Vögel als Haustiere - Beliebte und geeignete Arten, Hinweise zum Vogelkäfig und Pflegetipps

Kanarienvogel sitzt auf Ast im Käfig

Vögel zählen zu den beliebten Haustieren - für den Wellensittich, Kanarienvogel, Papagei und Co gilt es, den passenden Käfig zu finden

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  • von Paradisi-Redaktion

Es gibt viele Haustier-Vogelarten, die gerne in entsprechenden Käfigen oder Volieren gehalten werden. Durch ihr Gezwitscher erfreuen sie den Menschen und manche Arten lernen auch sprechen. Um den Tieren ein möglichst artgerechtes Leben bieten zu können, sollten in Sachen Haltung und Pflege einige Punkte beachtet werden. Lesen Sie, welche Vogelarten gerne als Haustiere gehalten werden, und worauf es bei Vogelkäfig und Pflege vor allem ankommt.

Beliebte Vögel, die man als Haustier hält

Vögel wollen fliegen, trotzdem haben sich einige ganz gut mit dem Mensch arrangiert. Bevor man sich einen Vogel als Haustier anschafft, sollte man darüber nachdenken, ob eine Käfighaltung artgerecht und sinnvoll ist.

Die meisten Vogelhalter lassen die Vögel aber auch öfters frei fliegen. Einige Arten werden besonders gerne als Haustier gehalten.

Dabei sollt eman beachten, dass Vögel eigentlich nicht einzeln gehalten werden. Wenn man darüber nachdenkt sich einen Vogel anzuschaffen, muss man zudem berücksichtigen, dass diese Tiere viel Lärm und auch Dreck machen.

Wellensittiche und Kanarienvögel

Sehr beliebt, vor allen Dingen bei Kindern und älteren Damen, sind Wellensittiche. Sie erfreuen mit ihren leuchtenden Farben und sind recht anspruchslos in der Pflege.

Bei der entsprechenden Zuwendung können sie sehr zutraulich werden. Auch Kanarienvögel werden gerne gekauft.

Wellensittiche und Kanarienvögel bieten noch den Vorteil, dass sie günstig in der Anschaffung sind. Kanarienvögel sind sehr neugierig und erfreuen mit ihrem Gesang.

Kanarienvögel sind beliebte Haustiere
Kanarienvögel sind beliebte Haustiere

Beos

Beos bezaubern durch ihre kontrastreiche Farbenpracht; sie sollen sehr zahm werden und bei der entsprechenden Pflege und Geduld sprechen lernen. Bevor man sich allerdings für einen Vogel entscheidet, sollte man sich in jedem Fall genau informieren, was er für Ansprüche stellt und was für Bedürfnisse er hat.

Papageien

Papageien eilt der Ruf voraus, dass sie intelligent und gelehrsam sind, dass sie sprechen lernen und zahm werden. Es gibt viele verschiedene Arten und Unterarten.

Doch ihre Haltung ist nicht nur unproblematisch. Ein Papagei braucht viel Platz und gehört eigentlich nur in erfahrene Hände.

Die so genannten Unzertrennlichen (Agaporniden) können nur als Pärchen gehalten werden, am besten als gegengeschlechtliches Paar. Es gibt verschiedene Arten, wie zum Beispiel die Rosenköpfchen oder die Schwarzköpfchen. Ihnen sagt man nach, dass sie sehr laut und auch aggressiv sein können.

Die Haltung von Papageien ist eher anspruchsvoll
Die Haltung von Papageien ist eher anspruchsvoll

Kakadus, Nymphensittiche und Zebrafinken

Auch Kakadus werden bevorzugt gekauft, vor allen Dingen, weil sie so süß aussehen. Doch auch ein Kakadu ist sehr anspruchsvoll in der Haltung.

Auch die süßen Kakdus sind sehr anspruchsvoll in der Haltung
Auch die süßen Kakdus sind sehr anspruchsvoll in der Haltung

Viele Menschen entscheiden sich auch für Nymphensittiche, sie sehen nicht nur schön und drollig aus, sondernd sie bieten viele Vorzüge. Auch bei ihnen wird eine Paarhaltung empfohlen.

