9. November 2009
Zum Thema Hochzeitsspiele scheiden sich die Geister. Viele Menschen sind regelrechte Fans von Hochzeitsspielen und entwickeln unglaubliche Kreativität in der Erfindung und Durchführung der unterschiedlichsten Varianten. Andere dagegen betrachten sich als erklärte Hochzeitsspiel Gegner und finden Hochzeitsspiele lästig, unnötig und peinlich. Jedoch allein die Tatsache, dass sich Hochzeitsspiele bis heute behauptet haben und immer noch fest etabliert sind lässt den Rückschluss zu, dass sie in irgend einer Form sinnvoll oder sogar notwendig sind. Doch wie verhält es sich damit wirklich?
Stellen Sie sich nur einmal eine Hochzeit ganz ohne Hochzeitsspiele vor: Außer Herumsitzen, Essen und Trinken hätten die Gäste dann nicht mehr viel zu tun. Bald würde unweigerlich Langeweile aufkommen. Die Unterhaltung mit möglicherweise auch fremden Tischpartnern würde irgendwann zum Erliegen kommen, da die Gesprächsthemen früher oder später ausgehen. Die Stimmung bliebe förmlich und steif. Aus einer solchen Grundstimmung heraus würden sich wohl auch nur wenige Gäste auf die Tanzfläche wagen.
Zwar ist eine Hochzeit ein ehrwürdiger und feierlicher Akt, den man in Würde begehen sollte. Doch irgendwann ist die offizielle Trauung zuende, und nun sollen die Menschen feiern, fröhlich und ausgelassen sein und tanzen. Wie schafft man es jedoch, diese Stimmungsschwerpunkte entsprechend zu verschieben? Hier kommen die Hochzeitsspiele dann tatsächlich positiv zum Einsatz. Sie geben den Gästen die Möglichkeit, aktiv etwas zur Hochzeitsfeier und zur guten Stimmung beizutragen. Und selbst wenn die Eheleute im Mittelpunkt des Spiels stehen, so verschafft es ihnen dennoch eine Verschnaufpause, denn eine andere Person ist nun für die Stimmung und die Aufmerksamkeit zuständig. Derweil kann sich das Hochzeitspaar zurücklehnen und entspannen.
Hochzeitsspiele sorgen für Gesprächsstoff unter den Gästen. Möglicherweise kann ein geschickter Moderator sogar Teams bilden, und so für eine Gemeinschaft und ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Gäste untereinander sorgen. Sind erste Berührungsängste einmal abgebaut, lässt es sich meist sehr viel zwangloser miteinander feiern und tanzen.
Darüber hinaus ist die Durchführung eines Hochzeitsspiel eine weitere Möglichkeit, dem Brautpaar etwas Gutes zu tun und ein Geschenk zu machen, indem man sich selbst aktiv am Gelingen des Hochzeitsfests beteiligt und damit einen wertvollen Beitrag leistet. Eine solche Aufmerksamkeit kann die Freundschaft festigen und noch nach Jahren für nette Erinnerung sorgen.
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