Telefonieren - Geschichte und Entwicklung unterschiedlicher Telefonarten

Während das Telefon noch vor einem Jahrhundert ein absolutes Luxusgut der Oberschicht war, handelt es sich hierbei heutzutage um einen Gebrauchsgegenstand, welcher in fast jedem Haushalt vorgefunden werden kann. Dabei gibt es allerdings auch zahlreiche Arten von Telefonen, welche diese Form der Kommunikation ermöglichen. Rund um das Telefonieren - Informieren Sie sich über die Geschichte und Entwicklung sowie über die unterschiedlichen Telefonarten.

Vom Kabeltelefon bis zum Mobiltelefon - Das Telefon gilt heutzutage als unverzichtbarer Gebrauchsgegenstand - Wir informieren über Geschichte und Telefontypen

Die Geschichte des Telefons

Die Erfindung des Telefons war eine bahnbrechende Errungenschaft. So führte dieses Gerät zu einer starken Verdichtung von Raum und Zeit, da von nun an komplexe Nachrichten problemlos über weite Strecken ohne Zeitverzögerung übermittelt werden konnte. Doch wie verlief überhaupt die Geschichte des Telefons, welches als eines der wichtigsten Erfindungen im Bereich der Kommunikation gilt?

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, dass die Anfänge der Geschichte des Telefons nur schwer datiert werden können. So gab es im 19. Jahrhundert eine Reihe von Forschern, welche zu wichtigen Erkenntnissen kamen und damit zur Erfindung des Telefons beitrugen. Genannt seien hier beispielsweise die Forscher Manzetti, Bourseul und Reis, welche allesamt Vorgänger des heutigen Telefons entwickelten oder mit der notwendigen Technik experimentierten.

Die Erfindung des elektromagnetischen Telefons

Von der eigentlichen Geschichte des Telefons wird allerdings in der Regel erst ab dem Jahre 1876 gesprochen, in welchem das elektromagnetische Telefon durch den Wissenschaftler Graham Bell erfunden wurde. Dieser stützte sich auf die Erkenntnisse seiner Kollegen und entwickelte diese weiter, so dass sich Stimmen über eine Strecke von fast 10 km übertragen ließen.

Zudem war es wichtig, dass es sich beim elektromagnetischen Telefon um ein handliches Gerät mit Sprechmuschel handelte, welches demnach auch alltagstauglich war. Seine Vorgänger bauten hingegen Maschinen, welche aufgrund ihrer Größe kaum für den privaten Gebrauch geeignet waren oder bei welchen gar eine Klemme während des Sprechens zwischen den Zähnen gehalten werden musste.

Die weitere Entwicklung

Der Grundstein für die Verbreitung des Telefons war damit gelegt. Diese Verbreitung lies dann auch nicht lange auf sich warten und innerhalb der nächsten Jahrzehnte wurden nicht nur die Telefonnetze in allen Industrienationen ausgebaut, sondern auch weitere Erfindungen getätigt.

So wurde beispielsweise im Jahre 1889, also nicht einmal 15 Jahre nach der Erfindung des elektromagnetischen Telefons, die Wählscheibe entwickelt, welche eine externe Gesprächsvermittlung überflüssig machte. Allerdings sollte es in Deutschland noch bis Anfang der 70er Jahre dauern, bis die automatische Gesprächsvermittlung durch die Wählscheibe überall Anwendung fand.

Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Telefons war das erste Transatlantik Kabel, welches im Jahre 1928 fertig gestellt wurde und Gespräche zwischen London und New York erlaubte. Seit den 90er Jahren wurde das Gesprächssignal via ISDN schließlich noch digitalisiert und es kam eine komplett neue Mobilfunkgesellschaft auf, welche neben dem Telefon vor allem über Handys und damit Funknetze kommuniziert.

Auch das Telefonieren über Internet ist mittlerweile weit verbreitet...

Telefonieren über das Internet immer beliebter

Dank der modernen Kommunikationsmöglichkeiten stehen wir ständig mit anderen Menschen in Kontakt, welche sich weit von uns entfernt befinden. Die zwei wohl beliebtesten Möglichkeiten der Kontaktaufnahme stellen dabei das Telefon und das Internet dar.

