29. September 2011
Wer in Amerika in Fernsehen, Film, Theater und im Musikbusiness wirklich etwas gelten will, braucht einen Stern auf dem Walk of Fame in Los Angeles. Mit einem Stern, in den häufig auch ein Hand- oder Fußabdruck eingelassen wird, werden in den USA die erfolgreichsten Künstler im Bereich der Unterhaltungsindustrie geehrt.
Der Walk of Fame erstreckt sich über insgesamt 18 Blocks rechts und links vom Hollywood Boulevard. Die über 2.400 Sterne sind zwischen der La Brea Avenue im Westen und der Gower Street im Osten, zudem noch Richtung Nordosten von der Vine Street bis zur Yucca Street. Die Sterne werden vom Hollywood Historic Trust in fünf Kategorien vergeben: Film, Fernsehen, Musik, Radio und Theater. Jeder Stern ist mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet und zeigt drüber hinaus nur den Namen der geehrten Person oder Gruppe. Es gibt noch einige Sondersterne, unter anderem für den ehemaligen Bürgermeister von Los Angeles, Tom Bradley, für die Besatzung der Mondfähre Apollo und einen Stern anlässlich des 50 jährigen Jubiläums des kalifornischen Disneyland.
Der Walk of Fame wurde 1958 von der Handelskammer Hollywoods eingerichtet und 1978 zum Kulturdenkmal erklärt. Es war ursprünglich geplant, 2.500 Sterne zu vergeben. Nachdem bereits nach kurzer Zeit die 1.000er Marke überschritten war, werden nun im Durchschnitt pro Jahr nur noch 24 weitere Ehrungen vergeben. Als man in den 1990er Jahren die 2.000er Marke erreichte, wurde der Walk of Fame auf seine heutige Größe erweitert. Der Walk of Fame ist immer wieder für einige Kuriositäten gut, von falsch geschriebenen Namen bis hin zu gestohlenen Sternen. Muhammed Ali ließ seinen Stern an einer Hauswand anbringen, weil er nicht wollte, dass die Leute auf seinem Namen herumtrampeln. Nach dem Tod Michael Jacksons versammelten sich die Trauernden an dem Stern des gleichnamigen Radioreporters, weil der Stern des Popstars wegen einer Theaterpremiere verdeckt war. Rekordhalter auf dem Walk of Fame ist Gene Autry, der bislang als einziger in allen fünf Kategorien ausgezeichnet wurde.
Über die Vergabe der Sterne entscheidet eine Expertenkommission des Hollywood Historic Trust. Als Auswahlkriterien gelten berufliche Leistungen im Showgeschäft, eine Medienpräsenz in der Unterhaltungsbranche von mindestens fünf Jahren und soziales Engagement. Für die Entgegennahme von Bewerbungen verlangt der Hollywood Historic Trust 30.000 Dollar. Die Bewerbungen werden zumeist von den Managern und Produzenten der Stars betrieben und finanziert. Aber auch Fans können einen Vorschlag einreichen, wenn das Management des jeweiligen Stars zustimmt. Aus den jährlich eingehenden 200 bis 300 Bewerbungen werden dann 20 bis 24 Stars ausgewählt.
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