Zebrafinken fühlen sich nur in Gruppen wirklich wohl, sie haben einen unverkennbaren Ruf und sie gelten als eher unkompliziert.

Dicke Wellensittiche auf Diät setzen

Wer einen etwas zu dicken Wellensittich hält, sollte ihm einen Gefallen tun und ihn auf Diät setzen. Dazu bietet es sich an, das Kraftfutter zu reduzieren und es durch Gemüse und klein geschnittenes Obst zu ersetzen. Auch die häufig verfütterte Kolbenhirse sollte deutlich reduziert werden, denn sie gehört zu den Dickmachern.

Komplett muss der Wellensittich allerdings nicht darauf verzichten - eine halber Kolben am Tag sei völlig in Ordnung, bestätigt Bundesverband praktizierender Tierärzte. Des Weiteren ist es nicht sinnvoll, dem Vogel feste Essenszeiten vorzuschreiben, sondern ihm den ganzen Tag über die Futteraufnahme, natürlich in Maßen zu ermöglichen.

In allen Fällen sollte der Tierhalter nebenbei dafür sorgen, dass sein Wellensittich genügend Bewegung bekommt, auch wenn er nicht übergewichtig ist. Mindestens einmal am Tag sollte der Vogel die Möglichkeit haben, frei herumzufliegen. Platziert man zusätzlich ein paar Körner an verschiedenen Orten, wird zudem der natürliche Suchinstinkt des Tieres aktiviert.

Zu trockene Heizungsluft im Winter schadet dem Wellensittich

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Herz für Tiere" ist zu lesen, dass die trockene Heizungsluft im Winter nicht nur dem Menschen zu schaffen macht, sondern auch seinen Haustieren, insbesondere den Vögeln.

Die Zeitschrift empfiehlt daher einmal am Tag gründlich zu lüften und die Vögel eventuell einmal mit der Blumenspritze zu besprühen. Hilfreich seien auch Zimmerpflanzen in der Nähe des Vogelkäfigs, weil diese Pflanzen Feuchtigkeit abgeben und so dem gefiederten Freund das Leben im Winter erleichterten.

Vielseitige Ernährung wichtig für Papageien

Frisst ein Papagei nicht, kann das verschiedene Gründe haben - eventuell muss ein Tierarzt aufgesucht werden

Zwei Papageien, Pfirsichköpfchen, auf einem Ast
Pair of lovebirds agapornis-fischeri isolated on white © Dmitry Pichugin - www.fotolia.de

Gerade Papageien sollten eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung erhalten, da sie anfangs durch eine neue Umgebung irritiert sein können. Es ist durchaus möglich, dass die Vögel zu Beginn weder Wasser noch Futter zu sich nehmen. Das kann beispielsweise daran liegen, dass einige Papageien kein Futter vom Boden zu sich nehmen oder der Futternapf einfach falsch platziert ist.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass das Tier schon beim Kauf krank war, weshalb man spätestens nach 2 bis 3 Tagen einen Tierarzt aufsuchen sollte, wenn er nichts gegessen hat. Bevor ein Papagei abgegeben wird, sollte er mindestens 12 bis 15 Wochen alt sein, da bei jungen Vögeln das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist. In dem Fall kann sich eine neue und unbekannte Umgebung für den Papagei schlecht auf die Gesundheit auswirken, teils mit fatalen Folgen.

Die richtige Futtermischung macht's

Für den Erhalt der täglichen Nährstoffe sollte man neben den Sonnenblumenkernen, Sesamkörnern sowie Kürbiskernen auch eine ausreichende Auswahl an Früchten sowie Gemüsesorten bereitstellen. Zwar sind in den Körnern wichtige Nährstoffe wie Proteine, ungesättigte Fettsäuren sowie Vitamine enthalten, jedoch nicht Kalzium und bestimmte Aminosäuren. Ein guter Nahrungsmix ist somit lebensnotwendig für jeden gesunden Papagei.