Doch warum wird das Telefonieren übers Internet, welches diese Wege quasi kombiniert, immer beliebter und was sollte man dabei beachten? Die Gründe sind breit gestreut.

Kostenfrei

Zum einen verursacht das Telefonieren übers Internet in der Regel keine Kosten. Es müssen lediglich die Gebühren für die Nutzung des Internets entrichtet werden. Da viele Haushalte ohnehin über eine Flatrate verfügen, fallen so keine weiteren Kosten für das Telefonieren an.

Dieser Aspekt wird vor allem dann wichtig, sobald über Ländergrenzen hinweg kommuniziert werden soll. In diesem Fall kann bereits ein kurzes Gespräch nennenswerte Summen sparen, was das Telefonieren übers Internet umso attraktiver erscheinen lässt.

Vielfältig

Darüber hinaus bietet das Telefonieren übers Internet häufig noch weitere Optionen. So kann zum einen häufig ein Videostream aufgebaut werden, was dazu führt, dass man seinen Gesprächspartner nicht nur hören, sondern auch sehen kann. Zudem können während des Telefonierens beispielsweise Daten und Links ausgetauscht werden, was die Möglichkeiten der Kommunikation stark erhöht.

Komfortabel

Des Weiteren ist das Telefonieren am PC eine bequeme Methode, nebenbei mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. So sind das Mikrofon und die Lautsprecher in der Regel im Headset oder im Laptop integriert. Der Teilnehmer muss demnach keine Hörmuschel oder Handy halten, sondern kann nebenbei telefonieren, während beispielsweise Arbeiten am PC erledigt werden.

Modern und praktisch

Letztlich gilt das Telefonieren übers Internet schlicht noch als modern und praktisch. Schließlich wird auf ein modernes Medium zurückgegriffen und in einer anderen Weise als noch vor einem Jahrzehnt kommuniziert, was vor allem die Jugend ansprechen dürfte. Daneben kann theoretisch auch noch gleichzeitig mit mehreren Teilnehmern kommuniziert werden, was die Verständigung innerhalb einer Gruppe erleichtert.

Doch trotz all dieser Vorzüge, welche das Telefonieren übers Internet bietet, sollten einige Aspekte beachtet werden. Zum einen sollte lediglich bekannten und seriösen Anbietern vertraut werden, so dass keine versteckten Kosten anfallen. Darüber hinaus bietet das Telefonieren über das Internet nicht die Sicherheit einer klassischen Telefonleitung und kann leichter abgehört werden.

Unterschiedliche Telefonarten

  • Die wohl bekannteste Art des Telefons ist das klassische Kabeltelefon. Dieses verfügt einerseits über eine Wählscheibe beziehungsweise über ein Tastenfeld, mit welchem eine direkte Verbindung hergestellt werden kann. Darüber hinaus ist das Gerät direkt an ein Kabelnetz angeschlossen, welches in der Regel einer Telefongesellschaft angehört.

    Übertragen werden die Signale dann über Kabelanlagen, welche zumeist unterirdisch verlaufen und sich über die gesamte Bundesrepublik erstrecken. Letztlich verfügt das Kabeltelefon noch über einen Hörer, in welchem ein Mikrofon und eine Hörmuschel eingebaut sind. Dabei sorgt der so genannte Differentialtransformator dafür, dass sich der sprechende Teilnehmer nicht selbst hört, was sonst aufgrund der Signalübertragung in beide Richtungen der Fall wäre.

  • Eine weitere Form des Telefons ist das Satellitentelefon, welches erstmals in den 70er Jahren zum Einsatz kam. Die Verbindung eines Satellitentelefons wird durch Funkwellen ermöglicht, welche zunächst an einen Satelliten und von dort an das Zielgerät oder eventuell dessen Mobilfunknetz weitergeleitet werden.

    Satellitentelefone sind deshalb bis heute nicht überflüssig, da es sich hierbei um Geräte handelt, welche im Gegensatz zu Handys auch ohne ein lokales Mobilfunknetz funktionieren. Allerdings stellen Satellitentelefone bis heute keine Konkurrenz zum Handy dar.

