Fragen zur Beziehungsunfähigkeit - Merkmale, Gründe und Tipps zur Überwindung

Beziehungsunfähigkeit kann ein vorübergehender oder grundsätzlicher Zustand eines Menschen sein. In vielen Fällen ist den Menschen in einer Partnerschaft nicht bewusst, dass sie gar nicht so recht wissen, was sie wirklich von einer Beziehung wollen und dass Sie in der existierenden Beziehungsform weit unter ihren Entfaltungsmöglichkeiten leben. Jene Partner können als beziehungsunfähig bezeichnet werden, die nicht genau wissen, was sie eigentlich wollen und die sich vor klassischen Beziehungsthemen und –konflikten scheuen. Lesen Sie alles Wissenswerte zum Thema Beziehungsunfähigkeit.

Woran Sie erkennen, dass Sie für eine neue Beziehung (noch nicht) bereit sind, welche Gründe zu einer Beziehungsunfähigkeit führen können und wie man sie überwinden kann

Merkmale einer Beziehungsunfähigkeit

Die Frage nach der Beziehungsfähigkeit stellt man sich frühestens dann, wenn man am Ende einer langjährigen oder intensiven Beziehung steht und sich im Prozess der Ablösung und der Neuorientierung befindet. Begegnet einem in dieser Phase ein neuer, interessanter und anziehender Mensch, dann ist oft der Gedanke da, dass man sich noch nicht frei genug für eine neue Liebe fühlt: kurz gesagt, vorübergehend beziehungsunfähig ist.

Unter Beziehungsunfähigkeit kann zudem auch das Unvermögen verstanden werden sich innerhalb einer Beziehung so zu geben, dass sich beide Partner im Minimum wohlfühlen. Stellt man die Beziehung immer wieder in Frage oder ist man selbst Saboteur der harmonischen Beziehungsmomente, dann sollte man sich ernsthaft die Frage stellen, ob man überhaupt im Stande ist, eine längere Beziehung zu führen. Eine Möglichkeit kann sein, dass Sie sich in der Art und Weise wie Sie Liebesbeziehungen bisher geführt haben, nicht wiederfinden können und demnach auch kein Wohlgefühl haben, das es schätzen und zu schützen gilt.

Antworten in der Vergangenheit finden

Erinnern Sie sich an bisherige Beziehungen, die Sie zu Ihren Eltern, Ihren Geschwistern, Ihren früheren und jetzigen Freunden haben und daran, wie Sie mit Arbeitskollegen umgehen und sich geben. Alle diese Beziehungen und die von Ihnen eingebrachten und gezeigten Seiten Ihrer Persönlichkeit können bei der Findung der Antwort weiterhelfen, wie Sie in einer Liebesbeziehung glücklich werden können. Mitunter kann es helfen, vorerst auf eine Liebesbeziehung zu verzichten und sich Klarheit im Leben von Freundschaften und anderen Beziehungsformen zu verschaffen.

Reflektieren sie alte, zerbrochene Beziehungen um ihre Ängste zu erkennen und abbauen zu können
Reflektieren sie alte, zerbrochene Beziehungen um ihre Ängste zu erkennen und abbauen zu können

Was ist für mich in einer Liebesbeziehung von Bedeutung?

Lernen Sie sich, Ihre Eigenarten und Ihre Bedürfnisse in der jeweiligen Beziehungskonstellation kennen und machen Sie sich bewusst, was Ihnen wichtig ist. Nicht immer kann man auf die Frage hin, was in einer Liebesbeziehung wichtig ist, die für sich entscheidenden Punkte beim Namen nennen.

Finden Sie also Ihre Wichtigkeiten heraus und gehen Sie mit diesem Wissen in die nächste Partnerschaft. Es fällt schwer, sich in einer Beziehung wohl zu fühlen, wenn ganzheitlich betrachtet nicht einmal lockerere Beziehungen zu Freunden, Verwandten oder Arbeitskollegen möglich sind und Sie komisch werden lassen.