Die Schluckspechte unter den Vögeln: Lori-Papageien besaufen sich

Tierärzte und Tierschützer machen sich Sorgen um die kleinen, alkoholisierten Vögel

Blau-gelber und roter Papagei sitzen nebeneinander
parrots © Pakhnyushchyy - www.fotolia.de

In Australien fallen derzeit massenhaft Vögel von den Bäumen. Der Grund dafür: Sie sind völlig betrunken. Die kleinen, gefiederten Tiere naschen zu viel von einer gegärten Beerensorte, die mehr Alkohol enthält als die sogenannten Lori-Papageien vertragen können.

Risiko für die Lori-Papageien

Ähnlich wie der Mensch, verlieren die Vögel in alkoholisiertem Zustand ihr Koordination, schwanken, rennen in Gegenstände und haben sich schlichtweg einfach nicht mehr unter Kontrolle.

Die taumelnden Papageien wirken zwar zunächst sehr lustig, doch vor allem Tierärzte machen sich Sorgen um die kleinen Vögel. Denn sternhagelvoll sind die Papageien nicht mehr in der Lage sich selbst zu schützen. Sie werden zutraulicher und langsamer und sind für jedes Raubtier eine leichte Beute.

Gefährliche Regeneration

Das Hauptproblem ist, dass die Lori-Papageien ihren Rausch nicht einfach ausschlafen können. Laut Tierärzten dauert es zwischen zwei und drei Tagen, bis die Tiere wieder völlig regeneriert sind.

In dieser Zeit müssen sie beobachtet werden, um den Bestand nicht zu gefährden. Australische Tierärzte und Tierschützer versuchen nun, einen Weg zu finden, dem jährlich wiederkehrenden Besäufnis der Lori-Papageien ein Ende zu setzen.

Wellensittich zu dick! Was nun?

Deutschlands Wellensittiche sind zu dick. Mehr als die Hälfte der Vögel leidet unter Übergewicht. Dies liegt vor allem daran, dass die Tiere permanent Zugang zu energiehaltigem Futter haben und sich darüber hinaus zu wenig bewegen.

Gewöhnliche Stubenvögel dürfen ein Gewicht von etwa 35 bis 40 Gramm auf die Waage bringen, Standardsittiche können ruhig bis zu 15 Gramm mehr wiegen, jedoch höchstens 55 Gramm. Allerdings ist dabei immer auch auf die jeweiligen Körperproportionen zu achten. Hat ein Vogel Übergewicht, so sollte sein Besitzer überprüfen, ob das Tier wunde Stellen oder Geschwüre unter den Füßen, sogenannte Ballengeschwüre, hat.

Es können sich zudem sogenannte Lipome bilden. Das sind gutartige Fettgeschwülste, die vor allem an Brust und Bauch entstehen. Diese können jedoch so groß werden, dass die Vögel einen qualvollen Tod erleiden.

Damit ein Wellensittich sein Normalgewicht erreicht, ist es mit einer Umstellung seiner Ernährung allein nicht getan. Ein Vogel braucht dringend Bewegung, sonst kann der Körper das in seinem Inneren eingelagerte Fett nicht abbauen.

Das im Zoofachhandel erhältliche Diätfutter ist für das Abspecken wenig geeignet. Viele diese Futtermischungen sind nicht brauchbar. Besser ist es, den Tierarzt um Rat zu fragen. Dieser kann sinnvolle Ernährungsratschläge erteilen oder gegebenenfalls die Umstellung auf spezielle Kost verordnen.

