Rund um das Handgepäck: Vorgaben in Sachen Größe, Gewicht und Inhalt

Rückansicht Gang im Innenraum eines Flugzeuges, mehrere Menschen in Sitzreihen

EU-Sicherheitsbestimmungen für Medikamente und Co im Handgepäck

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  • von Paradisi-Redaktion

Die EU-Sicherheitsbestimmungen für Handgepäck gelten an sich für alle europäischen Flughäfen, dennoch entstehen häufig Missverständnisse, beispielsweise in Zusammenhang mit Medikamenten. Die Sicherheitsbestimmungen wurden in den vergangenen Jahren deutlich verschärft; es müssen Regelungen bezüglich Größe, Gewicht und Inhalt beachtet werden. Informieren Sie sich über die EU-Sicherheitsbestimmungen für Handgepäck.

Handgepäck im Flieger: generelle Infos

Beim Handgepäck handelt es sich um die Gepäckstücke, die der Passagier mit in die Flugkabine nimmt. Man verstaut sie in der Regel über oder auch unter den Sitzen.

Generell besteht das Handgepäck aus allen wertvollen und wichtigen Gegenständen; dazu zählen etwa

Auch Notebooks werden meist mit in die Kabine genommen, um Schäden zu vermeiden.

Anzahl, Größe, Gewicht

Was Größe und Gewicht der Handgepäckstücke angeht, gibt es unterschiedliche Vorgaben. Vor allem bei Billig-Airlines sowie auf Kurzstrecken maximiert man die Anzahl der Sitzplätze. Dies führt dazu, dass sich mehr Passagiere den vorhandenen Stauraum für Handgepäck teilen müssen, sodass dieses begrenzt werden muss.

In der Economy Class darf meistens ein Gepäckstück mitgeführt werden, in der Business Class hingegen zwei. Was die Größe angeht, wird durch die IATA (International Air Transport Association) eine Gesamtsumme aus Länge, Breite sowie Höhe von 115 cm empfohlen. Entsprechend findet man häufig vorgeschriebene Angaben wie 55 x 40 x 20.

Viele Fluggesellschaften legen in diesem Zusammenhang jedoch ihre eigenen Vorgaben fest. Man sollte sich vor der Anreise zum Flughafen auf der Onlinepräsenz der Airline informieren.

Besonders bei Billigairlines wird penibel auf das die Vorgaben in Sachen Größe und Gewicht geachtet. Letzteres kann von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft ebenso sehr unterschiedlich ausfallen; zwischen fünf und 12 Kilogramm finden sich hier diverse Angaben.

Wasserflaschen können bald wieder als Handgepäck mit ins Flugzeug genommen werden

Durch Einsatz bestimmter Geräte soll flüssiger Sprengstoff an Flughäfen bald erkannt werden können

Einsicht in Flughafenhalle mit vielen menschen an Schaltern
airport crowd © Elenathewise - www.fotolia.de

Seit dem Jahr 2006 dürfen Flugpassagiere aus Sicherheitsgründen keine Flüssigkeiten, das heißt mehr als 100 ml, in ihrem Handgepäck mit sich führen. Damals hatte man versucht mit Flüssigsprengstoff auf Transatlantik-Flügen Attentate durchzuführen, die aber vereitelt wurden.

Neuartige Technik soll Sprengstoff erkennen können

Jetzt hat man neue Geräte erfunden, die Sprengstoff in flüssiger Form erkennen können, so dass man ab dem Jahr 2013 alle Flughäfen mit den neuen Geräten ausgerüstet hat und die Passagiere dann auch wieder ihre Wasserflaschen, Parfüms und Gels im Handgepäck mitnehmen dürfen, wie die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation ICAO plant.

Zur UN-Organisation ICAO gehören auch alle 27 EU-Staaten, doch wird in Europa das bestehende Verbot noch bis Ende April 2013 wirksam bleiben, so dass die Flughafenbetreiber auch die nötige Zeit für die Installation der neuen Geräte haben.

