián

Das spanische Filmfestival Festival Internacional de Cine de Donostia-San Sebastian wird einmal im Jahr in Donostia-San Sebastian im Baskenland veranstaltet. Es gehört zu den A-Festivals.

Geschichte

Erstmals veranstaltet wurde das Festival de San Sebastian im September 1953. Es umfasst verschiedene Sparten wie

  • Wettbewerb
  • zeitgenössische Retrospektive
  • historische Retrospektive
  • Horizontes Latinos sowie
  • Zabaltegi,

bei dem es sich gewissermaßen um ein Best-of von anderen Festivals handelt. Zunächst ließen die Veranstalter nur spanische Filme für das Festival zu, ab Mitte der 50er Jahre öffnete man sich jedoch auch internationalen Produktionen.

Preise

Der Hauptpreis, der von der Jury des Festivals de San Sebastian vergeben wird, ist die Goldene Muschel. Dieser Preis leitet sich von der Bucht, an der sich die Stadt San Sebastian befindet, ab.

Preisträger der Goldenen Muschel waren neben spanischen Filmen auch internationale Filme wie "Geschichte einer Nonne" von Fred Zinnemann (1959), "Die Unbezwingbaren" von Elia Kazan (1964), "Die 27. Etage" von Edward Dmytryk (1965), "Badlands – Zerschossene Träume" von Terrence Malick (1974), "Homer und Eddie" von Andrei Kontschalowski (1989), "Das Leben ist ein Spiel" von Claude Chabrol (1997) und "Schussangst" von Dino Tsintzadse (2003).

Ein weiterer wichtiger Preis des Filmfestivals ist die Silberne Muschel, die für die beste Regie vergeben wird. Preisträger waren unter anderem O. W. Fischer, Alfred Hitchcock, Sidney Lumet, Alberto Lattuada und Peter Collinson.

Seit 1986 gibt es auch den Donostia-Preis. Dieser geht jedes Jahr an bedeutende Personen der Filmindustrie. Dazu gehörten bislang unter anderem Gregory Peck, Bette Davis, Anthony Perkins, Lauren Bacall, Robert Mitchum, Michael Douglas, Francisco Rabal, Max von Sydow, Julia Roberts und Ewan McGregor.

Festival Internacional de Cine de Mar del Plata

Das Festival Internacional de Cine de Mar del Plata ist ein Filmfestival, das im Seebad Mar del Plata an der argentinischen Ostküste veranstaltet wird. Es findet im jährlichen Rhythmus statt und zählt zu den Wettbewerb-Festivals.

Geschichte

Erstmals ausgetragen wurde das Festival Internacional de Cine de Mar del Plata im Jahr 1954. Ab 1959 vergab die Jury Preise an internationale Filme, zu denen unter anderem "Wilde Erdbeeren" von Ingmar Bergman oder "Die Brücke" von Bernhard Wicki zählten.

Nachdem sich in Argentinien eine Militärregierung etabliert hatte, konnten aus politischen und wirtschaftlichen Gründen zwischen 1971 und 1995 keine Filmfestspiele stattfinden. Seit 1996 wird das Festival jedoch wieder regelmäßig veranstaltet.

Preise

Hauptpreis des Festival Internacional de Cine de Mar del Plata ist der Astor de Oro. Diesen vergibt die Jury bereits seit 1959 für den besten Film.

Insgesamt werden mehr als 15 Filmpreise in unterschiedlichen Sparten verliehen. Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehörten neben südamerikanischen Filmproduktionen auch Streifen aus Japan, Polen und Rumänien.

Cairo International Film Festival (CIFF)

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo findet jährlich das Cairo International Film Festival (CIFF) statt. Es dauert elf Tage.

Geschichte

Bereits in den 70er Jahren verfügte Ägypten über die größte Filmindustrie im arabischen Sprachraum. Als 1975 der ägyptische Filmkritiker Kamal El Mallakh die Internationalen Filmfestspiele in Berlin besuchte, fasste er den Entschluss, auch in Ägypten ein Filmfestival zu organisieren. So rief er ein Jahr später zusammen mit anderen Filmexperten das Cairo International Film Festival ins Leben, das zugleich auch die erste Veranstaltung dieser Art im nahen Osten war.

Bei dieser Premierenveranstaltung liefen etwa 100 Filme aus 33 verschiedenen Ländern. Mittlerweile liegt der thematische Schwerpunkt des Filmfestivals auf Filmen, bei denen es um schwierige menschliche und politische Fragen geht. Darüber hinaus soll dem ägyptischen Film international mehr Aufmerksamkeit verschafft werden.

Preise

Genau wie bei anderen Filmfestspielen werden auch beim Cairo International Film Festival mehrere Preise in unterschiedlichen Kategorien vergeben. Wichtigster Preis ist die Goldene Pyramide für den besten Film. Darüber hinaus verleiht die Jury die Silberne Pyramide für die beste Regie.

Weitere Kategorien sind

  • bester Schauspieler
  • beste Schauspielerin
  • bester künstlerischer Beitrag sowie
  • bester arabischsprachiger Film.

