Studiengänge im Bereich Technik auf einen Blick - Inhalte und Voraussetzungen

Studenten sitzen an Tischen, lernen, schreiben, Dozent oder Student steht vorne rechts mit Blöcken im Arm, Uni

Technisch interessierte Menschen finden in Sachen Studium und Beruf eine Menge Möglichkeiten - dabei können sehr wohl auch Frauen und Technik zusammenfinden

Technik ist ein breites und interessantes Feld, welches zudem auch in der Wirtschaft und Forschung eine zentrale Rolle spielt. Viele Technikbegeisterte stellen sich demnach auch die Frage, ob denn nicht ein Studium zum Thema Technik aufgegriffen werden soll. Doch welche Studiengänge gibt es zu diesem Thema überhaupt, welche in Deutschland studiert werden können?

Zunächst einmal muss in diesem Zusammenhang betont werden, dass es in Deutschland allein schon über 800 Studiengänge in Form eines Bachelors gibt, welche sich mit verschiedenen Ausprägungen von Technik und deren Anwendung beschäftigen.

Es macht in der hier beschriebenen Übersicht deshalb Sinn, sich nur auf die beliebtesten und wichtigsten Studiengänge zu beschränken und kurz deren Inhaltsbereiche darzustellen. Dabei sollte sich nicht nur die Herrenwelt angesprochen fühlen; auch Frauen sind im technischen Bereich vertreten, trotz hartnäckigem Gerücht, sie seien dafür nicht geeignet...

"Frauen und Technik" - Was ist dran an dieser Redensart?

"Frauen und Technik". Diesen beliebten Ausdruck hat wohl schon fast jeder Mann einmal gebraucht, um das mehr oder weniger geschickte Vorgehen einer Frau in einer bestimmten technischen Situation zu beurteilen. Doch hat diese Redensart überhaupt einen wahren Kern oder handelt es sich hierbei nicht doch um ein unfaires Vorurteil, welches der Frauenwelt nicht gerecht wird?

Zunächst einmal lässt sich tatsächlich feststellen, dass Frauen in technischen Feldern im Durchschnitt über weniger Kompetenzen verfügen und dementsprechend auch in der Wirtschaft und Forschung deutlich unterrepräsentiert sind. Folglich kommt es im Alltag auch häufiger zu Situationen, in welchen Frauen ungeschickt mit Technik umgehen und entsprechende Reaktionen bei den Männern hervorrufen.

Leider führt diese Tatsache auch dazu, dass viele Männer den Frauen im Allgemeinen ein Technikverständnis aberkennen. Dies wird allerdings vielen Frauen nicht gerecht, welche sich nicht nur für Technik begeistern, sondern auch in diesem Gebiet bewandert sind. Das durchschnittliche Niveau der Technikbeherrschung liegt jedoch dennoch unter jenem der Männer.

Mögliche Gründe

Diese Redensart lässt sich demnach nicht von der Hand weisen. Mindestens ebenso interessant dürfte es allerdings sein zu klären, warum das Ganze eigentlich so ist.

Prinzipiell gibt es für diesen Befund zwei mögliche Erklärungen. So könnten einerseits Unterschiede in den Strukturen des Gehirns, der Wahrnehmung und der Hormonhaushalt für die technische Kompetenzverteilung des Mannes und der Frau verantwortlich sein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Reihe von Studien, welche sich auf die Analyse der Gehirnstrukturen und Hormone im Körper konzentrierten.

Viele Soziologen vertreten hingegen die Ansicht, dass das mangelnde technische Verständnis das Ergebnis einer entsprechenden Sozialisation während der Jugend war. So wird Frauen häufig von klein auf vermittelt, dass Technik nur etwas Männliches sei, was sie ohnehin nicht beherrschen würden.

In der Folge versuchen sich viele Mädchen überhaupt nicht an technischen Geräten und sammeln entsprechend wenig Erfahrungen. Im Endeffekt kommt es dann zu tatsächlichen technischen Defiziten, da in diesem Bereich während der Kindheit und Jugend niemals geübt und sich entsprechend eingeschränkt verbessert wurde.

Insgesamt kann der Ausspruch "Frauen und Technik" nicht als völlig unberechtigt abgewiesen werden. Allerdings sollten die Männer dabei zweierlei nicht vergessen.

Zum einen dürfte es wohl nur zu einem kleinen Teil an körperlichen Voraussetzungen liegen, dass Frauen weniger von Technik verstehen. Andererseits sollte sich der Herr der Schöpfung stets darüber im Klaren sein, dass es Frauen gibt, deren Technikverständnis das eigene weit übersteigen.