Bis dahin dürfen die Flugpassagiere generell Flüssigkeiten in Behältern bis zu 100 Millilitern im Handgepäck mitführen, wenn sie zusätzlich in einem Beutel verpackt sind. Zurzeit wird die neue Technik auch von der zuständigen Bundespolizei, die für die Kontrollen zuständig ist, getestet.

Flugpassagiere dürfen demnächst wieder Flüssigkeiten mit an Bord nehmen

Neuerungen in der Handgepäck-Regelung nur für Transferpassagiere

Junge Frau in engem schwarzem Kleid mit Smartphone und kleinem Rollkoffer auf einer Rolltreppe
Happy young lady is using mobile phone with gladness © YakobchukOlena - www.fotolia.de

Seit dem Jahr 2006 gilt auf allen Flughäfen ein sogenanntes "Flüssigkeitsverbot", so dass Flugpassagiere maximal 100 Milliliter Flüssigkeit an Bord im Handgepäck mitnehmen dürfen.

Neuerungen für Transferpassagiere

Jetzt soll ab dem 29. April 2011 dieses Verbot für bestimmte Gruppen gelockert werden, das gilt aber nur für Transferpassagiere, also jemand der aus einem Nicht-EU-Staat in die Europäische Union fliegen will und zu einem Weiterflug umsteigen muss.

Aber grundsätzlich müssen diese Flüssigkeiten, auch Gels und Aerosole gehören dazu, in einem Duty-Free-Shop, der innerhalb des jeweiligen Sicherheitsbereichs liegt, gekauft werden und werden dort in einem durchsichtigen Beutel verschweißt.

So kann also ein Flugpassagier, der seinen Urlaub in Südafrika verbracht hat, beim Abflug beispielsweise eine Flasche Wein kaufen und die dann problemlos beim Umsteigen am Frankfurter Flughafen mit zu seinem Anschlussflug nach Berlin mitnehmen.

Neue Sprengstoff-Detektoren

Aber für alle anderen Flugpassagiere wird sich bis zum Jahr 2013 nichts ändern, bis dahin will man neue Sprengstoff-Detektoren entwickeln, die auf Flüssigkeiten reagieren. Bisherige dementsprechende Tests sind schon erfolgt, doch soll auf jeden Fall gewährleistet sein, dass sich dadurch die Abfertigung der Passagiere nicht noch mehr durch zusätzliche Kontrollen verzögert.

Keine Lockerung der Sicherheitsregeln: Flüssigkeiten im Handgepäck bleiben verboten

Obwohl schon 2011 eine erneute Lockerung der strengen Flüssigkeitsregeln an Flughäfen geplant war, soll es nach Angaben der Financial Times Deutschland nun doch nicht vor 2016 dazu kommen: Die EU-Kommission einigte sich mit den US-Behörden und den Fluggesellschaft auf eine Beibehaltung der aktuellen strengen Regeln für weitere Jahre.

Grund für die Verlängerung ist eine Warnung des Bundesverkehrsministeriums, dass neue Kontrollmöglichkeiten für Flüssigkeiten mit über 100 Millilitern Inhalt noch nicht so ausgereift sind, dass sie bereits flächendeckend eingeführt werden können. Eigentlich sollten Passagiere ab 29. April 2013 wieder Flüssigkeiten mit ins Flugzeug nehmen dürfen.

Die verschärften Regelungen wurden 2006 in Folge eines gescheiterten Anschlages mit Flüssigsprengstoffen eingeführt. Seitdem dürften Passagiere nur noch kleine Behälter mit höchstens 100 ml Inhalt in durchsichtigen Plastikbeuteln mit ins Flugzeug nehmen. Neue Detektoren, die auch größere Mengen Flüssigkeit identifizieren können, wiesen bei Tests bislang noch zu viele Fehler auf. Auch sei die Umrüstung der Sicherheitskontrollen an den Flughäfen bis April 2013 einfach noch nicht zu schaffen.