Wellensittiche nur als Paare halten - Einzelhaft macht krank

Wellensittiche gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Trotzdem werden immer einige der wichtigsten Grundregeln der Wellensittich-Haltung missachtet. Darauf weist die Deutsche Standard-Wellensittich-Züchter-Vereinigung kurz vor den Weihnachtstagen hin, wenn viele Tiere als Geschenke gekauft werden. So dürfen Wellensittiche niemals alleine gehalten werden, denn die Schwarmvögel werden ohne Gesellschaft sehr unglücklich. Ein Paar genügt dabei schon, damit sich die beiden miteinander beschäftigen können.

Auch der Käfig darf nicht zu klein sein, denn Wellensittiche sind sehr lebhaft und fliegen gerne. Um ein Paar zu halten, sollte der Käfig mindestens 120 Zentimeter breit, 80 Zentimeter hoch und 50 Zentimeter tief sein. Noch besser wäre jedoch eine Außenvoliere, in der die Vögel tatsächlich genug Platz zum Fliegen haben. Wo dies aus Platzgründen nicht möglich ist, sollten die Wellensittiche zumindest mehrere Stunden Freiflug pro Tag genießen dürfen.

Bei der Ausstattung des Käfigs sollte der Besitzer auf viel Natur achten und die Plastikstangen, die sich in handelsüblichen Vogelkäfigen befinden, durch natürliche Äste ersetzen. Diese sind nicht nur besser für die Vogelkrallen, sondern bieten dem Wellensittich auch viel Knabberspaß. Plastikspielzeug dagegen benötigen sie nicht, wenn sie einen Partner haben, mit dem sie sich beschäftigen können.

Nur artgerecht aufgezogene Papageien kaufen - Vögel vor Verhaltensstörungen bewahren

Papageien sind beliebte Haustiere. Doch sie mögen es, andere Artgenossen um sich zu haben. Deshalb bedeutet eine artgerechte Aufzucht, dass Papageien beim Aufwachsen nicht von ihren Eltern getrennt werden. Später können diese Papageien dann langsam an den Menschen herangeführt und an ihn gewöhnt werden.

Da die meisten Käufer sich den Stress nicht antun möchten, einen Papagei selber handzahm zu machen, halten sie Ausschau nach zahmen Tieren. Deshalb ziehen viele Züchter Papageien mit der Hand auf.

Das birgt die Gefahr, dass diese Tiere mit der Geschlechtsreife einen Triebstau entwickeln und aggressiv werden. Insbesondere Graupapageien und Amazonen können durch die permanente Frustration, die der Vogel ohne Geschlechtspartner erlebt, sehr aggressiv werden. Zudem rupfen sie sich selber die Federn aus.

Halsbandsittiche breiten sich aus: Immer mehr Papageien leben in Europas Städten

In immer mehr europäischen Städten lassen sich die grünen Papageien beobachten - wie lange noch, ist allerdings fraglich

Zwei Papageien, Pfirsichköpfchen, auf einem Ast
Pair of lovebirds agapornis-fischeri isolated on white © Dmitry Pichugin - www.fotolia.de

Zu Hause ist der Halsbandsittich ursprünglich in wärmeren Gefilden in Afrika und Asien. Doch mittlerweile ist der grüne Papagei auch in Nordamerika und Europa heimisch geworden.

In Deutschland traten die ersten Halsbandsittiche 1969 in Köln auf. Inzwischen leben dort geschätzt rund 2000 Exemplare. Auch in der gesamten Rheinebene ist der Halsbandsittich anzutreffen.

Neben den Halsbandsittichen breiteten sich auch andere Arten fernab ihrer eigentlichen Heimat aus

Die ersten Populationen gründeten sich aus Gefangenschaftsflüchtlingen, Nachfahren entflohener Käfigtiere, die trotz ihrer exotischen Herkunft mit dem deutschen Klima zurechtkamen. Anders als Wellensittiche, die außerhalb menschlicher Behausungen in Deutschland nicht überleben können, vermehrten sich die grünen Papageien.