Frauen sind nicht technikfeindlich

Das Frauenportal "Erdbeerlounge" hat eine Umfrage unter Frauen durchgeführt und ist zu dem überraschenden Ergebnis gekommen, dass sich die Frau von heute über ein geschenktes iPhone oder andere Technik-Spielereien freuen würde.

Wer meint, einer Frau mit Slips, Reizwäsche, Parfüm oder Schmuck eine Freude machen zu können, liegt falsch. Das weibliche Geschlecht freut sich über iPhone, iPod, Wii-Spielkonsole ebenso sehr wie über einen Städte-Trip.

Somit sollte das Vorurteil von den technikfeindlichen Frauen aus dem Weg geräumt sein.

Die Studiengänge im Bereich der Technik sollte sich demnach auch die interessierte Damenwelt einmal anschauen...

Studiengänge im Bereich der Technik

Ablauf und generelle Inhalte

Allgemein lässt sich sagen, dass das technische Studium die unterschiedlichen Bereiche der technischen Systeme sowie die Grundlagenfächer - Mathe, Physik, Elektronik, Werkstoffkunde - zunächst im Überblick abdeckt. Neben dem Grundlagenwissen ist zunächst auch viel Theorie angesagt.

Anschließend folgt eine Vertiefung in ein gewünschtes Gebiet. In der Regel stehen hierbei unterschiedliche Wahlmöglichkeiten an, sodass man sich nicht zwangsläufig sofort zu Beginn des Technikstudiums entscheiden muss.

Logisches Denken und strukturiertes Arbeiten ist im technischen Bereich sehr wichtig. Auch das Auswendiglernen spielt eine entscheidende Rolle. Zu den Voraussetzungen zählen mitunter Sprachkenntnisse, Praktika und Präsentationstechniken.

Die richtige Wahl?

Die Auswahl an Möglichkeiten ist im Bereich eines technischen Studiums sehr vielfältig, sodass es auch unterschiedliche Wege gibt, so ein Studium zu beginnen. Natürlich sollte grundlegend ein Interesse für Technik vorhanden sein und mit diesem gehen auch mathematische Fähigkeiten einher.

Studieren kann man beispielsweise an einer Technischen Universität. Meist werden hier Abitur und ein Numerus Clausus (NC) vorausgesetzt. Hier konzentriert man sich vor allen Dingen auf theoretische Grundlagenforschung, während die Studiengänge an einer Fachhochschule eher anwendungsbezogen sind.

Letztere setzt in der Regel ein Fachabitur sowie ein NC im Zweierbereich voraus. Weitere Studienmöglichkeiten sind das Studium auf Lehramt, der duale Studiengang sowie das Fernstudium.

Architektur

Ein wichtiges Studium aus dem Bereich der Technik ist zunächst einmal die Architektur. Diese kann in das Studium der

  • klassischen Hochbau Architektur
  • Innenarchitektur und
  • Landschaftsarchitektur

unterteilt werden. Im Studium lernen die Studenten dann vor allem Inhalte über

  • die Geschichte und Ausprägungen der Architektur
  • physikalische Grundlagen
  • Rechtsvorschriften und
  • die gestalterische Planung.

Bauingenieurwesen

Ein weiterer bedeutender Studiengang ist das Bauingenieurwesen. Dieses kann quasi als ein Studium gesehen werden, welches all jenes Wissen vermittelt, welches die Umsetzung der Pläne des Architekten ermöglicht.

Bauingenieure lernen dementsprechend mehr aus dem Bereich der Konstruktionslehre und wie Konzepte in die Realität umgesetzt werden können. Das Studium des Bauingenieurwesens ist deshalb auch theoretischer und technologieorientierter.

Elektrotechnik

Das Studium der Elektrotechnik konzentriert sich wiederum auf Geräte, welche durch elektrische Energie betrieben werden. Studenten lernen deshalb zunächst einmal die Grundlagen der Elektrotechnik, etwa Physik und die Systemtheorie, um sich später genauer mit spezifischen elektrischen Systemen auseinanderzusetzen.

Maschinenbau

Letztlich kann in dieser Aufzählung noch näher auf das Studium des Maschinenbaus eingegangen werden. Dieses breit gestreute Studium, welches dem Studenten unter anderem Wissen in den Bereichen

  • Höhere Mathematik
  • Konstruktionslehre
  • Physik
  • Werkstoffkunde und
  • Technische Mechanik

vermittelt, soll es dem Studenten ermöglichen, vielfach in technischen Bereichen der Wirtschaft und Wissenschaft tätig werden zu können. Neben den genannten Studiengängen gibt es noch eine Vielzahl weiterer Angebote an deutschen Hochschulen.