    Schließlich benötigen diese eine große Sendeleistung, weshalb die Geräte vergleichsweise groß sind. Zudem ist das Telefonieren relativ teuer und kann sich nicht mit heutigen Mobilfunkverträgen messen.

  • Darüber hinaus gibt es noch Schnurlostelefone, welche in vielen Haushalten das erstgenannte Kabeltelefon abgelöst haben. Die Kommunikation von Schnurlostelefonen vollzieht sich ebenso über das Kabelnetz. Allerdings sind der Hörer und die Gerätebasis über Funk verbunden, so dass der Hörer in einem gewissen Radius von der Basis entfernt werden kann.

  • Letztlich können in diesem Zusammenhang noch Mobiltelefone genannt werden, welche auch als Handys bezeichnet werden. Die Kommunikation von Handys vollzieht sich via Funk, wobei sich dabei auf das Telefonnetz des jeweiligen Anbieters gestützt wird. Mobiltelefone sind unter den Telefonen zudem weiterhin das Gerät mit den stärksten Zuwachsraten, was wohl auch daran liegen dürfte, dass sich deren Funktionsvielfalt in den letzten Jahren immens erhöhte.

Im Folgenden gehen wir detaillierter auf die unterschiedlichen Telefonarten ein...

Handys

Als Handys bezeichnet man tragbare Mobiltelefone. Sie werden auch Funktelefone oder GSM-Telefone genannt. Die kleinen und handlichen Geräte sind mittlerweile aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Eigenschaften von Mobiltelefonen

Mobiltelefone haben die Eigenschaft, tragbar zu sein, wodurch sie dem Benutzer mehr Mobilität verleihen. So lässt sich ein Handy auch außerhalb der eigenen vier Wände mitführen und benutzen. Zusammengesetzt werden Mobiltelefone aus einem Bedienteil, das aus einer Tastatur und einer Anzeige besteht, einem Mikrofon, einem Lautsprecher sowie einer Steuerung, bei der es sich zumeist um einen Mikrocontroller handelt.

Darüber hinaus sind Handys mit einem Funkteil sowie einer eigenen Stromversorgung wie einem Akkumulator ausgestattet. Für die Identifikation gegenüber dem Mobilfunknetz wird zudem eine SIM-Karte benötigt.

Die meisten modernen Mobiltelefone sind mit einem Interpreter für die Programmiersprache Java ausgestattet. Obwohl es sich dabei um eine Mini-Ausgabe handelt, enthält sie jedoch die wichtigsten Java-Funktionen.

In Europa werden Mobiltelefone nach dem GSM-Standard betrieben. Die verwendeten Frequenzen liegen bei 900 MHz im D-Netz oder 1800 MHz im E-Netz.

Besondere Funktionen

Mithilfe von Mobiltelefonen ist es möglich, kurze Textmitteilungen zu versenden, die als SMS (Short Message Service) bezeichnet werden. Diese lassen sich mitunter auch mit medialen Inhalten kombinieren. Die maximale Länge der Textmitteilungen liegt bei 160 Zeichen.

Viele Modelle sind auch mit einer eingebauten Kamera ausgestattet. Sie wurden zeitweilig als Fotohandys bezeichnet, um sie von herkömmlichen Mobiltelefonen zu unterscheiden.

Mittlerweile verfügen jedoch die meisten Handys über diese Funktion. Weitere Sonderfunktionen von Mobiltelefonen sind Musikplayer und das Übertragen von Daten.

Zum Surfen im Internet steht bei modernen Mobiltelefonen auch ein Browser zur Verfügung, mit dem auf Mobile-HTML-Seiten und WAP-Seiten gesurft werden kann. Des Weiteren sind neuere Handys auch mit einem integrierten E-Mail-Programm ausgestattet.

Smartphones

Bei einem Smartphone handelt es sich um ein Mobiltelefon, das über mehr Computerkonnektivität verfügt als ein herkömmliches Handy. So vereinigt ein Smartphone die Funktionen eines Tablet-Computers oder PDA mit denen eines Handys. Darüber hinaus verfügen Smartphones über eine Digital- und Videokamera, ein Medienabspielgerät sowie eine GPS-Navigation.

Eine schnelle Internetverbindung wird durch ein mobiles Breitband und WLAN gewährleistet. Zahlreiche moderne Smartphones besitzen einen berührungsempfindlichen Bildschirm.