Mögliche Gründe

Gründe für eine mögliche Beziehungsunfähigkeit gibt es viele. In einigen Fällen wird dieses Wort jedoch auch zu häufig genutzt, ohne gar nicht wirklich darüber nachzudenken, was dahinter stecken könnte, oder im anderen Fall, um die tatsächliche Situation zu übertuschen.

Eine Liebesbeziehung zwischen zwei Menschen durchläuft in der Regel mehrere Phasen; für viele gehören u.a. der Kauf eines Eigenheims, die Hochzeit sowie die Familiengründung dazu. Meist sind es wohl die Frauen, die solche Themen ansprechen. Der Partner kann die Sache im Idealfall ähnlich sehen - oder er fühlt sich plötzlich massiv unter Druck gesetzt, unsicher und panisch und beschreibt diese Gefühlslage mit dem Wörtchen "beziehungsunfähig".

Tatsächlich ist er jedoch noch nicht bereit für den nächsten Schritt. Oder aber er ist es, nicht aber mit diesem Menschen, der ihn auf solch ein Thema anspricht.

Über eine Trennung wurde deswegen vielleicht auch schon nachgedacht, doch sicher ist man sich diesbezüglich irgendwie auch nicht. Zudem bedeutet eine Trennung auch immer Stress und solange die Partnerschaft ansonsten einigermaßen läuft, ist es bequemer, abzuwarten, was passiert.

Dem gegenüber steht natürlich auch die Möglichkeit, tatsächlich unter einer Bindungsangst zu leiden. In solch einem Fall hat man meist eine schwierige Partnerschaft bzw. Trennung erlebt und möchte so etwas nicht noch einmal erleben - eine Beziehung geht man dann erst gar nicht ein.

Tipps zur Überwindung

Der wohl älteste, aber auch sinnvollste, weil effektivste Tipp lautet: miteinander reden. Ob man sich nun bereits in einer Partnerschaft befindet und an dem besagten Punkt ist, an dem der Partner die nächste Stufe erreichen möchte, oder ob man vor einem möglichen Neuanfang mit einem geliebten Menschen an seiner Seite steht, sich diesbezüglich aber nicht sicher ist.

Ohne darüber zu reden, wird man nicht weiterkommen. In der Regel hat man Angst, seine Zweifel und Gefühle zu äußern, Angst, wie der andere darauf reagieren könnte, Angst, wie die Konsequenzen ausfallen könnten. Möglicherweise kommt es zur Trennung, doch wenn dies der Fall ist, zeigt es nur, dass es so, wie es jetzt läuft, nicht weitergehen kann.

Nicht in alte Muster verfallen

Bevor man eine neue Beziehung eingeht, gilt: Begeben Sie sich nicht immer wieder in dieselben Muster, sondern halten Sie inne, beobachten Sie sich und nehmen Sie Ihre Zukunft selbstbestimmt in die Hand. Geben Sie sich Zeit, nicht schon bei der nächsten Liebesbeziehungen den Partner für's Leben zu finden. In erster Linie geht es darum, dass Sie eine Beziehung führen, in der Sie näher an der Beziehungsform sind, die Ihnen gut tut.

Mit sich selbst im Reinen sein

Als beziehungsunfähig kann man auch gelten, wenn man zu viele offene Fragen mit sich selbst zu klären hat. Eine Partnerschaft lebt von Klarheit und Auseinandersetzungen, die in einer Entscheidung und Problemlösung endet. Wenn man kein adäquater Diskussionspartner ist, kann es schwierig werden, eine gemeinsame Beziehung mit seinem Partner zu führen und die Beziehung faktisch gesehen nicht vom Partner bestimmen zu lassen.

Fazit

Eine Beziehung braucht einen klaren Kopf und Interesse daran, am Zusammensein mit dem Partner zu arbeiten und die gemeinsame Zeit zusammen zu planen und zu leben. Tun Sie sich und Ihrem (zukünftigen) Partner den Gefallen und gehen Sie erst dann eine Beziehung ein, bzw. den nächsten Schritt, wenn Sie spüren, dass Sie eine Meinung zu dem haben, was Sie in einer Beziehung wollen und was Sie geben und annehmen können.

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