Außerdem gibt es den Naguib-Mahfouz-Preis für den besten Erst- oder Zweitfilm und den Saad-El-Din-Wahba-Preis für das beste Drehbuch.

Bruno Ganz wird auf Internationalem Filmfestival in Argentinien geehrt

Am Samstag wurde in Mar del Plata, Argentinien, das 25. Internationale Filmfestival gestartet. Eröffnungsfilm war "Somewhere" von Sofia Coppola. Bis zum nächsten Sonntag, dem 21.11., werden 314 Spielfilme und Kurzfilme zu sehen sein.

Bruno Ganz wird dort für seine schauspielerischen Leistungen sowie seine Karriere als Gesamtwerk ausgezeichnet. Auch "Der Untergang" wird in Mar del Plata gezeigt. Von dem deutschen Bernhard-Wicki-Film "Die Brücke" von 1959 wird es eine Sondervorstellung geben, da dieser vor genau 50 Jahren den Preis für den besten Film gewonnen hat.

Die gezeigten Filme kommen aus fast 50 Ländern. Das Festival findet bereits zum 25. Mal statt.

World Film Festival

Eines der wichtigsten kanadischen Filmfestivals ist das internationale World Film Festival. Als Veranstaltungsort dient die Stadt Montreal im Südwesten der Provinz Quebec.

Geschichte

Ins Leben gerufen wurde das World Film Festival im Jahr 1977. Als Eröffnerin fungierte niemand Geringeres als die schwedische Schauspielerin Ingrid Bergman (1915-1982).

Seither wird es im jährlichen Rhythmus abgehalten und ist das einzige Wettbewerbs-Filmfestival in Nordamerika. Als Jurypräsidenten traten unter anderem Filmgrößen wie Alain Delon, Sergio Leone, Gina Lollobrigida, Leslie Caron, Ben Kingsley, Jacqueline Bisset und Greta Scacchi auf.

Im Laufe der Jahre entstanden verschiedene Sektionen des Festivals. Dazu gehörten neben dem internationalen Wettbewerb auch der internationale Wettbewerb für

  • Debütfilme
  • Weltkino
  • Cinema under the Stars
  • Tributes
  • das Canadian Student Film Festival
  • internationale Dokumentarfilme sowie
  • das außerhalb des Wettbewerbs stehende Hors Concours.

Preise

Hauptpreis des World Film Festivals ist der seit 1978 verliehene Grand Prix of the Americas, der seitdem an die unterschiedlichsten internationalen Filme vergeben wurde. Darüber hinaus erhält der beste Erstlingsfilm den Golden Zenith.

Tokyo International Film Festival (TIFF)

Obwohl das Tokyo International Film Festival (TIFF) noch relativ jung ist, gilt es als bedeutendste Veranstaltung dieser Art in Asien. Verantwortlich für die Organisation der Filmfestspiele ist die Japan Association for the International Promotion of Moving Images.

Geschichte und Preise

Zum ersten Mal veranstaltet wurde das Tokyo International Film Festival im Jahr 1985 in Japans Hauptstadt Tokio. Als Jurypräsident fungierte der englische Filmproduzent Sir David Puttnam. In der heutigen Zeit präsentiert das Filmfestival jedes Jahr mehr als 300 internationale Filme sowie Unterhaltungsfilme, die in Japan noch nicht liefen.

Der wichtigste Preis der japanischen Filmfestspiele ist der Tokyo Sakura Grand Prix. Dieser wird seit 1985 an Filmproduktionen aus aller Herren Länder vergeben. Zu den Preisträgern gehören unter anderem Produktionen wie "Jenseits der Stille" (1997) von Caroline Link, "Virtual Nightmare – Open your Eyes" (1998) von Alejandro Amenbar oder "Ziemlich beste Freunde" (2011) von Olivier Nakache und Eric Toledano.

Film Festival Toronto: Die schönsten Auftritte auf dem roten Teppich

Absperrung auf dem roten Teppich
absperrung © Michael Homann - www.fotolia.de

Ein Filmfestival ist nicht nur für Filmemacher und Regisseure die beste Gelegenheit, ihre neue Werke dem Publikum vorzustellen, sondern auch für die Stars und Sternchen, einen glanzvollen Auftritt auf dem roten Teppich hinzulegen. Beim derzeit laufenden Festival in kanadischen Metropole Toronto gab es wieder einmal viel Haut zu sehen: Mila Kunis präsentierte sich beispielsweise in einem weißen Kleid von Burberry Prorsum mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel und die französische Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard in einem sehr transparenten nachtblauen Outfit von Dior.

Besser machte es Keira Knightley mit einem bezaubernden Printdress von Mary Katrantzou im Stil der 50er Jahre, den sie mit Riemchen-Pumps in unauffälligen Nude kombinierte. Ähnlich edel zeigten sich Scarlett Johansson in einem lila-weißen Polka-Dot-Kleid von Vivienne Westwood und die erst 17-jährige Abigail Breslin in einer herrlichen Robe mit Blumenprint, die sie mit einer lässigen Jeansjacke kombinierte.