Die folgende Aufzählung soll dabei nur als eine kurze Orientierung dienen, in welchen Bereich Technik noch studiert werden kann. So kann hier beispielsweise noch das Studium

  • Baumanagement
  • Gebäudetechnik
  • Mechatronik
  • Medizintechnik
  • Nachrichtentechnik
  • Werkstofftechnik
  • Automobilinformatik und
  • Computer Engineering

genannt werden.

Die Weltbevölkerung gibt dieses Jahr schätzungsweise 2,85 Billionen Euro für neue Technik aus

Mann bedient ein Tablet vor einem Roboterarm einer Maschine in einer modernen Fabrik
Industry 4.0 concept .Man hand holding tablet with Augmented reality screen software and blue tone of automate wireless Robot arm in smart factory background © zapp2photo - www.fotolia.de

Vier Mal im Jahr errechnet das Forschungsinstitut Gartner den "Worldwide IT Spending Forecast", eine Schätzung, wie viel Geld die Weltbevölkerung voraussichtlich im Jahr für neue Technik ausgeben wird. Der Report dient vor allem Geschäftsleuten als Frühindikator für die kommenden Technologie-Trends und zur Planung zukünftiger Investitionen.

In diesem Jahr wird die Weltbevölkerung laut aktuellem Report schätzungsweise 3,7 Trillionen Dollar, also umgerechnet rund 2,85 Billionen Euro, für neue Technik ausgeben. Die Wachstumsprognosen sehen im dritten Quartal 2013 allerdings nicht so gut aus, wie zu Beginn des Jahres. Demnach sinkt das Wachstum in den kommenden drei Monaten voraussichtlich auf 2,8%, wofür laut Gartner vor allem die schwachen Verkaufszahlen von Personal Computern verantwortlich sind.

Zwei Drittel aller Deutschen interessieren sich für neue Technologien

In einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Körber-Stiftung mauserten sich die Deutschen als Technikfreunde. Insgesamt 65% aller 1.000 Befragten gaben an, sich sehr für neue Technik zu interessieren und neue Geräte gerne auszuprobieren. 70% der Umfragenteilnehmer informieren sich demnach auch regelmäßig über neue Technologien.

Erwartungsgemäß war das Technikinteresse bei den männlichen Befragten allerdings deutlich höher als bei den weiblichen. Von den Männern bezeichneten sich 78% als technikinteressiert, von den Frauen dagegen nur 52%. Doch auf beiden Seiten gab es ähnlich viele Skeptiker. Insgesamt betrachten 37% der Befragten neue Technologien eher skeptisch. Von den Frauen sagten dies 43% und von den Männern immerhin 32%.

Vier schwer überschätzte Technologien - Erwartungen wurden enttäuscht

Dunkelhaarige Frau vor ihrem Laptop fasst sich mit besorgtem Blick an die Stirn
worry © Coka - www.fotolia.de

Den Verbrauchern werden immer wieder neue Trends wie Cloud Computing, Big Data oder gar selbstfahrende Autos schmackhaft gemacht. Ein kleiner Ausblick auf frühere Technologien zeigt, wie die einst hochgepriesenen Trends die Erwartungen doch nicht erfüllen konnten.

RFID (Radio Frequency Identification)

Da wäre zum einen der so genannte RFID, bei denen es sich um einen winzigen Funkchip handelt, der eigentlich den Alltag revolutionieren sollte. Allerdings setzen bis auf die Industrie-Logistik bislang nur wenige Branchen auf diese Transponder, welche beispielsweise Gegenstände und Lebewesen lokalisieren können.

NFC und Laserdisc

Dasselbe gilt auch für die Nahfunk-Technik NFC, womit unter anderem eine digitale Geldbörse in jedem Handy realisierbar wäre. Am Markt vorbei ging auch die Laserdisc Ende der 1970er Jahre, welche zwar eine bessere Videoqualität als die VHS-Kassette hatte, diese jedoch im Gegensatz zur CD und DVD nicht verdrängen konnte.

Net-PC von Oracle

Mitte der 90er Jahre scheiterte auch der Softwarehersteller Oracle mit seinem Net-PC, welcher in Zeiten des Internet-Booms auf Ressourcen aus dem Netz zurückgreifen sollte. Inzwischen kann man den damaligen Trend mit dem heutigen Cloud-Computing vergleichen.

Auch Apple hatte nicht immer Erfolg

Zu guter Letzt hat sich auch der heutige Branchenprimus Apple bereits vor zwei Jahrzehnten mit dem persönlichen Assistenten Newton verschätzt, welcher die Handschrift seines Nutzers entziffern sollte. Immerhin hat dafür die Spracherkennung in modernen Smartphones Einzug erhalten.

Grundinformationen und Hinweise zur Technik

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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