Taschenmesser dürfen in den USA nicht ins Handgepäck

Schweizer Taschenmesser, ausgeklappt auf weißem Hintergrund
All-purpose Swiss army knife © Infocus - www.fotolia.de

Lange wurde jetzt die Handgepäckregelung an Bord von US-Flugzeugen diskutiert: Dürfen Taschenmesser ins Handgepäck oder nicht? Die US-Aufsichtsbehörde TSA hatte sich für eine Lockerung der Handgepäckregeln eingesetzt und wollte dies erlauben. Dies hatte eine große Welle der Entrüstung bei den Piloten und Flugbegleitern ausgelöst, die Angst vor Attentaten ist nach den Vorfällen des 11. September 2001 immer noch sehr groß.

Die Täter überwältigten damals das Flugpersonal mit einem Teppichmesser. Die Behörde jedoch verfolgte damit das Ziel, die Sicherheitsdienste an den Flughäfen zu entlasten und wollte Taschenmesser mit einer Klinge bis zu sechs Zentimetern an Bord von Flugzeugen legitimieren.

Die Proteste des Flugpersonals wurden jetzt von Erfolg gekrönt, denn die TSA gab nun ihre Pläne dahingehend auf.

Travel-Kit statt Kulturbeutel - Wie man Kosmetikprodukte auf Reisen clever verstaut

Wer nur mit Handgepäck reisen will, der kennt das Problem mit dem Kulturbeutel an der Gepäckkontrolle aus leidvoller Erfahrung. Doch auch wer einen Koffer zugebucht hat, kann nicht einfach sein gesamtes Badezimmer mit in den Urlaub nehmen.

Die Lösung: Travel-Kits. Die durchsichtigen Beutel werden mittlerweile in den meisten Drogerien und Parfümerien verkauft. Sie enthalten kleine, durchsichtige Fläschen und Döschen, in die man Cremes, Shampoos und alle anderen Kosmetika, die man benötigt, abfüllen kann.

So werden die Auflagen aller Flughäfen erfüllt und man muss deutlich weniger Gepäck mit sich schleppen. Darüber hinaus führen viele Drogeriemärkte ihre eigenen Produktlinien mittlerweile im Miniatur-Format. Das gilt beispielsweise für "Rival de Loop" von Rossmann sowie "Balea" von dm.

Noch strengere Vorschriften für das Handgepäck bei Flügen von Amerika nach Russland

Rückansicht junge Frau zieht Koffer im Flughafen hinter ihr her, umgeben von vielen Menschen
Aeroport © Laurent CARRARA - www.fotolia.de

Heute beginnen in Russland in Sotschi, am Schwarzen Meer gelegen, die olympischen Winterspiele 2014.

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen für Sportler und Zuschauer

Aus diesem Grund haben die amerikanischen Sicherheitsbehörden noch strengere Richtlinien für Flüge von den USA nach Russland herausgegeben. So dürfen jetzt im Handgepäck neben den schon verbotenen Flüssigkeiten, auch Handcremes, Sprays, Lipgloss oder auch Zahnpasta nicht mitgenommen werden.

Terroristen könnten nämlich auch aus dem Tubeninhalt irgendwelche Bomben herstellen, wie die Sicherheitskräfte erklären.

Schon seit Wochen sind auch die USA um die Sicherheit ihrer Athleten und auch Zuschauer besorgt, denn Islamisten haben mit Terroranschlägen gedroht. Nachdem im letzten Dezember in Wolgograd, das etwa 600 Kilometer von Sotschi entfernt ist, 30 Menschen bei Attentaten ums Leben kamen, wurden in Russland die Sicherheitsvorkehrungen noch weiter verschärft.

Warnung vor eventuellen Terroranschlägen

Auch das amerikanische Außenministerium hat alle ihre Bürger vor möglichen Anschlägen gewarnt und so sollen auch die Athleten nicht in ihrer Team-Kleidung sich außerhalb des olympischen Dorfes aufhalten.

