Stimmung: Merkmale des Horrorfilms

Nahaufnahme Filmrollen fürs Kino

Das Filmgenre Horror lässt sich in unterschiedliche Kategorien einteilen - beim Zuschauer sollen sie Unbehagen oder Angst auslösen

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  • von Paradisi-Redaktion

Als Horrorfilme bezeichnet man Filme, die beim Zuschauer eine Stimmung der Angst erzeugen wollen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen unheimliche und unerklärliche Geschehnisse oder Fabelwesen. Dabei gibt es viele verschiedene Kategorien dieses Filmgenres. Lesen Sie, welche Merkmale ein Horrorfilm aufweist und wodurch sich die unterschiedlichen Genres auszeichnen.

Horrorfilme werden auch Gruselfilme genannt. Typisch für Horrorfilme ist, dass sie durch unheimliche oder erschreckende Geschehnisse Angst oder Unbehagen beim Zuschauer auslösen. Dabei bedient man sich einer schaurigen Atmosphäre wie

oder setzt Fabelwesen wie

  • Vampire
  • Werwölfe
  • Zombies
  • Geister oder
  • Monster aller Art

ein. Im Laufe der Zeit machten die Horrorfilme immer wieder Wandlungen durch. Waren sie zu Anfang eher subtil, wurden sie später immer blutiger.

Geschichte des Horrorfilms

Das Genre Horrorfilm kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. So erzeugte bereits Friedrich Murnaus "Nosferatu - eine Symphonie des Grauens" im Jahre 1922 beim Zuschauer Angst und Schrecken.

Vampir-Filme

Mit Beginn des Tonfilms entdeckte auch Hollywood das düstere Genre für sich und schuf 1931 mit "Dracula" und "Frankenstein" zwei der größten Klassiker des Gruselfilms. Überhaupt hatten es die untoten Vampire den Filmemachern angetan. So entstanden bis in die Gegenwart immer wieder neue Vampir-Filme in allen möglichen Varianten.

Hammer-Filmproduktionen

Eine Renaissance erlebten die Horrorfilme Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre durch die britischen Hammer-Filmproduktionen. Diese griffen wiederum auf Dracula und Frankenstein zurück, lieferten aber noch weitere Gruselstoffe.

Zu den populärsten Vertretern der Hammer-Filme gehörten Christopher Lee (1922) und Peter Cushing (1913-1994). Doch auch in Hollywood entstanden mit den Edgar-Allan-Poe-Filmen, die maßgeblich von Vincent Price (1911-1993) geprägt wurden, neue Klassiker des Genres.

Als weitere Meilensteine des Horrorfilms gelten

  • "Die Nacht der lebenden Toten"
  • "Rosemaries Baby"
  • "Der Exorzist" oder
  • "Das Omen".

Zombies in Horrofilmen

Schaurige Tiere und Slasher-Filme

Mit Steven Spielbergs "Der Weiße Hai" wurde das Genre um eine neue Facette erweitert. So sorgten nun auch diverse Tierarten wie

  • Haie
  • Piranhas
  • Ameisen
  • Spinnen
  • Krokodile oder
  • Schlangen

für Angst und Schrecken. Eine weitere Unterart des Horrorfilms wurde 1978 durch John Carpenters "Halloween - Die Nacht des Grauens" in Bewegung gesetzt: der so genannte Schlächter- oder Slasher-Film. Bei diesen Filmen geht in der Regel ein ebenso psychopathischer wie gnadenloser Serienkiller um, der reihenweise Menschen meuchelt. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Gattung zählen Michael Myers aus den Halloween-Filmen und Freddy Krüger aus den Nightmare-Filmen.

Im Laufe der Jahre hatten sich die Horrorfilme stark verändert. Anstelle von Subtilität und schauriger Atmosphäre traten zunehmend ausführliche Gewaltdarstellungen und blutige Gemetzel.

Andererseits entstanden aber auch Horrorfilmkomödien, die das Genre parodierten, wie zum Beispiel "Dracula - Tot aber glücklich" aus dem Jahr 1995. Mitunter verschwimmen die Genre-Grenzen, wie bei "Alien" oder den Mumien-Filmen.

Happy Halloween: Was macht Horrorfilme eigentlich so beliebt?

Grafik Reihe von Halloween Kürbissen mit leuchtenden Gesichtern
Jack-o'-lantern © Matthias Haas - www.fotolia.de

Gänsehaut pur! Rund um Halloween sorgen wieder Horrorfilme und Gruselgeschichten für Einschaltquoten im TV. Geister, Psychopathen und Vampire lassen einem nun wieder das Blut in den Adern gefrieren und mit rasendem Herzen vor dem TV sitzen. Doch was macht Horrorfilme nur so beliebt? Steht doch der Inhalt solcher Filme in einem absoluten Gegensatz zudem, was man als Wohlbefinden bezeichnen kann. Spritzendes Blut, rollende Köpfe und schreiende Menschen sind nun wirklich nicht das, was man unter normalen Umständen als unterhaltsam einstuft.

Beantworten kann diese Frage Ulrich Kobbé vom Institut für subjektpsychologische Wissenschaften, institutionelle Therapie interdisziplinäre Forschung in Lippstadt.

Sichere Realität mindert Angst bei Horrorfilmen

Wer sich im heimischen Wohnzimmer den Gefahren eines Horrorfilms aussetzt, weiß insgeheim, dass er diese Reise nur virtuell antreten wird und man sich stets im sicheren Zuhause befindet. Zudem sprechen die Horrorfilme meist die typischen Ängste der Menschen an: Kontrollverlust, Tod, Krankheit, Verfolgung oder einfach die Angst vor der Angst, so Ulrich Kobbé dazu.

Meist siegt Identifikationsfigur

Am Ende eines solchen Filmes siegt wenigstens ein Held der Geschichte über die Geister und Dämonen und der Betrachter am TV fühlt mit ihm. Man hat also in gewisser Weise selber die Ängste durchlebt und überwunden.

Eigene Grenzen beachten

Die Wirkung dieser Filme ist jedoch grenzwertig und sehr unterschiedlich. So können viele danach einfach ruhig ins Bett gehen und andere finden einfach keine Ruhe mehr. Die Bilder bekommen sie schlicht weg nicht aus dem Kopf. Aus diesem Grund ist es wichtig, die eigenen Grenzen bezüglich solcher Filme zu kennen und diese auch einzuhalten.

Kategorien des Horrorfilms

Die Bandbreite des Horrorfilms ist mannigfaltig. So unterscheidet man zwischen verschiedenen Kategorien wie

  • Gothic
  • Okkultismus
  • Monster
  • Backwoods-Film
  • Gore
  • Horrorkomödie
  • Kannibalenfilm
  • Tierhorrorfilm
  • Vampirfilm
  • Zombiefilm
  • Torture Porn
  • Slasher
  • Splatter oder
  • psychologischen Horror.

Von Gothic spricht man, wenn klassische Horrorgeschichten erzählt werden. Dazu gehören zum Beispiel "Dracula", "Frankenstein" oder "Die Mumie".

In okkultistischen Gruselfilmen geht es um übersinnliche Phänomene wie Geister, Dämonen und Hexen, während in Monster-Filmen grauenerregende Monster wie beispielsweise Godzilla auftauchen und große Zerstörungen anrichten. Backwoods-Filme beschreiben Filme, bei denen eine Gruppe von Menschen, in den meisten Fällen Jugendliche, in einer Wildnis, fernab von Zivilisation, vom Weg abkommen und denen im Verlauf des Films Schreckliches passiert.

Das Genre Gore bezieht sich auf möglichst detailreiche Filmaufnahmen von verletzten Körpern jeglicher Art - von Verstümmelungen bis hin zu herausquellenden Organen. Die Horrorkomödie vermischt üblichen Horror mit humorvollen Ansätzen.

Der Kannibalenfilm thematisieren typischerweise die Begegnung mit zwischen urzeitlichen Naturvölkern und der Zivilisation, während bei Tierhorrorfilmen Tiere eine zentrale Rolle spielen. Vampirfilme sind heutzutage vor allen Dingen auch in Form von unterschiedlichen Serien beliebt. Auch Zombies treten sowohl in Filmen als auch in Serien auf und sind stets auf der Suche nach frischem Menschenfleisch.

Torture Porn oder auch Torture Horror beschreibt ein recht junges Subgenre. Gewaltdarstellungen, Folter, Erniedrigungen und Verstümmelungen als Selbstzweck stehen hierbei im Mittelpunkt.

Typisch für Slasher-Filme ist, dass eine bestimmte Personengruppe - meist Teenager - verfolgt und nach und nach umgebracht wird. Psychologische Horrorfilme befassen sich mit der Psyche der Protagonisten oder von Serienkillern.

Grundinformationen und Tipps zu Filmen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: 16mm film spools © Pefkos - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Dirty woman's hand holding a bloody axe © katalinks - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: zombie on the beach © LanaK - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: The shouting female zombie © Nomad_Soul - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Man behind the glass © Jakub Krechowicz - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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