Farbe ins Spiel brachten Julia Roberts mit einem weinroten Minikleid von Dolce & Gabbana und Jessica Chastain in einem fließenden türkisen Kleid von Atelier Versace. Für eine Überraschung sorgte hingehen Nicole Kidman: Als eine der wenigen verzichtete sie ganz auf eine Robe und erschien stattdessen in einem schwarzen Hosenanzug von Altuzarra.

In Hamburg haben die 24. Lesbisch-Schwulen Filmtage begonnen

In diesem Jahr werden in Hamburg zum 24. Mal die Lesbisch-Schwulen Filmtage gefeiert. Unter dem Schwerpunkt "Family Matters" werden bis zum Sonntag insgesamt 120 Filmproduktionen aus der ganzen Welt in fünf Hamburger Kinos präsentiert. Ein Großteil der Filme befasst sich mit der aktuellen Diskussion über den traditionellen Familienbegriff.

Neben Filmen auch Diskussionen und Workshops

Das Festival startete bereits am vergangenen Dienstag mit der tragischen Komödie "Ich fühl mich Disco" und einer anschließenden Gala auf Kampnagel. Neben den Filmvorführungen gibt es aber auch zahlreiche Diskussionsrunden und Workshops. Am Ende der Filmtage wird an den besten Film der mit 5.000 Euro dotierte Jurypreis verliehen. Die Zuschauer küren zudem weitere Filme in den Kategorien "Bester Kurzfilm", "Beste Dokumentation" und "Bester Spielfilm".

Polnischer Film gewinnt beim europäischen Filmfestival dokumentART

Bei dem europäischen Filmfestival dokumentART in den Städten Neubrandenburg und Stettin in Polen haben die Künstler aus 15 Ländern insgesamt 43 Filme der Jury präsentiert. Der polnische Film "Klinika" von Tomasz Wolski gewann den mit 3.000 Euro dotierten Hauptpreis. Er handelt in einem Krankenhaus in Krakau und bringt die dortige Situation, insbesondere der älteren Menschen, dem Publikum näher.

Nach Aussage der Jury ist der Film "Poesie mit den einfachsten Mitteln des Kinos".

"Festival des deutschen Films" sucht noch weitere Filme

Filmemacher aufgepasst! Die Veranstalter des "Festivals des deutschen Films" suchen auch im neunten Jahr der Veranstaltung noch bis zum 1. September weitere Teilnehmer, die mit ihrem Kurz- oder Langfilm am Festival teilnehmen möchten.

Voraussetzungen zur Einreichung des Films sind, dass er weder in einem deutschen Kino bereits gelaufen noch älter als zwei Jahre alt ist. Zugelassen sind allerdings alle Darstellungsweisen und Gattungen. Die Filme werden dann im Rahmen des Festivals in Mainz zwischen dem 25. und 29. November gezeigt werden.

Nähere Informationen sind auch über das Internet zu erfahren.

FantasyFilmfest 2009 birgt wieder einige Filmperlen

Seit einigen Jahren haben Cineasten und Filmliebhaber auf dem FantasyFilmfest die Möglichkeit, kleinere und spezielle Filme zu sehen, die sonst nicht erscheinen oder vorgeführt werden würden.

Aus mehreren Kategorien kann man sich seine Favoriten aussuchen, von "Get Shorty" - Kurzfilmen über "Focus Asia" -, panasiatischen Filmen bis hin zu "Selected Features" - Independentfilmen - ist vieles zu sehen.

Um die 70 Filme werden gezeigt werden - sehenswert sind davon unter anderem Bronson, Lake Mungo, Red Cliff und Idiots and Angels.

Bei der Eröffnung des Filmfestival in Münster wird am 7. Oktober auch Veronica Ferres erwartet

In Münster wird am 7. Oktober 2009 zum 13. Mal das Filmfestival stattfinden. Dabei wird auch der Film "Unter Bauern" gezeigt mit dem deutschen Film-Star Veronica Ferres. Auch Achim Rohde wird mit dabei sein.

Zusätzlich werden 90 Filme vorgeführt und aus etwa 500 Vorschlägen musste die Jury die 49 besten Kurzfilme, wobei der Begriff "kurz" nicht mehr stimmt, auswählen. Mit dabei sind der Kurzfilm "Wagah" von Supriyo Sen, der schon bei der Berlinale gewonnen hat, sowie der auch schon preisgekrönte Film "Der Conny ihr Pony" von der Design-Hochschule Halle.

Beim Filmfestival werden dann die besten drei prämiert und mit Preisen bis zu 5.000 Euro belohnt. Das Festival findet vom 7. bis 11. Oktober im Cineplex unter dem Motto "Risiko" statt.

Palm Springs: Rückzug von zwei chinesischen Filmen

China hat beim Filmfestival von Palm Springs zwei Filme zurückgezogen. Der Grund: Die USA wollte auf die Vorführung von der Tibet-Doku "The Sun Behind the Clouds" nicht verzichten. In didem Fokus auf die olympischen Spiele Peking 2008.

Darryl Macdonald, Festival-Direktor ist der Meinung, an so einem bedeutenden Event ein möglichst breites Spektrum an Filmen zu bieten, von daher könne der Verzicht auf eine Dokumentation nicht genehmigt werden. Anstelle der beiden zurückgezogenen Filme wird nun "Ein Augenblick Freiheit" gezeigt, ein Kooperationsfilm von Österreich, Frankreich und der Türkei.

