Eine Beziehung fair beenden - Schluss machen, ohne den anderen zu verletzen

Mann und Frau Rücken an Rücken nach Streit

Eine Trennung gehört zu den unangenehmsten Dingen im Leben - Wir zeigen, wie Sie den Schlussstrich ziehen können und sollten; wichtig ist, fair zu bleiben

Die Luft ist schon etwas länger raus, aber bisher haben Sie es nicht geschafft, Ihren Partner über das Ende der Beziehung zu informieren. Nicht aus Angst, sondern vielmehr aus Mitleid, weil Sie seine Gefühle und sein Selbstbewusstsein nicht verletzen wollen. Immerhin haben Sie beide gemeinsam etliche schöne Stunden miteinander verbracht und sogar hier und da ausführlich über Zukunftspläne gesprochen. Wie bringt man also jemanden, den man immer noch mag, bei, dass die Liebe versiegt ist?

Einen Schlussstrich zu ziehen, ist immer schwer. Dabei ist es egal, ob es sich um eine kurze Affäre, eine einjährige oder fünfundzwanzigjährige Beziehung handelt: Die Entscheidung gegen die Beziehung und gegen den anderen Menschen zu treffen, stellt viele Menschen vor einen der im Leben am schwersten zu gehenden Schritte dar.

Nehmen Sie sich die Zeit und überlegen Sie sich das Vorgehen in Ihrer Trennung gut. Es hat sicherlich mehrere Wochen gebraucht, damit Sie sich klar geworden sind, dass Sie nicht mehr mit Ihrem Gegenstück zusammen sein wollen, da kommt es auf die paar Tage des Nachdenkens und Handelns nicht an. Bringen Sie Ihre aufgebrachten oder abgekühlten Emotionen in Sicherheit und tun Sie sich so lange etwas Gutes, bis Sie sich in einem emotionalen Gleichgewicht wiederfinden.

Eine gute Trennung - gibt es das?

Paare finden sich - Paare trennen sich. Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland und Europa nimmt beständig zu. Doch auch die Zahl der Zweit- und Drittehen steigt.

Unsere gesellschaftliche Struktur verlangt nicht mehr wie früher von uns, dass wir ein Leben lang verheiratet bleiben. Trennungen sind erlaubt, und nicht nur bei verheirateten, sondern auch bei unverheirateten Paaren heute häufiger als früher. Doch wie kann man es schaffen, sich auf eine gute Art und Weise zu trennen?

Fall 1: Separate Wohnungen

Am einfachsten haben es definitiv solche Paare, die nicht zusammen wohnen, keinen gemeinsamen Besitz und vor allem keine gemeinsamen Kinder haben. Man kann sich die Hände schütteln und jeder geht wieder seiner Wege. Weil es so einfach ist, trennt man sich aber manchmal auch zu schnell.

Doch selbst diese Paare verbindet häufig ein gemeinsamer Freundeskreis, der nun mit der Trennung umgehen und möglicherweise Stellung beziehen muss. Vereinbaren Sie deshalb klare Regeln: Im Freundeskreis wird nicht über den anderen gelästert.

Man kann sich einzelnen Freunden anvertrauen, zwingt diese aber dadurch nicht, sich für einen der Partner zu entscheiden. Je ruhiger man diese Entwicklung abwartet, desto selbstverständlich wird sie ihren Gang gehen.

Fall 2: Verheiratete Paare ohne Kinder

Verheiratete Paare ohne Kinder müssen immerhin ihren gemeinsamen Hausstand auflösen und viele finanzielle Fragen regeln. Dies lässt sich in Frieden und Ruhe regeln, wenn die Scheidung von beiden Partnern gewünscht ist, oder von beiden bereits über längere Zeit absehbar war.

Manchmal ist es tatsächlich so, dass man sich auseinander lebt oder auseinander entwickelt. In dieser Konstellation kann man auch nach der Ehe noch vernünftig miteinander umgehen.

Wichtig ist es, alle finanziellen Dinge sauber zu trennen und Einzelfälle in Ruhe zu diskutieren. Jeder sollte dem anderen zugestehen, Dinge aus dem gemeinsamen Hausrat zu behalten, die ihm besonders wichtig sind.

Fall 3: Verheiratete Paare mit Kindern

Hetzen sie niemlas ihre Kinder gegen den Ex-Partner auf
Hetzen sie niemlas ihre Kinder gegen den Ex-Partner auf

Am schwierigsten ist eine saubere Trennung für Paare mit minderjährigen Kindern, die noch zuhause wohnen. Vor allem für Kinder ist es oft unbegreiflich, dass die Eltern sich trennen.

