8. April 2010
Wissen ist Macht. Das mussten schon viele Völker, die sich mit bloßer Gewalt durchsetzen wollten, erfahren. Auch heute ist Köpfchen gefragt, wenn man etwas aus seinem Leben machen möchte. Das älteste Medium, über das Informationen detailliert und lückenlos weitergegeben werden konnten ist das Buch. Heute gibt es Bibliotheken, in denen mehr Bücher stehen, als man im Laufe seines Lebens zählen könnte. Die Organisation einer solchen Einrichtung erfordert daher einiges an Know-How und Gewissenhaftigkeit.
Selbst in einer kleinen Stadtbücherei gibt es einiges zu tun. Das Ordnungssystem muss beispielsweise stets in Takt bleiben, sonst wird es irgendwann unmöglich, ein bestimmtes Buch aufzufinden. Die Mitarbeiter müssen daher stets Sorge dafür tragen, dass jedes Exemplar am richtigen Fleck steht.
Solche kleinen Büchereien leisten jedoch auch sehr viel auf menschlicher Ebene. Sie stellen Sprachführer und Kurse bereit, um verschiedene Kulturen enger zusammenzubringen.
Außerdem engagieren sie sich auch stark für die jüngeren Leser, veranstalten Bastelnachmittage und richten kindgerechte Leseecken ein, um der Jugend das Buch näher zu bringen.
Moderne Stadtbüchereien beschränken sich jedoch schon lange nicht mehr nur auf Bücher, sie verleihen auch andere Medien wie CDs, DVDs und Zeitschriften.
Eine Stadtbücherei ist in der Regel in einer Art Verbund organisiert. Gibt es ein bestimmtes Exemplar in der einen Zweigstelle nicht, so kann es von einer anderen Stelle angefordert werden.
Diese Zusammenarbeit ist nur durch ein ausgeklügeltes EDV-System möglich. Der Bestand einer jeden Bücherei wird als Datensatz veröffentlicht, damit andere Stellen ebenfalls darauf zugreifen können. So wissen die Bibliothekare stets, welche Bücher sich in den anderen Filialen befinden.
Richtig interessant werden solche Netze jedoch erst, wenn es um größere Bibliotheken geht. In Universitäten gibt es beispielsweise verschiedene Teilbibliotheken, die jeweils einem bestimmten Fachgebiet gewidmet sind. Da diese einzelnen Einrichtungen alle miteinander zur Uni-Bibliothek gehören, müssen sie ebenfalls schnell und effizient miteinander kommunizieren können.
Ist ein Buch in keiner der Teilbibliotheken vorhanden, so kann es über Nacht von einer anderen Universität oder auch einer staatlichen Bibliothek bestellt werden.
Das EDV-System kann auch von Besuchern genutzt werden, um herauszufinden, an welchem Standort sich ein ganz bestimmtes Exemplar befindet. Schließlich hat in einer modernen Bibliothek kein Mitarbeiter mehr eine Ahnung davon, wo genau welches Buch steht.
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