Fantasy Filmfest Nights: Neun von zehn Filmen stehen fest

Am 13. März starten in vielen deutschen Großstädten die achten Fantasy Filmfest Nights. Bei diesem Filmfestival, welches zwei Wochen lang läuft, werden zehn spannende und mit Sicherheit blutige Filme in Originalsprache in den Kinos gezeigt. Aus Deutschland ist bisher kein Film beteiligt; eine Chance gibt es noch, denn es stehen erst neun von zehn Werken fest.

Mit dabei sind unter anderem "The Collector" von Regisseur Marcus Dunstan, "Daybreakers" mit Schauspieler Ethan Hawke und "Survival of the Dead" von George A. Romero. Ein Teil der Filme wird mit deutschen Untertiteln versehen sein.

22. Filmfest Dresden feiert am 20. April Auftakt

Das Dresdner Filmfest kann sich sehen lassen; vor allem in der Kurzfilmszene ist es bekannt. Das wird vielleicht auch ein Stück an den Preisgeldern liegen: insgesamt 60.000 Euro sind zu gewinnen. Damit ist es international das Kurzfilmfest mit der höchsten Dotierung. Und das weckt natürlich die Motivation.

Neben Wettbewerbsfilmen gibt es 25 verschiedene Sonderprogramme. “DDR entspannt“ ist der Titel eines dieser Sonderprogramme, bei denen 16 Kurzfilme eine Vorstellung vom Leben in der DDR vermitteln sollen. Beim Festival kommen aber nicht nur die Erwachsenen auf ihre Kosten; auch an die Kinder wurde gedacht. Animations- und Spielfilme aus der ganzen Welt warten auf Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren.

Letztes Jahr hat es 21.000 Besucher zum Dresdner Filmfest gezogen, mal sehen, wie viele dieses Jahr erscheinen. Das Filmfest findet vom 20. bis 25. April statt.

Auftakt der „Nippon Connection“, dem 10. japanischen Filmfest

Zum zehnten Mal findet das japanische Filmfestival „Nippon Connection“ nun in Frankfurt statt. Die Filme werden vom 14. bis zum 18. April zu sehen sein. Mittlerweile werden 150 Filme vorgestellt; somit ist „Nippon Connection“ das bedeutsamste Festival für japanische Filme in Europa.

Vor zehn Jahren, beim Auftakt des Festivals, waren es noch zehn Filme, die gezeigt wurden, mittlerweile sind es 150. Natürlich freut die Veranstalter das enorme Wachstum, da das Festival noch immer mit ehrenamtlichen Mitarbeitern bestritten wird.

Im letzten Jahr konnten die Veranstalter rund 16.000 Filmliebhaber zählen, die das Festival besuchten. Gezeigt werden Kurzfilme, Langfilme, Dokumentationen, Spielfilme und Animes. Viele Filme werden beim Frankfurter Filmfestival zum ersten Mal in ganz Europa gezeigt.

Colin Firth gewinnt beim Toronto Film Festival

Bester Film beim diesjährigen Toronto Film Festival war nach Meinung der Zuschauer "The King's Speech" von Tom Hooper. Der Schauspieler Colin Firth war in der Hauptrolle als britischer König George VI zu sehen, der nach dem Abdanken seines Bruders plötzlich den Thron besteigen muss. Helena Bonham Carter spielt die Königin Elizabeth, Geoffrey Rush mimt einen Sprachtherapeuten. Angeblich habe auf dem Festival jeder über den Film gemunkelt und es wurde über die ersten Oscar-Nominierungen spekuliert.

Obwohl jeder zehnte Film in Toronto aus Deutschland stammte oder starke deutsche Einflüsse hatte, gab es für unsere Filmemacher dieses Jahr keinen Preis.

Hamburger Filmfest eröffnet

Joann Sfar, Comicstar aus Frankreich, eröffnete das diesjährige Filmfest in Hamburg mit seinem Streifen "Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte". Heiß begehrt war bei Fans und der Presse der lokale Starregisseur Fatih Akin, während Allround-Künstler Julian Schnabel ("Schmetterling und Taucherglocke") die Premiere seines neuen Films "Miral" feierte.

Das Filmfest findet dieses Jahr 18. Mal statt. Insgesamt sind mehr als 160 Filme aus 51 Ländern zu sehen. Es gilt, so auch Bürgermeister Christoph Ahlhaus, als internationales Schaufenster für Dokumentar- und Spielfilme. Auch Schauspielstars wie Franka Potente, Benno Fürmann und Iris Berben sind zugegen.

Polanskis "Ghostwriter" feiert sechsfachen Erfolg beim Europäischen Filmpreis

In der estnischen Hauptstadt Tallinn fand am Wochenende die Gala zum Europäischen Filmpreis statt. Der Abräumer des Abends wurde der "Ghostwriter", ein Politthriller von Roman Polanski; mit Nominierungen in sieben Kategorien hatte der Film ohnehin eine Favoritenrolle inne. Letztlich gewann er dann tatsächlich sechs Auszeichnungen - als bester Film, für die Regie, die Filmmusik, das Drehbuch und die Ausstattung sowie für Darsteller Ewan McGregor. Es handelt sich um eine Verfilmung des Bestsellers von Robert Harris, die in Deutschland abgedreht wurde.