Beide Partner sollten deshalb besonders das Wohl der Kinder im Auge behalten. Denken Sie daran, auch wenn Sie wütend auf den Partner sind, dass Kinder immer beide Eltern lieben. Das Schlimmste, was Sie Ihren Kindern antun könnten, ist deshalb, sie gegen den Partner aufzuhetzen und Schuldzuweisungen zu betreiben.

Versuchen Sie, vor den Kindern normal miteinander umzugehen und regeln Sie Ihre Differenzen in deren Abwesenheit. Versuchen Sie, die Kinder in ihrem normalen Umfeld zu belassen.

Das ist beim Schlussmachen absolut tabu

Junges Paar Rücken an Rücken bei Krise
couple crisis © diego cervo - www.fotolia.de

Schlussmachen ist nie schön. Dennoch sollte man seine Worte in dieser Situation mit Bedacht wählen, denn nichts ist für den Ex-Partner schlimmer als Floskeln wie "Es liegt wirklich nicht an dir", "Du bist eher wie eine Schwester/ein Bruder für mich", "Du bist viel zu gut für mich" oder aber "Lass uns auf jeden Fall Freunde bleiben".

Möchte man also einen Schlussstrich ziehen und eine Beziehung endgültig beenden, sollte man seinem Ex-Partner gegenüber ehrlich, aber nicht schonungslos sein, denn er hat ein Recht dazu.

Ghosting – miese Trennungs-Masche greift um sich

Das Ghosting ist eine fiese Trennungs-Methode, bei der einer der Partner einfach abtaucht

Mädchen mit langen, dunklen Haaren, den Kopf seitlich in die Hand gelehnt, schaut traurig nach unten
sad girl © loutocky - www.fotolia.de

On und off, wisch und weg – im Zeitalter von Facebook und Online-Dating ist es leicht, neue Partner kennenzulernen. An ein stilvolles Ende denken dabei immer weniger Menschen: sie tauchen einfach ab, ohne ein Wort zu verlieren. Ghosting nennt sich diese miese Trennungs-Masche. Und die Verlassenen zermartern sich den Kopf.

Heimlich und leise

Zugegeben, Dating-Apps machen die Partnersuche zu einem abwechslungsreichen Sport. Wenn der eine nicht passt, testet man den nächsten. Wer nach den ersten Dates den Kontakt abbricht, verursacht höchstens eine kleine Irritation.

Immer mehr Menschen schleichen sich aber auch heimlich aus längeren Beziehungen. Kein klärendes Gespräch, nicht mal eine SMS – nur eine Mauer aus Schweigen.

Mitgefühl – was ist das?

Ghosting ist verletzend. Während der "Ghost" sich vor der Konfrontation und den Reaktionen seines Partner schützen will, muss der Verlassene ein Wirrwarr aus Gedanken und Gefühlen verarbeiten.

Oft dauert es eine Weile, bis ihm überhaupt dämmert, was geschieht. Dann folgen

Wer kein ausgeprägtes Selbstwertgefühl hat, zermartert sich wochenlang den Kopf: was habe ich falsch gemacht?

Die gute Nachricht: Ghosts sind eher narzisstische Persönlichkeiten, die sich nicht in die Gefühle und Bedürfnisse anderer Menschen einfühlen können. Das eigene Wohlergehen ist ihnen wichtiger.

Insofern trifft die Verlassenen keine Schuld, sie hatten lediglich Pech an einen respektlosen Drückeberger zu geraten. Auf lange Sicht können sie also froh sein, den Feigling los zu sein.

Wer ist betroffen?

Miese Abgänge gab es schon immer. Auch Ghosting ist nicht grundsätzlich neu, Männer und Frauen beherrschen die fiese Masche gleichermaßen. Psychologen beobachten jedoch eine Häufung bei Männern in den mittleren und späten Zwanzigern.

Frauen denken in diesem Alter bereits intensiver an eine feste Bindung und Familienplanung, während die Herren meist erst in den Dreißigern dazu bereit sind. Um sich nicht mit der Partnerin auseinandersetzen zu müssen, tauchen sie still und heimlich unter. Ursache ist hier weniger Selbstverliebtheit als Angst vor Nähe und Verbindlichkeit.

Kurz und ehrlich

Wenn das Date oder der Partner sich aus dem Staub gemacht hat, wächst in den Opfern oft der Wunsch nach Rache. Hilfreich ist das aber nicht.