Der Unterschied zu herkömmlichen Mobiltelefonen besteht vor allem darin, dass sich die Funktionen von Smartphones nicht nur auf das Telefonieren beschränken, sondern es dem Besitzer ermöglichen, zahlreiche Anwendungen auf kleinem Raum zu nutzen. Außerdem lassen sich mit Smartphones auch Programme von Drittherstellern installieren.

Festnetztelefone

Von einem Festnetztelefon oder Festnetzanschluss spricht man, wenn der Anschluss eines Telefons über eine herkömmliche leitungsvermittelte Festnetz-Technik ermöglicht wird. Noch immer gelten die Festnetzanschlüsse als zuverlässiger als die relativ neuen Anschlüsse, die auf der NGN-Netzwerktechnologie basieren.

Ein großer Vorteil gegenüber den NGN-basierten Anschlüssen besteht vor allem darin, dass Festnetztelefone selbst bei einem Ausfall des Hausstromnetzes noch funktionieren. Daher werden auch von Notrufdiensten zumeist notspeiseberechtigte Festnetzanschlüsse verwendet. Diese erhalten den Strom von der Vermittlungsstelle.

Vorteile eines Festnetztelefons

Das Festnetztelefon ist der Klassiker unter den Telefonen. Trotz zahlreicher moderner Telefonvarianten hat das Festnetztelefon noch immer seine Vorteile.

So bietet es neben seiner Zuverlässigkeit auch eine hohe Sprachqualität. Außerdem gilt es als preisgünstig. Oftmals wird der Festnetzanschluss auch für schnelles Internet benutzt.

Kabeltelefonie

Bei der Kabeltelefonie (Voice over Cable) handelt es sich um eine Variante der Internet-Protokoll-Telefonie (IP-Telefonie), bei der über Computernetzwerke telefoniert wird. Ähnlich wie bei der IP-Telefonie erfolgt die Übertragung der Sprachinformationen nicht über eine feste Verbindung, wie das beim herkömmlichen Leitungs-Telefonnetz der Fall ist, sondern paketorientiert über ein Kabelnetz.

Ablauf

Zur Datenübertragung innerhalb von Kabelnetzen kommt der DOCSIS-Standard zur Anwendung. Dieser spezifiziert die Anforderungen für eine schnelle Datenübermittlung über das Kabelnetz. Wichtige Bestandteile der DOCSIS-Architektur sind ein CMTS (Cable Modem Termination System) auf Seiten des Anbieters sowie ein Kabelmodem beim Kunden.

Die Kabeltelefonie bietet die Möglichkeit, ein analoges Telefon mithilfe eines speziellen Telefon-Adapters an ein Kabelmodem anzuschließen. Durch das Modem werden dann die Sprachinformationen digitalisiert, codiert und schließlich an das CMTS weitergeleitet. Seit einigen Jahren gibt es auch ISDN über Kabel.

Vor- und Nachteile der Kabeltelefonie

Ein Vorteil der Kabeltelefonie ist, dass mit ihr Notrufe ohne Einschränkungen möglich sind. Außerdem kann der Anrufer von der Leitstelle bei einem Notruf geortet werden. Die Zuverlässigkeit der Kabeltelefonie ist mit der des Festnetzes vergleichbar.

Im Unterschied zu einem Festnetzanschluss ist jedoch die Stromversorgung bei einem Stromausfall oder Störungen nicht gewährleistet. Außerdem lässt sich ein Kabeltelefon nur mit einem Kabelanschluss nutzen.

Schnurlose Telefone

Bei schnurlosen Telefonen handelt es sich um Mobilfunktelefone. So werden sie über Radiowellen mit einer Basisstation, die bis zu 200 Meter entfernt liegen kann, verbunden.

Auf diese Weise erhält der Benutzer innerhalb eines bestimmten Radius eine höhere Mobilität. Zur Anwendung kommen schnurlose Telefone in erster Linie im häuslichen Bereich.

Aufbau

Zu den Bestandteilen eines schnurlosen Telefons gehören ein Mobilteil mit dem Telefonhörer und der Tastatur sowie eine Basisstation. Diese verbindet man über eine Telefondose mit dem Festnetz. Bei den meisten Modellen lässt sich die Basisstation auch als Ladestation verwenden, um den Akku des Mobilteils aufzuladen.