Als beste Schauspielerin wurde Sylvie Testud aus Frankreich für ihre Rolle in Jessica Hausners Drama "Lourdes" ausgezeichnet. Bestes Erstlingswerk wurde "Lebanon" von Samuel Maoz. Er bekam außerdem den Kamerapreis.

"Comrade Kim Goes Flying" - Erste Annäherungsversuche zwischen Süd- und Nordkorea

Seit Jahrzehnten sind das kapitalistische Südkorea und das kommunistische Nordkorea verfeindet. Nun soll auf dem 17. Internationalen Filmfestival im südkoreanischen Busan erstmals auch eine nordkoreanische Produktion gezeigt werden.

Die romantische Komödie "Comrade Kim Goes Flying" sei keine politische Propaganda, versicherten die Organisatoren des Festivals. Er handelt von einer jungen Frau, die aus der Provinz in die Großstadt zieht, um sich dort ihren großen Traum zu erfüllen und Trapezkünstlerin in einem Zirkus zu werden. Doch dann verliebt sie sich genau in den Mann, der ihr anfangs die größten Schwierigkeiten auf ihrem Weg bereitet hat.

Auf dem größten Filmfestival Asiens sollen bis zum 13. Oktober insgesamt rund 300 Filme aus 75 Ländern gezeigt werden.

Beim britischen Filmpreis kamen sie alle stilsicher

Wenn in Los Angeles die Grammys verliehen werden, ziehen die Promis meist an, was sie möchten. Anders schaut die Sache in England aus. Dort hält sich die Prominenz an den Dresscode des Abends. Mit dabei waren Sarah Jessica Parker, Anne Hathaway und viele andere, die stilsicher auftraten. Fast keiner trug hoch geschlitzte Kleider, sondern wirklich klassische Roben, wie man sie von früher kennt.

Eine schaffte es jedoch, aus der Reihe zu tanzen: Helen Mirren. Sie trug ein wunderschönes Kleid, an dem war nichts anzumerken. Lang und weiß, passend für eine 67-Jährige. Ein wenig außergewöhnlich waren jedoch ihre rosa Haare. Diese zogen alle Blicke auf sich und die waren nicht gerade positiv.

Gewinner des Abends waren im übrigen Daniel Day-Lewis, Anne Hathaway und Christoph Waltz.

Oliver Stone erhält auf kroatischem Filmfestival eine Auszeichnung für sein Lebenswerk

Der amerikanische Regisseur Oliver Stone hat mit Streifen wie "Natural Born Killers", "Nixon" und "Platoon" seine größten Erfolge gefeiert. Jetzt wurde der dreifache Oscarpreisträger auch in Kroatien für sein Lebenswerk geehrt.

Auf einem Filmfestival im kroatischen Zagreb stellte Stone seine zehnteilige Dokumentation über die dunkelsten Kapitel in der amerikanischen Geschichte vor und durfte dort zudem die "Wild Dreamer"-Auszeichnung für sein Lebenswerk entgegennehmen.

In Osteuropa sei man immer sehr selbstkritisch. Er bewundere das sehr, da Amerika ebenfalls etwas mehr Selbstkritik üben könnte, sagte der Regisseur über den Hintergrund seiner Dokumentation.

31. Filmfest München mit Caroline Links "Exit Marrakech" eröffnet

"Exit Marrakech" ist ein bewegender Roadmovie, das den Zuschauer mit zunächst unbekanntem Ziel durch die faszinierende Landschaft Marrakeschs führt. Ausgangspunkt der Reise ist ein Internat, von dem aus der 17-jährige Ben (Samuel Schneider) seinen Vater, der als bekannter Theaterregisseur ein Gastspiel in Marrakesch gibt, besuchen möchte. Allerdings verirrt sich Ben einer jungen Prostituierten namens Karima (beeindruckend: Hafsia Herzi) folgend in der Wüste, wodurch sein Vater Heinrich (Ulrich Tukur) gezwungen ist, die Ruhe seines idyllischen Hotels zu verlassen und sich auf die Suche nach seinem Sohn zu begeben.

Auch wenn die Suche des Vaters nach seinem Sohn sowie Bens Liebesgeschichte im Vordergrund zu stehen scheinen, bleibt Caronline Link im Kern der Geschichte ihrem vermeintlichen Leitmotiv, das sich wie ein roter Faden durch die meisten ihrer Filme zieht, treu. Dieses Motiv ist die Beziehung zum Vater, die im Fall von Heinrich und Ben sowohl von Distanz, als auch von Nähe geprägt ist.

Im direkten Zusammenhang dazu thematisiert Link in "Exit Marrakech" noch das Verlockende und das potenziell Gefährliche der Fremde.