Sie sind damit nur eine von vielen Arten, die sich in Regionen ausbreiteten, in denen sie nicht heimisch sind. Zu ihnen zählen in Deutschland auch der Waschbär, der aus Nordamerika stammt, oder die Bisamratte. Auch Pflanzen, wie etwa das Löwenmäulchen oder der Kalmus, wurden vom Menschen nach Deutschland gebracht und hier angesiedelt.

Der Biologe bezeichnet jede Tierart, die seit Beginn der Neuzeit - also der Entdeckung Amerikas durch Columbus 1492 - durch den Menschen in ein neues Gebiet eingeführt wurde und sich dort erfolgreich in der Natur behauptet hat, als Neozoon. In Deutschland sind etwa 1150 Neozoen bekannt, fast die Hälfte davon sind Insekten.

Halsbandsittiche vielleicht bald auf der Schwarzen Liste

Gebietsfremde Lebewesen, die sich in ihrer neuen Umgebung etabliert haben, können einheimische Arten bis zum Aussterben gefährden. Ob der Halsbandsittich daher noch lange in deutschen Innenstädten anzutreffen sein wird, ist fraglich.

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) prüft, ob es den Papagei auf die sogenannte Schwarze Liste setzt. Arten, die dort aufgeführt sind, werden daran gehindert, sich weiter auszubreiten. Dies geschieht, indem Naturschützer die Brut zerstören oder den Abschuss der Tiere erlauben.

Egal, für welche Art man sich entscheidet - die richtige Haltung ist bei jedem Vogel das A und O.

Tipps zur Wahl des passenden Vogelkäfigs

Legt man sich einen Vogel wie einen Wellensittich, einen Kanarienvogel oder einen Papagei zu, braucht man gleichzeitig einen geeigneten Vogelkäfig. Dieser muss zudem entsprechend eingerichtet werden, denn genau wie ein Mensch benötigt auch ein Vogel einen gewissen Freiraum. Außerdem sollte der Vogel in dem Käfig einen artgerechten Lebensraum, wenn auch im kleineren Maßstab, vorfinden.

Standort

Zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl eines Vogelkäfigs gehört der passende Standort. Dieser trägt maßgeblich dazu bei, ob sich das Tier wohlfühlt oder nicht. So wird empfohlen, den Vogelkäfig an einem möglichst hellen Ort zu platzieren.

Allerdings sollte auch eine schattige Stelle vorhanden sein, in die sich der Vogel bei Bedarf zurückziehen kann. Außerdem ist es ratsam, in der Nähe des Käfigs Zigarettenrauch, Zugluft oder starke Temperaturschwankungen zu vermeiden.

Größe

Damit sich der Vogel gut bewegen und umherfliegen kann, sollte der Käfig so groß wie möglich sein. Von runden Käfigen oder Kunstwerken, die mehr zur Dekoration dienen, wird dagegen abgeraten, da diese nicht artgerecht sind.

Ein Problem ist, dass viele Vogelkäfige, die im Handel angeboten werden, zu klein ausfallen. Daher ist es ratsam, einen Käfig zwei Nummern größer zu kaufen, als empfohlen wird.

Die Gitterstäbe des Käfigs sollten waagerecht verlaufen, denn dadurch kann der Vogel am Käfig problemlos herumklettern. Damit er sich nicht zwischen dem Gitter einklemmt, ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Gitterabstand nicht zu groß ist.

Grundsätzlich ist ein quadratischer Gitterverlauf einem rechteckigen Verlauf vorzuziehen. Schafft man sich gleich zwei Vögel an, muss der Käfig deswegen nicht doppelt so groß sein. Als Orientierung genügen die Maße von einem Vogel.

Einrichtung

Bei der Einrichtung des Vogelkäfigs sollten die Sitzstangen so angeordnet werden, dass sie den Vogel zu Bewegungen ermuntern. Am besten ist es, wenn er etwas fliegen oder hüpfen muss, um die nächste Stange zu erreichen. In der Regel genügen drei Stangen, die oben, unten und in der Mitte platziert werden.