Bei manchen schnurlosen Telefonen sind Ladestation und Basisstation aber auch voneinander getrennt. Manche Hersteller bieten zudem Varianten an, bei denen sich die Basisstation mit anderen Geräten wie einem Wecker oder einem Radio verbinden lässt.

Übertragungsverfahren

Aktueller Standard für Schnurlostelefone ist seit 1992 DECT (Digital Enhanced Cordless Telecommunications). Dieses Übertragungsverfahren ist der Nachfolger von CT1 und CT2. Als Frequenzbereich wird in Europa 1880 - 1900 MHz genutzt.

Moderne DECT-Telefone bieten zumeist die Möglichkeit, Festnetz-SMS zu empfangen bzw. zu versenden. Mittlerweile werden auch schnurlose WLAN-Telefone für IP-Telefonie angeboten.

Funktelefone

Der Sammelbegriff "Funktelefon" wird für diverse mobile Telefone verwendet. Dazu gehören

  • Handys
  • schnurlose Telefone
  • Satellitentelefone und
  • Autotelefone.

Diese verfügen über unterschiedliche Eigenschaften und Nutzungsmöglichkeiten. Gemeinsam haben die verschiedenen Funktelefone miteinander, dass sie auf drahtloser Basis mithilfe von elektromagnetischen Wellen arbeiten.

Die Übertragung der Signale erfolgt durch Funk von einer Basisstation zum Mobilteil. Während schnurlose Festnetztelefone nur eine maximale Reichweite von bis zu 200 Meter haben, erreichen Mobiltelefone wie Handys eine wesentlich größere Reichweite.

Videotelefone

Videotelefone werden auch als Bildtelefone bezeichnet. Gemeint sind damit Telefone, die zusätzlich mit einem Videobildschirm ausgestattet sind. Zur Bildtelefonie lassen sich aber auch Mobiltelefone oder ein Computer verwenden.

Ablauf

Bildtelefone ermöglichen ein Telefongespräch mit Sichtkontakt. Auf diese Weise können auch Gehörlose oder hörgeschädigte Menschen per Gebärdensprache miteinander kommunizieren.

Um Videotelefonie nutzen zu können, müssen beide Gesprächspartner mit einem Telefon ausgestattet sein, dass über einen Videobildschirm verfügt. Dabei kann es sich sowohl um ein Festnetztelefon als auch um ein Mobiltelefon handeln.

Ist die entsprechende Ausstattung vorhanden, wählt man die Nummer des Gesprächspartners und betätigt die Taste für die Telefonie. Hat der Gesprächspartner den Anruf angenommen, muss er die Taste "Mich zeigen" drücken, um gesehen zu werden.

Videotelefonie ist aber auch über Computer bzw. Internet möglich. Benötigt werden dazu

  • ein schneller Internetzugang wie DSL
  • Funk oder TV-Kabel
  • eine Webcam
  • Kopfhörer mit Mikrofon sowie
  • eine Videochatsoftware wie Skype oder Windows Live Messenger.

In Deutschland nutzen die meisten Videotelefonierer ein Laptop, einen stationären PC oder ein Smartphone für ihre Bildgespräche. Dagegen werden Festnetztelefone mit Monitor lediglich von einem Prozent aller Nutzer verwendet.

Autotelefon

Unter einem Autotelefon versteht man ein Telefon, das in einem Auto eingebaut ist. Das Autotelefon gilt auch als Vorgänger des Mobiltelefons.

Entwicklung

Das Autotelefon markiert in der Telefonie den Übergang zwischen dem leitungsgebundenen Festnetztelefon und dem Mobiltelefon. So erfolgte die Anbindung des Autotelefons bereits über eine Funkstrecke.

Einschränkungen bestanden bei den frühen Autotelefonen jedoch durch ihre umfangreiche Größe und das beträchtliche Gewicht der Sendeempfangseinrichtungen. Darüber hinaus beschränkte sich die Nutzung der speziellen Telefone aufgrund der hohen Kosten auf die einkommensstarken Schichten.