Internationales Filmfestival Warschau

Zu den bekanntesten osteuropäischen Filmfestspielen zählt das Internationale Filmfestival Warschau (Warsaw International Film Festival). Die Veranstaltung, die etwa zehn Tage dauert, findet in der polnischen Hauptstadt Warschau statt und zeigt Filme aus Polen und dem Rest der Welt.

Geschichte

Seine Premiere feierte das Internationale Filmfestival Warschau 1985. Damals trug es noch die Bezeichnung Warschauer Filmwoche. Als Organisator fungierte der renommierte Studentenclub Hybrydy.

Schöpfer des Festivals war Roman Gutek, der bis 1990 auch die Leitung der Veranstaltung inne hatte. 1991 wurde die Warschauer Filmwoche in Warsaw Film Festival umbenannt.

Im Jahr 2000 folgte dann eine weitere Umbenennung in Warsaw International Film Festival, da die internationale Interessenvertretung der Filmproduzenten (FIAPF) die polnische Veranstaltung akkreditierte. Seit 2002 präsentiert das Festival auch Filme aus Deutschland. 2009 gelangte das Warschauer Filmfestival in die Gruppe der A-Festivals und zählt damit zu den bedeutendsten Filmfestspielen der Welt.

Sektionen und Preise

Das Internationale Filmfestival Warschau umfasst mehrere Sektionen wie

  • den internationalen Wettbewerb
  • den Wettbewerb für Erst- und Zweitfilme
  • den Wettbewerb für Dokumentarfilme
  • den Wettbewerb für europäische Kurzfilme
  • den Wettbewerb des freien Geistes für unabhängige Filmproduktionen sowie
  • den FIPRESCI Award für Erst- und Zweitfilme aus Osteuropa.

Hauptpreis des internationalen Wettbewerbs ist der Warsaw Grand Prix, der seit 2005 verliehen wird. Der Empfänger des Grand Prix erhält zudem einem Geldpreis von 100.000 Zloty. Weitere Preise sind der Special Jury Award und der Publikumspreis.

So kann das Publikum nach jeder Vorführung eine Bewertung der Filme vornehmen. Für die siegreichen Filme hat dies den Vorteil, dass sie in der Regel in Polen einen Verleiher finden und landesweit in Kinos aufgeführt werden.

Internationales Filmfestival Shanghai

Eines der wichtigsten Filmfestspiele in Asien ist das Internationale Filmfestival Shanghai. Man kennt es auch unter der Bezeichnung Shanghai International Film Festival (SIFF).

Geschichte

Das Filmfestival Shanghai wurde erstmals 1993 in der ostchinesischen Metropole veranstaltet. Schon bei seiner Premiere konnte es 300.000 Zuschauer und 200 interessierte Journalisten verbuchen. Das Festival punktete mit 167 Filmproduktionen aus 33 unterschiedlichen Ländern.

So dauerte es nicht lange, bis es der internationale Filmproduzentenverband FIAPF anerkannte. Bis 2001 wurden die Filmfestspiele im Intervall von zwei Jahren durchgeführt.

Seither findet es jedes im Jahr im Juni statt. Nur 2003 erfolgte wegen der SARS-Epidemie eine Absage.

Sparten und Preise

Das Internationale Filmfestival Shanghai lässt sich in vier Kategorien einteilen. Dies sind

  • der internationale Wettbewerb
  • das internationale Panorama
  • der internationale Filmmarkt sowie
  • das filmakademische Seminar.

Die Gewinner der Sparte Internationaler Wettbewerb werden mit dem Goldenen Pokal ausgezeichnet. Zu den Preisträgern gehören mit "Vier Minuten" (2006) von Chris Kraus und "Frei nach Plan" (2007) von Franziska Meletzky auch zwei deutsche Produktionen.

Das schielende Opossum Heidi tippt auf Natalie Portman für den Oscar

Oscar-Orakel "Heidi" entscheidet sich für Natalie Portman

Weiße Limousine am Ende eines roten Teppichs
weiße limousine und roter teppich © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

Ein schielendes Opossum, das aus dem Leipziger Zoo stammt, fungiert jetzt als Orakel für die bevorstehende Oscar-Wahl. Ein Opossum ist eine Beutelratte. Bei der Wahl in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" entschied sich das Beuteltier für die israelisch-amerikanische Schauspielerin Natalie Portman als Oscar-Nominierte. Natalie ist für den Film "Black Swan" nominiert. Die Verleihung des Oscar 2011 ist für kommenden Sonntag in Los Angeles angesetzt.

Die Wahl

Wie lief das Oscar-Orakel ab? Für das Orakel musste das Opossum Heidi aus fünf Oscar-Figuren eine auswählen. Die Stafetten waren mit den Köpfen der nominierten Stars beklebt. Die hierfür nominierten Stars waren wie folgt: Michelle Williams, Nicole Kidman, Jennifer Lawrence, Natalie Portman und Annette Bening. Das Orakel fand in der Show "Jimmy Kimmel Live!" des Fernsehsenders ABC statt. Zuerst war die Beutelratte noch unschlüssig und wählte dann Natalie Portman mit der Pfote aus.