Wer den Drückeberger persönlich aufsuchen und zur Rede stellen möchte, kann das tun - für das eigene Selbstwertgefühl. Noch besser ist aber: distanzieren Sie sich. Führen Sie sich vor Augen, dass Ihr Gegenüber diese Masche wahrscheinlich schon öfter abgezogen hat und Sie keine Schuld an seinem Verhalten tragen.

Und für die nächste Beziehung kann es lohnen, von Anfang an offen über Bedürfnisse und gegenseitige Erwartungen zu sprechen. So kann auch ein konfliktscheues Gegenüber lernen, sich auf emotional reife Art mitzuteilen.

Eine Beziehung beenden – es angenehm zu machen, geht nicht

Junges Paar auf einer Couch, sie sitzt von ihm abgewendet und starrt bedrückt auf einen Ring in ihrer Hand
Couple going through a rough patch © auremar - www.fotolia.de

Schlussmachen - niemand tut es gern, schließlich ist es eine sehr unangenehme Situation, die dem Partner wehtut. In vielen Fällen ist es jedoch unmöglich, es zu vermeiden, so schwer dieser Schritt auch ist. Wenn eine Partnerschaft einfach nicht mehr funktioniert, macht es keinen Sinn, sie weiter zu führen.

Zunächst – so selbstverständlich dies auch klingen mag – sollte man sich absolut sicher sein dass man die Beziehung beenden möchte. Zweifelt man noch daran, hilft es in manchen Fällen noch einmal drüber zu schlafen. Oft ist es hilfreich, sich mit einem guten Freund darüber zu unterhalten; die Entscheidung es zu tun oder nicht zu tun, kann einem jedoch keiner abnehmen.

Hat man sich nun dazu entschlossen, sollte man dies auch so schnell wie möglich tun und es nicht unnötig aufschieben. Es ist niemals schön Schluss zu machen und angenehm kann es wohl auch nicht verlaufen, also ist es besser es so rasch hinter sich zu bringen. Dabei sollte es klar sein, auf Internet, Telefon oder Handy zu verzichten und das persönliche Gespräch zu suchen. Abgedroschene Sprüche sollte man sich auch schenken und stattdessen einfach sagen, was man fühlt oder eben nicht mehr fühlt.

Dass es nicht einfach wird, vor allem auch für den Partner, ist klar, doch mit der Zeit wird es funktionieren und wenn man sich richtig entschieden hat, wird man sich damit auch besser fühlen.

Die Gründe sind unterschiedlich

Nie hätten Sie gedacht, dass Sie sich eines Tages nicht mehr wohl fühlen in der Beziehung. Doch die Gefühle sind abgeebbt. Vielleicht hat der Alltag Ihre Beziehung eingeholt, Sie haben das Vertrauen in Ihren Partner verloren oder sich in jemanden verliebt.

Jeder Mensch trägt seine eigene Geschichte und Erfahrungen in eine neue Beziehung und hat damit ganz individuelle Vorstellungen von einer glücklichen Partnerschaft. Die Gründe für eine Trennung müssen also nicht immer sofort nachvollziehbar sein für den Partner.

In anderen Fällen, wie einem Vertrauensbruch, sind die Anlässe für einen Schlussstrich greifbarer. Egal wie die Ursachen jedoch genau aussehen, es gibt keine unberechtigten Trennungsgründe.

Wenn Sie unglücklich in Ihrer Beziehung sind, dann handeln Sie. Ist die Beziehung nicht mehr zu retten, dann versuchen Sie nicht, den Partner durch unfaires Verhalten dazu zu treiben, dass er von sich aus Schluss macht. Sie sind es ihm schuldig, einen klaren Schlussstrich zu ziehen.

Liebe allein reicht nicht immer

Verstehen Sie die Liebe als eine Voraussetzung, die den Weg ermöglicht, um ein gemeinsames Leben gestalten und tatsächlich leben zu wollen. Eine stabile und aufrichtige Partnerschaft, sowie die damit verbundenen und mit der Gründung einer Familie entstehenden Verpflichtungen lassen sich daraus allerdings leider nicht ableiten.

Dadurch, dass jeder Mensch das Potential in sich trägt, zu reifen und sich weiterzuentwickeln, kann eine geschlossene Partnerschaft nie das Versprechen abverlangen, dass man sein Leben lang zusammen bleibt und immer ähnliche Bedürfnisse teilen wird. Jeder der Partner kann sich unterschiedlich und vor allem in anderer Geschwindigkeit auf verschiedenen Ebenen der Persönlichkeit entwickeln und verändern. Im Gespräch zu bleiben und einander Interesse zu zeigen sind Möglichkeiten, trotz der Entwicklungen das Band der Beziehung aufrecht zu erhalten.

Trennung auf Zeit und was dagegen spricht

Besonders bei langjährigen Beziehungen versucht man häufig, sich nur vorübergehend zu trennen, um zu sehen, ob ein Beziehungsaus tatsächlich die beste Lösung wäre oder ob man sich nicht doch auf eine zweite Chance einlässt. Was bei einer vorübergehenden Trennung zu beachten ist, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Fakt ist jedoch, dass es einige gute Gründe gibt, um getrennte Wege zu gehen. Zu diesen zählen beispielsweise:

  • das Fortführen der Beziehung, weil man Angst hat, sie zu beenden
  • Lieblosigkeit
  • Respektlosigkeit und Vorwürfe
  • ständige Unstimmigkeiten
  • Vertrauensbrüche
  • Untreue
  • krankhafte Eifersucht
  • Egoismus
  • ein einseitiger Kinderwunsch

Wie geht man vor, wenn man sich für eine Trennung entscheidet?

Wie sieht eine faire Trennung aus?

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, Schluss zu machen, ohne dem anderen das Herz zu brechen.

Die Vorbereitung

Je nach Typ und je nach Partnerschaft sind mal Sie es und mal Ihr jeweiliger Partner, der das Ende der Beziehung einleitet. Wenn Sie die Klarheit für sich haben, dass Sie die Beziehung nicht mehr fortsetzen können und wollen, dann machen Sie sich lieber einmal mehr Gedanken als zu wenig, um mit Ihrem Partner liebevoll und zugewandt darüber zu reden.

Eine Beziehung zu beenden, in der es offensichtlich negative Züge gibt, wie Respektlosigkeit, Gewalt und Ungerechtigkeit, dort ist die Trennung eine Frage des Mutes. Wenn sich die Beziehung allerdings eigentlich gut anfühlt, es für Sie dennoch klar ist, dass Sie das Leben mit Ihrem Partner so nicht fortsetzen wollen, dann wir es schwierig, im Alltag das Thema der Trennung anzufangen.

Wenn Sie sich stark genug fühlen, dann nehmen Sie sich Zeit und fühlen Sie sich in Ihren Partner ein und überlegen Sie sich, wie Sie eine Atmosphäre schaffen können, damit sich Ihr Partner wohlfühlt. Versuchen Sie sich im Vorfeld die richtigen Worte zu überlegen und sich in Ihren Partner hinein zu versetzen, welche Ängste in ihm als erstes aufkommen werden.

Schieben Sie es nicht auf die lange Bank

Als Nächstes sollten Sie Ihren Partner zu einem Gespräch bitten. Schieben Sie die Konfrontation nicht lange hinaus, da Sie damit nicht nur Ihrem Partner unrecht tun, sondern auch selbst unter der vorgespielten Liebe leiden.

Bleiben Sie bis zur letzten Sekunde treu

Wenn der Grund für das Beziehungsende ein neues Herzblatt ist, sollten Sie so fair sein und Ihren alten Partner nicht betrügen. Damit tun Sie diesem nicht nur Unrecht, sondern verlieren auch an Glaubwürdigkeit gegenüber Ihrer neuen Liebeshoffnung.

Der Laufpass per SMS ersetzt bei Jugendlichen immer öfter den Abschiedsbrief

Ältere Schüler hängen an einem Fenster in der Schule mit Smartphones und Tablets ab
group of students with smartphone at school © Syda Productions - www.fotolia.de

Eine kurze, per Handy verschickte Textzeile (SMS) ersetzt besonders bei jüngeren Menschen den klassischen Abschiedsbrief, berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

Bei einer Studie des englischen Marktforschungsinstituts Mori kam heraus, dass bereits jeder fünfte Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren schon einmal per SMS mit dem Partner Schluss gemacht hatte.

Teenager haben nur wenig Hemmungen, sich per Kurzmitteilung von ihrem Partner zu trennen

Junger Mann sitzt draußen, raucht eine Zigarette und beschäftigt sich mit seinem Smartphone
Man hands holding smartphone and cigarette © Hanoi Photography - www.fotolia.de

Deutschlands Teenager machen mit der Liebe kurzen Prozess. Klappt es in der Beziehung nicht mehr, halten es viele für ausreichend, sich einfach per SMS von ihrem Freund oder ihrer Freundin zu trennen.

Bei einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Online-Portals „GesundheitPro.de“ gaben vier von zehn Befragte im Alter zwischen 14 und 19 Jahren (39,9 %) an, eine Kurzmitteilung sei beim Schlussmachen erlaubt. Auch gegen eine Trennungs-E-Mail haben sie nichts einzuwenden (38,9 %).

Die ältere Generation schlägt bei solchen Gedanken nur die Hände über dem Kopf zusammen: Weit über 80 Prozent der Ab-50-Jährigen könnten sich solch ein Verhalten überhaupt nicht vorstellen – weder per SMS (86,5 %) noch per E-Mail (84,6 %).

USA: Beziehungen werden häufiger per Internet beendet

Junge, schwarzhaarige Frau hängt nah und konzentriert vor ihrem weißen Laptop
Eine junge nachdenkliche Frau mit Laptop Computer © bilderbox - www.fotolia.de

Die Personen-Suchmaschine Yasni befragte circa 1250 Amerikaner und genau so viele Deutsche, ob sie die neuen Kommunikationsmittel auch zur Trennung vom Partner nutzen würden, oder das schon getan haben. Dabei ergab sich eine klare Verteilung. Während es für 20 Prozent der befragten US-Bürger durchaus vorstellbar ist, auch diesen Schritt ins Internet zu verlegen und erstaunliche 47 Prozent es schon getan haben, suchen die Deutschen noch immer das klärende Gespräch unter vier Augen.

Drei Viertel von ihnen lehnt die Online-Trennung klar ab und wenige können sich dies überhaupt vorstellen (14 Prozent), oder haben es bereits ausprobiert (13 Prozent). Gründe für die kulturellen Unterschiede könnten die höhere Aufgeschlossenheit der Amerikaner gegenüber neuen Kommunikationsmitteln und die größere räumliche Distanz zwischen den Partnern sein.

Facebook weiß genau, wann Paare sich trennen

Dunkelhaarige Frau vor ihrem Laptop fasst sich mit besorgtem Blick an die Stirn
worry © Coka - www.fotolia.de

Der Autor und Grafikdesigner David McCandless führte eine Beobachtung von mehr als 10 000 amerikanischen Benutzerprofilen des sozialen Netzwerks "Facebook" durch und erfuhr daher, wann sich Paare besonders häufig trennen.

Der beliebteste Wochentag für die Bekanntgabe einer Trennung ist demnach der Montag. Die meisten Beziehungen gehen in den USA allerdings kurz vor dem berühmt berüchtigten "Spring Break" in die Brüche. Anscheinend wollen viele "Facebook"-Nutzer die Party des Jahres ohne Rücksicht auf Verluste und erst recht ohne Hemmungen feiern.

Neben der Periode vor den Frühlingsferien ist die Zeit kurz vor Weihnachten ebenfalls sehr beliebt, um sich von seinem Partner zu trennen. Die wenigsten Trennungen fallen allerdings auf Weihnachten selbst. Weitere beliebte Trennungszeitpunkte sind nach David McCandless der erste April und die Sommerferien.

Nehmen Sie sich Zeit für ein Gespräch

Sofern Ihr Partner Sie nicht betrogen, geschlagen oder in einer anderen unverzeihlichen Weise behandelt hat, hat Ihr zukünftiger Ex es nicht verdient, via SMS oder übers Telefon von der Trennung zu erfahren.

Nehmen Sie sich die Zeit, um ihn zu treffen und ein ruhiges Gespräch über das Ende der Beziehung zu führen. Es ist ein Weg der Trennung, der von Reife zeugt und auch Ihrem Partner zeigt, dass Sie ihn trotz allem wertschätzen.

Dieser Schritt ist immer schwer, gerade wenn der Partner die Trennungsgründe nicht nachvollziehen kann. In einem persönlichen Gespräch sollten Sie ihm schonend vermitteln, dass Sie die Beziehung beenden möchten. Schluss machen per Mail, Brief oder über Freunde ist feige und macht es Ihrem Partner unnötig schwerer, loszulassen.

Machen Sie es kurz

Die letzten Augenblicke einer Beziehung sind für beide Seiten schmerzhaft. Vermeiden Sie daher an Orten Schluss zu machen, die für Sie beide eine emotionale Bedeutung haben, sonst droht Ihnen die Kraft für das letzte Gespräch zu entrinnen.

Sobald die schwellende Botschaft überbracht wurde, sollten Sie nicht all zu lang mit Ihrem Ex zusammensitzen bleiben, sondern die Distanz suchen. So bleibt Ihr Entschluss stark und Sie verleiten Ihren ehemaligen Partner nicht zu unangebrachten Überredungsversuchen.

Seien Sie ehrlich und bleiben Sie sachlich

Ehrlichkeit währt am längsten. Das trifft auch dann zu, wenn es um das Sterben einer Liebe geht.

Schenken Sie Ihrem Partner reinen Wein ein. Die Wahrheit kann sehr schmerzhaft und unangenehm sein – doch eine Trennung kommt nicht ohne Schmerz aus. Und die Beichte, dass eine neue Liebe hinter der Trennung steckt, ist immer noch leichter zu überwinden, als Wochen später von gemeinsamen Freunden oder Bekannten die bittere Wahrheit zu erfahren.

Wenn fehlendes Engagement, mangelnde Kommunikation oder andere Beziehungsprobleme hinter Ihrer Entscheidung stecken, dann teilen Sie auch das Ihrem Partner mit. Nur so kann er aus Fehlern lernen.

Bereiten Sie sich darauf vor, ihm die Gründe für die Trennung zu nennen und haben Sie auch Beispiele parat, die die Trennungsgründe untermauern. So sieht er in Ihnen einen Menschen, der das Liebesaus nicht leichtfertig hinnimmt und kann Ihre Gedanken im Idealfall sogar nachvollziehen.

Bleiben Sie unbedingt sachlich wenn Sie Ihrem Partner die Entscheidung mitteilen. Vorwürfe à la "Du hast mir nie zugehört" gehören hier nicht hin.

Geben Sie ihm Bestätigung

Erklären Sie nicht nur, warum die Beziehung aus Ihrer Sicht nicht funktioniert und deshalb ein Ende findet. Machen Sie auch deutlich, welche positiven Seiten Sie in der Beziehung gesehen haben und welche charakterlichen Stärken Sie an Ihren Ex bewundern.

Schieben Sie nicht die ganze Schuld auf ihn

Auch wenn Sie es vielleicht so sehen, nutzen Sie das klärende Gespräch nicht als letzte Möglichkeit für einen Generalumschlag. Analysieren Sie von einer mehr oder weniger neutralen Sichtweise, warum die Beziehung zum Scheitern verurteilt war.

Gehen Sie dabei auch auf Ihr Verhalten ein, das der Liebe nicht zuträglich war. Eine Beziehung ist immerhin ein Tanz, der von zwei Personen geführt wird.

Lassen Sie ihn zu Wort kommen

Es ist nicht fair, eine Beziehung, die über eine längere Zeit bestanden hat, im Alleingang zu beenden. Lassen Sie deshalb Ihren Noch-Partner zu Wort kommen und trauen Sie sich auch, seine Worte wirklich wirken zu lassen. Vielleicht eröffnen sich dabei Perspektiven, die Sie so nicht wahrgenommen haben und die Beziehung vielleicht doch noch retten können.

Vermeiden Sie Fehler

Verzichten Sie in jedem Fall auf den Vorschlag einer Freundschaft und vertrösten Sie ihn nicht auf einen möglichen Beziehungsneustart in ein paar Monaten oder Jahren. Kokettieren Sie nicht. Das letzte, was man bei einer Trennung hören will, sind Komplimente.

Trennung ohne Rosenkrieg

Lassen Sie sich von Ihrem Partner nicht vorwerfen, dass Sie in Ihrer Beziehung versagt hätten, weil diese nun kurz vor dem Aus steht. Beißen Sie sich nicht in den anzuklagenden Verhaltensweisen miteinander oder des anderen Partners fest, sondern gehen Sie nachsichtig miteinander um und erklären Sie vielmehr die Schritte, die dazu geführt haben, dass Sie sich trennen wollen und was Sie versucht haben, um die Beziehung zu verbessern.

Halten Sie sich vor Augen, dass Sie sich kennen- und lieben lernten und ab diesem Zeitpunkt das Beste füreinander wollten. Nehmen Sie diesen Gedanken in sich auf und machen Sie diesen Gedanken zu Ihrem Leitgedanken: Sie wollen das Beste für Ihren Partner und er für Sie – auch in einer Zeit, in der Sie sich nicht mehr so gut verstehen, dass es für ein Leben im gemeinsamen Alltag reicht.

Zeigen Sie, dass Sie Ihren nun Ex-Partner immer noch wertschätzen, machen Sie jedoch auch unmissverständlich klar, dass die Beziehung nun vorbei ist. Wenn sich der Ex-Partner in den Tagen nach der Trennung noch einmal austauschen will, dann spricht nichts gegen ein Gespräch.

Setzen Sie sich jedoch ein Limit für diese Form der "Nachsorge". Sie können Ihrem Ex-Partner die Trauer nicht abnehmen und sind nicht dazu verdammt, seinetwillen nicht mehr glücklich zu werden.

Streit und Rosenkrieg - Wenn Beziehungen auseinander gehen

Junges Paar beim Streit, sie guckt genervt, er redet auf sie ein
Angry Couple © Jason Stitt - www.fotolia.de

Die Internet-Partnerbörse parship.de veröffentliche eine Studie zum Thema Trennungen. 3.500 Singles füllten den Fragebogen aus und berichteten aus ihrem Liebesleben. Bei 66 Prozent kam es am Ende der Beziehung zu Tränen und Streit, ca. jeder vierte Befragte gab an, sich bis zuletzt nicht mit seinem ehemaligen Partner oder der ehemaligen Partnerin einigen zu können.

Ein wenig Hoffnung geben die Antworten von 42 Prozent, die schlußendlich doch einvernehmlich auseinander gingen. Single-Coach Eric Hegmann erläutert, dass Wut während der Trennungsphase auch hilfreich sein kann, um die nötige Distanz aufzubauen. Ohne klärende Gespräche ist aber, besonders wenn Kinder mit im Spiel sind, auf keinen Fall auszukommen.

Sich einvernehmlich trennen

Verläuft die Trennung einvernehmlich, das heißt, beide Partner sind sich darüber einig, dass eine Liebesbeziehung nicht weiter funktioniert, sodass die Trennung eigentlich nur noch von jemandem ausgesprochen werden muss, ist es in vielen Fällen so, dass man freundschaftlich auseinandergeht und in dem Moment eine deutliche Erleichterung verspürt, auch wenn die Situation zunächst einmal sehr ungewohnt sein wird. In diesem Fall können mitunter auch folgende Regeln gelten:

  • Kochen Sie Ihrem Partner für eine angenehme Atmosphäre ein gutes Essen und stellen Sie sich vor, wie Ihr Partner reagieren wird und wie Sie ihm Halt geben können.

  • Bieten Sie Ihrem Partner an, dass Sie in den folgenden Tagen für Ihn da sind.

  • Betonen Sie, dass er Ihnen weiterhin wichtig ist und dass Sie noch immer da sind, wenn er reden möchte.

  • Machen Sie sich Ihrem Partner erklärbar und verstehen Sie Ihren Partner.

  • Prüfen Sie für sich selbst, wie sehr Sie für Ihren Partner da sein können und achten Sie auch darauf, dass Sie sich ausreichend um sich kümmern.

Trennung in Frieden - Deutsche Paare trennen sich oft ohne Streit

Junges Paar umarmt sich, sie guckt lächelnd nach oben
A woman hugging man, isolated on white © Kirill Zdorov - www.fotolia.de

Viele deutsche Paare gehen in Frieden auseinander. Dies hat eine Online-Befragung der Partnervermittlung "ElitePartner.de" ergeben.

So gab mehr als ein Drittel der Befragten an, sich schon einmal aufgrund eines Auseinanderlebens getrennt zu haben. Außerdem beenden viele eine Beziehung auf eine friedliche Art und Weise, da die Unterschiede einfach zu groß sind. Hauptsächlich Männer trennen sich aufgrund der Tatsache, dass man sich auseinandergelebt habe.

Das weibliche Geschlecht neigt eher dazu, genau zu hinterfragen, weshalb Partnerschaften auseinanderbrechen.

Machen Sie auf lustige Art Schluss

Versteht man sich sehr gut miteinander und kann sogar über die (bald beendete) Beziehung gemeinsam lachen, können auch folgende Alternativen in Frage kommen:

Kaufen Sie eine Schachtel Schokolade und eine Single-Selbsthilfe-Buch

Klingeln Sie an der Tür Ihres Partners, hinterlassen Sie das Geschenk vor der Tür und gehen Sie dann. Legen Sie eine Karte dazu auf der ein Dreizeiler steht: Hoffentlich wird Dir das in Deinem neuen Leben als Single weiterhelfen, Grüße.

Erstellen Sie eine Tabelle

Nehmen Sie sich einen FlipChart-Bogen und zeichnen Sie in einer zweispaltigen Tabelle, wie sich die Beziehung entwickelt hat. Schreiben Sie die Details über beide Spalten.

Zeichnen Sie die Trennung ein und füllen Sie dann erst Ihre Spalte und dann die Spalte Ihres Partners aus. Auf diese Weise teilen Sie Ihrem Partner Ihre Trennungsabsicht mit und geben ihm zugleich eine visuelle Zukunftsperspektive im Singledasein.

Bedenken Sie, dass für diese Art der Mitteilung Ihr Partner kein zu emotionaler Mensch sein darf, denn in diesem Fall besteht das Problem, dass er oder sie, spätestens ab dem Moment, in dem Sie das Wort Trennung aufschreiben, nicht mehr zuhören will und vor allem kann. Wenden Sie diese Möglichkeit auch nur dann an, wenn sich die Beziehung bereits neutralisiert hat und nur noch am offiziellen Faden der Verbindung hängt, beide Partner aber darum wissen und es letztlich nur am Aussprechen der Trennung mangelt.

Planen Sie ein schönes Picknick im Park

Wenn die letzte Schoko-Erdbeere verzehrt ist, teilen Sie Ihrem Partner mit, dass Sie sich trennen wollen. Um sich von der Reaktion nicht ablenken zu lassen, blicken Sie beim Sagen der Worte über die Schulter Ihres Partners.

Diese Art der Trennungsmitteilung ist ebenfalls nichts für Partner, die im Vorfeld keine Ahnung von Ihren Trennungsabsichten haben. Bitte wenden Sie diese Art nur an, wenn sich die Beziehung ohnehin für beide Partner bewusst und seit längerem dem Ende hin zu bewegt, so dass es nur noch am Aussprechen der Trennungsnachricht mangelt.

Machen Sie ein Feuerwerk

Teilen Sie Ihrem Partner mit, dass er oder sie aus dem Fenster sehen soll und dann zünden Sie das Feuerwerk. Setzen Sie mit der Nachricht fort und teilen Sie Ihrem Partner mit, dass es sich bei dem Feuerwerk um das große Finale handelt und Ihre Beziehung nun vorbei ist.

Eine amüsante Art, Schluss zu machen - dieser Brief macht im Internet die Runde

Amerikanischer schwarzer Briefkasten vor Gehweg mit Post
mailbox with flag up © Danny Hooks - www.fotolia.de

In England wollte eine Frau ihren Freund über einen Brief wissen lassen, dass sie deren zweijährige Beziehung beendet, nachdem sie herausgefunden hat, dass ihr Liebster eindeutige Nachrichten von einer anderen Frau über Facebook erhält. Doch anstatt ihm alle möglichen Dinge an den Kopf zu werfen, hat sie aus dem Brief ein amüsantes Spiel gemacht.

In dem Brief schreibt die Frau, sie hätte die Sachen ihres Freundes bereits gepackt, doch habe sie sie an verschiedenen Orten verstaut. So würde er seine Kleidung dort finden, wo das Paar sich zum ersten Mal getroffen hat, seine Videospiele dort, wo die beiden sich zum ersten Mal geküsst haben und sein Notebook würde er dort finden, wo er sich sein erstes Videospiel gekauft hat. Das Schreiben wurde im Internet veröffentlicht und hat bereits großen Anklang gefunden.

Wenn die Beziehung scheitert: Die dümmsten Sätze zum Schluss machen

Junges Paar auf Couch, er sitzt vorne nachdenklich, sie von ihm abgewandt weint
conflict © Adam Borkowski - www.fotolia.de

Die moderne Technik macht das unpersönliche Kommunizieren heute kinderleicht. Trotzdem gibt es Dinge, die der Anstand einfach verbietet - zumindest theoretisch. So geht es einfach gar nicht, eine Beziehung mit einer unpersönlichen SMS oder einer kurzen Online-Nachricht zu beenden. Oder gar den Facebook-Status urplötzlich von "Beziehung" auf "Single" zu ändern, ohne den Partner vorher zu informieren. Aber auch bei einem persönlichen Gespräch kann eine unsensible Wortwahl sehr verletzend wirkend.

Die Aussage "Du hast etwas Besseres als mich verdient" mag gut gemeint sein, wirkt aber auf den Verlassenen nur verletzend - dieser weiß schließlich noch immer am besten was er will. Auch der Spruch "ich will mich momentan nicht binden" hinterlässt nur ein vages Gefühl der Leere und des Versagens - und die (vergebliche) Hoffnung auf eine Rückkehr, denn "momentan" könnte ja bedeuten, dass...

Ähnlich unsinnig ist die Aussage "Lass uns Freunde bleiben" - dies geht nur selten gut, denn der Verlassene klammert sich häufig an die Hoffnung, dass der andere reumütig in die Beziehung zurückkehrt - während dieser längst wieder auf der Jagd nach einer neuen Beziehung ist. Dann lieber ehrlich: "Ich liebe dich nicht mehr" - dies tut zwar zunächst weh, ermöglicht aber einen klaren Schlussstrich.

War der Artikel hilfreich?

Fehler im Text gefunden?

Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

Quellenangaben

  • Bildnachweis: Quarrel between men and women © Tatyana Gladskih - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Boy holding his hands like scale choosing between his parents © Olga Solovei - www.fotolia.de

Autor:

Marco Stephan - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

Weitere Artikel zum Thema