Für die Sicherheit ihrer Bürger hat die USA auch zwei ihrer Kriegsschiffe in das Schwarze Meer geschickt.

Weltluftfahrtverband IATA führt neue Vorgaben fürs Handgepäck im Flugzeug ein

Nach Plänen der IATA soll das maximale Volumen der kleinen Koffer um etwa 38 Prozent abnehmen

Frau mit Rollkoffer erwischt in letzter Sekunde ihren Zug
come on hurry !!! © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Wer im Flugzeug nur mit Handgepäck unterwegs ist, spart Zeit, Geld und Nerven. Doch die Ablagen in den Fliegern sind häufig voll gestopft mit kleinen Koffern und Reisetaschen. Künftig könnte dort wieder mehr Platz sein, da der Weltluftfahrtverband IATA seine Vorgaben für die Größe des Handgepäcks geändert hat.

Änderungen der Maßvorgaben

Demnach sollen nach Plänen der IATA Kabinenkoffer außen bald nur noch 55x35x20 Zentimeter groß sein, statt bislang 55x45x25 Zentimeter. Dadurch würde das maximale Volumen der Koffer um etwa 38 Prozent abnehmen. Zwar sind die Vorgaben der Behörde nicht verbindlich, doch gut 50 Fluggesellschaften hätten bereits ihr Interesse bekundet, teilte die IATA mit. Bislang variieren die Vorgaben je nach Airline.

  • Bei der Swiss, Lufthansa und Germanwings liegen die Maximalmaße bei 55x40x23 Zentimeter.
  • British Airways beschränkt sich auf 55x45x25 Zentimeter während
  • Ryanair (55x40x20) und
  • Easyjet (56x45x25) wiederum andere Größe vorschreiben.

Gelderhascherei der Fluggesellschaften?

Seit die Fluggesellschaften für eingechecktes Gepäck Geld fordern, sind zahlreiche Passagiere auf Kurzstrecken lediglich mit Handgepäck unterwegs. Kritiker monieren, dass die Airlines mit den neuen Vorgaben mehr Geld einnehmen wollten, da mehr Kunden ihre Koffer einchecken müssten, wenn die Masse fürs Handgepäck kleiner werde.

Inhalt: Sicherheitsbestimmungen für Handgepäck

Die Europäische Union hat insbesondere die Regelungen für Handgepäck im Flugzeug überarbeitet. Zum Schutz vor Terroranschlägen wurden die Sicherheitsbestimmungen bei Flugreisen verschärft.

Gefährliche Gegenstände

Dazu zählt das Verbot gefährlicher Gegenstände im Handgepäck. Zu diesen zählen:

  • Waffen inklusive Messer
  • Nachbildungen von Waffen, also auch Spielzeugwaffen
  • Rasierklingen
  • spitze Gegenstände, z.B. Nagelfeilen oder Stricknadeln
  • Baseballschläger oder Golfschläger
  • Skateboards
  • Sprengstoff
  • kampfunfähig machende sowie neutralisierende Gegenstände, z.B. Elektroschocker
  • Abwehr- und Betäubungsspray
  • brennbare sowie ätzende Stoffe
  • brennbare Flüssigkeiten

Flüssigkeiten

Unter den Flüssigkeiten wurden aufgrund einer möglichen Brennbarkeit schärfere Regeln eingeführt; dies betrifft auch

  • Creme
  • Deodorant
  • Shampoo
  • Zahnpasta
  • Öl oder
  • Wimperntusche

gehören. Nach dem Erlass der EU-Sicherheitsneuregelungen im November 2006 dürfen Reisende nur noch geringe Flüssigkeitsmengen mit an Bord nehmen. Pro Fluggast ist ein wiederverschließbarer, transparenter 1-Liter-Beutel für Flüssigkeiten in Behältern mit einem Fassungsvermögen von maximal 100 Millilitern erlaubt.