Später wurden die Geräte durch die Funktechnik etwas kleiner. Als in den 90er Jahren das Zeitalter der Mobiltelefone begann, kamen Autotelefone zunehmend aus der Mode. Dafür konnte sich die Nutzung von Freisprecheinrichtungen etablieren.

In der heutigen Zeit werden Autotelefone in Pkws meist zusammen mit einem Navigationssystem genutzt. Dabei lassen sich auch Pannenanrufe oder Notrufe mit der GPS-Position oder weiteren Daten kombinieren.

Fest eingebaute Geräte haben den Vorteil, dass sie über eine höhere Sendeleistung sowie eine Sende- und Empfangstechnik verfügen, was vor allem in ländlichen Waldgebieten von Vorteil ist.

Notruftelefon

Bei einem Notruftelefon (NRT) handelt es sich um eine spezielle Fernsprecheinrichtung, über die telefonisch Verbindung mit einer Rettungsleitstelle aufgenommen wird, bei der der Anrufer um Hilfe bittet. Zu finden sind Notruftelefone vor allem an öffentlichen Plätzen, wichtigen Straßenverbindungen sowie in Parks und Grünanlagen.

Außerdem werden sie an Stellen platziert, an denen Gefahrensituationen eintreten können. Dazu gehören zum Beispiel

  • Badestrände
  • Fahrstühle
  • Tunnel oder
  • Autobahnen.

So befinden sich allein an den deutschen Autobahnen rund 16.000 Notrufsäulen.

Benutzung von Notruftelefonen

Notruftelefone sind gebührenfrei und lassen sich leicht bedienen. Gekennzeichnet werden die speziellen Telefone durch auffällige Signalfarben und Schriftzüge wie "SOS" oder "Notruf".

Die Farben sind allerdings von Staat zu Staat unterschiedlich. Damit das Notruftelefon leichter zu finden ist, werden in seiner Nähe Hinweisschilder angebracht.

Notruftelefone gelten als Sonderkommunikationsmittel. Außerhalb von Autobahnen besteht normalerweise über ein Kabelnetz der Deutschen Telekom eine Verbindung mit der Rettungsleitstelle oder der Polizei.

Die Notruftelefone, die von der Rettungsdienststiftung "Björn-Steiger-Stiftung" betrieben werden, stellen via Mobilfunknetz eine Verbindung zu einem Callcenter her. Über eigene Notruftelefone verfügt die Deutsche Bahn. Deren Anbindung erfolgt entweder per Kabel oder GSM-R.

Rückgang der Notruftelefone

Die Entwicklung der breit genutzten Mobiltelefone hat dazu geführt, dass sich die Anzahl der öffentlichen Notruftelefone in Deutschland zunehmend verringert. Eine wichtige Rolle bei dieser Entwicklung spielen aber auch die hohen Betriebs- und Reparaturkosten.

Als Weiterentwicklung des Notruftelefons gilt das Hausnotruftelefon für behinderte und ältere Menschen. Mitunter werden Notruftelefone auch zur Telefonseelsorge genutzt. Entsprechende Geräte platziert man an Stellen, an denen eine hohe Selbstmordrate herrscht.

Quellen:

  • Judith Engst: Duden Routiniert telefonieren - leicht gemacht: Der Ratgeber für professionelles Telefonieren: Strategien, Gesprächsbeispiele, Telefon-Knigge, Bibliographisches Institut, Mannheim, 2008, ISBN 3411734019
  • Hanspeter Reiter: Effektiv telefonieren: Tools, Tipps und Gesprächstechniken für den Businessalltag, GABAL-Verlag GmbH, 2008, ISBN 389749860X
  • Eva Stieber: Erfolgreich telefonieren in Konfliktsituationen: Gesprächen und Gesprächspartnern widmet sich dieser Praxisratgeber, Leykam, 2004, ISBN 3701174938
  • Andreas Raupach: Pocket Business: Erfolgreich Telefonieren: Telefonate professionell führen - Telefonstrategien und Selbstmanagement, Cornelsen Verlag Scriptor, 2008, ISBN 3589234946
  • Holger Backwinkel und Peter Sturtz: Telefonieren: Professionelle Gesprächstechniken, Haufe, 2006, ISBN 3448074535

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