Die Krake der Filmwelt

Das Orakelspiel trägt den Namen "Heidi the Cross-Eyed Possum Picks the Winners". Das ganze Spiel lässt sich ein bisschen mit dem Orakel von Krake Paul zur Fußball-WM in Südafrika vergleichen. Krake Paul ist mittlerweile verstorben und gab damals exakte Tipps zur WM ab, indem er das Futter aus der passenden Box auswählte.

Oscar-Verleihung - Heidi, das schielende Opossum, hatte mit ihrer Vorhersage recht

Bereits vor der Oscar-Verleihung wurde Heidi, das schielende Opossum, befragt, wer wohl den Preis als beste Hauptdarstellerin bekommen würde. Heidi „tippte“ auf Natalie Portman.

Und tatsächlich gewann Natalie Portman den Oscar als beste Hauptdarstellerin für die weibliche Hauptrolle in dem Film „Black Swan“. Heidi hat also wie Krake Paul die besten Voraussetzungen für ein zutreffendes Orakel.

Oscar für Colin Firth

Nun ist es amtlich. Der Oscar 2011 geht an Colin Firth als bester Hauptdarsteller in dem Film „The King’s Speech“.

Der Brite freute sich sichtlich, hat aber im Gegensatz zu seiner Schauspielkollegin Natalie Portman keine Tränen vergossen. Im vergangenen Jahr „kämpfte“ Firth gegen den mitnominierten Jeff Bridges. Damals gewann der US-amerikanische Schauspieler.

In diesem Jahr hatte Colin Firth die Nase vorn und räumte den Oscar ab.

Die „Liebe“ gewinnt: Michael Haneke mit Goldener Palme ausgezeichnet

Der österreichische Filmemacher Michael Haneke kann sich freuen: Nun gehört er zu dem winzigen illustren Club jener Filmschaffender, die gleich zweimal die „Goldene Palme“ der Filmfestspiele in Cannes gewonnen hat. Nach dem Gewinn für „Das weiße Band“ im Jahr 2009 wurde er in diesem Jahr für sein neues Werk „Liebe“ erneut ausgezeichnet.

In „Liebe“ spielen die beiden französischen Stars Jean-Louis Trintignant und Emmanuelle Riva das alternde Ehepaar George und Anna, dessen langjährige Ehe auf eine Probe gestellt wird, als Anna nacheinander zwei Schlaganfälle erleidet.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden als männlicher Hauptdarsteller Mads Mikkelsen (für „The Hunt“) und die beiden Rumäninnen Cosmina Stratan und Cristina Flutur als beste weibliche Hauptdarstellerinnen im Film „Beyond the Hills“, für den Regisseur Cristian Mungiu ebenfalls für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde. Zwei weitere Preise gingen anden Italiener Matteo Garrone für die Gesellschaftssatire „Reality“ und den Briten Ken Loach für „The Angels‘ Share“. Der Mexikaner Carlos Reygadas durfte sich über den Preis als bester Regisseur für den Film „Post Tenebras Lux“ freuen.

DDR-Drama "Barbara" geht bei den Oscars für Deutschland ins Rennen

Das DDR-Drama "Barbara" von Regisseur Christian Petzold wurde am vergangenen Donnerstag von einer neunköpfiger Jury zum deutschen Oscar-Beitrag gewählt. Das heißt: "Barbara" wird bei der Oscar-Verleihung im kommenden Jahr in der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film" für Deutschland ins Rennen gehen.

Beim Deutschen Filmpreis wurde "Barbara" bereits mit der Silbernen Lola ausgezeichnet. Petzold erhielt für den Film "Barbara" bei der Berlinale den Silbernen Bären für die beste Regie.

Damit stehen die Chancen auf einen Oscar für Deutschland gar nicht so schlecht.

Erster Deutscher mit Auszeichnung geehrt - Tom Tykwer erhält Award

Tom Tykwer ist der erste Deutsche der den „A Tribute to... Award“ erhält

Der „A Tribute to... Award“ wurde das erste Mal an einen Deutschen verliehen. Tom Tykwer, Regisseur des Filmes "Lola rennt" bekam die Auszeichnung im Rahmen des Zurich Film Festivals. Der Regisseur lebte einige Jahre mit der Schauspielerin Franka Potente in Beziehung.

Die Liste der Erfolgsfilme des Regisseurs ist recht anschaulich. "Das Parfum", "Heaven" oder "Winterschläfer" sind hier zu nennen. Im September wird das Festival ausgerichtet, auf dem auch Richard Gere und John Travolta mit einem Award bedacht werden. Der Preis, der Tykwer verliehen wird, wurde in der Vergangenheit an große Regisseure wie Roman Polanski („Rosemaries Baby“), Paul Haggis („L.A. Crash“) oder Oliver Stone („Wall Street“) verliehen.

Tykwers neustes Projekt ist der teuerste deutsche Streifen, der je produziert wurde

Nicht nur die Auszeichnung ist eine Premiere. Der neue Film Tykwers, der am 15. Oktober Kinopremiere hat und den Titel "Der Wolkenatlas" trägt, ebenfalls. Der Film ist der teuerste deutsche Streifen, der je produziert wurde. 100 Millionen Dollar hat der Film gekostet.