Ebenfalls wichtig ist das Anbringen von Futter- und Wassernäpfen. Diese sollte man so befestigen, dass man den Käfig beim Auffüllen der Näpfe nicht aufzumachen braucht.

Bei der Ausstattung des Käfigs ist darauf zu achten, auf Plastiknäpfe, -zubehör und -spielzeug zu verzichten. Die Vögel könnten den Kunststoff anknabbern und verschlucken. Besser geeignet sind eine Einrichtung aus Holz sowie Näpfe aus Edelstahl.

Tipps zur Wahl des Vogelsands

Als Einstreu im Käfig nutzt man in der Regel Vogelsand. Dabei handelt es sich um aufbereiteten Rundkornsand. Er ist mit Muschelgrit und Kalk angereichert und dient nicht nur als Bodenbelag, sondern unterstützt zudem die Verdauung des Vogels - die Tiere ernähren sich auch davon; auf diese Weise können pflanzliche Bestandteile zerkleinert werden.

Auf herkömmlichen Sand ist unbedingt zu verzichten. Der Vogelsand wurde speziell gereinigt, aufbereitet und anders als gewöhnlicher Sand hat er keine scharfen Kanten, die dem Vogel schaden könnten.

Es gibt auch Alternativen zum Vogelsand - beispielsweise Vogelerde, Buchenholzgranulat oder das simple Auslegen des Käfigs mit Papier. In dem Fall sollte dem Vogel allerdings ein Napf mit Vogelgrit hingestellt werden.

Gefahr aus dem Vogelkäfig?

Alles andere als niedliche Federtiere: Vögel können durchaus aggressiv werden. Eine Verhaltensweise, die in der freien Wildbahn völlig normal und sogar gesund ist. Schließlich wollen Reviere verteidigt und Balzrituale um die Angebetene gewonnen werden.

Kompliziert wird´s häufig erst, wenn Vögel als Haustiere gehalten werden. Dann nämlich bieten Käfige und sogar großzügigere Volieren nicht genügend Platz, um alle Streitigkeiten auf natürlichem Wege aus dem Weg zu räumen. Die Folge können heftige, teils gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den gefiederten Käfigbewohnern sein.

Und damit nicht genug: Auch die Besitzer werden mitunter angegriffen - und zwar sogar dann, wenn die Vögel bereits seit Jahren zahm sind. Grund hierfür kann der erst später aufkeimende Geschlechtstrieb sein, mit dem insbesondere männliche Vögel nochmals deutlich aggressiver werden.

Neben ausreichend Platz und Rückzugsmöglichkeiten kann als letzte Möglichkeit auch eine medikamentöse Hormontherapie beim Tierarzt Abhilfe verschaffen.

Was es bei der Pflege eines Vogels zu beachten gibt, sollte man natürlich vor der Anschaffung dieses Tieres in Erfahrung bringen...

Die Pflege eines Vogels

Damit sich ein Vogel wohlfühlt, braucht er nicht nur das passende Zuhause, sondern auch die richtige Pflege. Auf die grundlegenden Aspekte der Vogelhaltung gehen wir im Folgenden ein.

Hygiene

Nicht nur der Vogel benötigt eine artgerechte Pflege - auch sein Käfig sollte sauber sein, damit es dem Tier gut geht. In Abständen von zwei bis drei Tagen - idealeweise aber täglich - sollte man den Vogelsand im Käfig auswechseln. Am besten geht dies bei Käfigen, deren Boden man in Form eines Schubfachs einfach herausziehen kann.

Wenn die Schale geleert wurde - der Vogelsand kann in die Biotonne bzw. auf den Kompost gegeben werden - sollte man sie gründlich abspülen und abtrocknen. Zudem sollten die Sitzstangen regelmäßig herausgenommen und abgeschrubbt werden. Bevor man sie wieder einsetzt, sollten auch sie getrocknet sein.

Des Weiteren ist die Reinigung der Gitterstäbe wichtig; dies sollte einmal im Monat getan werden. Mitunter ist pures Wasser dafür ausreichend, ansonsten gibt es spezielle Reinigungsmittel im Zoofachhandel.

Nutzt man dies, ist dieses anschließend unbedingt mit klarem Wasser abzuwaschen, um Rückstände zu vermeiden. Auch hier zum Schluss gut abtrocknen. Die Näpfe sollten natürlich ebenfalls möglichst oft sauber gemacht und das Wasser gewechselt werden.

Schnabel- und Krallenpflege

Für die Körperpflege nehmen sich Vögel in der Regel viel Zeit. Auch die Schnabel- und Krallenpflege gehört dazu, sodass der Vogelhalter meist diesbezüglich nicht eingreifen muss.

In manchen Fällen jedoch muss man doch eingreifen, beispielsweise, wenn keine gleichmäßige Abnutzung erfolgt oder das Tier den Schnabel nicht gründlich genug gereinigt bekommt. Vögel nutzen ihre Krallen und auch den Schnabel u.a. zum Klettern und Greifen. Sie wetzen sie an Ästen oder Stangen und glätten bzw. reinigen sie dadurch.

Um diese gleichmäßige Abnutzung zu unterstützen, sollte man einen Pick- bzw. Mineralstein in den Käfig gehangen werden. Sollte der Schnabel einmal zu lang werden, muss er gekürzt werden, damit das Tier weiterhin Körner aufpicken kann - hierzu ist der Gang zum Tierarzt unerlässlich; Gleiches gilt für das Kürzen der Krallen.

Wichtig für Kanarienvogelhalter: diese Art benötigt unbedingt einen rauen Stein in ihrem Käfig. Die Vögel klettern nicht, sondern hüpfen lediglich; ihnen muss also eine andere Möglichkeit gegeben werden, um ihre Krallen wetzen zu können.

Als besonders nützlich haben sich Bio-Sandstangen mit spezieller Quarzsandbeschichtung erwiesen. Diese werden über die gängigen Sitzstangen gezogen und können ein Verwachsen der Vogelkrallen verhindern. Wichtig ist, dass diese Stangen regelmäßig ausgewechselt werden.

Sonstige Tipps für eine artgerechte Haltung

Neben den erwähnten Hinweisen in Sachen Vogelhaltung und -pflege sollten zudem folgende Punkte beachtet werden:

  • Wer seinen Vogel zähmen möchte, muss eine Menge Geduld und Arbeit in dieses Vorhaben hineinstecken. Eine tägliche intensive Beschäftigung mit dem Tier ist daher unbedingt ein Muss - dies gilt auch ganz im Allgemeinen.

  • Im Idealfall wird den Tieren ein ganzes Vogelzimmer zur Verfügung gestellt. Entscheidet man sich für eine Voliere, sollte man sich beraten lassen, welche Größe erforderlich ist; je mehr Platz das Tier hat, desto glücklicher wird es sein.

  • Einige Zimmerpflanzen können gefährlich oder sogar giftig für die Vögel sein; auch dies gilt es, im Vorfeld zu überprüfen. Sollte man entsprechende Pflanzen besitzen, dürfen diese keinesfalls in Reichweite stehen.

  • Steht der Käfig in der Küche, muss auf Teflon- oder Antihaftbelag-Kochgeschirr verzichtet werden. Erhitzt man diese Beschichtung, kommt es zur Entstehung eines geruchlosen Rauchs, der für die Vögel tödlich sein kann.

  • Lässt man die Vögel fliegen, ist natürlich darauf zu achten, dass sie nicht durch ein offenes Fenster hinausgelangen können. Auch verschiedene Gefäße, wie z.B. Vasen, können für die Tiere gefährlich werden.

Grundinformationen und Hinweise zu Vögeln

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Canary © nicolasjoseschirado - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hand hält Schild © purplequeue - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: canario escuchando a otro © enens - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Pair of lovebirds agapornis-fischeri isolated on white © Dmitry Pichugin - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: White cockatoo in the park. White parrot on a small branch. © pojvistaimage - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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