Diese Bestimmungen gelten an allen EU-Flughäfen, für alle Inlandsflüge sowie für Flüge in die Schweiz und nach Norwegen. Ebenso haben Länder wie die USA und Asien ihre Sicherheitsbestimmungen für den Transport von Handgepäck angepasst. Um Stress beim Einchecken zu vermeiden, sollten nach Möglichkeit alle Behälter mit Flüssigkeiten im Koffer untergebracht werden.

Medikamente

Ins Handgepäck gehören ausschließlich wichtige Utensilien, die unverzichtbar sind. Zu den unverzichtbaren Dingen zählen neben Babynahrung auch Arzneimittel. Letztere dürfen auch ohne Plastikbeutel im Handgepäck verstaut werden, müssen allerdings beim Security-Check vorgelegt werden.

Jeder Fluggast sollte das Sicherheitspersonal auf die Medikamentenmitnahme hinweisen. Die Medikamentenschachteln werden vom Kontrollpersonal mittels Röntgengerät untersucht.

Sinnvoll ist die Vorlage eines Rezepts. Wer unsicher ist, kann sich einige Tage vor Abflug bei der Airline über die Handgepäck-Sicherheitsregeln erkundigen.

Medikamentenpackungen mit Namen und Dosierung beschriften

Da es bei Flügen immer zu Verzögerungen kommen kann, sollten Fluggäste immer genügend Medikamente parat haben und Arzneimittel auf verschiedene Handgepäckstücke verteilen. Wer auf Nummer sicher gehen will, packt die doppelte Medikamentenration ins Handgebäck. Alle Umverpackungen sollten schlag- und bruchfest sein.

Besonders wichtig ist die Kennzeichnung der Medikamentenpackungen mit Namen und Dosierungshöhe. Das Kennzeichnen der Packungen erfolgt in der Regel bereits in der Apotheke.

Für verschreibungspflichtige Arzneien ist das Mitführen eines Medikamentenpasses sinnvoll. Im Pass sind nochmals Name des Patienten, Dosierung und Zusammensetzung angegeben. Fallen Medikamente unter das Betäubungsmittelgesetz, muss der Arzt ein Formular ausfüllen, unterschreiben und abstempeln, das vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte herausgegeben werden.

Besonders wichtig für Diabetes-Patienten: Zeitverschiebungen beachten

Diabetiker dürfen flüssiges Insulin und Diabetikernahrung im Handgepäck mit an Bord nehmen und sind von der 100-Milliliter-Bestimmung ausgenommen.

Doch gerade bei Fernreisen kann es zu Schwierigkeiten kommen, denn Zeitverschiebungen nehmen Einfluss auf die Insulindosierung. Diabetiker sollten deshalb immer genügend Vorrat an Bord eines Flugzeugs parat haben.

Bei Flugreisen Richtung Westen ist der Tag länger, entsprechend höhere Insulingaben sind nötig. Beträgt die Zeitverschiebung 6 Stunden innerhalb eines 24-Stundentages, erhöht sich die Insulinmenge um 25 Prozent, bei Flügen Richtung Osten verringert sich die Dosis.

Sinnvoll ist zudem die Mitnahme

  • eines zusätzlichen Blutzuckermessgeräts inklusive Zubehör
  • eines Hypoglykämie-Notfall-Sets sowie
  • einer größeren Ration Traubenzucker.

Befinden sich Spritzen und Kanülen im Handgepäck, sollten sich Passagiere ein ärztliches Attest besorgen, das die Notwendigkeit des Medizinprodukts zur persönlichen Versorgung bestätigt.

Schwierigkeiten vermeiden

Um Schwierigkeiten beim Mitführen von Arzneimitteln im Handgepäck zu vermeiden, ist es immer sinnvoll, sich unaufgefordert beim Check-in zu melden. Arzneien, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen wie Methadon oder Morphine, dürfen nach den Richtlinien der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) grenzüberschreitend zur Deckung des persönlichen Bedarfs im Handgepäck mitgeführt werden.

Zu viel Gepäck: Das kann teuer werden

Mann schiebt Gepäckwagen mit roten Koffern
man with red bags at the airport © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Bald ist die Urlaubssaison eröffnet und das heißt für viele, dass sie den Flieger nutzen werden. Doch wer da zu viel Gepäck mitnimmt, muss aufpassen.

Die "Zentrale Fluggastberatung" hat herausgefunden, dass sie Übergepäck teuer zu stehen kommt. Besonders sogenannte Billigflieger würden bei zu viel Gepäck richtig kassieren. Daher wird, auch für andere Airlines empfohlen, Übergepäckpakete schon vor dem Abflug zu buchen. So lassen sich bis zu 50% sparen.

Auffällig war bei den Fluggesellschaftsvergleichen, dass die Preisunterschiede enorm waren. Sie wichen bis zu 400 Prozent voneinander ab. Wer also nicht in die Kostenfalle tappen will, sollte entweder im Voraus dafür sorgen, nicht über die Freigepäckgrenze zu schreiten, oder ein Übergepäckpaket mindestens acht Stunden vor Abflug zu erwerben.

Auch das eigene Fahrrad kann man nach Mallorca mitnehmen

Das eigene Fahrrad erfolgreich und sicher mit nach Mallorca bringen

Frau auf Fahrrad oder Mountainbike an Bergstraße mit Sonnenbrille und Kopftuch, die Pause macht und auf Bergsee schaut
active woman on bike is having break © endostock - www.fotolia.de

Wer unbedingt im Urlaub auf Mallorca mit seinem eigenen Fahrrad unterwegs sein will, der kann dies im Normalfall auch machen, doch muss er dies ordentlich verpacken, so soll dann das Paket die maximalen Abmessungen von 130 x 70 x 25 haben.

Die wichtigsten Vorkehrungen

Aber bevor man dies macht, muss man sein Sondergepäck bei den Fluggesellschaften, was auch das Reisebüro übernimmt, anmelden. Auch sollte man sich dabei über die Kosten informieren. Unverpackte Fahrräder werden von den Fluggesellschaften, weil sie zu sperrig sind, meistens nicht mitgenommen und oft auch einfach stehen gelassen. Bei der Ankunft erhält der Passagier sein Fahrrad nicht über das normale Gepäckband, sondern muss sich dies gesondert abholen. Beim Transfer vom Flughafen zum Hotel sind nach der entsprechenden Anmeldung auch die Busfahrer darüber informiert, so dass es in der Regel keine Probleme gibt.

Der "PIR-Schein"

Anders sieht es natürlich aus, wenn man sein "Sondergepäck" nicht rechtzeitig angekündigt hat, denn auch die meisten Taxifahrer lehnen einen solchen Transport oft ab. Wenn aber das Fahrrad trotz Anmeldung und ordentlicher Verpackung nicht am Zielflughafen landet, so sollte man sich beim "Lost and Found"-Schalter melden, wo auch eventuelle Beschädigungen vermerkt werden, wobei es dafür ein besonderes Formular gibt, das sich "PIR-Schein" (Property Irregulation Report) nennt. Dies ist für die Versicherung oder auch Fluggesellschaft wichtig bei der Schadenserstattung.

Doch hoffen wir, dass das Fahrrad und auch der Fahrer nach dem Urlaub wieder gesund und heil zu Hause landen.

Urlaubshorror pur: Was tun, wenn nach der Ankunft der Koffer fehlt?

Gepäckausgabeband am Flughafen: Fluggäste warten an der Gepäckförderanlage auf ihre Koffer
Baggage claim at airport © Brian Jackson - www.fotolia.de

Es gehört zu den schlimmsten Alpträumen deutscher Reisender: Nach der Ankunft am Urlaubsort wird vergeblich am Gepäckband auf den Koffer gewartet. So ärgerlich dies sein kann – und es passiert durchaus häufiger – so einfach lassen sich die negativen Folgen auch in Grenzen halten, wenn einige Tipps beherzigt werden.

Vorbereitet sein: Wichtige Dinge gehören unbedingt ins Handgepäck. Dazu gehört z.B. auch eine Zahnbürste und eine Unterhose zum Wechseln, sowie natürlich alle Reisedokumente und Papiere. Auch muss der verschwundene Koffer direkt am Flughafen bei der Airline reklamiert werden und nicht erst Tage später bei der Reiseleitung im Büro. Dabei sollte möglichst der Beleg vorgezeigt werden können, der beim Einchecken des Koffers auf die Bordkarte geklebt wurde und der eine eindeutige Identifizierung des Koffers möglich macht. So kann er am schnellsten gefunden und nachgeschickt werden. Hilfreich ist auch ein Adressaufkleber am Koffer.

Flugreisende können jedoch auch einige Vorsichtsmaßnahmen treffen, damit es erst gar nicht so weit kommt: Bei Umsteigeverbindungen sollte so viel Zeit zwischen den Flügen liegen, dass auch der Gepäcktransport von Flugzeug zu Flugzeug problemlos zu bewältigen ist. Andere Koffer kommen möglicherweise gar nicht mit, weil sie zu spät eingecheckt wurden.

Alte "Tags" (die Aufkleber mit dem Kürzel des Zielflughafens die um den Koffergriff geklebt werden) sollten unbedingt vom Koffer entfernt werden, da sie die Lesegeräte verwirren können. Dann wird beim Umsteigen der Koffer möglicherweise wieder an den Heimatflughafen zurückgeschickt, dessen Tag noch am Koffer hing, statt an den Urlaubsort.

Manchmal ist der eigene Koffer auch am Urlaubsort angekommen und trotzdem verschwunden: Ein anderer Passagier hat ihn mit dem eigenen verwechselt und mitgenommen. Dies kommt vor allem bei den vielen gleich aussehenden schwarzen Koffern vor, die auf den Gepäckbändern liegen. Solche Koffer sollten mit einem bunten Band oder Aufklebern individualisiert werden – besser ist es jedoch, gleich einen auffälligen Koffer zu kaufen, der nicht verwechselt werden kann.

Fliegen wird teurer - zumindest beim Übergewicht des Gepäcks

Mehr Gewicht auf der Waage kostet Kofferinhaber mehr Geld. Die Fluggesellschaft Lufthansa verlangt auf Interkontinentalflügen von ihren Gästen mit schweren Koffern, oder sperrigem Gepäck teilweise sogar das Doppelte, als zuvor.

Wenn ein 23 Kilogramm schwerer Koffer, der bis zu 158 Zentimeter groß sein darf, diese vorgegebene Größe jedoch überschreitet, zahlt der Fluggast in der Economy Class ab sofort 100 Euro, bisher waren es nur 50 Euro.

Kommt zur Größenüberschreitung auch noch ein erhöhtes Gewicht, ändert sich der Preis auf 150 Euro, nicht wie bisher auf 100 Euro. Diese Preise gelten innerhalb Europas, bei Interkontinentalflügen kosten sie sogar das Doppelte.

Mit dem Flieger auf die Piste – was beim Transport von Skiausrüstung zu beachten ist

Skifahrer mit Helm und Skibrille carvt unter blauem Himmel eine Piste hinunter
the skier © Ilja Masík - www.fotolia.de

Das Ausleihen von Skiausrüstung ist teuer. Unter 40 Euro pro Tag kommt man kaum auf die Piste. Da kann es günstiger sein, die eigenen Bretter mit ins Flugzeug zu nehmen. Meist kostet das Übergepäck einen Aufpreis, manche Fluggesellschaften nehmen Ski und Stöcke aber kostenlos mit.

Vorsicht bei Billigtarifen

Viele Airlines rechnen Skiausrüstung in das Gewichtslimit für Freigepäck ein. Die Sporttasche muss also auch Pyjamas, Hemden und Hosen aufnehmen. Gänzlich unsportlich zeigt sich allerdings der Billigtarif JustFly von Air Berlin. Passagiere, die beim Ticket gespart haben, müssen die Skiausrüstung zu Hause lassen. Im FlyCLassic-Tarif kostet zusätzliches Sportgepäck 70 bis 150 Euro.

Ein Herz für Wintersportler

Anders bei Lufthansa: Wer mit der Kranich-Flotte in den Winterurlaub fliegt, kann das Ski-Set zusätzlich zur Freigepäckmenge gratis mitnehmen. Sollen mehrere Ski oder Snowboards pro Person mit, kostet das innerhalb Europas 50 Euro, auf Langstreckenflügen das Doppelte.

Um in Aspen oder anderen Skirevieren der Rocky Mountains zu wedeln, muss man also tiefer in die Tasche greifen. Zwar sind bei United Airlines zwei Paar Ski innerhalb der Freigepäckmenge gratis, von deutschen Flughäfen kostet Zusatzgepäck jedoch 100 Dollar extra - pro Strecke.

Vorherige Anmeldung der Gepäckstücke empfohlen

Um sicherzugehen, dass Ski, Helm und Stiefel tatsächlich an Bord kommen, sollte das Gepäck in jedem Fall vorher angemeldet werden.

Was Reisende tun müssen, wenn das Gepäck nach einem Flug verschwunden ist

Ob die Kosten für den Ersatz übernommen werden, ist bei den Fluggesellschaften uneinheitlich geregelt

Gepäckausgabeband am Flughafen: Fluggäste warten an der Gepäckförderanlage auf ihre Koffer
Baggage claim at airport © Brian Jackson - www.fotolia.de

Der Alptraum jedes Urlaubers: Er steht am Gepäckband im Flughafen und der Koffer ist nicht da. Meist tauchen die Gepäckstücke wieder auf, doch erst einmal ist die Ratlosigkeit groß.

Der erste Weg zum "Lost-and-Found"-Schalter

Der erste Weg sollte in so einem Fall zum "Lost-and-Found"-Schalter des Flughafens oder der Airline führen, die sich in der Regel in der Nähe der Gepäckbänder befinden. Dort muss man zunächst das Gepäckkärtchen und den Personalausweis oder Reisepass vorlegen. Der Koffer muss dann beschrieben werden, je auffälliger er ist, desto größer ist die Chance, dass er wieder auftaucht.

Die notwendigsten Dinge nachkaufen?

Ist das Gepäckstück verschwunden, fehlen dem Reisenden häufig notwendige Dinge, wie

Diese muss er dann nachkaufen. Ob und in welcher Höhe die Kosten für den kurzfristigen Ersatz übernommen werden, ist bei den Fluggesellschaften jedoch nicht einheitlich geregelt. Manche stellen ihren Passagieren sogenannte "Overnight-Kits" mit den nötigsten Toilettenartikeln und Unterwäsche zur Verfügung.

Andere Airlines gestatten es ihren Fluggästen, bis zu einem bestimmten Betrag das Nötigste selbst einzukaufen. Die Quittung muss innerhalb von drei Wochen eingereicht werden.

Wenn das Gepäckstück verschwunden bleibt

In den meisten Fällen taucht das Gepäckstück innerhalb von 48 Stunden wieder auf. Die Airline transportiert es in der Regel auch direkt bis in die heimischen vier Wände oder in die Ferienunterkunft. Sollte das Gepäck nicht wieder auftauchen, muss die Fluglinie nach 21 Tagen das Gepäckstück bis zu dem festgelegten maximalen Wert von 1200 Euro ersetzen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: interior of a plane © Ivan Hafizov - www.fotolia.de

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