Die Besetzung des Filmes kann sich sehen lassen. Halle Berry, Susan Sarandon und Hugh Grant und Tom Hanks zeigen ihr Talent. Die Premiere des Filmes wird von der Fan-Gemeinde Tykwers schon gespannt erwartet.

Ben Afflecks „Argo“ gewinnt BAFTA: Gutes Omen für Oscar-Verleihung

Bei der diesjährigen britischen BAFTA-Verleihung hat Ben Affleck für seinen Thriller „Argo“ den Sieg für den besten Film einfahren können.

Wer diesen britischen Filmpreis gewinnt, hat gute Chance auf einen Oscar. Jedenfalls erzielten die Filme, die in den letzten vier Jahren den BAFTA gewinnen konnten, anschließend auch einen Oscar.

Dieses Jahr findet die weltweit wichtigste Filmauszeichnung am 24. Februar statt und Ben Afflecks Film hat sehr gute Chance. Immerhin wurde er schon für sieben Oscars nominiert.

Jeremy Irons erhält Oscar für seine Rolle in „Nachtzug nach Lissabon“

Am Mittwoch präsentierte die 63. Berlinale den Oscar-Preisträger Jeremy Irons. Der 64jährige Weltstar spielt die Hauptrolle in der Bestsellerverfilmung „Nachtzug nach Lissabon“.

In den deutschen Kinos wird er vermutlich ab Anfang März erscheinen. Der Film erzählt die Geschichte eines Berner Lateinlehrers, der inspiriert durch ein Buch den Nachtzug nach Lissabon besteigt.

Der Hauptdarsteller Jeremy Irons soll sich in die Stadt Lissabon erneut verliebt haben. Der mittlerweile 64jährige habe Lissabon schon vor 20 Jahren, während den Dreharbeiten zu einem anderen Film sehr schätzen gelernt.

Oscars 2013 ohne die Bond-Darsteller

Die Produzenten des Oscars 2013 haben jetzt bekannt gegeben, dass die Bond-Darsteller Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig dem Event fernbleiben werden.

Nichts desto trotz wird den Zuschauern etwas sehr aufregendes und spannendes versprochen, unter anderem der Auftritt von Adele, die den Titelsong zum aktuellsten Bond-Abenteuer "Skyfall" singt.

Die Sängerin selbst zeigte sich geehrt vor solch wundervollen Leuten bei den Oscars live zu singen, die ihre Fantasie immer wieder aufs Neue anregen.

Die Ergebnisse der Oscar-Nacht 2013

Die Nacht der Oscars gehört zu den spannendsten Events für Schauspieler, Regisseure und natürlich auch für alle Filmfans, die das Spektakel live vor Ort oder vor dem Fernseher verfolgen. In der vergangenen Nacht wurden die Oscars 2013 verliehen, dabei gab es auch für die deutschen Nominierten den begehrten Preis.

So bekam Christoph Waltz den Oscar als "Bester Nebendarsteller" (das weibliche Pendant wurde Anne Hathaway für "Les Misérables") und Regisseur Michael Haneke wurde der Preis für sein Werk "Liebe" überreicht, welches als "Bester fremdsprachiger Film" überzeugen konnte.

Natürlich räumten auch die Hollywoodstars ordentlich ab - Ben Afflecks "Argo" gewann als "Bester Film", Jennifer Lawrence und Daniel Day-Lewis wurden "Beste Hauptdarsteller" und das "Beste Drehbuch" gehört in diesem Jahr zum Film "Django Unchained".

Der letzte "Twilight"-Teil bekommt gleich sieben Goldene Himbeeren

Am vergangenen Samstagabend wurden wieder, traditionell einen Tag vor der großen Oscar-Verleihung, die schlechtesten Filme und Schauspieler mit Goldenen Himbeeren bedacht. In diesem Jahr war "Bis(s) zum Ende der Nacht 2", der letzte Teil der "Twilight"-Saga, der große Abräumer bei den "Razzies".

Gleich sieben Schmähpreise gingen an den Film und seine Besetzung. Unter anderem wurde der Streifen zum schlechtesten Film gekürt. Regisseur Bill Condon bekam die Himbeere für die schlechteste Regie, Kristen Stewart wurde zur schlechtesten Schauspielerin gewählt und Taylor Lautner zum miesesten Nebendarsteller.

Die Himbeere für den schlechtesten Hauptdarsteller ging an Adam Sandler für seine Darbietung in "Der Chaos-Dad". Damit wurde Sandler zum zweiten Mal in Folge zum schlechtesten Schauspieler ernannt. Im vergangenen Jahr räumte Sandler mit seinem Film "Jack und Jill" sogar die Rekord-Zahl von zehn Himbeeren ab.

Verkündet wurden die Himbeeren im Frühstückssaal eines Hotels in Los Angeles unweit vom Dolby-Theatre, in dem einen Tag später die Oscar-Verleihung stattfand. Anwesend waren jedoch lediglich die rund 100 Juroren. Von den nominierten Stars war wie gewohnt niemand erschienen.

Grundinformationen und Hinweise zu Filmfestivals

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Ribbon of the film © Geckly - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Roter Teppich © Jörg Lantelme - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema