15. April 2010
Viele junge Künstler träumen von ihrer ersten eigenen Ausstellung. Zur Verwirklichung dieses Traums müssen aber nicht nur Mut und Ehrgeiz, sondern auch ein gewisses Maß an Organisationstalent vorhanden sein. Schließlich soll die erste Ausstellung erfolgreich verlaufen, Interesse in der Öffentlichkeit wecken und neugierig auf weitere Ausstellungen machen.
Zunächst einmal muss man sich über den Ort Gedanken machen, an dem die Ausstellung stattfinden soll. Da das Budget zu Beginn einer künstlerischen Laufbahn oft noch beschränkt ist, sollte man nach Räumlichkeiten suchen, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Diese findet man u.a. bei Kunstvereinen, Sparkassen, Stadtwerken oder in Rathäusern. Auch in Galerien oder Museen hat man die Möglichkeit, seine eigenen Kunstwerke der Öffentlichkeit zu präsentieren. Oft gibt es hier aber lange Vorlaufzeiten und die Aussteller verlangen, falls Kunstwerke verkauft werden, eine Provisionsbeteiligung.
Nun sollte man sich überlegen, ob man seine Bilder, Skulpturen und andere Objekte nur ausstellen möchte, oder ob diese auch verkauft werden sollen. Für den letzten Fall muss man sich über die Anzahl der Drucke Gedanken machen. Generell gilt, je limitierter die Auflage ist, desto interessanter kann der Druck für die Kunden sein und desto mehr Gewinn kann man erzielen.
Eine Ausstellung hat meist einen Bezug zu einem bestimmten Thema. Es ist sinnvoll, zunächst ein Thema zu wählen, welches viele Menschen anspricht. Mit ein paar aussagekräftigen Schlagwörtern kann man nun gezielt Werbung für die Ausstellung machen. Als Werbeträger eignet sich vor allem die Presse. Eine Anfrage bei der Lokalzeitung oder beim örtlichen Radio wird meist nicht abgeschlagen. Aber auch mit Flyern oder Plakaten lohnt es sich zu werben. Jedoch müssen hierfür manchmal Genehmigungen eingeholt werden.
Nun beginnen die konkreten Planungen. Um Bilder und andere Kunstobjekte professionell und bestmöglich zu präsentieren, müssen Rahmen und Vitrinen angeschafft werden. Je nach Qualität kann das schnell das eigene Budget sprengen. Galeristen bieten Rahmen und andere Utensilien manchmal auch zum Verleih an - im Gegenzug erwarten sie eine Provisionsbeteiligung, die bei bis zu 50 Prozent der Einnahmen der verkauften Kunstwerke liegen kann.
Wer seine eigene Ausstellung professionell organisieren lassen möchte, kann sich mit einer Ausstellungsagentur in Verbindung setzen. Dieser Weg ist aber nicht nur teurer, sondern hat auch lange nicht den Reiz, den eine eigene Organisation bieten kann.
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